Weine aus der Toskana

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      Weine aus der Toskana

      Moin allerseits!

      Hier mal eine Frage an die Weintrinker im Allgemeinen und die Liebhaber italienischer Rotweine im Besonderen. Ich trinke leidenschaftlich gerne Rosso di Montalcino und natürlich auch den großen Bruder Brunello, den ich aber aus Kostengründen nur zu ganz besonderen Anlässen entkorke. Mein Liebling unter den Rossos (und auch unter den Brunellos) kommt von Casanova di Neri.

      Jetzt werde ich mal wieder in die Toskana aufbrechen und ein Blick über den Tellerrand kann ja bekanntlich nicht schaden. Hat einer einen Tipp, welches Weingut im Raum Pienza, Montalcino, Montepulciano einen Besuch lohnt?

      Beste Grüße,
      pikesandmalts
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      Toleranz ist die wichtigste Tugend einer jeden Gesellschaft! (eigene Meinung)
      Ich kann für italienische Weine den Gambero Rosso wärmstens empfehlen. Reicht auch der aus dem Vorjahr. Ein sehr guter Weinführer, quasi der Standartführer, mit einer Vielzahl an Weingütern, sortiert nach Regionen. Nutze ich gerade in Vorbereitung auf Italienurlaube immer.

      Ich finde Antinori sehr empfehlenswert (muss ja nicht der Tignanello sein) und mag sehr gerne auch den Uccelliera Rapace
      Halte mal Ausschau nach einem Vigorello von der Genossenschaft San Felice. Einer meiner Favoriten seit den 90ern, als ich durch Zufall mal an einen Karton kam und den ein paar Jahre vergessen hatte (kennt man ja zu Genüge aus der Whiskyindustrie und den wiedergefundenen Fässern).
      Ein sogenanntem Super Tuscani aus der hinteren Reihe! Habe schon viele schöne vergessene Jahrgänge in den verschiedensten Enoteca's davon gefunden.
      Mitglied bei

      Berliner Whiskykarawane - Whisky Cup Winner 2010

      Gatsby-62 schrieb:

      Casato Prime Donne.


      Sagt mir gar nichts. Liest sich im Internet aber interessant. Fahre ich definitiv vorbei.

      Coffee@MA schrieb:

      Ich kann für italienische Weine den Gambero Rosso wärmstens empfehlen.


      Der Gambero Rosso liegt bei vielen Weingütern vor Ort aus und ist immer einen Blick wert.

      Coffee@MA schrieb:

      Ich finde Antinori sehr empfehlenswert


      Antiori kenne ich nur dem Namen nach. Wollte ich immer hin, werde ich dieses Jahr endlich machen.

      Coffee@MA schrieb:

      mag sehr gerne auch den Uccelliera


      Von Uccelliera habe ich einen 2014er Rosso di Montalcino im Keller. Gekauft wegen der drei Gläser im Gambero Rosso. Sicher lecker, aber kann für mich gegen den Casanova di Neri Rosso di Montalcino aus 2014 nicht anstinken. Werde beide aber noch ein paar Jahre liegen lassen. Wenn ich sie nicht doch vorher getrunken habe. :schlürf:

      macwhisky schrieb:

      Halte mal Ausschau nach einem Vigorello von der Genossenschaft San Felice


      Sagt mir gar nichts. Muss ich mir aber aufschreiben und nach gucken.

      Besten Dank für die Tipps. Gerne mehr.

      Beste Grüße,
      pikesandmalts
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      Ich hatte vor gut 15 Jahren mal für vier Wochen ein Haus in Valgiagli, also mitten im Chianti, und habe in der Zeit auch in Sachen Weingütern und Enotecas so ziemlich alles abgegrast, was es gab. Auch meine Favoriten waren die Brunellos, die aber leider am teuersten waren.
      Ansonsten habe ich aber in Erinnerung, dass speziell die kleinen Weingüter, von denen man noch nie gehört hat, weil sie wegen zu geringen Ausstoßes nicht exportieren, besonders lohnenswert sind. Die meisten waren damals zumindest auch ziemlich günstig.
      Ein etwas größerer Name, der mir besonders gut in Erinnerung ist: Riecine, deren Chianti Classico Riserva eine absolute Offenbarung war.
      'Too much of anything is bad, but too much of good whisky is barely enough.' :flag2:

      Es wird eingeschenkt: meine Samplebar

      :flag:

      Nu bin ich wieder da und möchte mal berichten, wie es so gelaufen ist.

      Gatsby-62 schrieb:

      Casato Prime Donne.


      Das war für uns leider ein Komplettausfall. Nach gefühlten 5km Schotterlehmpiste mit unglaublichen Schlaglöchern haben wir das Weingut schlussendlich gefunden. Es war auch geöffnet, wir konnten in den Verkaufsraum, es war aber niemand da. Nun ja, haben wir halt gewartet. Nach ca. 20 Minuten, die ich mit Herumstöbern in den Regalen überbrückt und dabei schon einen ganz trockenen Hals bekommen habe, war immer noch niemand da. Meine Frau entdeckte eine Klingel und siehe da, ratzfatz kam jemand. Das hat aber leider auch nicht wirklich geholfen, da die Dame kein Wort Englisch sprach und meinen wort- und gestenreichen Wunsch nach Verkostung nicht verstand. Selbst der Kauf einer Flasche für die Verköstigung zuhause scheiterte. Wir sind dann nach sicherlich einer Stunde enttäuscht wieder abgezogen.

      Coffee@MA schrieb:

      Ich finde Antinori sehr empfehlenswert (muss ja nicht der Tignanello sein) und mag sehr gerne auch den Uccelliera Rapace


      Antinori hat zwar Brunellos aber keine Möglichkeit der Verkostung innerhalb dieses Gebietes. Daher leider durchgefallen. Uccelliera war dagegen herrlich. Nachdem wir die Adresse aus dem Internet herausgeforscht hatten, folgte eine Abfahrt über Schotter und Lehm, die ohne Bergabfahrassistenten und Allrad sicherlich direkt im Weinberg geendet hätte. Wir kamen dann an ein Haus mit beachtlichem und zudem freilaufenden Hund ohne jegliche Beschilderung. Nach ausführlicher Beratschlagung der Optionen, sind wir enttäuscht wieder abgefahren. Dem ging ein haarsträubendes Wendemanöver am Hang voraus...
      Bei der Anfahrt zum nächsten Weingut sind wir dann tatsächlich an einem Schild von der Größe eines Nummernschildes vorbeigekommen auf dem "Uccelliera" stand. Nach kurzer und unspektakulärer Anfahrt erreichten wir ein uns durchaus bekanntes Haus und einen ebenfalls gut bekannten Hund von der anderen Seite. Ein älterer Mann schnitt Olivenbäume im Garten und hier funktionierte die Kommunikation trotz Wortschatz ohne Schnittmenge ganz wunderbar. Wir verstanden "dort klingeln" und "der Hund frisst ganz selten Gäste".
      Es öffnete Agnes, die sich kurz drauf als deutschsprechende Schweizerin herausstellt und uns trotz fehlender Voranmeldung eine umfangreiche Verkostung nebst Anekdoten und kurzer Führung durch den Keller angedeihen ließ. War ganz toll und zudem schenkte sie und noch eine Flasche "Rapace" zum Einkauf dazu.

      macwhisky schrieb:

      Halte mal Ausschau nach einem Vigorello von der Genossenschaft San Felice


      Habe ich leider nirgendwo gefunden und auch die Nachfrage in einer uns bekannten Enoteca brachte kein Ergebnis. Muss ich dann wohl bei Dir probieren.

      HamburgMalt schrieb:

      ein Haus in Valgiagli, also mitten im Chianti


      In diesem Gebiet konnten wir leider nicht herumstreifen, da das doch recht weit nördlich von Pienza gelegen ist.

      Nochmals herzlichen Dank für die Tipps! Wir hatten einen wunderschönen Urlaub.

      Beste Grüße,
      pikesandmalts
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      Coffee@MA schrieb:

      Was habt ihr bei Uccelliera probiert und was war dort dein Highlight?


      Ja, was war das Highlight? Ich sehe das auch mal ein bisschen unter dem finanziellen Gesichtspunkt und da waren der Uccelliera Rosso di Montalcino 2015 und der Voliero Rosso di Montalcino 2013 für mich die Besten und die habe ich dann auch gekauft. Voliero kannte ich vorher gar nicht, ist aber auch von Andrea Cortonesi (Inhaber von Uccelliera), sozusagen sein Zweitprojekt. Brunello und Rapace haben mir auch gut geschmeckt, aber nicht gut genug für den aufgerufenen Preis. Das ist aber nur mein subjektiver Eindruck.

      Gleich beim ersten Mittagessen in Montepulciano wurde uns der Rosso di Montepulciano 2015 von Poliziano ans Herz gelegt, der uns dann bei fast jedem Essen begleitete. Ein Besuch bei Poliziano vor Ort war dann natürlich Pflicht und hat einen gut gefüllten Kofferraum eingebracht. Für 10.- Euro ist der Rosso di Montepulciano 2015 wirklich Klasse. Ist allerdings im Gegensatz zum Rosso di Montalcino kein sortenreiner Sangiovese , sondern ein Cuvee aus 80% Sangiovese und 20% Merlot, aber das hat mich nicht gestört. Dann gab's noch ein Bundle aus drei Magnumflaschen Poliziano Asinone 2009, 2010 und 2011, dem konnte ich auch nicht widerstehen.

      Und dann war da noch Casanova di Neri.....

      Beste Grüße,
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