Emotional Malt

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      Emotional Malt


      Emotional Malt ...
      oder
      Bewußtseinsstörungen die zu späteren Verkauf führen.

      Die emotional instabile Persönlichkeit ist geprägt von einer deutlichen Tendenz, impulsiv zu handeln ohne die Konsequenzen in Betracht zu ziehen. Darüber hinaus leiden Betroffene häufig unter einer überdauernd sehr wechselhaften Stimmungslage, Schwierigkeiten bei der Planung von Handlungen und unter Ausbrüchen heftigen Ärgers. Unterschieden werden zwei
      Subtypen.
      Bei der emotional instabilen Persönlichkeit vom impulsiven Typ stehen Stimmungsinstabilität, mangelnde Impulskontrolle und Ausbrüche bedrohlichen oder gewalttätigen Verhaltens, v.a. ausgelöst durch Kritik, im Vordergrund.
      Bei der emotional instabilen Persönlichkeit vom Borderline-Typ finden sich neben der Stimmungsinstabilität mit äußerst intensiv
      erlebten Gefühlen ein sehr unklares und schwankendes Selbstbild, eine Wechselhaftigkeit persönlich bedeutsamer Ziele sowie persönlicher Vorlieben, Neigungen und Orientierungen (dazu zählen Interessen und Hobbys, aber auch sexuelle Neigungen), ein überdauerndes Gefühl innerer Leere sowie die deutliche Neigung zu gefühlsmäßig sehr intensiven, aber nur kurz andauernden Beziehungen und Freundschaften. Eine besonders starke Angst im Rahmen von Beziehungen besteht vor dem Verlassenwerden,
      sodass kleinste Anzeichen in dieser Richtung zu intensiven Bemühungen führen, das Gegenüber zum Bleiben zu bewegen. Dies kann mit Suizidandrohungen und -versuchen sowie selbstverletzendem Verhalten einhergehen, wobei diese Verhaltensweisen bei der Borderline-Störung auch außerhalb von zwischenmenschlichen Konfliktsituationen auftreten können. Andere impulsiv auftretende,
      potentiell selbstschädigende Verhaltensweisen können sein: übermäßiges Geldausgeben, sexuell riskantes Verhalten wie z.B.
      ungeschützter Geschlechtsverkehr, Missbrauch psychoaktiver Substanzen (Alkohol), riskantes Autofahren oder unkontrollierte Ess- und Trinkanfälle. Bei starker emotionaler Belastung kann es zu vorübergehenden Zuständen von Dissoziation, also einer Unterbrechung der normalen Bewusstseinslage und über die fünf Sinne bestehenden Verbindung zur Umwelt, oder zu paranoiden Zuständen mit Verfolgungsängsten kommen. (Quelle : Start - psyberlin - Psychotherapie, Beratung, Coaching, Supervision, Blog, Seminare)


      Meine Definition eines "Emotional Malt" :
      Whiskyflaschen die man erwirbt aus einem Drang "dabei" zu sein weil Emotionen und Gruppendruck sowie Hypeaktivitätren von Gemeinschaften meine Emotion so ansprechen das ich einen krankhaften Zwang versüre den Malt zu kaufen ohne objektiv auch nur gemäß Papierform die Qualität und den Geschmack zu haben, das ich den Whisky genießen kann. Man will ihn einfach nur HABEN.

      Beispiele :
      Comhaln ... Whiskys die durchs Whiskyhaus in Brühl in der Facebook Gruppe vertreiben wurde ...


      Quelle : whiskybase

      oder die Forumsabfüllungen hier oder in anderen Foren.
      Sicher auch Hypeflaschen rund um Balvenie Sherry Single Cask, Sig. Blair At5hol usw usw.



      Der pshycholigische Hintergrund dieses Phenomän zu beurteilen liegt sicher nicht in unserem Ermessen. Die Ursache ist sicher auch immer die grundsätzliche Liebe zum Malt. Es ist aber eine besondere Ausprägung der der eine mehr, der andere weniger unterliegt. Ein Zwang der Blüten treibt sogar mehr als eine oder gar Kistenweise sich den Abstrellraum zu füllen.

      Verbreitung
      Emo-Malts gibt es anscheinend in Deutschland mehr als genug. Man könne ausreichend Malts herausfinden die das Überleben eines Armchairbottlers sichern könnten. Es scheint ein fast reines Deutsches Phänomen zu sein. Selten findet man es auch über auf anderen Seiten der Grenze. Müßte man etwa diese Sache auch mal national sozial psychopathologisch betrachten ? Lassen wir das lieber.

      Bewertungen
      Meist sind realistische Bewertungen emotional Fremder Bewerter oder Blindbewertungen leider nicht in gleichen Maße optimiert. Im Gegenteil. Sicher ist dies auch nachvollziehbar weil die Verkäufer die uns hier emotional ansprechen natürlich auch nicht unbedingt die Großen der Sparte sind, die durch entsprechendes Stockpicking auch wirklich die Gipfel der Glockenkurve heraussuchen. Meist ist es eher das, was vom Tischrand fällt und freundlicherweise vom Emotionsorganisator vertrieben werden darf.
      Die Bewertung die man dann bei Blindtastings oder unabhängigen Testern als rückmeldung bekommt ist deshalb oftmals ernüchternd und kann ggf. auch zu Konsequenzen führen.

      Zukunft und das Ende der Emotionen
      Wie bei der großen Liebe verändert sich die Liebe zum Emotional Malt mit der Zeit. Man gewöhnt sich an die Kiste im Keller oder die Ecke mit den Emotional Malts im Regal. Man öffnet sie vielleicht und hat dann auch was für die Schwiegermutter oder den Kuchen. Folgen wir der Analogie der Partnerschaftsbeziehung kommen wir der Zukunft vieler Emotional Malts auch oft nahe.

      - Manchmal geht dei Liebe ganz, wenn man auf einmal einen attraktiven neuen Partner sieht. (Kohle fehlt für den nächsten Emo-Malt)
      - Manchmal auch schon nach der ersten Nacht (dem Probieren)
      - Es kommt aber auch zu Treueschwüren die bis zum verfixten siebten Jahr gehen. (Erster Umzug, Real-Live Partner stellt Ultimatum usw. dann trenn ich mich doch lieber von dem Emo-Malt)
      - Es gibt auch die die führen den Emo-Malt ihrer Bestimmung zu. "Ist ja für nen guten Zweck, da nehm ich doch noch mal 4cl"
      - Und manchmal, ja manchmal ganz selten bleibt er halt weil man ihn so liebt und man niemals ein Spekulant mit Emo-Malts sein will.

      Es ist aber schon feststellbar das diese Emo-Malts schneller zum Wiederverkauf oder in der Bucht angeboten werden als viele andere Malts. Die Emotionen werden blass.

      Fazit
      Emotional Malts kauft man mit Freude und Liebe. Leider wandern sie oft ähnlich rasch in den Wiederverkauf. Trotzdem sind Emo-Malts normale und immer wieder gerne gesehene Teile des Whisky-Lebens. Sie erlauben die Bildung und Stärkung von Gemeinschaften. Reale oder einfach Besitzgemeinschaften deren Gemeinschaftssinn durch Sammlungsveröffentlichungen auf der "Base" noch verstärkt werden.
      Warum aber nur stirbt die Liebe oft so schnell? Auch auf die Gefahr das mich die Gemeinschaft böse ansieht.

      Bleibt die Anregung das Thema zu diskutieren....
      Ich für mich unterliege schon von Zeit zu Zeit dem Haben-Gen und kaufe auch einen Forumswhisky. Verkauft habe ich diese noch nicht. Bin halt ein treuer Schluf.
      Hype-Malts die durch Gemeinschaftsgefühl in Emotionshöhenflüge zum Kaufrausch führen, sind mir aber eher fremd und machen mich sogar potentiell skeptisch.
      Auch ohne den Fachtext oben zu genau zu betrachtet würde ich mich über eine ähnliche Selbstreflexion eures Kaufverhaltens vei Emo-Malts freuen und sehen wie euer Umgang (Kauf und Verkauf) damit so ist.

      Ich bin der Markus und ich kaufe Emo-Malts ...

      ___Mortlach.de

      ____ „Kühner als das Unbekannte zu erforschen, kann es sein, das Bekannte zu bezweifeln.“ Alexander von Humboldt

      Wir alle seins Brüder,
      Wir alle seins gleich!

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „rednose“ ()

      Schöner Artikel, Markus.
      Ich selber unterlieg nur selten dem Haben-Gen, meist nur bei einer bestimmten Destille :D
      wenn älter als 20 Jahre. Mit Hype Malts habe ich mein Problem. Meist sind es künstlich, in der Whisky-Community erzeugte Hypes und irgendwie ich lass mich nicht davon anstecken. Probieren geht über studieren. Eine alte Volksweisheit die nichts an ihrer Aktualität verloren hat.

      Gatsby-62 schrieb:

      Probieren geht über studieren. Eine alte Volksweisheit die nichts an ihrer Aktualität verloren hat.


      Da gehe ich total mit!!!
      Leider ist es heute kaum noch möglich vorher zu probieren und dann eine Flasche zu kaufen. Meistens ist es anders herum und dann kommt das Problem der vielen Flaschen auf dem Markt, die dann schnell wieder gehen müssen.
      Auch bei mir ist das Haben-Gen schon seit Jahren in den Hintergrund getreten. Zum Glück ist aber früher sehr häufig zum Vorschein gekommen, das lässt mich heute den "NeuenMarkt" der Whiskyszene entspannt betrachten.

      Ein schöner Beitrag Markus !!!
      Mitglied bei

      Berliner Whiskykarawane - Whisky Cup Winner 2010
      Früher bin ich da auch immer wieder mal schwach geworden. Das hat sich in der letzten Zeit aber mehr oder weniger gelegt. Das hat aber mehr damit zu tun, dass mich in der letzten Zeit aktuelle Abfüllungen nur noch selten begeistern konnten. Und so fällt es mir auch nicht mehr sehr schwer, auf Aligatoren, Kelpies, Feuer und Eis, Odins oder stark minderjährige local Barleys zu verzichten. Was ja nicht heißt, dass es für mich keine Emo-Malts gibt. Die unterliegen aber eher nicht einem in der Community geborenen Kaufrausch, sind vom Destillationsdatum her in der Regel auch etwas betagter und wurden häufig auch schon vor längerer Zeit in die Flasche abgefüllt. :D
      Hallo,

      schöner Artikel, danke! Gerade beim Comhlan muss jedoch dazu sagen, dass es sich immer um eine Charity-Abfüllung handelt, der komplette Erlös + Spenden gehen an einen guten Zweck (beim dritten soweit ich mich erinnere ein Kinderhospiz). Hier tut man also noch was Gutes, und wem die Brennerei zusagt - hier Ledaig -, kann man praktisch nicht viel falsch machen. Habe mich trotzdem gefreut, dass er sehr lecker ist :D. Ist wohl so ähnlich auch bei unserer Forumsabfüllung, die kaufen auch viele, ohne sie vorher probiert zu haben und sogar, wenn mal eine dabei ist, deren Brennereicharakter einem nicht zusagt, nur um die Reihe vollständig zu haben (auch hier ist natürlich der Charityanteil vorhanden).

      Grüße
      Jochen
      Did you know… In less than five years time 90% of all whisky retailers will be older than 90% of the products they sell. ( Whiskysponge )

      Sampleliste
      Im Grunde genommen bräuchte ich mich meinen Vorschreibern nur anschließen . Standort bedingt hatte ich das Glück viele Jahre lang eine Menge Abfüllungen zu probieren bevor sie ihren Weg über Limburg in die Republik oder das Ausland an traten. Selbst die alten Schätzchen konnten dank Mara vorher probiert werden.
      Mit Ausnahme einer einzigen Destillerie haben zu über 95 % nur Flaschen den Weg in mein trautes Heim gefunden welche ich vorher probieren konnte. Käufe finden nur noch statt um Flaschen wieder zu bekommen welche irgend wann ihrer Bestimmung zu geführt wurden.
      Das in der Regel auch nur wenn Sie mir irgendwie auf die Füße fallen. Die Jagt über Auktionen in der Base oder in der Bucht fand und findet nicht statt.
      Für dumm verkaufen ist Marketing
      An dumm verkaufen ist Vertrieb
      Statements, die von den jeweiligen Vorschreibern nicht anders zu erwarten waren..... ;)
      Bei mir verhält sich das etwas anders, da ich einige Jahre eine "Auszeit" vom Single Malt genommen habe.
      Anders gesagt, der Keller ist nicht "ganz" so voll und das Spielchen der Blindkäufe wird teils mitgespielt.
      Und so bei Nichtgefallen eben auch wieder abgestoßen, bleiben Einem ja in der heutigen Zeit nicht allzuviel
      andere Möglichkeiten .....
      Die Ewigkeit dauert lange, besonders gegen Ende
      Woody Allen
      Ein schöner Artikel und eine interessante Thematik. Ich glaube, dass die Emotionalität sicherlich noch stärker differenziert werden kann:

      1. Es macht einen großen Unterschied, wann man mit dem Thema Whisky zum ersten Mal in Berührung gekommen ist. Wer damit schon seit Jahrzehnten in Kontakt ist, der kennt sehr viele Abfüllungen und hat ggf. auch recht viel im Keller gebunkert und so seinen Vorrat gesichert. D.h. hier ist schonmal ein grundsätzlich geringerer Reiz überhaupt irgendwas zu kaufen.

      2. Als recht "neu" in dem Thema, wird es schwierig sich auch durch ältere Abfüllungen zu probieren bzw. sich diese zuzulegen, wenn das Haushaltseinkommen nicht derart hoch ist, so dass der Kauf einer 500€-Buddel kaum zu Buche schlägt. Hier schaut man, ob man von dem neuen Kuchen abbekommt, auch wenn man dafür viele Blindkäufe tätigt.

      3. Grundsätzlich finde ich, dass jeder Whiskykauf eine gewisse Emotionalität mit sich bringt. Bei neuen Abfüllungen, weil hier die Spannung da ist, was man bekommt, bei alten Abfüllungen, weil man sich wieder etwas gönnt, was man aus alten Zeiten kennt und worauf man sich verlassen kann, aber auch bei Abfüllungen von Lieblingsbrennereien, denn hier spielt eben die emotionale Bindung zu einer Marke eine große Rolle.

      Weitere Beispiele für Emo-Malts sind ja auch (gerne auch mal unabhängig davon, ob der Malt einem schmeckt/schmecken wird):

      - spezielle Jahrgänge (besonders gute)
      - spezielle Jahrgänge (Geburtsjahr etc.)
      - spezielle Abfülldaten

      Ich selbst mache es kurz und bündig, wie der Markus:

      Ich bin der Simon und kaufe Emo-Malts
      Die Cutty-News auf: Facebook || Hier mein Whisky Blog || Ich auf Instagram moin-und-so
      Hi there,

      Herzlichen Glückwunsch und willkommen in der Zielgruppe für Highland Park.

      Highland Park discovers its Viking soul | Scotch Whisky

      Greetings
      kallaskander
      Never water another man's whisky.

      Es besteht keine Verpflichtung obigen post zu lesen, zu mögen oder zu kommentieren.
      Sollte eine persönliche Meinung enthalten sein, besteht weiter keine Verpflichtung, sich diese zu eigen zu machen.

      "Hallo, mein Name ist André und ich bin süchtig....."

      Ich bin auch einer der Kandidaten, die gerne Emo-Malts kaufen.
      Grundsätzlich spricht da für mich persönlich auch nichts dagegen.

      Es gibt, bei den meisten (Balvenie, Deanston...), nicht bei allen (Comhlan...) durchaus einen Grund, warum Sie so einen Hype entfachen. Oftmals sind es einfach Flaschen, die immer ein bisschen aus der Breiten Masse herausstechen. Aber trotzdem gibt es weit besseren Stoff, um den nicht so ein tätärätätä gemacht wird.

      In meinem Fall werden besonders diese Flaschen recht schnell ihrer Bestimmung zugeführt und geöffnet.
      Häufig auch in FT´s verteilt.

      Aber das find cih auch gut so ;-)
      Die Alternative zum Emo-Kauf ist doch wohl der Kauf, bei dem die Flasche als Handelsware verstanden wird. Ich denke mal, das sind so die einzigen Gründe soviel Geld für eine Flasche Schnaps auf den Tresen zu legen.

      Was nun die Emotionen weckt mag da ja durch aus unterschiedlich sein. Und der Inhalt ist es sicherlich nicht immer alleine.
      Im Gegensatz zu einigen hier, trinke ich den meisten Whisky außerhalb der Community Öffentlichkeit und bin daher vielleicht einwenig weniger anfällig für Hype-Flaschen, die hier oder auf Messen so ihre Runde machen. Aber natürlich bin ich auch von äußeren Einflüssen emotional beeinflußt, sobald jemand meiner Trinkkumpanen oder -kumpaninnen eine Flasche über den grünen Klee lobt, steigt diese auch in meiner Haben-wollen-Liste ein Stückchen höher, als sie es alleine über meine Zunge und Nase getan hätte.
      Immer schön Dram bleiben

      Glenturretsyndrom schrieb:

      sobald jemand meiner Trinkkumpanen oder -kumpaninnen eine Flasche über den grünen Klee lobt, steigt diese auch in meiner Haben-wollen-Liste ein Stückchen höher, als sie es alleine über meine Zunge und Nase getan hätte.


      Vor allem, wenn nicht mehr soviel drin ist... :mahlzeit:
      Meine Top 3 - Whisky´s:
      Macallan 1965/2008, Fino Sherry Butt 2114 (484 Bottles) 54,1 % Scottish Liqueur Centre "Cárn Mór"
      Glenglassaugh 1972/------- Cask 2891, 59,4 % Fass-Sample (Andrea Caminneci)
      Tamdhu 1961/2000, 40,0 % Gordon & MacPhail "Rare old"



      Mitglied bei "Diem No. 2" :prost2:
      Ist nicht jeder Kauf eines Whiskys ein"Emo-Malt-Kauf", welcher über den Preis eines handwerklich korrekten Produktes (z. B. Glenfiddich 12) hinausgeht, da die Gründe dann nicht mehr im objektiven sondern im subjektiven (emotionalen) Bereich zu finden sind (Erwartung besserer Geschmack, mehr Ansehen wegen des Preises, Verknüpfung oder Erinnerungen an Destillerie, Besuch, Berichte usw.)? Perfekt auch auf den Kauf eines Autos zu übertragen (bis auf das Sammeln, in der Regel :zwinker: ).

      Als Springbank-Fan kaufe ich natürlich emotional diese Whiskys ein, muss auch sein, da die ganze Destillerie eine einzige (authentische) Emotion ist! :D

      bahaa schrieb:

      Ist nicht jeder Kauf eines Whiskys ein"Emo-Malt-Kauf", welcher über den Preis eines handwerklich korrekten Produktes (z. B. Glenfiddich 12) hinausgeht, da die Gründe dann nicht mehr im objektiven sondern im subjektiven (emotionalen) Bereich zu finden sind (Erwartung besserer Geschmack, mehr Ansehen wegen des Preises, Verknüpfung oder Erinnerungen an Destillerie, Besuch, Berichte usw.)? Perfekt auch auf den Kauf eines Autos zu übertragen (bis auf das Sammeln, in der Regel :zwinker: ).

      Als Springbank-Fan kaufe ich natürlich emotional diese Whiskys ein, muss auch sein, da die ganze Destillerie eine einzige (authentische) Emotion ist! :D


      Besser könnte ich es nicht ausdrücken :rauf:
      Für mich ist und bleibt Whisky (m)ein (Luxus-)Hobby.

      Freizeit = Geniessen, Freuen, Spaß daran haben, ...

      Und selbstverständlich mit Emotionen. Nicht immer rational, für Nicht-Whisky-Freunde nicht (immer) nachvollziehbar, bis an die Schmerzgrenze meiner Frau (vorsichtiges Sondieren), ...

      So gibt es Abfüllungen, die jeder (?) objektiven Prüfung standhalten, Käufe die unvernünftig sind, ja auch mal "Geld in den Sand gesetzt" weil nicht schmeckt oder etwas später deutlich billiger. Hat jemand "Highland Park Ice" gesagt?

      Ist das krankhaft? Mal meinen Psychotherapeuten fragen :wh2: :lachen:

      Die Tage hatte ich ein Gespräch - auf dem Flohmarkt. Ein Playmobilsammler. Der ganze Keller voll. Mindestens 8.000€.
      Da ziehe ich meine Whisky-Emotionen vor. Und er seine.
      Ich finde beides OK, so lange das Konto im Plus, die Kinder genährt und gekleidet sind, ...
      Spiel mir das Lied vom Malt...

      I’m a poor lonesome cowboy, I’m a long long way from home...
      Der Mensch ( also ich auch) möchte gerne neues entdecken und probieren, das kann er aber nicht auf jeden Gebiet :D Auto,Haus ,Frauen, Uhren usw.
      ich lebe das mit dem Whisky aus und muss dabei nicht alles haben.
      nebenbei lern man auf diesen Weg viele nette Leute kennen :schlürf:
      das geht aber nicht ohne Emotionen

      altstadtkneipe schrieb:

      Vor allem, wenn nicht mehr soviel drin ist...


      Da ist etwas Wahres dran.

      Für mich hat sich da in der letzten Zeit einiges geändert. In der Vergangenheit gab es viele individuelle Emo-Malts für mich. Heute sind die meisten davon "normale Flaschen", die keine besondere Bedeutung mehr haben. diese werden getrunken, könnten verkauft oder geteilt werden.
      Einige wenige Flaschen haben heute noch eine hohe individuelle Bedeutung für mich. Diese werden in Ehren gehalten und genossen, wenn mir danach ist.

      Letztlich sind die besonderen Malts auch immer mit Menschen und Erinnerungen verbunden.
      leben und leben lassen !

      It`s better to keep your mouth shut and appear stupid than to open it and remove all doubt!
      (Mark Twain)
      Ich habe ebenfalls bestimmt die Hälfte meiner Sammlung als "Emotional Malt" gekauft. Egal ob es die Lieblingsbrennerei war, das Geburtsjahr, Malts zu besonderen Ereignissen.

      Leider schlagen z.Z. meine "Emotions" oft in eine andere Richtung wenn ich sehe, was die Brennereien und Abfüller auf den Markt bringen und zu welchen Preisen. :dizzy:
      Ja, ich habe auch mal öfter gekauft - zB 20yo Laphroaigs für 80-90€. Da war es den Versuch aber wert :P

      Heutzutage kaufen (zu) viele wohl mit dem Gedanken, den Whisky im Zweifel wieder los zu werden, aber das geht immer öfter nach hinten los ;)


      Danke für den Artikel, Markus! Bin noch auf weitere Meinungen gespannt!
      Alle wünsche werden gut um den gesund zu sein :wh2:

      "Always do sober what you said you'd do drunk. That will teach you to keep your mouth shut."
      - Ernest Hemingway