Fass oder Fassidentisch???

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

      Markus, ich stimme Dir zu, sehe Teile aber in einem andern Licht:
      Ich hatte zB nen Whisky auf der Fair probiert, der hätte nach dem Drampreis von 12€ ganze 420€ gekostet (und der Dram kostet ja idr immer etwas mehr, als der Flaschenanteil). Klar ne riesige Stange Geld. Wenn ich das aber mit dem einen oder anderen Whisky vergleiche, der auf der Fair für 350-400€ pro Flasche gehandelt wurde, dann liegen einfach Welten dazwischen und das macht mir Sorgen.

      Ich finde immer wieder einen netten Trinkwhisky für ordentliches Geld, meistens Abseits des Mainstreams, keine Frage. Hier schiebt sich der Preis zum Glück nicht so weit nach vorne.

      Eine etwas negative Grundstimmung geht schon von mir aus, das gebe ich gerne zu. (Bin ich sonst doch eher positiv ;) )
      Jedoch finde ich immer mehr Bestätigung darin, in den letzten Jahren etwas mehr Whisky gekauft zu haben, als ich eigentlich wollte. :rolleyes:

      Schauen wir mal, wie sich die Welt weiter drehen tut :smoke:


      @Cobo:
      Na wenn ich das richtig gesehen habe, beschäftigst Du Dich etwas länger mit dem Thema.
      Das ist ja auch ein wichtiger Aspekt, den Detlef ja auch angekratzt hat:

      Es kommen immer neue Liebhaber und die sehen, was der Markt zu bieten hat und differenzieren (erstmal) auf dieser Basis, so hab ich es auch gemacht und beobachte es auch bei andern.
      Ich hatte letztes Jahr vereinzelt den Eindruck, dass man als Brennerei auf das Herzeigen alter Abfüllungen und Logos lieber verzichtet, bevor man irgendein Interesse auf den alten Stoff lenkt.... das kann man nun auslegen wie man will.....
      Und ohne eine Großzahl an Mitgliedern hier, hätte ich auch eher nicht über den Tellerrand geschaut - und da kann ich Euch nicht genug danken :danke:
      Alle wünsche werden gut um den gesund zu sein :wh2:

      "Always do sober what you said you'd do drunk. That will teach you to keep your mouth shut."
      - Ernest Hemingway

      NovA schrieb:

      Na wenn ich das richtig gesehen habe, beschäftigst Du Dich etwas länger mit dem Thema.
      Das ist ja auch ein wichtiger Aspekt, den Detlef ja auch angekratzt hat:

      Stimmt schon. Ich denke ich zahl lieber mal mehr für ne Flasche die ich von früher kenne und genieße die ab und an als daß ich jeden Tag etwas trinke was nur mittelmäßig ist. Natürlich gibts auch im Niedrigpreissegment guten Daily Dram Stoff den ich regelmäßig konsumiere... Tali 10 z.B. oder auch vieles aus der GF Range. Aber irgendwie tue ich mir extrem schwer guten Stoff zu finden der neu auf den Markt kommt. Ich denke da eher dran daß man jetzt noch (auch wenn teuerer) an Vintage Flaschen kommt die es in 10 Jahren gar nicht mehr gibt oder nur mehr zu exorbitant hohen Preisen. Lieber jetzt zuschlagen als dann ne Preisliste von 2013 zu sehen und zu sagen: Hätte ich damals doch zugeschlagen ;)

      rednose schrieb:

      HamburgMalt schrieb:

      Für mich persönlich war das letzte Jahr mit einer ganzen Anzahl von wirklich herausragend guten Abfüllungen 2010. 2011 gab es noch einige wenige Nachzügler. Seither: nix. Zumindest nicht im absoluten Top-Bereich.

      Sorry, das kann man so nicht stehen lassen.
      Preis/Leistungsmäßig ist ein GlenDronach CS richtig gut. Ich hatte einen 72'er GlenDronach der genial war.
      Es gab in 2012 richtig gute 76'er Tomaten.
      Es gab den MoS Diamont Glengoyne. Geiles Zeug.
      Die MoS Banff's, Glenturret und z:b. der neue PE sind richtig gut. Das waren tolle Laphis und Bowmores aus dem Sherryfässern von MoS.
      Bei der WA war ein toller Deanston. Ein geiler Mortlach von Jean Boyer. St Magdalen von Cadenhead's.
      Benriachs UA und OA die geil waren.
      ... usw usw.
      das jetzt wirklich nur auf die Schnelle.
      Mein lieber Markus, das wirst du schon so stehen lassen müssen, denn meine einleitenden Worte waren ja "Für mich persönlich ..." ;)

      Aber gehen wir die Abfüllungen ruhig durch. Der Glendronach CS war in Sachen PLV zweifellos super, aber PLV war für mich nicht das Thema. Der Glengoyne und der Deanston waren in der Tat sehr lecker, aber mir fallen ad hoc locker ein halbes Dutzend 2010er Abfüllungen ein, die ich signifikant besser finde.
      Und den Port Ellen fand ich nun echt nicht so doll, und zwar unabhängig vom Preis.

      Recht hast du natürlich beim Glenturret, den ich fälschlicherweise unter 2011 abgespeichert hatte. Ein Blick auf meine Pulle hat mich zügig eines Besseren belehrt.

      Grundsätzlich sind solche Betrachtungen natürlich stets subjektiv und hängen davon ab, was man im Laufe des Jahres so probiert. Ich für meinen Teil habe aber trotz z.b. vieler sehr leckerer Glendronach Single Casks ganz klar den Eindruck, dass die Anzahl endgeiler Abfüllungen seit ca. zwei Jahren deutlich abnimmt. Erneut: zumindest für mich und meinen Geschmack.
      'Too much of anything is bad, but too much of good whisky is barely enough.' :flag2:

      Es wird eingeschenkt: meine Samplebar

      :flag:

      der_cobo schrieb:

      Hmmm... ich kaufe IMMER mehr Raritäten als Neuabfüllungen...

      Da schließe ich mich mal an :cheesy: Nur hat mir die letzte Fair gezeigt das Abfüllungen als Raritäten bezeichnet werden die man vor ein
      bis zwei Jahren noch locker kaufen konnte. Ich kann mich daher auch des Eindrucks nicht erwehren das die Raritäten aus den 60er bis 80er
      Jahren fast gänzlich vom Markt verschwinden oder zu Preisen gehandelt werden wo der Trinkspass aufhört.
      Selbsterkenntniss: Klar ist man von dem alten Zeug schon ein wenig versaut.Ich kann aber auch die Hoffnung nicht aufgeben mal wieder einen
      richtigen Kracher zu finden. Ich habe sicherlich keine Finish-Phobie, es geht einfach nicht an mich trotz mehrmaliger Versuche.
      Heute kennt man von allem den Preis, von nichts den Wert

      HamburgMalt schrieb:

      Ich für meinen Teil habe aber trotz z.b. vieler sehr leckerer Glendronach Single Casks ganz klar den Eindruck, dass die Anzahl endgeiler Abfüllungen seit ca. zwei Jahren deutlich abnimmt. Erneut: zumindest für mich und meinen Geschmack.


      Geht mir (leider) ähnlich... ich finde weiterhin vieles was schön trinkbar bis gut ist, aber die richtigen Kracher sind sehr dünn geworden. Eine Handvoll fällt Abfüllungen aus 2012 fällt mir ein, ein paar aus 2013 (das aber ja auch noch lang ist), während die Jahre davor bestimmt 20-30 in diese Kategorie kamen. Hängt wohl auch damit zusammen, dass die alten Dinger mittlerweile sehr selten werden. Dazu kommt, dass bei gleicher Nachfrage und ausgedünntem Angebot natürlich auch noch der Preis leidet. Ist halt einfach so, müssen wir durch, denke ich...

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „maaatin“ ()

      T O M schrieb:

      HamburgMalt schrieb:

      Ich für meinen Teil habe aber trotz z.b. vieler sehr leckerer Glendronach Single Casks ganz klar den Eindruck, dass die Anzahl endgeiler Abfüllungen seit ca. zwei Jahren deutlich abnimmt. Erneut: zumindest für mich und meinen Geschmack.


      Geht mir (leider) ähnlich... ich finde weiterhin vieles was schön trinkbar bis gut ist, aber die richtigen Kracher sind sehr dünn geworden. Eine Handvoll fällt Abfüllungen aus 2012 fällt mir ein, ein paar aus 2013 (das aber ja auch noch lang ist), während die Jahre davor bestimmt 20-30 in diese Kategorie kamen. Hängt wohl auch damit zusammen, dass die alten Dinger mittlerweile sehr selten werden. Dazu kommt, dass bei gleicher Nachfrage und ausgedünntem Angebot natürlich auch noch der Preis leidet. Ist halt einfach so, müssen wir durch, denke ich...


      Nun ja, ich bin - als ich über das Phänomen "gibts (noch) gute Abfüllungen" nachgedacht habe - zum Schluss gekommen, dass es die immer noch gibt. Allerdings in der Regel nicht in Form von Orginalabfüllungen, besonders nicht bei OAs von den großen Konzernen. Ausnahmen bestätigen die Regel: Springbank und Balvenie fallen immer wieder durch tolle Abfüllungen auf.
      Viele Grüße

      Martin

      Domtrinkknabe! Und zwar mit Absicht. ;)

      maaatin schrieb:

      Allerdings in der Regel nicht in Form von Orginalabfüllungen,

      Sehe ich auch so. Besonders bei meiner " Lieblingsdestille" Glenfarclas habe ich schon lange keine richtig guten Sherryabfüllungen mehr gefunden.
      Das was ich an Ü 30 aus dem Sherryfass probiert habe hat absolut nichts mehr mit dem zu tun was es noch vor 5 - 6 Jahren gab.
      Ganz krass bei Aberlour A´Bunadh (habe mal in den Fred geschaut). Die Tasting Notes bei den Batches nach 28 - 30 fallen noch ganz ordentlich
      aus, haben allerdings aber garnichts mehr mit den Batches bis 20 oder auch 22 zu tun, ist auch unschwer an der Farbe festzustellen.
      Heute kennt man von allem den Preis, von nichts den Wert
      Da du den a'bunadh ansprichst: Ich hatte exakt das gleiche Gefühl, weshalb ein Kumpel und ich vor ein paar Monaten einfach mal einen Quervergleich gemacht haben: Batch 7 gegen Batch 33. Farblich in der Tat ein ganz erheblicher Unterschied, geschmacklich lagen sie aber - zu unserer beider Überraschung - sehr dicht beieinander! 8o
      'Too much of anything is bad, but too much of good whisky is barely enough.' :flag2:

      Es wird eingeschenkt: meine Samplebar

      :flag:

      maaatin schrieb:

      Ausnahmen bestätigen die Regel: Springbank und Balvenie fallen immer wieder durch tolle Abfüllungen auf.

      Glenpitt schrieb:

      habe ich schon lange keine richtig guten Sherryabfüllungen mehr gefunden.


      Tja, vielleicht liegt es daran, dass die von mir erwähnten Abfüllungen, keine reinen First Fill Sherryfass-Abfüllungen sind. Im Gegenteil, bei beiden Brennreien bevorzuge ich Bourbonfässer oder Refill-Sherry.

      Vielleicht liegts daran, dass mir Abfüllungen in diesem Stil genauso zusagen, wie klassische Sherry-Abfüllung und ich eh schon weiß, dass mir eine jeweils aktuelle First Fill Sherry-Abfüllung sowieso nicht schmecken würde. :rolleyes: In soweit leide ich mit Dir Peter! ;(
      Viele Grüße

      Martin

      Domtrinkknabe! Und zwar mit Absicht. ;)
      Wenn man das Eingangsposting liest kann einem schon grauseln wenn man die Realität von 2017 zum Vergleich nimmt.
      Und es kommt noch besser ...

      Glenpitt schrieb:

      2024 Der erste Single Malt nach der Methode von Sing Schau hergestellt wird mit einem Alter von 3 Jahren abgefüllt. Bei Blindverkostungen erzielt er weltweit
      Höchstnoten.


      Und nun lest mal dies ...
      ’Technology Aged Whisky’ Outscores 95% of the World’s Best Whiskies, Making History

      Willkommen in der neuen Whiskywelt.
      ___Mortlach.de

      ____ „Kühner als das Unbekannte zu erforschen, kann es sein, das Bekannte zu bezweifeln.“ Alexander von Humboldt

      Wir alle seins Brüder,
      Wir alle seins gleich!
      Whisky investor Flippy McBottle, said:
      "I managed to get one of the limited edition Bowmore's this year. That means by the time I get it into just-scotchwhiskyonline.auctioneer this month I should have made a pretty penny. When you consider I spent over nine hours in an overnight queue to get it then, after costs, that's like £7 an hour. I'm a genius. And it was totally worth having to urinate into a thermos flask surreptitiously beneath a car blanket." (Whiskysponge Feis Ile 08.06.2017)
      Da bekomme ich doch über JM und seine Bibel doch mal einen richtigen Hals. Auch wenn mir der umgefallene Sack Reis viel wichtiger ist als sein Geschreibsel predigt der selbst ernannte Heiland nun seit Jahren damit das Japanischer, Kanadischer, Aldi-Schnappes und irgendwelche NAS-Zeug besser ist als ein ganz ganz großer Teil handwerklich sauber hergestellter Malts mit Altersangabe. Er redet damit bei einem großen Zielpublikum im Sinne der Hersteller das Qualität nicht vom Alter abhängt sondern im gegenteil, das Alter sogar schädlich sein kann.
      Sehen wir es mal extrem. Was passiert wenn Schottland nach dem Brexit nicht mehr den EU-Regeln unterliegt. Die Regeln wieder alleinig durch die Herstellergeprägte SWA bestimmt werden. Wie lange gibt es dann noch die 3 Jahre + 1 Tag Regel ?
      Glenpitts Zukunfts-Horrorszenario wird zunehmend real.

      ___Mortlach.de

      ____ „Kühner als das Unbekannte zu erforschen, kann es sein, das Bekannte zu bezweifeln.“ Alexander von Humboldt

      Wir alle seins Brüder,
      Wir alle seins gleich!

      Stefan-Hannover schrieb:

      Konsequenz dieser Sch....hausentwicklung (smöglichkeit):

      Nochmal Bestand neu ordnen mit Augenmerk auf "alte" Ware.


      Ich habe mir eben im Auto auch so kurz darüber nachgedacht...
      "Kaufste jetzt einfach 250-300 ordentliche Flaschen bunt gemischt, nimmst bei den günstigen Zinsen evtl. Geld dafür auf, und bist zum Rest deines Lebens dann wirklich mit Whisky versorgt..." :smoke:
      Speyburn Clan Germany
      »» a-riamh na aonar ««

      Eggi schrieb:

      Ich habe mir eben im Auto auch so kurz darüber nachgedacht...
      "Kaufste jetzt einfach 250-300 ordentliche Flaschen bunt gemischt, nimmst bei den günstigen Zinsen evtl. Geld dafür auf, und bist zum Rest deines Lebens dann wirklich mit Whisky versorgt..."


      ​na Gott sei Dank, hat es bei mir auch ohne Kredit geklappt... :lecker:
      "Ich glaube, ich würde die Freiheit in allen Zeiten geliebt haben; in der Zeit aber, in der wir leben, fühle ich mich geneigt, sie anzubeten."
      (Alexis de Tocqueville)

      "Freiheit und Whisky gehören zusammen." (Robert Burns)

      Cool bleiben, nachdenken!

      Wenn es bei diesen Experimenten nur um die Fassreifung geht, kann aus schlechtem New Make kein guter Whisky werden. Und zweitens kriegen wir mit der Technik endlich gut gereiften Korn zum Preis eines günstigen Wodka. Oder würdet Ihr für so etwas mehr bezahlen? Bestimmt nicht! Andereseits warum erfinden diese verlorenen Spirits-Typen dann so ein Verfahren. LOL
      Viele Grüße

      Martin

      Domtrinkknabe! Und zwar mit Absicht. ;)