Glenglassaugh Revival NAS 46%

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      Glenglassaugh Revival NAS 46%

      Mit dem neuen Glenglassaugh 3yo kam ein pre-Sample von obigem Whisky mit. Allerdings noch keine drei Jahre alt. Ich zitiere mal Apulia
      Na gut..... Revival ((engl. für „Wiederbelebung“, „Erneuerung“; „Erweckung“... also quasi das englische Wort für Renaissance ) ist der Name des im Februar/März auf den Markt kommenden ersten alterslosen Glenglassaugh aus neuer Produktion... Es ist ein Vatt aus Refill Butts und Rotweinfässern und wird als Vatt nochmal 6 Monate im frischen Sherry Butt nachgelagert. Keine Farbe, Keine Filtration , 46 %. RSP 30 Pfund...... .ich habe auch schon einen ganz vertraulichen Blick auf die Ausstattung werfen dürfen... Hammergenial!

      Stuart hatte in FFM eine faßstarke Probe dabei, die es auch in der Masterclass gab.... ich habe am Stand so ein sattes dutzend Leute probieren lassen, das jüngste was ich zu hören kriegte war 6-7 Jahre alt.... Am Nachbarstand gab es einen 7 jährigen Islay Whisky, der wurde im Vergleich von 100 % der Tester für jünger gehalten....

      Ich glaube, das wird der endgültige Kick für Glenglassaugh werden!


      Nase: leicht nussig, typische Rotweinnase,

      Mund: sehr voll und kräftig, auch wieder deutliche Rotweinnoten- ich würde sagen Richtung Spätburgunder. Leichtes Holz

      Abgang: Warm und hier kommen nochmal Noten von Sherry durch. Trockenfrüchte und ein Hauch Erde

      Fazit: schmeckt er jung? Ja und nein- würde ich sagen. Mal sehen, wie das Bottling dann ausfällt. Der Rotwein überwiegt hier noch, evtl verschiebt sich es noch zu Gunsten der refill Sherry Butts. Würde mich freuen. Aber unter den jungen Malts schon ein Guter!
      Ich hatte ihn heute abend auch mal im Glas, und muss sagen, dass ich nicht wirklich überzeugt werden konnte.

      Der Malt ist in meinen Augen doch sehr von einer säuerlichen Note geprägt, sowohl in der Nase, als auch am Gaumen. Die Rotweinfässer und die Sherryfässer haben ihm zweifelsohne einige Facetten verpasst, doch alles in allem ist er mir einfach noch zu sprittig. Und Wasser hatte leider auch nicht viel geholfen. Ob es ein Malt mit Potential ist? Sehr gut möglich, ich kann es nicht beurteilen.

      Ich werde beim Revival also noch aussetzen. Ab 6 oder 7 Jahren steig ich aber bestimmt wieder ein!
      Look behind you! A three-headed monkey!
      Wann soll der nochmal rauskommen???

      Danke & Gruß,
      Dulli
      Freiheit ist nicht, das zu tun was man will, sondern nicht das tun zu müssen, was man soll.

      Meine persönliche TOP 4


      Inchgower 25yo Whisky Tales 55,8%
      Glenglassaugh 37yo Rare Cask Series 54,8%
      Glengoyne 40yo Malts of Scotland 55,5%
      Port Ellen 22yo Rare Malts

      Konkurrenzlos:
      Bowmore 1964 Bourbon Cask Fassprobe bei Bowmore

      Guybrush schrieb:

      Ich hatte ihn heute abend auch mal im Glas, und muss sagen, dass ich nicht wirklich überzeugt werden konnte.

      ... das geht mir ganz genau so, auch " The First Cask " hat mich wirklich enttäuscht, ich hoffe das dem Ganzem etwas mehr Zeit gegeben wird und was Vernünftiges dabei raus kommt, die Destille hat es auf jeden Fall verdient...

      Revival in der Destillery

      Diesen Montag hatten wir die große Freude mit Ronnie Routledge die "behind the scenes" Tour zu geniessen.
      Eine Tour die ich jedem Whisky Connoisseur nur wärmstens empfehlen kann. Weiteres in meinem zugehörigen Tourbericht.

      Beim Tasting am Ende der Tour stand unter anderem der Revival auf dem Tisch. 3y alt. Da ich noch fahren musste, habe ich mein Sample mitgenommen und heute abend gemütlich verkostet - in Gedanken stand ich auf dem Dach des still houses von Glenglassaugh - so wie am vergangenen Montag - Wehmut!

      Hier meine Tasting notes:

      Nase: man spürt die Jugend - der new make schimmert noch durch. Bittermandelaroma und sehr süße, zermatschte Trauben, Haferkekse.

      Geschmack: Cremige Süße - Mandeln. Nach einiger Zeit im Mund, pfeffrige Noten.

      Abgang: Sehr angenehm - fast wie bei einem guten Grappa - Traubentrester - kommt wohl von den beteiligten Rotweinfässern. Wieder das Bittermandelaroma. Der Eindruck bleibt sehr lange am Gaumen - so soll es sein.

      Fazit: Der Malt hat definitiv Potential. Wird spannend, die Entwicklung zu sehen. In jedem Fall von mir :rauf:

      Ronnie hat uns beim Tasting noch eine Flasche gezeigt, die ´jetzt veröffentlicht wird, ein 3y "Tennessee" - Malt. 3 Jahre in ex-Bourbon Fässern der George Dickel Distillery.

      Der interessiert mich sehr - also falls irgendwo ne Flasche auftaucht - bei der FT wäre ich dabei.

      Und gute Nacht
      Andy
      Gründungsmitglied der "Zweebrigger Whisky Batscher"

      Malt Whisky - what else?

      Nach dem vierten warmen Jägermeister kann man schon mal worksen!!
      Hallo zusammen!

      Habe dem Revival jetzt 3x ne Chance gegeben und ich muß sagen er wird leider nicht besser.
      Ich habe schon was erwartet und bin bislang schon a bissle enttäuscht. Obwohl er in der Nase schon sehr gut rüberkommt...

      Ich sehe es ähnlich, mal sehen was in ein paar Jahren draus wird...
      Die Neugier war halt einfach zu groß, Ihn zu probieren. 3 Jahre ist schon jung!

      Gruß,
      Dulli
      Freiheit ist nicht, das zu tun was man will, sondern nicht das tun zu müssen, was man soll.

      Meine persönliche TOP 4


      Inchgower 25yo Whisky Tales 55,8%
      Glenglassaugh 37yo Rare Cask Series 54,8%
      Glengoyne 40yo Malts of Scotland 55,5%
      Port Ellen 22yo Rare Malts

      Konkurrenzlos:
      Bowmore 1964 Bourbon Cask Fassprobe bei Bowmore
      Ich habe mein Sample auch gestern Abend geöffnet und muss sagen.... ich bin ein wenig enttäuscht.
      Klar sollte man von einem 3yo nicht viel verlagen, aber die Glenglassaugh eigenen Tasting Notes kann ich nicht nachvollziehen...

      Nose: Sweet caramel and toffee with notes of nutty sherry, milk chocolate and honey. Ripe plums, red berries and oranges. Caramelised sugar and earthy, charred oak.
      Palate: Sweet, rounded and creamy. Oranges, plums, cherry and walnuts, chocolate, honey-mead, sherry and soft, spiced oak.
      Finish: Medium with warming mulled-wine spices, sherry and caramel.


      Ausser Gerste und der von Guybrush erwähnten sprittigkeit kann ich nicht viel finden.


      Gruß
      Ich will den neuen Glenglassaughs nichts unterstellen - vor allem ohne sie im Glas gehabt zu haben - aber eure Erfahrungen decken sich mit einigen mehr, die ich gelesen habe. Ich stell mir nur die Frage, ob wir es hier nicht wieder mit einem Super-Hype-Phänomen zu tun haben. Ich mein, irgendwo muss das Geld nach den ganzen Investitionen ja herkommen!
      Aber.... probieren werde ich wohl trotzdem.

      Dir_k schrieb:

      Ich stell mir nur die Frage, ob wir es hier nicht wieder mit einem Super-Hype-Phänomen zu tun haben. Ich mein, irgendwo muss das Geld nach den ganzen Investitionen ja herkommen!
      Einen Hype sehe ich hier eigentlich nicht. Es ist mittlerweile Gang und Gebe bei neu- oder wiedereröffneten Brennereien, nach drei Jahren der Produktion - also sobald es legal ist - den ersten Whisky zu verkaufen. Das finde ich, solang der Preis nicht völlig unverschämt ist, legitim. Die Bernnereien müssen natürlich wirtschaftlich arbeiten und nach drei Jahren sind für die Eigentümer so hohe Kosten angefallen, dass sie die ersten Einnahmen meist auch bitter nötig haben.
      Den neugierigen Fans der Brennerei wird die Möglichkeit eröffnet, den Stoff schnellstmöglich zu probieren, auch wenn er nach so kurzer Lagerung sein Potential meist noch nicht vollständig entfalten konnte. Das Risiko, dass die Käufer von dem noch sprittigen Dreijährigen nicht begeistert sind, ist hoch, und darin liegt dann für die Destille natürlich wieder eine Gefahr, nämlich dass enttäuschte Kunden die nächste junge Abfüllung nicht mehr erwerben werden. Einige - z.B. Ardbeg oder Port Charlotte - habe dieses Problem in der Vergangenheit schon findig gelöst, indem sie jedes Jahr eine um ein Jahr ältere Version auf den Markt brachten und dazu verlauten liessen, sie wollen ihren Kunden die Möglichkeit eröffnen, die Entwicklung ihres Malts zur vollen Reife mitzuverfolgen. Wir werden im nächsten Jahr sehen, ob auch Glengalssaugh diese Strategie übernehmen wird.
      So many malts, so little liver...

      Leorin schrieb:

      Es ist mittlerweile Gang und Gebe bei neu- oder wiedereröffneten Brennereien, nach drei Jahren der Produktion - also sobald es legal ist - den ersten Whisky zu verkaufen. Das finde ich, solang der Preis nicht völlig unverschämt ist, legitim. Die Bernnereien müssen natürlich wirtschaftlich arbeiten und nach drei Jahren sind für die Eigentümer so hohe Kosten angefallen, dass sie die ersten Einnahmen meist auch bitter nötig haben.

      Naja, so ganz stimmt das nicht. Von Daftmill z.B. gibt es bis zum heutigen Tag nix zu kaufen, obwohl die 2005 angefangen haben zu brennen. Und ich wage auch einfach mal die Prognose, dass wir nicht schon in vier Jahren den ersten Ardnamurchan kaufen können.

      Bei Glenglassaugh finde ich das ganze jetzt auch nicht sonderlich dramatisch, da das Zeug zu einem erträglichen Kurs vertickt wird. Nachdem ich in Limburg mal probiert habe, frage ich mich allerdings, wie man als Malthead so ein völlig unausgereiftes Zeug mögen kann.

      Eine völlig andere Geschichte ist natürlich z.B. Abhainn Dearg, die für ihren Dreijährigen 150 Ocken aufrufen...
      'Too much of anything is bad, but too much of good whisky is barely enough.' :flag2:

      Es wird eingeschenkt: meine Samplebar

      :flag:

      Erinnern wir uns doch mal wie das bei Ardbeg gelaufen ist: Bis zum Alter von 9 Jahren (Almost There) war die Wiederbelebung der Ardbeg-Brennerei eine "reele" Sache. Das müßte 2007 gewesen sein. Die erzielten Preise waren ordentlich aber nicht übertrieben (49,-- EUR für den 9yo CS). Und die Nachfrage war da, aber nicht hysterisch.

      D.h. von der Übernahme 1997 durch LVMH bis 2007 gabs bei Ardbeg keinen Hype. Das wiedrum heißt, bei Glenglassaugh gibts den ersten Hype frühestens nach 10 Jahren 2018. :ups:
      Viele Grüße

      Martin

      Domtrinkknabe! Und zwar mit Absicht. ;)
      So, der letzte Dram für heute im Glas, besorgt als Sample bei einer FT, da ich mir aufgrund der differenzierten Meinungen doch eine eigene Meinung bilden wollte:

      Farbe: Stroh

      Nase: junge, freche Nase, Rauch/Torf (?!) vorerst dominant, dann "frisch ausgezogene" Budapester Schuhe, Nase erinnert mich im Moment irgendwie an den PC "An Turas Mor" (? woher das kommt ? - dürften beides eher junge Vertreter sein)

      Mund: Weniger Schärfe als erwartet für so einen jungen Stoff, öliger Antritt, Speck, rohe Zwiebeln (nicht unangenehm :) ), Sprittigkeit kommt erst später, Rettich - Öligkeit bleibt und ist sehr angenehm

      Abgang: Sprittigkeit nun dominant, kurzer Abgang, der aber dann scharf wird

      Fazit: Der Glenglassaugh 3 Revival kann seine Jugend nicht verbergen und ist nur was für Freunde des "jungen Geschmacks" - ich mag das durchaus, wobei ich gespannt bin, wie sie dieser Malt weiterentwickelt.
      Did you know… In less than five years time 90% of all whisky retailers will be older than 90% of the products they sell. ( Whiskysponge )

      Sampleliste

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „jocmueller“ ()

      Die letzten Tastingsnotes zu dem Stoff sind ja schon ein paar Tage alt - ich mache dennoch mal hier weiter und halte das ganze auch kurz:
      Für das Alter finde ich ihn tatsächlich gut.
      Nicht zu sprittig sowie eine angenehme Süße, weich und rund in Nase und Mund.
      Allerdings ist er einer der Vertreter, die noch einige Zeit einen recht säuerlichen Nachgeschmack zurücklassen - keine Ahnung ob daraus bei älteren Semestern (also Whisky - nicht Trinkern) dann mal eine angenehme Holznote wird.
      Daher vielleicht als Apperitiv - da kommen ja noch einige Geschäcker hinterher...

      Ich weiß, die Geschmäcker sind verschieden - ich frage mich nur: Schmeckt das noch jemand so?