Cuttynotes: Mortlach, Tastingfellows, 1996-2014, 17 Jahre, 54,6%

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      Cuttynotes: Mortlach, Tastingfellows, 1996-2014, 17 Jahre, 54,6%



      Mortlach, Tastingfellows, 30.07.1996 - 16.01.2014, 17 Jahre, Cask No. 274, Hogshead, 294 Flaschen, 54,6%

      Nase: Recht frischer und feinmalziger Start. Eine filigrane Süße im Hintergrund. Sowohl etwas Vollmichschokolade als auch etwas helle Frucht (Apfel, Birne).

      Geschmack: Sofort präsent am Gaumen, dabei auch mit herb-würzigen Noten. Dennoch kommt auch hier die Süße der Nase erkennbar durch. Mit etwas Wasser eine geballte Ladung Malz mit Einschlägen von Mandelsplittern.

      Abgang:
      Solide in der Länge und süß-malzig ausklingend.

      Fazit:
      Kein Feingeist und jünger daher kommend, aber mit solider Nase und präsentem Gaumen.

      Vielen Dank an Lorenz Schreier für dieses Sample!


      Ich weiß nicht immer, wovon ich rede. Aber ich weiß, dass ich recht habe. (M. Ali)

      Suche: Talisker Abfüllungen

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      Mortlach, Tastingfellows, 1996-2014, 17yo, Cask 274, 294 Flaschen, 54,6%

      Nase: sehr zurückhaltende und verschlossene Nase, milde Vanillinzuckernote, Senfgurken, Akazienhonig, insgesamt sehr hell ... je länger er im Glas ist und Luft zieht, desto mehr öffnet er sich und gibt einen kleinen Fruchtkorb preis, würde auf Refill-Sherry tippen ... mit Wasser wechseln die Fruchtnoten hin zu einer grünen Grasigkeit

      Mund: auch hier schleicht er sich an, schöne Orangennoten, etwas Zimt ... mit Wasser deutlich jünger und recht stumpf

      Abgang: angenehme und warme Holznoten, süß-herb, lang anhaltend ... mit Wasser unrunder und der Alkohol wird dominanter, nachwievor lange

      Fazit: insgesamt gibt's an diesem Malt überhaupt nix auszusetzen... aber irgendwie auch nichts hervorzuheben. Wird wohl nicht lange in Erinnerung bleiben.

      Vielen Dank an Lorenz Schreier für dieses Sample!!

      Regensburger Maltspatz


      Mortlach, Tastingfellows, 1996-2014, 17yo, Cask 274, 294 Flaschen, 54,6%

      Farbe/Verh.i.Gl.: Helles Gold und undefinert und ungleichmäßig aber schlank ablaufend.

      Nase: Liegt das heute an meiner Nase oder ist der auch eher zurückhaltend. Sehr interessant. Hühnchenfleisch und ein wenig Kruste. Interessant und wenig fassbar. Sehr ungewöhnlich. Senfsaat und ein wenig Bittermandel. Muskat, Pappelholz.
      Mit Wasser geschnittenes Unkraut. Petersilienwurzel und Löwenzahn. Etwas mehr und nasses Pappelholz.

      Mund: Im Mund auch nicht einfach. Das ist wieder was für mich. Zunächst milde helle Palette. Dann kommen eckige kantige Noten die ein klein wenig explodieren. Wieder die Senfsaat mit weißen Mandeln und hellem Brot.
      Mit Wasser viel süßer und etwas glatter.

      Abgang: Mittellang bis lang und immer wieder interessant.

      Fazit: Nichts alltägliches. Das soll aber keinesfalls abwertend klingen. Er wirkt zwar nicht wie 17 aber ist dabei charakterlich ausgeprägt. Mir gefällt es. :rauf:

      Vielen Dank an Lorenz Schreier für dieses Sample!!

      ___Mortlach.de

      ____ „Kühner als das Unbekannte zu erforschen, kann es sein, das Bekannte zu bezweifeln.“ Alexander von Humboldt

      Wir alle seins Brüder,
      Wir alle seins gleich!


      Mortlach, Tastingfellows, 1996-2014, 17yo, Cask 274, 294 Flaschen, 54,6%

      Nase: Kokos, säuerlich, Mirabellen, Sahnekramell. mit Wasser: mehr Mirabellen

      Mund: Süß-sauer, Pfeffer, Karamell, Vanille. Mit Wasser: milder und etwas mineralisches kommt hinzu

      Abgang: Sauer-fruchtig, kräftig wärmend, mittellang. Mit Wasser: länger und süßer, aber auch saurer

      Fazit: Einerseits schön fruchtig, mir persönlich aber ein bisschen zu säuerlich.

      Vielen Dank an Lorenz Schreier für dieses Sample!!

      Viele Grüße

      Martin

      Domtrinkknabe! Und zwar mit Absicht. ;)
      Mortlach; Tasting Fellows (17 yrs./1996) Hogshead No. 274 (294 Bottles) 54,6% (30.07.1996 - 16.01.2014)

      Ach komm… Da schmeiße ich doch auch noch ein paar Früchte in den Ring… :mahlzeit:

      Optik: Der Malt hat eine klare und strahlende hell-goldene Farbe. Die scheint sogar ein wenig zu blenden…
      Im Glas bildet der Malt einen zarten Kranz, aus dem viele kleine Tropfen eine vorweihnachtliche Lichterkette zaubern. Erstaunlicherweise starten diese Tröpfchen nicht in allen Glas-Regionen gleichermaßen zum großen Run zurück ins Glas. – Vermutlich ist es dies, was Markus als „undefiniert und ungleichmäßig“ bezeichnet… (?) In manchen Arealen bilden diese Legs eng beieinander liegende – fast gleichförmige – Korridore… In anderen Bereichen halten sich die Kollegen merklich zurück – scheinbar schauend, wie es ihren Mitläufern ergeht… Langsam, ja: geradezu träge, machen auch sie sich dann auf den Weg. Allerdings haben sie Mühe, immer knapp vor dem langsam absinkenden Kranz zu bleiben… Doch da der nur seeehr langsam und kaum spürbar absackt, kann man sich vorstellen, mit welchem Elan unsere Tropfen am rennen sind… Klebrige kleine Scheißerchen!
      Im Übrigen: das obige Spiel läßt sich nur einmal erleben! – Beim zweiten oder dritten Versuch bilden sich zarte, relativ gleichmäßige, gotische Kirchenfenster! Bemerkenswert…

      Nase: Mmmmh! – Das riecht lecker! Diese anfänglich sehr schöne Nase ist süß und hell-fruchtig (Zitrus-Früchte, Birne, unreife Aprikose) – zeigt aber auch ordentlich Alkohol. Der ist nicht direkt störend – nimmt aber ein wenig die Konzentration von den Frucht-Noten weg. Die ganz leichte Kleber-Note ganz zu Beginn hält sich nicht lange. Dazu kommt dann noch Rum-Rosine, Vollmilch-Schokolade, Bisquit, süßer Tortenboden und Getreide-Noten. – Später wird dieses Aroma insgesamt intensiver (wobei dieser Malt auch schon zu Beginn recht präsent war). Nun ist dieser Duft sehr stark fruchtig und offenbart helle exotische Frucht: Mango und reife Aprikose. Die Bisquit-Noten steigern sich zu Rührkuchen-Teig bzw. Gebäck (wobei hier ein wenig das Backpulver-Aroma obsiegt – weil: leider die Süße nun abgeht…) Ab und an weht auch eine leicht erdige Note (???) vorbei… Und bringt nasses Holz ins Spiel. Wobei: das ist – glaube ich – nicht wirklich Holz… Vielleicht eher Kork. Nasser Kork…Gebrauchter (benutzter) Kork. Weinkork vielleicht… Mit ihm zusammen kommen leicht säuerliche und dumpfe Essig-Noten wie von einem sauren Rotwein herbei. Und da ist auch noch… (?) … hmmm… (???) … etwas Bohnerwachs??? - Nach hinten heraus wird dann der Duft pfeffrig-vanillig (die Vanille ist hintergründiger, der Pfeffer ist direkter da!) Das hat mir mit seiner Frische anfänglich besser gefallen… Und das, obwohl das Aroma schrittweise „dunkler“ wird…

      P.S.: aus dem leeren Glas offenbart er ungesüßte Schwarztee-Noten… Auch wieder bitter… (wie schon im Maule und im Abgang).

      Geschmack: Auch hier startet der Malt süß, fruchtig und… pfeffrig! Oh ja: das Teil ist angriffslustig. Das Maul ist deutlich malziger und brotiger als noch die Nase. Doch auch leicht trockene Noten (Holz) und schwach bittere Aromen (Mandeln, Getreide) kommen hier noch ins Spiel… Die helle Fruchtigkeit ist nicht gänzlich verloren gegangen – nur: sie läßt sich nicht wirklich „greifen“. Und sie macht auch bereitwillig den getreidigen Noten Platz…
      Ich finde das Ganze etwas „unrund“… „Blind“ hätte ich hier niemals einen Mortlach erraten… Der hätte mich fein auf eine andere Fährte gelockt…

      Abgang: die malzig-getreidigen Noten kann man noch sehr, sehr lange nachschmecken und „kauen“… Aber das eigentliche Finish ist maximal mittellang. Auch hier gibt’s noch einmal eine Karusselfahrt über die Zunge: von süß (hier jetzt keine Frucht sondern karamellige Süße) über leicht bittere Noten, leichte Trockenheit und leichtem Pfeffer ist hier noch einmal alles dabei…

      Fazit: Ein schöner All-Day-Dram, dem wohl die höheren Weihen verwehrt bleiben… Dabei gibt es nicht wirklich etwas auszusetzen, außer: daß sich der Kollege scheinbar nicht wirklich entscheiden kann (oder will), welche seiner Stärken er zeigen und welche er verbergen will… Somit wirkt das Ganze nicht so richtig stimmig… Sein Bild ist „unrund“. Und irgendwie schlingert der Kollege ein wenig dahin… Ich hätte ihn für jünger gehalten (obwohl er Zeichen seines Alters zeigt!). Und ich hätte ihn als einen Ostküsten-Highlander bezeichnet… Gut trinkbar ist er allemal... Aber er wird polarisieren... Und es wird - so glaube ich - Tage geben, an denen ich den vermutlich gar nicht mag... :unentschlossen:
      Meine Top 3 - Whisky´s:
      Macallan 1965/2008, Fino Sherry Butt 2114 (484 Bottles) 54,1 % Scottish Liqueur Centre "Cárn Mór"
      Glenglassaugh 1972/------- Cask 2891, 59,4 % Fass-Sample (Andrea Caminneci)
      Tamdhu 1961/2000, 40,0 % Gordon & MacPhail "Rare old"



      Mitglied bei "Diem No. 2" :prost2: