Was mich gerade wundert .....

      G. Heuer schrieb:

      Pauci schrieb:

      Nun ich denke wenn man selbst geradeaus fährt und der andere abbiegen möchte dann geht man wohl davon aus dass der der abbiegt anhält oder? Das sind die Straßenverkehrsregeln. Solche Situationen sind in wenigen Sekunden vorüber.

      Es hilft mir als Vielradfahrer nur nichts, wenn auf meinem Grabstein steht:: "Er hatte Vorfahrt".

      Daher fahre ich in der Regel so, dass ich davon ausgehe, dass mich der Autofahrer nicht sieht oder ignoriert. Das machen aber auch nicht alle Radfahrer. Gerade gestern Abend in Braunschweig (war im Auto unterwegs) hätte ich beinahe eine Radfahrerin beim Ausfahren von einer Grundstücksausfahrt auf die Straße umgemäht. Um 19:30 Uhr war sie auf dem Radweg in falscher Richtung unterwegs, mit einem Rennrad, ohne Licht und mit richtig Speed :wall: . Ich habe sie gerade noch im letzten Moment wahrgenommen. Das ist einer der Gründe, weshalb ich mit dem Rad lieber zu Hause auf dem Land unterwegs bin und mich kaum traue in der Stadt zu fahren. Dabei ist es nur Braunschweig und keine Großstadt.

      Der von dir geschilderte Fall ist natürlich vogelwild - und leider nicht völlig ungewöhnlich. Ich fass mir immer wieder an den Kopf, wenn mir nachts auf dem Weg von der Arbeit (gerne auf den sehr engen Wegen auf den Elbbrücken) Radfahrer auf der falschen Seite, selbstverständlich unbeleuchtet, entgegen kommen.
      Dennoch fahre ich in Hamburg ohne jede Angst Fahrrad - weil ich zwar bei freier Fahrt sehr zügig, aber dennoch extrem defensiv unterwegs bin. Gerade bei der Überquerung von Straßen vergewissere ich mich immer, wirklich IMMER, dass mich ein etwaiger Rechtsabbieger wahrgenommen hat. Ohne Knautschzone unterwegs sein und auf sein Recht zu pochen, ist eine ganz schlechte Kombination.
      Im Übrigen erlebe ich es auch häufig, dass Autofahrer einen bewusst "vorlassen", auch wenn sie nach den Regeln Vorrang gehabt hätten - ich bedanke mich dann jedes Mal mit deutlichem Handzeichen, weil ich zutiefst davon überzeugt bin, dass ein netter Umgang miteinander die Bereitschaft erhöht, rücksichtsvoll miteinander umzugehen.
      Gerade deswegen ärgern mich Situationen wie die von mir geschilderte umso mehr - dass da irgendein Vollhonk seinen Minipanzer als Waffe einsetzt, um Sheriff zu spielen. Und dann nicht mal die Verkehrsregeln kennt.

      galgenfisch schrieb:

      Meiner Meinung nach ergeben sich viele gefährliche Situationen - insbesondere in den Städten - aufgrund einer KFZ-zentrierten Verkehrsplanung. Fahrradwege, die plötzlich enden oder eng an parkenden Autos entlang führen, sind nur zwei Beispiele, die für alle betroffenen Verkehrsteilnehmer große Gefahren mit sich bringen. Bis sich in dieser Hinsicht etwas ändern wird, hilft nur ganz viel gegenseitige Umsicht, Rücksicht und Toleranz.
      Ich fahre hier in Hamburg auch sehr viel mit dem Fahrrad und das einzige was dabei hilft Unfälle zu vermeiden, ist das permanente Einkalkulieren von Risiken durch bewusste und unbewusste Fehler anderer und entsprechender Anpassung der eigenen Fahrweise. Gilt im KFZ selbstverständlich auch.

      So!
      Das Problem ist, dass in Sachen Verkehrsplanung auch im rot-grünen Hamburg trotz zumindest verbal ambitionierter Fahrradpolitik in den entsprechenden Planungsbüros häufig immer noch Auspuffe mit zwei Ohren sitzen. Zuweilen fühlt man sich nach Schilda versetzt, wenn man sich die eine oder andere Neugestaltung anschaut.
      "If you listen to fools - the mob rules!"
      Ronnie James Dio

      HamburgMalt schrieb:

      Im Übrigen erlebe ich es auch häufig, dass Autofahrer einen bewusst "vorlassen", auch wenn sie nach den Regeln Vorrang gehabt hätten - ich bedanke mich dann jedes Mal mit deutlichem Handzeichen, weil ich zutiefst davon überzeugt bin, dass ein netter Umgang miteinander die Bereitschaft erhöht, rücksichtsvoll miteinander umzugehen.

      :rauf:
      Mache ich auch. Nicht selten, eigentlich sogar sehr oft wird das dann mit einem anerkennenden Nicken erwidert. Für den Autofahrer udn für mich steigt damit schon die Laune. Dabei kostet es nichts.
      Mache ich übrigen auch auf Wegen, wenn ich mein Kommen mit Klingeln ankündige und dann Fußgänger auf die Seite gehen oder ihren Hund zu sich nehmen. Ein kurzes "Danke" beim Vorbeifahren wird oft mit "Gerne" oder "Bitte" beantwortet. Freue ich jedes Mal dann darüber.

      HamburgMalt schrieb:


      Das Problem ist, dass in Sachen Verkehrsplanung auch im rot-grünen Hamburg trotz zumindest verbal ambitionierter Fahrradpolitik in den entsprechenden Planungsbüros häufig immer noch Auspuffe mit zwei Ohren sitzen. Zuweilen fühlt man sich nach Schilda versetzt, wenn man sich die eine oder andere Neugestaltung anschaut.

      Hier in meinem Ort auch. Die Grünen haben einen Bürgersteig an einem Zebrastreifen ohne wirkliche Not so verbreitern lassen, dass der Fahrradweg kurz davor aufhört, und danach wieder beginnt. Die Radfahrer müssen dann ca 60cm nach links auf die Sraße und nach 10 m wieder nach rechts auf den Radweg. Und das auf einer stark befahrenen, jedoch zu schmalen Straße für beide Richtungen.
      Das hätte man auch anders regeln können, z.B. mit einer Ampel.

      Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Sjaunja“ ()

      Umbau oder Veränderung der, hier besonders Städte wird ein schweres Ding.

      PKWs den Platz verschmählern und auf Teufel komm raus einen Fahrstreifen einzubauen,
      wird zum Chaos pur führen. Schon alleine weil die PKWs immer breiter geworden sind( und höher)

      Dies dürfte jedem der PKW fährt sicher aufgefallen sein, egal ob Parkhaus oder alte Parkplätze
      oder Baustellen Fahrstreifenbreite egal ob innerorts oder BAB.

      Was sicher noch für alle Verkehrsteilnehmer on top dazu kommt,
      die mE völlige Ignoranz des steigenden Lieferverkehrs durch immer mehr online Bestellungen.
      Dann kommen noch die, bald entstehenden E-Lade Säulen , hinzu.


      Viel Spaß mit der vorhandenen Stadtplanung :ups:
      El Tren "Die Pangalaktischen Whiskygurgler"

      FT - Theater: z.Z geschlossen
      Lounge und Bar Bar und Lounge geöffnet
      "Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken." (E.Kästner)
      "Die Hoffnung ist das wichtigste Organ und daher das größte."
      ok, Ingo. Dass das schwer wird und keiner verzichten will, ist klar. Aber: die jetzt noch im Amt befindliche Regierung hat sich verpflichtet, den CO2 Ausstoss bis 2040 um 90% zu reduzieren. Wir haben also keine 20 Jahre mehr Zeit dafür. Der motorisierte Verkehr trägt hier seinen Teil dazu bei. Die Klimabilanz zum Fahrrad dürfte recht eindeutig ausfallen. Somit ist für mich zumindest klar, in welche Richtung der Umbau unserer Städte gehen muss. Das wird schmerzhaft aber eben aus meier Sicht auch alternativlos sein. Und: wir müssen da endlich anfangen, und zwar vernünftig und deutlich schneller als bisher.
      "Realität ist eine Illusion, die sich durch Mangel an Alkohol einstellt" - Udo Lindenberg

      torfbombe schrieb:

      ok, Ingo. Dass das schwer wird und keiner verzichten will, ist klar. Aber: die jetzt noch im Amt befindliche Regierung hat sich verpflichtet, den CO2 Ausstoss bis 2040 um 90% zu reduzieren. Wir haben also keine 20 Jahre mehr Zeit dafür. Der motorisierte Verkehr trägt hier seinen Teil dazu bei. Die Klimabilanz zum Fahrrad dürfte recht eindeutig ausfallen. Somit ist für mich zumindest klar, in welche Richtung der Umbau unserer Städte gehen muss. Das wird schmerzhaft aber eben aus meier Sicht auch alternativlos sein. Und: wir müssen da endlich anfangen, und zwar vernünftig und deutlich schneller als bisher.


      Ich befürchte Aktionismus,
      das kommt meist nach jahrelanger Trödelei
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      "Die Hoffnung ist das wichtigste Organ und daher das größte."

      torfbombe schrieb:

      ok, Ingo. Dass das schwer wird und keiner verzichten will, ist klar. Aber: die jetzt noch im Amt befindliche Regierung hat sich verpflichtet, den CO2 Ausstoss bis 2040 um 90% zu reduzieren. Wir haben also keine 20 Jahre mehr Zeit dafür. Der motorisierte Verkehr trägt hier seinen Teil dazu bei. Die Klimabilanz zum Fahrrad dürfte recht eindeutig ausfallen. Somit ist für mich zumindest klar, in welche Richtung der Umbau unserer Städte gehen muss. Das wird schmerzhaft aber eben aus meier Sicht auch alternativlos sein. Und: wir müssen da endlich anfangen, und zwar vernünftig und deutlich schneller als bisher.

      Nicht alle Städte sind platt wie HH, HB oder auch KA. Stuttgart ist zum beipiel total hügelig mit vielen Steigungen. Da macht das Radfahren keinen Spaß.
      Und solange die E-Bikes Strom brauchen, ist deren Bilanz nicht gut. Auch wenn diese mit vermeintlich "grünem" Strom geladen werden würden, fehlt dieser irgendwo anders. Das wird derzeit mit Kohlestrom ausgeglichen. Ergo werden die mit Kohlestrom gespeist. Genauso wie die ganzen E-Autos.
      Ich denke, mann sollte vor allem auch an den Gründen für den Autoverkehr arbeiten. Warum müssen die Menschen Auto fahren? Daran muß gearbeitet werden. Warum fährt jemand jeden Tag, sagen wir mal, 50km einfach zur Arbeit? Warum wohnt der nicht da in der Nähe? Warum kann er nicht von zu Hause aus arbeiten? Weil vielleicht dort noch kein schneller Internetanschluß liegt?

      linus schrieb:

      Ich befürchte Aktionismus,das kommt meist nach jahrelanger Trödelei

      ... gepaart mit einer Ideologie führt das ins Chaos.
      Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf.

      Sjaunja schrieb:


      Nicht alle Städte sind platt wie HH, HB oder auch KA. Stuttgart ist zum beipiel total hügelig mit vielen Steigungen. Da macht das Radfahren keinen Spaß.
      Und solange die E-Bikes Strom brauchen, ist deren Bilanz nicht gut. Auch wenn diese mit vermeintlich "grünem" Strom geladen werden würden, fehlt dieser irgendwo anders. Das wird derzeit mit Kohlestrom ausgeglichen. Ergo werden die mit Kohlestrom gespeist. Genauso wie die ganzen E-Autos.
      Ich denke, mann sollte vor allem auch an den Gründen für den Autoverkehr arbeiten. Warum müssen die Menschen Auto fahren? Daran muß gearbeitet werden. Warum fährt jemand jeden Tag, sagen wir mal, 50km einfach zur Arbeit? Warum wohnt der nicht da in der Nähe? Warum kann er nicht von zu Hause aus arbeiten? …


      Von dir habe ich bis heute noch nie so viel Müll in einem Post gelesen.


      :no:
      If the kids are united then we'll never be divided!

      Elmo schrieb:

      Von dir habe ich bis heute noch nie so viel Müll in einem Post gelesen.
      :no:

      Nun ja, dann lies Dich bitte in die Erzeugung und Verteilung von elektrischer Energie ein.
      Erst wenn 100% des Stromes aus CO2-freier Erzeugung stammen, sind E-Bikes und E-Autos grün in der Verbrauchsbilanz. Vorher nicht. Ich fahre kein E-Bike. Ich fahre Rad
      In Ba-Wü hat die Kohleverstromung seit Abschalten von Phillipsburg drastisch zugenommen.

      Auf dem Land ist zum Teil nur 1024er Internet vorhanden. Damit können Firmen nicht arbeiten. Ergo gründen manche Firmen ein Büro in einem Ort mit schnellem Internet. Dann müssen die oft hin und her fahren. Wurde auch im SWR Aktuell berichtet. Ich selbst habe auf Fachmessen mit Fachleuten drüber reden können. Eine flächendeckende schnelle Internetversorgung wurde so manchen Autoverkehr überflüssig machen.
      Kam Letztens auch wieder im TV. Wie kleine Orte um schnelles Internet kämpfen müssen.
      Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf.

      Glenturretsyndrom schrieb:

      viertelbar schrieb:

      Lieber Ivermectin statt Impfung: Anti-Wurmmittel in Oberösterreich ausverkauft - n-tv.de

      Obwohl.... wirklich wundern tut mich bei dem Thema nichts mehr.

      Witzig, wieso hat das Produkt Apfelgeschmack, wenn man es sich doch nur in den Hintern schießt?



      Schleimhäute
      überall gibt es Schleimhäute

      Verstehste :zwinker:
      El Tren "Die Pangalaktischen Whiskygurgler"

      FT - Theater: z.Z geschlossen
      Lounge und Bar Bar und Lounge geöffnet
      "Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken." (E.Kästner)
      "Die Hoffnung ist das wichtigste Organ und daher das größte."

      Elmo schrieb:

      Das tatsächlich Leute existieren, die sowas kaufen.

      The Whisky Barrel

      Obwohl, mich wundert bald gar nix mehr.


      Für 172 Euro wäre das doch sicher ein guter tropfen den man unbeschwert genießen könnte... :lecker: Oder habe ich da was übersehen??? ?(
      "Ich glaube, ich würde die Freiheit in allen Zeiten geliebt haben; in der Zeit aber, in der wir leben, fühle ich mich geneigt, sie anzubeten."
      (Alexis de Tocqueville)

      "Freiheit und Whisky gehören zusammen." (Robert Burns)

      Spider_2000 schrieb:

      Elmo schrieb:

      Das tatsächlich Leute existieren, die sowas kaufen.

      The Whisky Barrel

      Obwohl, mich wundert bald gar nix mehr.


      Für 172 Euro wäre das doch sicher ein guter tropfen den man unbeschwert genießen könnte... :lecker: Oder habe ich da was übersehen??? ?(
      Übersehen hast du weitere 1.900,- €
      ___Mortlach.de

      ____ „Kühner als das Unbekannte zu erforschen, kann es sein, das Bekannte zu bezweifeln.“ Alexander von Humboldt

      Wir alle seins Brüder,
      Wir alle seins gleich!

      Glenpitt schrieb:

      Jetzt werdet mal nicht so pingelig!
      Ja meine ich auch. Mich kotzt die Armut der Anderen sowas von an. Sollen sie doch Kuchen essen, wenn sie kein Brot haben.
      Kann Spuren von Ironie enthalten.
      ___Mortlach.de

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