Tipps für Zigarreneinsteiger

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      Tipps für Zigarreneinsteiger

      Thema:
      Günstiger Humidorersatz



      Hallo liebe Forumsgmeinde,

      seit ein paar Wochen/Monaten habe ich nun ein weiteres Hobby für mich entdeckt… Zigarren!!

      Ich bin eher zufällig dazu gekommen. Mein Chef hat mir ein paar seiner Zigarren, die er aus seinem Cuba Urlaub mitgebracht hat geschenkt. Sicherlich keine besonderen Zigarren, aber sie haben genügt um mich für dieses Thema zu interessieren. Ich habe sie zusammen mit meinem besten Freund und dem ein oder anderen Glas Whisky genossen.

      Seit diesem Zeitpunkt ist mein Interesse geweckt und ich habe versucht Informationen zu sammeln über die Anbaugebiete bis hin zur Fertigung und Aufbewahrung. In der Folge habe ich mir immer wieder einzelne Zigarren bei einem Händler, nach netten Beratungsgesprächen vor Ort, gekauft und diese dann innerhalb weniger tage auch geraucht. Ich fragte den Händler wie lange eine Zigarre ohne Humidor denn so „halten“ würde und er meinte ca. 2 Tage je nach Witterung. Da wusste ich, dass ich eine Art Aufbewahrungsbehälter für Zigarren brauche, denn jedes Mal wegen 1 bis 2 Zigarren zum Händler tingeln lohnt sich dann auf Dauer auch nicht.
      Daraufhin habe ich meine online Recherche natürlich in unserem Forum begonnen. Leider ohne großen erfolg. Danach habe ich einige Seiten von Zigarrenforen und Zigarrenhändlern studiert um mir ein Bild zu machen welche Möglichkeiten es gibt. Zu erst war die Frage für wie viele Zigarren ich denn eine Aufbewahrungsmöglichkeit brauche?
      Ich dachte mir, ich stehe ja erst am Anfang und weiß auch noch gar nicht ob ich dieses Hobby wirklich langfristig verfolgen werde. Daher lieber klein anfangen, mit einem Behälter für max. ca. 20 Zigarren. Humidore in dieser Größenordnung, wenn sie halbwegs tauglich sein sollen, kosten doch schon einiges Geld. Die stressfreie Handhabung selbiger war mir nach mehrfachen nachlesen in oben genannten Quellen auch nicht ganz klar.

      Ich musste mir also etwas anderes überlegen.
      Ich war auf der Suche nach:

      - einer Aufbewahrungsmöglichkeit für max. 20 Zigarren
      - Hauptsächlich für den Sommer, da ich im Winter wohl
      kaum rauchen werde (ich bin ein Balkon-, Gartenraucher und das macht für mich
      nur im warmen Monaten Sinn).
      - Darüber hinaus sollte die Aufbewahrung was Befeuchtung
      und Überwachung angeht sehr simpel sein.

      Nach weiteren Recherchen im Netz, bin auf eine für mich perfekte Lösung gestoßen, die ich so jetzt seit ca. 4 Wochen betreibe.

      Gekauft habe ich:
      - eine Click and Close luftdichte 3 Liter Frischhaltedose von Emsa (auch kleinere größen möglich)
      - ein Boveda Humidipack 69% (60gramm)
      - einen digitalen Hygro-, Thermometer von Angelo

      Das Bovedapack ist quasi selbsterklärend bzw. braucht keinerlei zutun von außen. Einfach aus der Verpackung nehmen und es ist einsatzbereit. Der Hygrometer funktioniert ähnlich einfach, die Batterie rein und fertig. Kein justieren oder ähnliches. Wirklich für jeden Idioten (wie mich) einfach zu bedienen.
      In dieser Kombination bewahre ich seitdem meine Zigarren, im Moment ca. 12 Stück, völlig stressfrei in meinem Keller bei schönen 70% Luftfeuchtigkeit und 20°C auf.

      Die Vorteile dieser Kombi sind für mich eindeutig, die günstigen Anschaffungskosten von ca. 35 € für alle Teile. Darüber hinaus ganz einfach die Tatsache, dass wenn ich die Zigarren alle aufgeraucht habe, nichts sinnlos herumsteht. Ein Humidor mag schön anzusehen sein, ist aber leer auch eher Platzverschwendung. Bei dieser Variante muss nur der Hygrometer und das Bovedapack sicher verstaut werden und die Dose könnte sogar anderweitig genutzt werden. Und wenn ich nach diesem Sommer doch keine Lust haben sollte dem Hobby weiter nach zu gehen, hatte ich kaum Ausgaben für „Material“.


      Jetzt mag sich der geneigte Leser fragen, warum erzählst du uns das alles?

      Die Antwort ist ganz einfach.

      Ich habe ja geschrieben, dass meine Informationssuche in unserem Forum begonnen hat, aber leider auch schnell an Grenzen gestoßen ist. Ich möchte diese Informationsgrenzen gerne etwas erweitern. Gerne auch mit eurer Hilfe. Wenn ihr Tipps für mich oder andere Einsteiger habt. Würde ich diese gerne hören.
      Denn ehrlich gesagt ich habe gar keine Zeit und Lust mich in einem zusätzlichen Forum für Zigarren anzumelden und für mich ist dieses hier das Beste Forum Ever!! :D
      Ich werde versuchen in diesem Thread immer wieder Infos die mir wichtig erscheinen zu posten!

      Ich hoffe, ich konnte euer Interesse wecken!
      Danke für eure Aufmerksamkeit.



      Grüße Markus
      Wer anderen eine Bratwurst brät, der hat ein Bratwurstbratgerät!! :)

      Watson´s Whiskybar (Stand 31.05.2020)
      Auch bei mir war es witzigerweise auch mein früherer Chef, der mich dem Thema Zigarren nähergebracht hat. Er hat mir auch einen kleinen Humidor und einen Cutter geschenkt, so dass ich loslegen konnte. Anfangs hatte ich allerdings mehrfach mit Polymerbefeuchtern überfeuchtet. Seit ich mit Bovedas befeuchte, bin ich auf der sicheren Seite. Die Dinger sind klasse.

      Eine Lock&Lock nutze ich ebenfalls, da im Zigarrenforum alle drauf schwören. Ebenfalls sehr unkompliziert, man muss sie nicht einfahren und braucht sie, wenn die Zigarren perfekt konditioniert sind, überhaupt nicht befeuchten. Trotzdem möchte ich den Humidor nicht missen, einfach wegen dem "look and feel".

      Ich versuche allerdings, dieses schöne neue Hobby nicht zu exzessiv zu betreiben - einmal wegen der gesundheitlichen Risiken, und zweitens wegen der Kosten. Noch klappt's...
      Candy is dandy
      but liquor is quicker.

      (Ogden Nash)

      Rolf schrieb:

      Seymon schrieb:

      Lock&Lock
      Hi Arne,

      kannst Du mir verraten was das ist?

      Danke
      Gruß
      Rolf


      Einmal beim großen Fluss einhacken :rauf:
      Sind luftdichte Boxen, die zwar optisch nicht der Leckerbissen, aber dank Lebensmittelecht eine gute Alternative für sehr kleine oder sehr große Lagermengen an Zigarren.
      Grüße aus dem Sonnenwald

      Apoc991 - Regensburger Maltspatz


      Meine Tauschliste
      Meine gesuchten Flaschen

      Living_Bottle schrieb:

      Was raucht man(n) den so zum Einstieg? Was waren/sind Eure Einstiegszigarren?

      Danke und Grüße
      Stefan


      Ich hab 3 Anläufe gebraucht, bis ich davon überzeugt wurde.
      Bei mir warens die 4X Short Lonsdale, die gibt's aber leider nimmer, aber die Bundle Selection by Cusano ist z.B. ein würdiger Ersatz. Beides sehr milde und preiswerte Zigarren aus der DomRep, die ich heut noch gern rauche. Wobei das wie beim Whisky Geschmackssache ist. Die einen brauchen den milden Einstieg wie ich, die andren brauchen sofort die volle Ladung, manche brauchens einfach garnicht....
      So richtig angesteckt hat mich dann Flor de Copan.

      Ein kleiner Tipp am Anfang: Zigarre bohren ist mMn einfacher als cutten. Ein Störfaktor für mich waren auch immer die Brösel im Mund. Bei ner gebohrten kriegt man das recht gut ohne hin, beim cutten finds ich persönlich etwas schwieriger.
      Grüße aus dem Sonnenwald

      Apoc991 - Regensburger Maltspatz


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      Die richtige/n Einstiegszigarre/n

      Das ist wahrscheinlich genauso schwierig wie beim Whisky!
      Aber worauf man meiner Meinung nach auf jeden Fall achten sollte, ist nicht nur das Herkunftsland sondern auch das Format und die Rauchdauer!
      Gerade für Einsteiger ist die Rauchdauer nicht zu unterschätzen. Ich saß selbst mit meiner ersten Robusto von Santa Damiana geschlagene 2 Stunden auf meinem Balkon und das Teil wollte kein Ende nehmen. Das war mir persönlich gerade für den Einstieg doch zu heftig. Ich komme mit einer Rauchdauer von ca. 40-60 min. sehr gut zurecht.

      Für mich als Einsteiger fahre ich momentan mit folgender Formel ganz gut:

      - Zigarren mit einer max. Rauchdauer von ca. 40-50 min. man sollte aber aufpassen, die Rauchdauer die bei den Shops im Internet angegeben wird ist eher relativ zu sehen. Ich persönlich brauche fast immer länger als angegeben.
      - Zigarren im Format Corona, Short/Half Corona oder Short Robusto. Auch kleinere Formate sind gut, wie Perla, alles mit einem Ringmaß um die 40-50 passt für mich ganz gut. Man muss eben nur darauf achten, dass bei steigendem Ringmaß bei gleichbleibender Zigarrenlänge natürlich die Rauchdauer steigt.
      - Milde Zigarren - hier scheiden sich natürlich die Geister, über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten oder war es anders herum :D . Ich habe bisher ganz gute Erfahrungen mit Zigarren aus der Dominikanischen Republik und von den Kanarischen Inseln gemacht. Es gibt aber auch einige kubanische Zigarren die man als mild bezeichnen könnte.
      - Ansonsten gilt natürlich für Zigarren das gleiche wie für Whisky, probieren geht über studieren ;) !

      Hier ein paar Beispiele die ich schon genossen habe und als mild empfand:

      Corsario – Short Robusto – Kanarische Inseln – Ringmaß 50 – Rauchdauer ca. 50 min.

      Santa Damiana – Corona – Dominikanische Republik – Ringmaß 45 – Rauchdauer ca. 60 min.

      Rafael Gonzalez – Perla – Cuba – Ringmaß 40 – Rauchdauer ca. 30 min.


      Nicht so toll Fand ich diese:

      José Martin – Petit Lancero - Nicaragua – Ringmaß 50 – Rauchdauer ca. 50 min. (Krazte im Hals, die Asche war sehr instabil und fiel schon bei kurzem Aschstand ständig ab)

      Cain - Sun Grown – Nub 460 – Nicaragua – Ringmaß 60 – Rauchdauer, nach 1 ½ Stunden habe ich aufgegeben (Diese Zigarre war mir eindeutig zu stark und die Rauchdauer zu lang, der Kauf war auch ein mißverständnis mit dem Händler)


      Ich gebe meinen Vorrednern Recht, die sagten, dass man auch dieses Hobby, genauso wie natürlich den Genuß von Whisky, versuchen sollte in Grenzen zu halten. Denn auch bei Zigarren gilt, dass Leben ist zu kurz für schlechten Tabak. Also lieber für die einzelne Zigarre ein paar Euro mehr ausgeben und dafür bewusster genießen. Ich muss allerdings zugeben, dass es mir gerade als Einsteiger nicht immer einfach fällt diesen Rat zu befolgen. :ups:

      Soweit erstmal wieder.
      Danke für die Aufmerksamkeit!



      Grüße Markus
      Wer anderen eine Bratwurst brät, der hat ein Bratwurstbratgerät!! :)

      Watson´s Whiskybar (Stand 31.05.2020)
      Ist ja schön zu sehen, dass andere Whiskyfreunde auch mal auf die Idee kommen, sich mit Zigarren zu befassen. Am diesjährigen Außenstand der Villa Konthor auf der Whiskyfair hat mich ein Standkollege dazu gebracht "eine mit ihm zu rauchen". Lustigerweise habe ich mir in Folge dessen kürzlich eine deutsche La Bavaria gegönnt und hatte an dem Format auch lange zu "kauen". War aber sehr lecker! Und ich kann sagen, dass sowohl ein 1989 gebrannter Talisker 18 als auch ein aktueller Kilkerran 12 dazu passen. :D
      Viele Grüße
      Martin
      Ich finde das Thema auch sehr interessant und habe hier schon einiger gute Beiträge gelesen. Zigarre rauche ich sogar schon länger als ich Whisky trinke. Vor ca. 4 Jahren habe ich dann begonnen über das Einsteiger Equipment hinaus zu informieren.

      Hier meine Ausrüstung zu Beginn:
      - Ich hatte einen Humidor für 25 Zigarren mit Glasdeckel, welchen ich über Amazon gekauft habe. Er war ein wenig undicht, weshalb die Luftfeuchtigkeit nicht wirklich genau gehalten werden konnte. Für den Anfang hat es aber gereicht.
      - Dazu habe ich von Passatore den Acrylpolymer Rundbefeuchter
      - Zur genauen Messung der Luftfeuchtigkeit das kleine Adorini Haarhygrometer
      Hat alles zusammen ca. 80 Euro gekostet. Fand ich vertretbar dafür, dass der Inhalt (bis dato ca. 100€) ja auch einen gewissen Wert hatte.

      Zigarren zu Beginn:
      - Ich habe mit den Leon Jimenes Flavour begonnen
      - Habe mich dann bei Tabak Benden einmal mit allen Bestsellern beschäftigt
      - Habe anschließend einen örtlichen Händler kennengelernt mit welchem ich heute gut befreundet bin. Dort habe ich die Hausmarke und viele weiteren tollen Zigarren kennengelernt. Unter anderem auch über unzähliche Zigarrentastings.

      Dann habe ich eine Entwicklung gemacht weg von billig und viel hin zu wenig aber dafür mit hoher Qualität:
      Equipment als Fortgeschrittener:
      - Ich habe jetzt den Adorini Humidor Venezia grand wo ca. 50 Stück meiner Lieblingszigarren reinpassen. Es würden sicherlich auch deutlich mehr reinpassen. Ich schätze mal ca. 80 Stück in meinem Format, aber Aufgrund des Befeuchtungssystems bleibt der Platz auf ca. 50 Stück limitiert.
      - Den dazu gehörigen Adorini Befeuchter deluxe und das Echthaarhygrometer mussten dem elektronischen Befeuchtungssystem CigarSpa Platz machen. Es funktioniert hervorragend.
      - Da ich bei Zigarren ein großes Ringmaß bevorzuge habe ich mich für den Xikar X8 70er Ringmaß Cutter entschieden
      - Angezündet werden die Stumpen mit dem Xikar Allume (Triple Jet)
      - Für Unterwegs nutze ich mittlerweile das Adorini Zigarrenetui Leder für 2-3 Zigarren und mit Zedernholz ausgekleidet.
      - Und falls ich doch nochmal Bohre dann nutze ich den Xikar 009 Punch. Wobei ich das Cutten mittlerweile deutl9ch bevorzuge.
      Dieses Zubehör ist selbstverständlich deutlich teurer, sollte jedoch dem Inhalt angemessen sein, sich in unseren Einrichtungsstil integrieren und vor allem sehr Hochwertig und damit Haltbar. Adorini und Xikar geben 20 Jahre Garantie auf die Produkte. Kostenpunkt für oben genanntes: ca. 800 Euro. Hört sich im ersten Moment sicherlich viel an, aber sowas kauft man sich ja auch Stück für Stück oder bekommt Teile davon geschenkt. Mir ist es jeden Cent wert gewesen, da mir der Inhalt sehr wichtig ist.

      Inhalt meines Humidors als fortgeschrittender Zigarrenliebhaber:
      - 15* Cohiba Siglo VI (Besonderer Anlass)
      - 15* Romeo y Julieta Wide Churchill (Wochenend/Urlaubs Zigarre)
      - 2* Cohiba Behike 54 (Besonderer Anlass)
      - 10* La Bavaria (Wochenend/Urlaubs Zigarre)
      - 2* Selbstgedrehte vom letzten Zigarrenevent mit Zigarrenroller (Wochenend/Urlaubs Zigarre)
      - 10* Hausmarke meines Händlers, welche aus der Dominikanische Republik sind. (Alltagszigarre)
      Der Inhalt ist folglich ca. 900€ Wert und sollte dementsprechend gut gelagert sein.

      Fazit: Ich würde jedem Einsteiger empfehlen, lieber etwas mehr Geld in Ausrüstung und Zigarren zu stecken und dafür dann in der Quantität ein wenig zurück zu stecken. Wer o. g. Equipment einmal hat der hat da die nächsten Jahre und hoffentlich Jahrzehnte ruhe mit und braucht sich um die Zigarren auch im Urlaub etc. keine Sorgen mehr zu machen.
      Eine wichtige Voraussetzung für lange Haltbarkeit ist jedoch, dass unter keinen Umständen selbst in Kuba gekaufte Zigarren den Weg in den Humidor finden (oder nachdem die Zigarren mindestens 2 Wochen bei -18Grad in der Truhe lagen). Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr euch selber den Tabakkäfer importiert ist sehr hoch. Danach ist der Humidor und alle Zigarren zu ersetzen. Also nicht am falschen Ende sparen.

      Für Fragen stehe ich euch natürlich gerne zur Verfügung. Einfach hierein oder via PN an mich.

      Viele Grüße
      Daniel

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „GlenDM“ ()

      Rückmeldung bezüglich selfmade Humidor

      Hi Leute,

      nach nun fast einem Jahr, möchte ich hier eine kurze Info zu funktionalität meines selfmade Humidors geben. Ich hatte ca. 20-25 Zigarren den gesamten Winter über in dem im Eingangspost beschriebenen selbstgemachten Humidor eingelagert. Ich bin immer noch begeistert wie super es funktioniert hat. Ich habe in regelmäßigen Abständen die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit kontrolliert. "Gelüftet" habe ich den Humidor nur selten. Ich habe auch dazu die verschiedensten Theorien gelesen und mich dann entschieden, dass es nicht notwendig sein wird. Jetzt stand heute sind alle Zigarren einwandfrei, ich habe auch schon die ein oder andere wieder genossen. Ich kann sagen sie sind gut durch den Winter gekommen. Bleibt für mich also nur festzuhalten, wer als Einsteiger eine günstige Unterbringungsmöglichkeit für seine Zigarren braucht die auch über einen längeren Zeitraum nutzbar ist, kann ich meine Vorgehensweise nur empfehlen.

      Das war es erstmal wieder.

      Grüße Markus
      Wer anderen eine Bratwurst brät, der hat ein Bratwurstbratgerät!! :)

      Watson´s Whiskybar (Stand 31.05.2020)
      Interessant dieses Subforum hier zu finden. Ich habe vor ca. 6 Monaten begonnen Zigarren rauchen und finde mich langsam hinein.

      Ausgangspunkt war eine Kindheitserinnerung an meinen Vater der ab und an eine Pfeife gerauft hat. Der Geruch hat mir immer gefallen weswegen ich zumindest mal eine Zigarre probieren wollte. Mittlerweile habe ich schon einiges probiert und mich von Petit Coronas und sehr kleinen Formaten verabschiedet und mich bei Robustos und da speziell Maduros eingependelt.

      Würde mich freuen hier immer wieder mal zu schreiben was ich so probiert habe bzw. was ihr so raucht und empfehlen könnt :)

      Meine Liste empfehlenswerter bzw. weniger/nicht empfehlenswerter Zigarren

      Durch Cobo angeregt, poste ich mal meine Eindrücke der letzten beiden Jahre.

      Für empfehlenswert halte ich folgende Zigarren:
      • Corsario - Kanarische Inseln - Short Robusto - Ringmaß 50
      • Flor de Cano - Cuba - Petit Corona - Ringmaß 40
      • Flor de Copan - Honduras - Gordito - Ringmaß 52 - zeigt das gute Zigarren nicht von Cuba stammen müssen
      • Jose L. Piedra - Cuba - Petit Cazadores - Ringmaß 43 - Besonders gutes PLV!
      • Juan Lopez - Cuba - Petit Corona - Ringmaß 38
      • Montecristo - Cuba - Open Master - Ringmaß 50
      • Quintero - Cuba - Londres Extra - Ringmaß 40 - Besonders gutes PLV!
      • Rafael Gonzalez - Cuba - Perla - Ringmaß 40
      • San Cristobal - Cuba - El Principe - Ringmaß 43 - eine meiner Lieblingszigarren
      • Santa Damiana - Dom.Rep. - Pantela - Ringmaß 35
      • Santa Damiana - Dom.Rep. - Short Robusto - Ringmaß 50
      • Villa Zamorano - Honduras - Robusto - Ringmaß 50 - Besonders gutes PLV!
      Hier die Zigarren die meiner Meinung nach weniger / gar nicht empfehlenswert sind:
      • Cain - Nicaragua - Cameroon Nub 460 - Ringmaß 60
      • Cohiba - Cuba - Siglio II - Ringmaß 42 - kleiner Hinweis für alle die sich überlegen mal eine Cohiba zu kaufen, das Problem mit dieser hier ist, der unglaubliche Zugwiderstand (Marke Golfball durch Gartenschlauch :zwinker: )
      • Davidoff - Dom.Rep. - Mille 6000 - Ringmaß 48 - viel zu überteuert meiner Meinung nach, habe sie mit meinem Chef zusammen geraucht und war gnadenlos enttäuscht. Für 20€ pro Stück hätte ich mehr erwartet.
      • Fonseca - Cuba - Cosacos - Rngmaß 42
      • Jose Martin - Nicaragua - Petit Lacero - Ringmaß 50 - die Zigarren aus Nicaragua konnten mich geschmacklich einfach noch nicht überzeugen.
      • Partagas - Cuba - Petit Coronas Especiales - Ringmaß 43
      • Quai dÓrsay - Cuba - LCDH Coronas Claro - Ringmaß 42
      • Rafael Gonzalez - Cuba - Petit Coronas - Ringmaß 40
      • Sancho Panza - Cuba - Non Plus - Ringmaß 40
      • Sanza Damiana - Dom.Rep. - Robusto - Ringmaß 53 - diese Zigarre von Santa Damiana war mir einfach zu groß sprich die Rauchdauer zu lang ansonsten ist Santa Damiana eigentlich eine sichere Bank was gute Zigarren angeht.
      • Santa Domingo - Dom.Rep. - Short Robusto - Ringmaß 43
      • Vegafina - Dom.Rep. - Perla - Ringmaß 40
      Natürlich gilt auch hier jeder hat seine eigene Meinung und bei den von mir possitiv wie negativ Besetzten Zigarren muss sich jeder seine eigene bilden.
      Ich hoffe ich konnte aber ein paar Anhaltspunkte zur Orientierung liefern.

      Grüße Markus
      Wer anderen eine Bratwurst brät, der hat ein Bratwurstbratgerät!! :)

      Watson´s Whiskybar (Stand 31.05.2020)
      Wow schöne Liste und kann aber aus Erfahrung sagen, daß Empfehlungen hierbei noch schwieriger sind als im Whiskybereich.

      Genieß quer Beet, aber in den "Humidor" schaffen es bisher immer nur kubanische Vertreter. Die meisten Zigarren sind heutzutage einfach zu jung, die in den Handel kommen und benötigen erstmal ein paar Jahre um "nachzureifen". Wichtiger als die Sorte (spreche hier für Kuba) ist aus meiner Erfahrung das Boxing date und ich kann nur empfehlen zu einem gut sortieren Fachhandel zu gehen und direkt mit einer Person zu reden, die schon lange im Geschäft ist.
      Wenn man dann etwas gefunden, was einem zusagt und man finanziell in der Lage ist, sollte mal gleich mindestens ne Kiste (vom gleichen Boxing date) oder besser mehr :-) kaufen und dann man die erstmal Ruhe (wie im Whiskybereich auch :-))
      Es kommen natürlich nur "gefrostete Zigarren" wie oben aufgeführt in den Humidor.
      Nach anfänglichen "Humidor Versuchen" bin ich derzeit bei einem umfunktionierten Weinkühlschrank von Liebherr gelandet, der eine recht exakte Temperaturregelung ermöglicht (bei mir 18°C +/-1°C). Um mehr "Puffermaterial" einzubauen, verwende ich die Reste von leeren Zigarrenlisten und die Zigarren selbst werden natürlich noch in den Kisten gelagert. Kontrolliert wird das ganze mit zwei Hygrometern aus dem Laborbereich einmal im oberen und einmal im unteren Bereich
      Ich erachte eine gleichmäßige Temperatur als wichtiger als das Thema Feuchtigkeit und nur bei einer geregelten Temperatur kann man auch eine definierte Feuchte einstellen. Alles andere ist ein unkontrollierbares auf und nieder.

      Grundregel für mich ist auch hierbei mehr "einzukaufen" als "abzurauchen", um einen kontinuierlichen Stock aufzubauen (auch das ist vergleichbar mit Whisky)
      Das schöne daran ist die Beschäftigung mit vielen kleinen Details und der Genuß abseits der alltäglichen Hektik.
      Whisky- und Zigarenabende sind schon was feines und ggf. trifft man sich ja mal auf einen gepflegten Smoke :-)

      Viele Grüße René
      "Bin immer auf der Suche nach älteren Bruichladdich Abfüllungen. Destilliert in den 60er, 70er Jahren und freue mich auf Angebote"