NAS ... No Age Statement - Ist das wirklich so schlimm ?

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      HamburgMalt schrieb:

      Ja.

      :1: dito, ja, das würde ich wissen wollen :)
      Es geht nichts über Transparenz. Bei anderen Lebensmitteln (ja Whisky ist eher Luxusgut, als "Lebensmittel") will ich auch möglichst genau wissen wo was herkommt und was drin ist.

      Sjaunja schrieb:

      Das wäre ja vergleichbar mit einer Vereinbarung aller deutschen Autohersteller bei den Verbrauchs und Emissionswerten nicht mehr zu schummeln.

      Und das fände ich ebenfalls richtig :rauf:

      Ahab schrieb:

      Also das kannst Du doch nun wirklich nicht erwarten. Da ist man endlich soweit, dass man der neuen Generation von Whiskygeniessern beigebracht hat, dass das Alter beim Whisky so etwas von irrelevant ist. So etwas würde sie dann doch nur verwirren.

      Träumen wird man doch noch dürfen :P
      Die Cutty-News auf: Facebook || Hier mein Whisky Blog || Ich auf Instagram moin-und-so
      Ich denke... "eigentlich will ich nicht alles wissen".
      Dazu sind manche Geschichten zu schön und das Leben schon kompliziert genug.
      Wenn ich über alles einfach alles wissen muss, dann verliert beinahe alles seinen Reiz.
      Vor Jahrzehnten waren die Infos rar, die Möglichkeiten des nachforschens gering...
      und? Waren die Menschen unglücklicher? Nein.

      Solange eben kein Haifischvergifter drin ist, können mir zuviele Informationen
      gestohlen bleiben und das meine Schokolade mit ganzen Haselnüssen den Hinweis
      trägt "Allergene: kann Spuren von Nüssen enthalten." Wer brauch das?

      War ein bisschen Ironie und ein bisschen Polemik! Sorry

      Ahab schrieb:

      Wenn ich den Kommentar von Ken Grier (Macallan) lese, kann ich allerdings nur vermuten, dass der noch nie einen seiner Gold, Amber oder was auch immer NASes je probiert hat.

      Oder aber er wurde vom Marketing gut geimpft. Die Sache ist halt das es natürlich stimmt das Alter nicht alles ist und das es auch gute NAS Whiskies gibt, Fakt ist aber auch das es so ist wie George Grant sagt:
      ""Aber was mich ebenso wie die Kunden ärgert, ist die Tatsache, dass einige Hersteller jetzt NAS-Whiskys auf den Markt bringen, die eindeutig jünger sind als die Whiskys, die sie ersetzen, und trotzdem 50 Prozent auf den Preis daraufschlagen.""
      Die Industrie verdreht die Aussagen der "Nerds" halt gerne so das grundsätzlich auf alle NAS Abfüllungen draufgehauen wird dabei können die Leute sehr wohl zwischen guten Abfüllungen die schlicht kein Alter brauchen und schlechten Abfüllungen wo unreifer Sprit mit blöder HIntergrundgeschichte für zuviel Geld verkauft wird unterscheiden.

      rednose schrieb:

      Gar nicht so unlesenswert.
      Sollte tatsächlich langsam ein Umdenken stattfinden ?

      In der Tat interessant zu lesen, wie da an Stellen wo sonst eher über Whisky als Geldanlage berichtet wird ein solches Thema auftaucht.
      Ob man in der Branche umdenkt sehe ich eher skeptisch, denn ich glaub viele Hersteller werden es ähnlich sehen wie der Kreativdirektor Ken Gier ähh Grier
      Es geht darum, das Paradigma zu wechseln, um den Whisky-Herstellern grenzenlose Möglichkeiten zu eröffnen, wunderschöne Whiskys zu machen.

      Is klar und das geht natürlich ohne NAS nicht, da müsste man ja auf den "wunderschönen Whisky" schreiben was für austauschbar junges Zeug da drin ist ;)

      immer mal wieder nachdenkliche Grüße
      wuko
      Toller Artikel, vielen Dank für den Link!

      Was ist "wunderschöner Whisky"?! Und wer empfindet "das" denn so?

      Die Frage bleibt auch schon, wenn doch der überwiegende Teil eh als NAS über die Theke geht, was juckt die ganze Diskussion? Naja, wenn ich mir die seltsamen Meinungsbildner (z. B. Shirin David) der heutigen Jugend so anschaue... "Ein uncooler Whisky, nee - kommt mir nicht in die Stevia-Coke!"

      Und was wollen die ganzen neuen Destillerien in den nächsten Jahren?

      (Sollte sich jetzt jemand schämen, ein zunehmend weniger angesehenes "Produkt" zu trinken: Ich bin zur kostenlosen Entsorgung von Eurem alten ewig in Fässern gelagerten Zeug großzügigerweise bereit. Einzige Bedingung: Flaschen sind noch original zu. Porto geht auf Euch, Entsorgung wie gesagt auf mich. Gilt nur noch bis 30.01.2017.)
      Spiel mir das Lied vom Malt...

      I’m a poor lonesome cowboy, I’m a long long way from home...
      Interessanter Artikel.
      Vor allem, was Gerorg Grant zum Age-Statement schreibt. Das sich der Malt mit Altersangabe vom Brandy, Cognac und deren schwammigen Angaben wie VS, VSOP, XO etc. abhebt. Dieses gemeinhin als Qulitätsmerkmal empfundene Statement geht verloren und macht den Malt zu einer gewöhnlichen Spirituose. Wäre schön, wenn das die Marketingfuzies der großen Konzerne auch einsehen würden.
      :flag:
      _____________
      Slainte, Andreas

      Meine offenen Flaschen

      Mitglied bei "De ech Kölsche Drämmcher" - Gewinner der Roten Laterne 2012

      Lebenslang Grün-Weiß

      andreas_k schrieb:

      Interessanter Artikel.
      Vor allem, was Gerorg Grant zum Age-Statement schreibt. Das sich der Malt mit Altersangabe vom Brandy, Cognac und deren schwammigen Angaben wie VS, VSOP, XO etc. abhebt. Dieses gemeinhin als Qulitätsmerkmal empfundene Statement geht verloren und macht den Malt zu einer gewöhnlichen Spirituose. Wäre schön, wenn das die Marketingfuzies der großen Konzerne auch einsehen würden.

      Sorry, da muss ich widersprechen! Ich trinke Scotch Single Malt Whisky grundsätzlich deshalb, weil er mir schmeckt, und Cognac eben nicht, weil es nicht mein Geschmack ist. Mir ist es vollkommen egal, ob da 12 oder 18 Jahre oder VSOP oder XO draufsteht. Für mich wird Whisky nicht durch die Zahl, die auf der Flasche steht, zu einer außergewöhnlichen Spirituose, und andersherum nicht zu einer gewöhnlichen Spirituose, weil keine Zahl mehr draufsteht. Entscheidend ist der INHALT!

      Die Preisdiskussion mit Erhöhung des Preises bei Abfüllen von NAS Whiskies ist das wirklich bedenkliche an der ganzen Geschichte. Und in meinen Augen auch das eigentliche Problem!

      Schönen Sonntag noch...

      andreas_k schrieb:

      Interessanter Artikel.
      Vor allem, was Gerorg Grant zum Age-Statement schreibt. Das sich der Malt mit Altersangabe vom Brandy, Cognac und deren schwammigen Angaben wie VS, VSOP, XO etc. abhebt. Dieses gemeinhin als Qulitätsmerkmal empfundene Statement geht verloren und macht den Malt zu einer gewöhnlichen Spirituose.

      Ja, allerdings was die Qualität betrifft, und ich möchte da Herrn G. Grant nicht zu nahe treten, da haben auch die Malts mit Altersangabe nachgelassen. Gerade Glenfarclas kann man da gut vergleichen. Ein heutiger 21er ist nur noch ein Schatten des 21er, wie man ihn noch zu anfang der 2000er genießen durfte. Von den Weihnachtsbottlings ganz zu schweigen. Wie man dieses Ei auch aufstellt, es kippt immer wieder um. Weil es eben ein Nachfrageproblem ist. Wenn es heute 20xso viel Whiskyliebhaber gibt wie vor 20 Jahren, ist eben trotzdem nur 1x der gute Stoff vorhanden. Auch mit Altersangaben kann man diesen Teufelskreis nicht durchbrechen. Man sollte allerdings solchen Unternehmern wie den Grants zugute halten, dass sie die Range mit verschiedenen Altersstufen nicht aufgeben und der Versuchung wiederstehen, schnell das ganz große Geld mit den NAS zu machen. Ein Lob der Transparenz sozusagen und gleichzeitig eine Unternehmensentscheidung, welche auf langfristigen Absatz setzt. :rauf: Denn wehe die NAS Blase platzt .... :ups:
      "Ich glaube, ich würde die Freiheit in allen Zeiten geliebt haben; in der Zeit aber, in der wir leben, fühle ich mich geneigt, sie anzubeten."
      (Alexis de Tocqueville)

      "Freiheit und Whisky gehören zusammen." (Robert Burns)

      rednose schrieb:

      Die Welt ?!

      NAS-Whisky: Jung und schuldig - WELT HD

      Gar nicht so unlesenswert.
      Sollte tatsächlich langsam ein Umdenken stattfinden ?

      Am Wochenende war ziemlich deutlich das ein Umdenken zwar nicht in Schottland aber doch schon bei uns stattgefunden hat.
      Wenn ich mir da so unsere Keepers of The Quaich betrachte ............. so richtig deutlich kann man dort dann wohl doch nicht werden :angel:
      Zitat : Pinkernell hatte bei seinem jüngsten "Tasting" für Whisky-Einsteiger auch einen NAS-Whisky serviert, obwohl er von Intransparenz grundsätzlich wenig hält: "No Age Statement – thank you!" erweitert der ehemalige Börsenmakler das NAS-Kürzel gern zu "nasty", englisch für "böse". Doch davon unbeeindruckt wählten Pinkernells Whisky-Schüler am Ende des Tastings mit einer relativen Mehrheit von neun Stimmen von 21 ausgerechnet die NAS-Probe zum besten Drink des Abends. "Hauptsache, es schmeckt gut", resümiert Pinkernell. "Dagegen ist nichts zu sagen."
      Wenn ich mir vorstelle was man Einsteigern so vor setzt an zu letzt abgefüllten Fässern wundert es mich nicht so wirklich
      Für dumm verkaufen ist Marketing
      An dumm verkaufen ist Vertrieb

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Glenpitt“ ()

      cubalibreandre schrieb:

      andreas_k schrieb:

      Interessanter Artikel.
      Vor allem, was Gerorg Grant zum Age-Statement schreibt. Das sich der Malt mit Altersangabe vom Brandy, Cognac und deren schwammigen Angaben wie VS, VSOP, XO etc. abhebt. Dieses gemeinhin als Qulitätsmerkmal empfundene Statement geht verloren und macht den Malt zu einer gewöhnlichen Spirituose. Wäre schön, wenn das die Marketingfuzies der großen Konzerne auch einsehen würden.

      Sorry, da muss ich widersprechen! Ich trinke Scotch Single Malt Whisky grundsätzlich deshalb, weil er mir schmeckt, und Cognac eben nicht, weil es nicht mein Geschmack ist. Mir ist es vollkommen egal, ob da 12 oder 18 Jahre oder VSOP oder XO draufsteht. Für mich wird Whisky nicht durch die Zahl, die auf der Flasche steht, zu einer außergewöhnlichen Spirituose, und andersherum nicht zu einer gewöhnlichen Spirituose, weil keine Zahl mehr draufsteht. Entscheidend ist der INHALT!

      Die Preisdiskussion mit Erhöhung des Preises bei Abfüllen von NAS Whiskies ist das wirklich bedenkliche an der ganzen Geschichte. Und in meinen Augen auch das eigentliche Problem!

      Schönen Sonntag noch...


      Du trinkst Whisky, weil er Dir schmeckt. Egal ob mit oder ohne Altersangabe. Das geht wohl den meisten hier so.
      Aber wir paar Maltheads auf der Welt sind da eher uninteressant. Ich denke mal, bei den heutigen Preisen ist es für die breite Masse schon ein Kaufgrund, wenn ein Alter auf dem Label steht. Ein toller Name macht da weniger her als z.B. VSOP. Diese Bezeichnung ist den meisten geläufig und wird din Kaufentscheidung beeinflussen.
      :flag:
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      Slainte, Andreas

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      Lebenslang Grün-Weiß
      Also der Artikel ist gut und lesenswert.

      Ich persönlich bin da relativ neutral und sehe NAS grundsätzlich erst mal nicht als etwas schlechtes. Ich hatte schon NAS Whisky im Glas der mir sehr gut schmeckte und ich hatte auch schon Whisky mit Alter im Glas der mir nicht schmeckte. Am Ende beurteilen wir doch alle einen Whisky mit "Schmeckt mir" oder "Schmeckt mir nicht", egal ob wir nun gelesen haben was auf dem Etikett / der Verpackung steht oder nicht.
      Ich denke das der relativ große Einfluss des Fasses auf das Endergebnis "Whisky" schwer zu bestreiten ist und ein "frisches" Fass bringt meiner Meinung nach ähnlich viele Aromen in kürzerer Zeit in das Destillat als ein "Refill" Fass das man zum 3.ten oder 4.ten mal befüllt und länger "liegen" lässt. Man wird vermutlich für und gegen beides Argumente finden können, aber am Ende kann sicherlich das Ergebnis schon mal sehr ähnlich sein...
      Das auch eine kürzere Reifung richtig gute Whisky`s hervorbringen kann, beweist meiner Ansicht nach Kilchoman immer wieder. Es kamen schon tolle Tropfen aus dieser Destillerie deren Alter mit 4 oder 5 Jahren nachvollziehbar war. Das ist allerdings etwas das ich Kilchoman generell auch hoch anrechne, das sie den Mut haben auch das geringe Alter Ihrer Whiskys anzugeben und das sie sich bisher nur wenige NAS zu "leisten".

      Das die Lagerhäuser nicht unendlich gefüllt waren um für die Deckung der Nachfrage auszureichen als diese rasant stieg war irgendwann absehbar und ist sicher ärgerlich, aber man musste sich von Seiten der Destillerien im Gegenzug ja etwas einfallen lassen um diese Nachfrage zu befriedigen. Einfach sagen:"Mehr gibt es nicht, weil wir nicht mehr haben." wäre ja auch keine Lösung gewesen und die Preise wären als Folge davon noch schneller und höher gestiegen vermute ich einfach mal.
      Das was ich bei der ganzen Geschichte wie viele andere auch als sehr negativ sehe/empfinde ist die Preissteigerung auf NAS Whisky in einem Maße das wirklich fragwürdig ist. Warum soll ich für einen Whisky, der eine kürzere Zeit im Lager verbracht hat als die Whiskys die früher abgefüllt wurden, mehr bezahlen als für die "alten" Whiskys? Kann man diese Steigerung wirklich z.b mit den gestiegenen Preisen für die "Fässer" begründen? Im Gegenzug habe ich doch einen Teil der Fässer auch für eine "kürzere" Zeit im Lager was die Lagerhaltungskosten unter umständen senken sollte... Ich bin was die Kostenrechnung einer Lagerhaltung betrifft absolut kein Experte deshalb darf man mich hier gern korrigieren.

      Man kann das Thema NAS sicher endlos diskutieren, schauen wir mal wo der Weg unseres geliebten Whisky`s hinführt....

      Ich werde erst mal weiterhin meinem Geschmack folgen und Whisky kaufen der mir schmeckt, egal ob nun ein Alter auf der Flasche steht oder nicht. Aber ich werde mich künftig sicherlich auch öfter einmal fragen ob mir der Geschmack die Summe X wirklich Wert ist.....
      Islay? I think it`s Heaven!
      Kilchoman Club Member
      Bowmore`s Inner Core

      Ostfriesensamples
      Nabend zusammen!

      Ich denke die NAS Diskussion geht immer auch mit der Preis- und Qualitätsdiskussion einher.

      Die Ungewissheit über das Alter, Faß usw. weckt bei uns Besorgnis dass man Whiskys niedrigerer Qualität zu höheren Preisen erhält.
      Man hat Angst, dass die wenigen verbleibenden älteren Fässer mit (UNMENGEN) jungem Stoffes gestreckt und unter das Volk gebracht werden.

      Am Ende werden Preise über Angebot und Nachfrage bestimmt. Die Herstellungs- und Lagerhaltungskosten (und Marketing- usw.) bestimmen da eher der Grundwert, damit man überhaupt Gewinn macht. Wenn die Nachfrage höher als das Angebot an AS Whiskys ist, dann kann man auch für (Ersatz-) NAS höhere Preise erzielen. Und das erleben wir gerade.
      Und die Nachfrage allgemein und auch an NAS ist zZ höher als die für AS Whiskys vor noch 7 (geschweige denn 10-15) Jahren.
      Also lamentieren wir über gestiegene Preise, gesunkenen Qualität, NAS, Brechstangenfinishes usw. meinen aber am Ende die mangelnde Verfügbarkeit bezahlbarer guter Stoffe mit ausreichenden Angaben.

      Die Blase wächst, ja.
      Aber was passiert wirklich bei einem Platzen?
      Bei stark sinkender Nachfrage werden eher Destillerien sterben oder eingemottet, als dass die Preise großflächig sinken.
      Falls keine neuen Märkte mehr erschlossen werden können, dann wird vielleicht wieder weniger als Single Malt abgefüllt und geht in die Blends,
      oder falls man es sich leisten kann lässt man es einfach liegen.
      Meiner Meinung nach werden die alten Zeiten nie wieder kommen. Mit Glück werden die jüngeren vielleicht in 30-40 Jahren auf die Lager des heutigen Whiskybooms zugreifen können, aber ich denke die werden trotzdem dafür auch ordentlich bezahlen müssen.
      Was ich suche: Glen Grant 1976 SSMC , Dalmore AD Rattray , generell Toffee/Butterscotch Aromen

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      "Menschen, die Ironie nicht verstehen, finde ich super."

      unbekannt

      Ostfriese schrieb:

      Am Ende beurteilen wir doch alle einen Whisky mit "Schmeckt mir" oder "Schmeckt mir nicht", egal ob wir nun gelesen haben was auf dem Etikett / der Verpackung steht oder nicht.

      Wenn ich gerne einfach mal einen Whisky trinke, dann reicht mir das sicherlich. Beschäftige ich mich damit aber als Hobby, ist mir das schlicht zu kurz gegriffen, denn sonst bin ich mit der Thematik innerhalb kürzester Zeit durch. Dann will ich wissen, was ich mir ins Glas gieße um mich intensiver damit zu befassen.


      Dimmi2000 schrieb:

      Die Ungewissheit über das Alter, Faß usw. weckt bei uns Besorgnis dass man Whiskys niedrigerer Qualität zu höheren Preisen erhält.
      Man hat Angst, dass die wenigen verbleibenden älteren Fässer mit (UNMENGEN) jungem Stoffes gestreckt und unter das Volk gebracht werden.

      Für mich sind da weder Angst oder Besorgnis, dass dies so kommen wird, sondern die Gewißheit, dass das bereits heute so ist.

      Ostfriese schrieb:

      Am Ende beurteilen wir doch alle einen Whisky mit "Schmeckt mir" oder "Schmeckt mir nicht", egal ob wir nun gelesen haben was auf dem Etikett / der Verpackung steht oder nicht.
      Sorry das ich hier gerade dich und aus dem Zusammennhang heraus zittiere aber das geht mir tierisch auf die 12. Immer der gleiche Spruch hier eine Spirituose auf "Schmeckt oder Schmeckt nicht" zu reduzieren. Für mich gilt das nicht. Ich bin nicht zum Whisky gekommen weil er schmeckt. Für mich steht er a.) in direktem Zusammenhang mit Schottland und Schottlands Geschichte und b.) et schmeckt auch ein Eierlikörchen aber ich würde es nie mit einer derart vielfältigen, komplexen und geschichtsträchtigen Spirituose auf eine Stufe stellen indem ich es schlicht auf den Geschmack reduziere. Ich empfinde diese Reduktion auf den Geschmack bei meiner Leidenschaft dem Malt als einen echten Frevel. Ich spreche Leuten die eine Reduktion rein auf den guten Geschmack machen die gleiche Leidenschaft, wie ich sie habe ab.


      Ich habe das mal versucht sichtbar abzugernzen es gibt ja sonst keine OT Kennzeichnung mehr in der neuen Weichware.
      Zurück zum Thema.
      Die Kommentare des Kreativdirektor (!!!!) Ken Grier von Macallan zu ignorieren ist das mindeste was mir übrig bleibt. Wenn der Verkauf einbricht sagt dieser Grier das selbe über Magarine und nicht mehr über Whisky. Mir sowas zu eigen zu machen oder nachzuplappern würde selbst meinen minderen interlekt mehr als beleidigen.
      Im übrigen möchte ich nicht die allgemeine Qualitätseinbuße mit dem Thema NAS verknüpfen.
      NAS gab es immer und wird es immer geben.
      Der Versuch den Marktanteil von NAS-Malts und die Preisgestaltung von NAS-Malts mit findigen und fadenscheinigen Argumenten zu steigern ist eine einfache Form der Gewinnoptimierung. Wer das nicht auch aus Herstellerseite zugibt ist unehrlich.
      Die Qualitätsveränderung ist eine andere Baustelle die viel längerfristige Folgen haben wird als NAS-Malts. Wenn der Schweinezyklus zuschlägt und alte Malts ohne Ende in den Warehouses liegen, weil der Whiskysee so groß sein wird wird, dass der Butterberg dreimal drin schwimmen kann, wird das Marketing sehr schnell wieder eine Zahl drauf schreiben.
      Die Produktion wird aber eher runtergefahren, Destillen geschlossen und Mitarbeiter entlassen als das die Fermentationszeit wieder hoch gefahren wird oder zu unwirtschaftlichen Gersten und Hefen zurückgekehrt wird. im Gegenteil. Marktdruck führt erst frühestens im letzten Schritt zu Qualitätsverbesserung.


      Soweit meine Montäglichen Ergüsse zur Woche.
      ___Mortlach.de

      ____ „Kühner als das Unbekannte zu erforschen, kann es sein, das Bekannte zu bezweifeln.“ Alexander von Humboldt

      Wir alle seins Brüder,
      Wir alle seins gleich!
      Hi there,
      je nun, man muß sagen daß Ken Grier das bei Edrington ist, was Dr. Nick Morgan bei Diageo ist, Head of whisky outrage, die schreiben das
      nur anders. Aber diese Herren werden die Firmenpolitik immer und jeder Zeit mit Zähnen und Klauen verteidigen.

      Oliver Klimek hat zu den whisky Trends eine interessante Sichtweise

      Scotch Whisky’s Identity Crisis

      Und es gab und gibt auch mahnende Stimmen, die 1983 nicht vergessen haben.

      On The Rapid Rise Of New Scottish Distilleries - The Whiskey Wash

      2017 ist das Jahr, in dem viel ab 2007 destillierter whisky seine 10 Jahre voll haben wird, whisky, der nie für die Zwecke abgerufen wurde, für die er
      gemacht wurde – in China aber besonders in Indien getrunken zu werden.
      Der Expansionstrand ist ungebrochen, aber Scotch schwächelt seit Jahren und besonders in den USA leiden die blends unter der Konkurrenz der single malts und des amerikanischen und internationalen whiskies.
      Es wäre wohl ratsam für die Herren Grier und Morgan, ihren Firmen zu raten, die NAS-ty Schiene zu verlassen und wieder anzufangen, Kunden zu binden statt sie in die Arme anderer Getränke zu treiben.

      Greetings
      kallaskander
      Never water another man's whisky.

      Es besteht keine Verpflichtung obigen post zu lesen, zu mögen oder zu kommentieren.
      Sollte eine persönliche Meinung enthalten sein, besteht weiter keine Verpflichtung, sich diese zu eigen zu machen.

      rednose schrieb:

      Wenn der Schweinezyklus zuschlägt und alte Malts ohne Ende in den Warehouses liegen, weil der Whiskysee so groß sein wird wird, dass der Butterberg dreimal drin schwimmen kann, wird das Marketing sehr schnell wieder eine Zahl drauf schreiben.
      Die Produktion wird aber eher runtergefahren, Destillen geschlossen und Mitarbeiter entlassen als das die Fermentationszeit wieder hoch gefahren wird oder zu unwirtschaftlichen Gersten und Hefen zurückgekehrt wird. im Gegenteil. Marktdruck führt erst frühestens im letzten Schritt zu Qualitätsverbesserung.


      Ich bin nicht restlos überzeugt von Deiner Argumentation, deswegen wage ich mal vorsichtigen Widerspruch zu äußern. Natürlich wird man unrentable Brennereien schließen und noch ein bißchen an der Personalschraube drehen (wobei da nicht mehr viel Luft ist, wenn man den Automatisierungsgrad der Brennereien betrachtet). Auch wird sicher mehr Malts in die Blends wandern, wo er jetzt schon hingehört. Aber damit ist ja der Butterberg ja immer noch da! Hier könnte es durchaus eine Diversifizierungsstrategie sein, qualitativ höherwertigen Whisky, natürlich mit Altersangabe abzufüllen, um sich von den Konkurrenten abzuheben. Weil es dem Absatz wenig nutzt, noch mehr der gleichen Plööre auf Flaschen zu ziehen, die damit als dritte Range irgendeiner gälischen Wundermaus in den Regalen Staub ansetzt, weil das Zeug sicher nicht abzuverkaufen ist.
      "Ich glaube, ich würde die Freiheit in allen Zeiten geliebt haben; in der Zeit aber, in der wir leben, fühle ich mich geneigt, sie anzubeten."
      (Alexis de Tocqueville)

      "Freiheit und Whisky gehören zusammen." (Robert Burns)