Glen Gin - oder wie ich lernte den Malt zu vergessen

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      kallaskander schrieb:

      Für das was Gin ist, sind 90% auf dem Markt überteuert


      das gilt auch für Whisky. Vielleicht nicht im gleichen Prozentsatz. Allerdings falscher Fred und ausreichend wiedergekaut..
      WARNHINWEIS: Achtung! Lesen gefährdet die Dummheit!

      HASTV GENARRET VND ZV HOCH GEFAHRN VND BOSES FVRGEHAT SO LEGE DIE HAND VFS MAVL VND BITTE GOTT VMB GNAD ( an einem Haus in Braunfels)

      Statt eines Prachett mal einen Streich: Trainer Christian Streich vom SC Freiburg und die MEGA-PERFORMANCE - YouTube .
      Ich finde das so trocken...

      kallaskander schrieb:

      Hi there,
      In diese Bresche schlägt sich halt nun ein wenig der Gin, bei dem aktuell halt noch der Preis stimmt.

      Das war das Erste was in dem Moment aufgehört hat zu stimmen, als die Gin Schwemme losging.
      Für das was Gin ist, sind 90% auf dem Markt überteuert. Was nicht heißt, daß Gin nichts taugt. Aber mehr als 30.-€
      für 0,5 ltr. ist unverschämt.
      Greetings
      kallaskander

      Natürlich sind die Gins überteuert, warum? Weil die anderen Spirituosen ja noch teuerer auf den Markt geworfen werden. Wir Konsumenten sind halt bereit "unfassbare" Summen für Schnaps auf den Tisch zu legen.
      So sehr verfolge ich die Gin Preise nun nicht, und im Vergleich zu einem guten Wacholder war Gin ja schon immer etwas zu teuer. Aber die aktuellen Preise bewegen sich ja immer noch in einem Rahmen, den man für Schnaps guten Gewissens ausgeben kann, ohne das Sparschwein des Sohnes zu plündern oder ihn heimlich mit dem Fusel abfüllen zu müssen, damit er eben nicht studieren wird.

      Noch ein Aspekt den Gin hat: Er wird manchmal in schöner Schmuckflasche verkauft.
      Immer schön Dram bleiben

      Gin ist ebenfalls nicht so meins. Lieber ein schöne gereifter Malt.

      Schnittpunkt beim Whisky und Gin?
      Wie ich es verstehe liegt der Schnittpunkt einfach beim Hersteller. Es gibt genügend Destillen, die sowohl Vodka als auch Gin neben dem eigentlichen New Make durchlaufen lassen. Hier geht es einfach um Gewinnmaximierung oder bei neuen Destillen um Querfinanzierung.

      Aber eine gereifte Spirituose ist meiner Meinung nach nicht mit einer wie auch immer gemischten Spirituose vergleichbar.
      ​Danke schon mal für das rege Interesse. Sicher ist nachvollziehbar das Gin als Spirituose mit ganz anderem Schwerpunkt doch immer mehr gerade Maltliebhaber begeistern kann. Auch die Händler reagieren ja darauf. Weiser hat fast 200 Gin's im Portfolio. The Whisky Exchange hat fast 500. Und warum werden von Whiskyhändlern neuerdings Tastings mit Gin angeboten. Irgendwie muss es da ja doch einen deutliche Schnittmenge geben.


      Markus auch wir bieten neben Whisky auch Gin-Tastings (und auch Rum Tastings) an.
      Die Gin Tastings ersetzen bei uns aber kein Whisky Tasting, sondern sind zusätzlich.
      So ist es glaube auch bei unseren Kunden. Der Gin kommt zusätzlich hinzu und wird zu ganz anderen Gelegenheiten getrunken als Whisky.
      Somit erschließt man zusätzliche Umsatzpotentiale.
      Das machen wir gerade auch mit unserem, neuen Renner - Bierbrauseminare
      Dass manche - immer mehr - die Lust am Whisky verlieren hat andere Gründe: man hat fast alles schon mal probiert, heftige Preissteigerungen, Hype....

      Rum wäre viel besser geeignet den Whisky zu ersetzen. das scheitert aber vor allem an den klaren Vorschriften für Rum - Ist zwar schade aber Tatsache
      Ich gebe gleich zu, dass ich noch nicht alle Antworten gelesen habe, aber muss kurz auf Markus wie immer zu regen Austausch führenden Texten kurz antworten. Erstmal Gin existiert länger als Whisky und nur weil es im Moment ein wenig gehypt wird, heißt das noch lange nicht das es ein modernes Getränk ist. Als ich vor 15 Jahren Gin getrunken habe, galt ich als extrem alter Sack - vielleicht noch zusammen mit Queen Mum. Außerdem sehe ich doch garkein Problem, warum man nicht beide Spirituosen mögen kann. Ich trinke auch Bier und Wein und muss mich dafür nicht rechtfertigen. Außerdem kann man AldiGin nicht mit irgendwelchen kleinen Gindestillen z.B. Streathearn vergleichen. Mir kommt es bei allen Spirituosen auf die handwerkliche und liebevolle Herstellung an. Und wenn Du einmal eine Vakuumdestillation eines Gins miterlebst hast, sagst Du niewieder was ein billig zusammen gemixtes Zeug. Natürlich springen alle Brenner auf den Ginzug auf, da man mit relativ geringem Invest - Flaschen erzeugen und verkaufen kann. Dass jemand mit seinem Produkt Geld verdienen möchte, ist doch nicht verwerflich. Ich finde an Gin, aber auch an anderen Spirituosen eben besonders die verschiedenen Aromen interessant. Und den Versuch diese rauszuschmecken oder auch nicht. Bei mir ist es ganz Tagesformabhängig und ich gebe zu ich mag beide Spirituosen, aber auch Rum, manche Weinbrände - aber z.B. Tequilla, Mezqual etc. kann ich auch nichts abgewinnen. Ist doch alles eine Geschmacksfrage.
      Velll Jröööösss
      Leo

      "When life hands you lemons, crack open the gin" weiser Rat
      Alles rund um Getränke - nicht nur Whisky [url]www.drinklabor.wordpress.com[/url]
      Meine Sammlung: My Collection
      Ich hätte nichts dagegen wenn die Hipster und wie sie alle heißen wieder einen Schwenk zu den "cooleren" Spirits machen auch hin zum Gin. Nebenbei sollte das Marketing nicht versäumen Ihnen mitzuteilen, wie angesagt Sherry ist. Vor allem wenn der echt gereift und alt ist. Vielleicht profitieren wir dann auch eines Tages wieder davon...

      HamburgMalt schrieb:

      Ich kann allerdings die Leute verstehen, die vor den - so kommt es einem vor - wöchentlich perverser werden Whisky-Preisen flüchten und nach Alternativen suchen.
      Ebenso ist hier die Flucht zum Cognac/Armagnac zu beobachten.

      arnobaer schrieb:

      Dass manche - immer mehr - die Lust am Whisky verlieren hat andere Gründe: man hat fast alles schon mal probiert, heftige Preissteigerungen, Hype....
      Das glaube ich, ist aber nur bei wenigen der Fall und möglicherweise jüngerem Publikum, die glauben wenn sie den und den Malt bzw. die Brennerei schon im Glas gehabt zu haben, die ganze Welt des Whiskys kennengelernt zu haben. Die Dachse zeigen ja das Gegenteil auf.
      Grüße Eromwob
      Nettes Thema und sehr schön heraus gearbeitet. :rauf:

      Ich trinke sehr sehr gerne Gin Tonic, aber befasse mich nicht mit dem ganzen Gin Hype. Habe durch Zufall im Urlaub meinen "Gin" gefunden, eine Besichtigung gemacht und der schmeckt mir so gut, dass ich keine anderen Versuche starte.

      Der hier ist es und den Bericht würde ich auch so unterschreiben und kann nur jedem empfehlen mal zu probieren.


      Balearen Gin – Gin Xoriguer Mahon
      'Man muss dem Leben immer um mindestens einen Whisky voraus sein'

      Humphrey Bogart

      Eromwob schrieb:

      Ebenso ist hier die Flucht zum Cognac/Armagnac zu beobachten.



      das ist zwar oT, aber das möchte ich bezweifeln. Ich persönlich trinke mal ab und zu einen, aber ich würde nie wechseln. Umgekehrt habe ich das Gegenteil auch schon beobachtet. Eingefleischten Cocnagtrinkern sczhmeckt Whisky nicht. oT ende

      aber hier gehts um Gin.
      WARNHINWEIS: Achtung! Lesen gefährdet die Dummheit!

      HASTV GENARRET VND ZV HOCH GEFAHRN VND BOSES FVRGEHAT SO LEGE DIE HAND VFS MAVL VND BITTE GOTT VMB GNAD ( an einem Haus in Braunfels)

      Statt eines Prachett mal einen Streich: Trainer Christian Streich vom SC Freiburg und die MEGA-PERFORMANCE - YouTube .
      Ich finde das so trocken...
      Gin - nein Danke. Das gilt jedenfalls für mich.
      2 (sehr persönliche) Gründe.

      1. Ich sehe das so wie einige Member vor mir. Ich trinke Whisky, ein bisserl Rum, Bier, und manch andere furchtbare Alkoholika wenn mich Freunde zum grillen einladen. Da brauche ich nicht noch Gin, der hat bei uns im Freundeskreis, Gott sei Dank, noch keine Freunde gefunden. Auch ich, man wird es kaum glauben, habe nur eine Leber.

      2. Ich komme aus einer bergbaugeprägten Stadt/Dorf. Der Bergmannsschnaps in unserer Kneipe war halt ein Wacholder. Egal ob Eversbusch oder Uerdinger, der wurde an der Theke gerne "gesoffen". Nannte sich bei der Bestellung bei der Wirtin "Pissfix", weil wohl nach ausreichender Konsumierung des Stoffes die Nieren dachten "bloß raus mit dem Zeug". Nun ja, und so mancher Wacholder ist auch durch meine Kehle geflossen, man war ja schließlich auf der Zeche zum malochen. Jahre später habe ich mal einen Gin probiert, da kamen Erinnerungen hoch die einen Würgereiz auslösten. Seit diesem Erlebniss steht Gin bei mir hinter Bärwurz und Küstennebel auf der "must have" Liste.

      Wie geschrieben, es sind sehr persönliche Gründe....
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      "Mit ein wenig Wasser hat man das ganze Maul voll Singlemalt" Zitat Prof. Schobert
      Falls wir mal wieder -gefühlten- Sommer haben, finde ich einen Gin-Tonic (gern mit Gurke) zur Erfrischung recht nett. Tonic mag ich sowieso und konsumiere sie regelmäßig "pur". Den Stellenwert/Beliebtheit/Vielfalt etc. von Whisky kann er für mich nicht einnehmen.

      Interessant sind teilw. die verwendeten "Botanicals", zumindest interessanter wie Biologie in der Schule :D

      Die Preisgestaltung bei Gin ist allerdings derart abgehoben das hoffentlich kein Whiskyhersteller auf die Idee kommt, seine Preise an die des Gins anzupassen.

      Mit bestem Gruß
      Stefan
      M*A*S*H

      Stefan-Hannover schrieb:


      Die Preisgestaltung bei Gin ist allerdings derart abgehoben das hoffentlich kein Whiskyhersteller auf die Idee kommt, seine Preise an die des Gins anzupassen.

      Noch jemand, der die Preisentwicklung bei Gin problematischer als beim Whisky empfindet. Welche (Gin-) Preise habe ich denn da nicht auf dem Schirm, habt ihr da Beispiele?
      Immer schön Dram bleiben

      Flasche Glenphroaig oder Bowrangie umme 30,- bis 35,- (teilw. mit 10 Jahren Reifezeit)
      vs.
      Gin aus Neutralalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs mit Kräutern, dürfte im direkten Vergleich -gefühlt- um 20,- liegen,
      tatsächlich wird immer häufiger in die 40er Richtung geschielt.

      ... unabhängig von Nachfrage etc. ist entweder der Whisky zu billig oder der Gin zu teuer:-)
      M*A*S*H
      Gin scheint auch mir wirklich viel zu teuer - zumindest im Vergleich zu Whisky/Rum/Cognac oÄ.

      Ich mag Gin Tonic und verwende dafür auch gerne mal einen besseren Doppelwacholder, der bei gleichem Preis die meisten Gins schlägt.
      Eversbusch ist aber anscheinend ein so guter Ersatz, dass die Pulle schon mehr als 20€ kostet......
      Alle wünsche werden gut um den gesund zu sein :wh2:

      "Always do sober what you said you'd do drunk. That will teach you to keep your mouth shut."
      - Ernest Hemingway

      NovA schrieb:

      Eversbusch ist aber anscheinend ein so guter Ersatz


      Wenn ich Eversbusch lese, stellen sich mir die Haare auf. Bei den Saufspielen meiner wilden Jugend war ein Glas Eversbusch das mit Abstand Schlimmste, das einen überhaupt treffen konnte. Vielleicht habe ich daher auch ein durchaus angespannt zu nennendes Verhältnis zu Gin: Er schmeckt mir zwischen "kann man als echter Mann runterbringen" und "kotzbrechgrauslich". Davon sind für mich auch günstige aktuelle Whiskys meilenweit entfernt.

      Ich verstehe auch nicht, inwiefern Gin eine Alternative zum Whisky darstellen kann. Da ist doch gar kein geschmacklicher Berührungspunkt. Wenn mir die Hose zu teuer ist, kaufe ich halt eine Mütze? ?( Wem Gin schmeckt, der soll ihn gerne trinken. Ich aber nicht.

      Beste Grüße,
      pikesandmalts
      Suche: Port Ellen, Old Train Line, Fettercairn, OTL, etc

      Wir alle sind Deutschland! (Jo Gauck)

      Toleranz ist die wichtigste Tugend einer jeden Gesellschaft! (eigene Meinung)
      Ja, keine Frage, Gin ist im Vergleich zu Whisky, Rum oder Wacholder teuer. War er aber gefühlt immer schon.

      Aber hier wurde von Preisentwicklung gesprochen. Und die ist doch bei so manchem Single Malt Produkt atemberaubend. Und das, hat wie ich finde nichts, mit der Reifezeit oder dem Produktionsaufwand zu tun.

      Überhaupt finde ich die gefühlten Produktionskosten von Whisky in dieser Diskussion überschätzt. Nie wurde Whisky so günstig wie aktuell herstellt. Nie waren die Produktionskosten so günstig. (Nun gut, wie man die Reifezeit / Lagerung und die damit verbundene Planungsunsicherheit in die Kosten einschließen kann, weiß ich jetzt nicht) Ein Risiko was Brandy-, Käse- oder Weihnachtsbaumproduzenten auch haben.

      Gerade im UA-Markt werden ja quasi Abgeschriebene Fässer aktuell zu unglaublichen Preisen in Flaschen gefüllt. 30-jähriger-No-Name-Speyside für 500 Euro, RESPEKT! (Natürlich kann der schmecken, natürlich kann den jeder der mag auch kaufen, aber die Preisentwicklung und die Bereitschaft dieser zu folgen ist schon atemberaubend. da kommt so ein Delux-Südpolgletscherwasser-Gin mit Nymphenkrautextrakt in mundgeblaser Flasche mit Einhornverschluss nicht mit.

      Aber gefühlt finde ich ja die Preisentwicklung bei Gin oder Whisky noch nicht so überraschend. Richtig überraschen mich die Irischen Whiskeys aus dem Lager der Teeling. Respekt. 24 jähriger Whiskey für 300 Ocken. Natürlich überraschend lecker, aber mir soll da bitte keiner mit Hochwertigem Schnapps jenseits von hergestelltem Industriealkohol kommen.
      Und ganz verrückt, wirklich unglaublich sind doch wohl die Preise für Grainwhisky geworden. Nach vor 5 Jahren kam doch wohl kein Single-Grain unter (ich schreib jetzt mal..) 35 Jahre ins Glas. Wobei die Flaschen damals (auch wieder gefühlt) in etwa in der Größenordnung von 12 Jährigen UA Single Malts lagen. Und heute? Unglaublich.

      Viel gefühlt... ich google gerade Red Label: 10 Euro. Respekt. Auch der musste ja schließlich 3 Jahre lagern... oder auch Blue Label, früher gefühlt unglaublich teuer, heute auch nur: 130 Euro. Geschenkt Was für ein Niedergang des Luxusproduktes. Die gleiche Menge OA Laphroaig 16 gibt es heute nicht mehr für diesen Preis. Wahnsinn. Laphroaig 15 gab es doch bestimmt- gefühlt für wieviel Mark. ach egal... was rege ich mich auf...

      Preissteigerungen gibt es ja in vielen Bereichen, dass unsereins im Durchschnitt 60 Euro für Telefonie aus gibt, hätte wohl vor ... irgendwann ... auch keiner für möglich gehalten. (Bis auf die Produktentwickler )
      Immer schön Dram bleiben

      Glenturretsyndrom schrieb:

      Und das, hat wie ich finde nichts, mit der Reifezeit oder dem Produktionsaufwand zu tun.


      Den Zusammenhang zwischen Herstellungskosten und Verkaufspreis gibt es nur wenn wirklich Preisdruck herrscht und man an die untere Grenze gehen muss. Irgendwann geht es halt nicht tiefer. Nach oben ist alles offen. Das mit den irischen 20-jährigen ist ein gutes Beispiel. Als die zuerst auf den Markt kamen, lagen die um die 100.- Euro (korrigiert mich, wenn ich falsch liege). Dann wurden die angenommen, liefen wie verrückt und wurden immer teurer. Ganz normal am Markt. Bei Markensachen (Kleidung, Parfum, Uhren, Schmuck, iPhone, iPad, etc.) gibt es auch keinen Zusammenhang zwischen Herstellungskosten und Verkaufspreis. Da wird genommen, was der Markt hergibt. Oder warum ist die ITler-Stunde teurer als die Dachdeckerstunde? Nicht schön, aber so ist es halt. Diese Phantasiepreise lassen sich nur über globales Käuferverhalten steuern und da sehe ich beim Whisky und auch vielen anderen Sachen vollkommen schwarz.

      Beste Grüße,
      pikesandmalts
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