Whisky - als Geldanlage, immer noch aktuell?

      Ich hab mir mal den Spaß gegönnt zu googeln. Die Diskussionen gab es z.b. auch schon 2003/4/5- der Zenith wäre erreicht, die Blase platzt...wenn man aus heutige Sicht damals eingekauft hätte, wer der Gewinn nicht von schlechten Eltern. Wir werden sehen. Wohin das führt. Entweder sind die, die heute noch kaufen die Lachnummer oder eben nicht. Ich für meinen Teil, lege mir schöne Malts die mir schmecken auf die Seite. Entweder ich kann die in 20 Jahren verkaufen und meine Rente mit aufbessern, oder ich mache mir einen schönen Abend nach dem anderen. Die Frage ist doch- was mach ich mit meinem Ersparten? DAX? Zu hoch. Immobile? Hab ich. Dann doch lieber Whisky.
      Ist doch ganz einfach, egal was man selber davon hält:

      Man kann jederzeit in Whisky Geld investieren, genauso wie in Aktien, Immobilien, Edelmetalle, etc. . Daher ist Whisky definitiv eine Investmentmöglichkeit. Jedoch kommt es wie bei allen Investments auf ein paar Faktoren an ... u.A. Einstiegszeitpunkt, Fachkenntnis, Bezugsquellen, Verkaufsmöglichkeiten, usw. . In einer Hausse kann fast jeder damit Geld machen, in einer Baisse nur wenige ...

      Wo wir in der Vergangenheit waren, uns aktuell befinden und uns in Zukunft hinbewegen muss jeder für sich selbst entscheiden. Stockpicking geht jedoch immer ...

      Und by the way, trinkbar soll das Ganze ja angeblich auch noch sein :D
      Ich bin immer wieder auf der Suche nach sehr guten älteren Abfüllungen (60er/70er)

      Bin immer an einem Tausch interessiert, gerne einfach eine PN schicken

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      Tenbrok schrieb:

      DAX? Zu hoch. Immobile? Hab ich. Dann doch lieber Whisky.


      Dann eben Put-Optionen auf den Dax. Oder direkt die Aktien von Diageo, LMHV und Pernot Ricard, falls du der Meinung bist, daß es in Sachen Whisky weiter bergauf geht. Möglichkeiten gibts immer ;)
      Sure they’ve always made NAS whiskies, but those were the cheapest ones. Like NAS–8–12–15–18–25. Not NAS–NAS–NAS–NAS–25. (Serge Valentin)
      Aber warum dann überhaupt auf monetären Gewinn spekulieren und nur im Verlustfall trinken? Wenn das Zeug so lecker ist, würde ich in 20 Jahren das Öffnen immer dem Verkauf vorziehen.
      Sure they’ve always made NAS whiskies, but those were the cheapest ones. Like NAS–8–12–15–18–25. Not NAS–NAS–NAS–NAS–25. (Serge Valentin)
      Ja, das ist wohl der "neue Zeitgeist".
      Hauptsache "haben". (Ich meine das jetzt nicht persönlich)

      Ich habe vor ein paar Jahren "aufgehört zu kaufen". Wenn, dann muss(te) mir schon richtig was vor die Flinte kommen.

      Lieber versuche ich vor meinem hoffentlich fernen Ableben noch alles seiner Bestimmung zuzuführen :wh1: zur Not hol ich mir halt Hilfe.
      Was für ein Jammer, wenn der Plan misslingen würde ...

      Das letzte Hemd hat keine Taschen.



      Beste Grüße, Det
      They won't appreciate your long experience. They'll only notice when we've gone.
      No one remembers, not that I can see. That we were defenders, we were the free.

      Sjaunja schrieb:

      Da bleibt dann nur noch die Antwort auf die Frage warum diese Brennereien dicht gehabt haben.
      Ich habe mal bei einer sehr großen Flaschenteilung von Littlemill mitgemacht.
      Seit dem weiß ich, warum die dicht gemacht haben.
      Von den gut mehr als 2 Dutzend Proben waren höchstens drei, vier wirklich gut. Der Rest, ach was, das schenke ich mir.

      Beim Thema Littlemill bin ich ja noch bei dir - aber auf Namen wie Convalmore, PE, Brora, Rosebank, Millburn (war da nichts auch was mit Glenglassaugh? ;)) etc etc etc ist diese Logik zumindest für meinen Geschmack sowas von überhaupt nicht anwendbar. Tatsächlich halte in kaum etwas für verkehrter, als von der Prämisse auszugehen, die Schließungsentscheidungen hätten auch nur ansatzweise etwas mit dem Geschmack des Produktes zu tun gehabt. Da ging und geht es immer nur um die Effizienz.
      "If you listen to fools - the mob rules!"
      Ronnie James Dio
      Sjaunja schrieb:
      Da bleibt dann nur noch die Antwort auf die Frage warum diese Brennereien dicht gehabt haben.
      Ich habe mal bei einer sehr großen Flaschenteilung von Littlemill mitgemacht.
      Seit dem weiß ich, warum die dicht gemacht haben.
      Von den gut mehr als 2 Dutzend Proben waren höchstens drei, vier wirklich gut. Der Rest, ach was, das schenke ich mir.


      HamburgMalt schrieb:

      Da ging und geht es immer nur um die Effizienz.


      :rauf:

      Wenn es denn auch nur im Entferntesten um den Geschmack ginge, wäre ja fraglich, warum nahezu alle Destillerien an nahezu allen Zahnrädchen zur Produktivitätssteigerung gedreht haben... irgendwann hätte es doch mal jemanden auffallen müssen, dass dies zu Lasten des Geschmackes geht. :zwinker: :yes:

      @Sjaunja: Wären Deine damaligen Littlemill- Bottlings auch nur von einem Bruchteil des heutigen LVMH- Ardbeg Marketings begleitet worden, hätten wir heute vermutlich eine geschlossene Distillery weniger... [okay, okay... Ne´n besseren Brandschutz hätte es vermutlich auch gebraucht.] :D
      Aber was willze machen... wennet nunmal keine Meeresstrudel in den Lowlands gibbt ... da machste nix, da machste dicht! Ich sach ja imma: Augen auf bei der Standortwahl! :ups: :D
      Das Leben ist zu kurz für schlechten Alkohol! :slainte:

      Komm, wir essen Opa! ...Immer beachten: Satzzeichen können Leben retten!!!...



      Okay, nachdem hier ja einige Proteste gegenüber meiner zu verallgemeinerten Aussage zu lesen waren, habe ich meine Aussage verändert (siehe meinen Beitrag, in kursiv).
      Port Ellen hat sicher einen Kultstatus, jedoch sind auch Stimmen in der Literatur zu finden, die die Qualität eher als schwankend beschreiben.
      Einige der Destillieren wurden im Zuge der Whiskykrise in den 80 und 90er Jahre geschlossen.
      Ich bin mir nicht sicher ob Effizienz das einzige Kriterium war, ob eine Destillerie geschlossen wurde oder nicht.
      Nicht selten werden Entscheidungen am grünen Tisch getroffen, die für manch andere nicht nachvollziehbar sind.

      Allerdings halte ich folgende Aussage:

      HamburgMalt schrieb:


      Tatsächlich halte in kaum etwas für verkehrter, als von der Prämisse auszugehen, die Schließungsentscheidungen hätten auch nur ansatzweise etwas mit dem Geschmack des Produktes zu tun gehabt.

      für sehr gewagt. Ich denke schon, das der Geschmack oder die Qualität eines Produktes wohl schon etwas damit zu tun haben, ob ein Produkt erfolgreich ist oder nicht.
      Und damit auch, ob eine Destillerie weitergeführt wird, oder eben nicht. Gerade in Zeiten einer Whiskyabsatzkrise.

      Mr.Mooc schrieb:


      Wenn es denn auch nur im Entferntesten um den Geschmack ginge, wäre ja fraglich, warum nahezu alle Destillerien an nahezu allen Zahnrädchen zur Produktivitätssteigerung gedreht haben... irgendwann hätte es doch mal jemanden auffallen müssen, dass dies zu Lasten des Geschmackes geht. :zwinker: :yes:

      Weil es die Kunden akzeptieren?
      Wenn die Verkaufszahlen sinken würden, würde auch anders produziert werden. Ich verweise hier nochmal auf das Beispiel von Campbeltown vor ca. 100 Jahren.
      Ein großer Konzern warb ja auch mal mit "Age matters". Davon ist heute ja nichts mehr zu lesen. Einen Aufschrei der Konsumenten bleibt aber auch aus.

      Aktuell fällt mir da nur das Bild mit dem Frosch und dem Wasser ein, was so langsam erhitzt wird.........

      Mr.Mooc schrieb:


      @Sjaunja: Wären Deine damaligen Littlemill- Bottlings auch nur von einem Bruchteil des heutigen LVMH- Ardbeg Marketings begleitet worden, hätten wir heute vermutlich eine geschlossene Distillery weniger... [okay, okay... Ne´n besseren Brandschutz hätte es vermutlich auch gebraucht.] :D
      Aber was willze machen... wennet nunmal keine Meeresstrudel in den Lowlands gibbt ... da machste nix, da machste dicht! Ich sach ja imma: Augen auf bei der Standortwahl! :ups: :D

      :rauf:
      Was ja auch meine Theorie bestätigt, die Verpackung und das Marketing sind mittlerweile wichtiger als der Flascheninhalt. Zumindest bei den Großkonzernen.
      Warum gibt es nicht nur beim Whisky die vielen kleinen Craftdestillerien, bzw. beim Bier die vielen kleinen Craftbrauereien?
      Warum sind hier bei mir in der Nachbarorten die vielen kleinen Hausbrauereien jeden Tag voll? Weil das Bier besser schmeckt als das gefilterte Industriebier vielleicht?

      Aber das ist Off-Topic.

      Mal ein anderes Beispiel: Gold. Da kann man auch drüber diskutieren.
      Ich bin gestern beim Zappen bei einem TV-Shop hängengeblieben und traute meinen Augen nicht, als eine 1/200 Goldmünze für 24,99€ statt 34,99€ plus 5,95€ Versand angepriesen wurde.
      Das macht einen Unzenpreis von (24,99+5,95)*200= 6188.-€. Die Unze Gold kostet aber aktuell 1150.-€.
      Seriöse Goldanbieter bieten z.B. eine 1/25oz Wiener Philharmoniker für um die 58.-€ an.

      Fazit: Egal, wie man sein Geld ausgibt, man sollte immer genau prüfen was man kauft. Sonst ist es rausgeschmissenes Geld.
      Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Sjaunja“ ()

      Sjaunja schrieb:

      . Ich denke schon, das der Geschmack oder die Qualität eines Produktes wohl schon etwas damit zu tun haben, ob ein Produkt erfolgreich ist oder nicht.
      Und damit auch, ob eine Destillerie weitergeführt wird, oder eben nicht. Gerade in Zeiten einer Whiskyabsatzkrise.


      Das geschah aber in einer Zeit in der der Löwenanteil in die Blendindustrie ging. Es ist durchaus möglich, daß hierbei auch "Geschmacksfragen" eine Rolle bei der Entscheidung gespielt haben, aber nicht in dem Sinne, wie es beim heutigen Single Malt der Fall ist.

      In meinen Augen war das eher so, daß relativ wenig Bedarf für leichten Lowland-Malt bestand, weil man diese Geschmacksrichtung im Grunde genommen schon grob über den Grainanteil abgedeckt hat. Ob dann der eine Lowländer etwas komplexer und leckerer war als der andere, dürfte am Ende und bei dem Endprodukt keine Rolle bei Schließungsentscheidungen gespielt haben. Da gings dann wohl wirklich nur noch um den Preis.
      Sure they’ve always made NAS whiskies, but those were the cheapest ones. Like NAS–8–12–15–18–25. Not NAS–NAS–NAS–NAS–25. (Serge Valentin)
      Whisky als Geschmacksanlage, noch immer aktuell ?

      aktuell verliere ich bei der Lebens-Gewinn-Maximierungs-wasbinichgeil-Privatplanung erheblich :no:

      3 Port Ellen (1980 G&M, 1983 BBR, 1982 MoS)

      3 Bowmore (1991 Cárn Mor, 1989 Cárn Mor, 1980 MoS)
      Glen Deveron 1978 OA 12 Jahre, Das unaussprechliche Teil von Herrn Krause :D , Caol Ila 1997 JWWW mittm Schiff drauf,
      Talisker 25, Tomintoul 1973 (the days of pearly spencer), Glen Grant 1967 OA 5 Jahre, ... und nen paar Blends aus den 60ern.

      edit - das mit den Schriftgrößen muss ich noch üben

      M*A*S*H
      Hallo zusammen,

      ich sehe den Markt in Deutschland und Europe als gesättigt an. Wenn man Preise von einigen Flaschen verfolgt waren die Höchstpreise overall (Abweichungen gibt es immer) 2015 am höchsten / 2016 ein wenig niedriger. Seit Dezember 2016/2017 geben die Preise deutlicher nach. Ich sehe auch hier im Forum teilweise Verkäufe, die fast den Charakter haben => schnell noch verkaufen wer weiß ob man in Kürze noch die Preise, die man jetzt noch! erzielen kann, erreicht. Es werden z.B. auffällig viele Littelmills verkauft - fast schon eine Schwämme. Gewisse alte Schinken gehen hingegen immer und werden wohl auch noch so weitergehen. Der Lost Boom denke ich ist auch rum und da könnte ich mir auch vorstellen das gewisse Destillen in absehbarer Zeit gar nicht mehr funktionieren - warum? Die Namen werden nachrückenden Whiskyfans schon garn nichts mehr sagen.

      Holger
      Meine Sammlung: fuhrsocke - Whiskybase
      ... ich sehe das ähnlich. Der deutsche Markt scheint den Zenit erreicht zu haben was Preise und Mengen angeht. Zudem hat man den Eindruck dass eine Gegenbewegung - nämlich nicht mehr Whisky anzukaufen, sondern eher abzustoßen - eingesetzt hat. Es kamen in den vergangenen Monaten nicht nur hier im Forum viele sehr interessante Flaschen in großen Mengen "auf den Markt" und es gab sehr viele bemerkenswerte FTs alter Flaschen. Vielleicht um noch die ein oder andere Flasche zu verkaufen, bevor - gefühlt - der Markt weiter nach unten geht. Ich spreche von Deutschland, nicht von Asien. Wenngleich ich vermute, dass alte Bottlings aus den 1960/70er Jahren wertstabil bleiben werden (außer vielleicht die vielen GMs mit 40%). Holger sieht das ähnlich wie ich. Warum Holger allerdings von "alten Schinken" spricht, verstehe ich aber nicht - ich schätze der alte Sack hat von sich auf die Whiskies geschlossen :zwinker: :D :ups: .
      Mitglied der Bergsträsser Maltfreunde / Schottland- & Single Malt-Liebhaber (Ardbeg, Bowmore, Brora, Port Ellen, St. Magdalene u.v.m.).
      OFF TOPIC

      Ich bin ja Littlemill-Fan. Und muss von daher mal zwei, drei, Abfüllungen erinnern:

      Littlemill 1988 HB - Whiskybase.com
      Littlemill 1988 HB - Whiskybase.com
      Littlemill 1985 CC - Whiskybase.com

      Wer diese Abfüllungen kennt, wird mein Bedauern über das 'closed' teilen.
      Und einfache, weniger überzeugende, einem selbst nicht schmeckende Abfüllungen? Gibt es auch bei Ardbeg, Bowmore, Glendronach, ...

      Ach ja, falls Jemand hier eine der o. g. Buddeln los werden will. Gerne! Für ganz kleines Geld - schmecken ja nicht und die Preise gehen eh runter, klar!

      END OF OFF TOPIC

      Ich bin gespannt, wie sich der Markt weiter entwickelt. Und so lange wie es dieses Forum gibt, werden Brora, Port Ellen, Littlemill, Linlithgow, ... unvergessen bleiben.
      Früher war mehr Signatur.
      Das mit dem Zitieren klappt bei mir nicht so, wie es sein sollte ... also "Umweg":

      im Beitrag #14 hier steht:
      ....Ich habe es schonmal erwähnt, der Markt ist sehr krass. Ich kenne Händler, bei denen sind Leute mit einer fünf- bis sechsstelligen Summe aufgekreuzt, um diese in Uisge beatha einzutauschen.
      Zumindest diese Händler haben die zahlungskräftige Kundschaft wieder weggeschickt. ....


      echt - ein Händler schickt Leute mit einer fünf- bis sechsstelligen Summe wieder weg - warum genau??? Offensichtlich wächst im Whisky-Handel das Geld auf Bäumen.
      Solche Geschichten nennen sich Seemannsgarn. Gibt´s offenbar auch unter den Whiskyfans....
      Meine Whisky-Weisheiten (wird laufend erweitert):
      1. Nach dem Whisky-Kauf ist vor dem Whisky-Kauf
      2. Dem Geld-Problem vor dem Whisky-Kauf folgt in der Regel ein Platz-Problem nach dem Whisky-Kauf
      3. Es gibt drei Gründe für regelmäßigen Whisky-Genuss: Whisky macht schön, intelligent, potent und erfolgreich.
      4. Whisky oder Whiskey? Völlig egal, hauptsache schottisch
      5. Der Ardberg ruft. - Lass ihn rufen.
      6. Investierst du noch oder trinkst du schon?
      7. Mist, mein Whiskyschrank platzt!