Wann kommt North Port zurück ?

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      Wann kommt North Port zurück ?



      Wann wird North Port wieder aufgemacht ? Oder Ferintosh, Malt Mill? Glenlochy ? Benmore ? Der Trend geht scheints zur Lost Distillery.



      Benmore ? Kennt ihr nicht ? Macht nichts. Findet man auch nicht so häufig bei Raritätenhändlern wie Port Ellen, Brora oder Rosebank. Nach zwei Tagen wird aber tatsächlich deutlich das es irgendwie eine Veränderung gibt. Setzen die Hersteller wieder auf Legenden statt auf Geschichten ? Eine Meinungsäußerung und keine sauber recherchierte Storry. Meine Meinungsäußerung


      Ich habe immer mehr gefremdelt mit den Marketigabteilungen und mit dem was die Hersteller zumindestens abgenickt haben müssen bei den was sich Single Malt so nennt. Zuletzt hat sich zumindest die HP-Designveränderung mir nur noch ein müdes Lächeln abgerungen.
      Ich war aber wohl auch nicht mehr Zielpublikum.der Marketingabteilung. Das störte mich wenig aber die Blüten die es trieb erfreuten mich auch nicht gerade.
      Doch nun scheint der Wind zu drehen. Ändert sich gerade etwas und werde ich wieder ins Visier genommen ?
      Warum sehe ich mich als Zielscheibe ? Na weil die bisherigen angesprochene Käuferschichtund der zu entwickelnde Markt in Fernost, Russland und USA wohl nicht wirklich kurzfristig mit Port Ellens, Broras und Rosebanks zu einem Milliardenwachstumsmarkt und Gewinnsprüngen im zweistelligen Bereich zu entwickeln sind.

      Warum also sollen langjährige mitteleuropäische Gutverdiener wieder an solche Marken gebunden werden? Ich denke, man diversifiziert. Für Blends gibt es große und größte Brennereien die die unterschiedlich benötigten Stile in gewünschten Mengen hochoptimiert herstellen können.
      Weil der Versuche eine noch produzierende Marke (Mortlach) mit mittelmäßigen Abfüllungen zu überhöhten Preisen in ein Premiumsegment zu befördern kläglich gescheitert sind.
      Weil schon jeder Hersteller weiss, dass irgendwann die Krug auch mal wieder aus dem Brunnen etwas wohlschmeckendes haben will statt immer nur flacher Wein in neuen Gläsern. Zumindest gibt es noch bei jedem Hersteller Leute die wissen, wie man es gemacht hat. Die nicht nur Zahlen sondern auch ein wenig Malt im Blut haben.
      Zumindest hoffe ich, das es so ist.

      Ob es nun Port Ellen, Brora oder Rosebank ist. Total egal. Keiner kommt auf die Idee daraus Massenware zu machen. Alle machen sich Gedanken, was und wie sie es herstellen. Und wißt ihr was, ich glaube und hoffe das dies für mich gute Aussichten sind.

      Auch mit Marketingblabla fuhr ich gerne auf die Orkneys oder auf Islay. Wenn jetzt DIAGEO da was hin stellt und versucht etwas zu machen, was mir schmeckt, dann hat das für mich nen Mehrwert. Zu Clynelish wäre ich nie wieder hingefahren. Brora Destille habe ich gesehen und habe eine Träne verdrückt obwohl Brora total überbewertet wird (Achtung Insider mit besten Grüßen an den Dominik). Es gibt Leute die Lächeln nur und lassen gerne anderen den Vortritt bei den blumig grasig fruchtigen Rosebanks. Ich denke mal mehr als 99 % aller Malt-Liebhaber in Deutschland hatten noch nie einem im Glas. Trotzdem freue ich mich, das Rosebank wieder kommt ?
      Aber hallo - natürlich freue ich mich. Das ist mir doch allemal lieber als das in dem Gebäude ein neues Outlet auf macht. Lieber wäre mir ein Fäßchen von Duftmill aber Rosebank probiere ich auch mal wenn der Erste nicht als NAS in 15 Jahren auf den Markt kommt.

      Gut bei Ferintosh oder Benmore würde ich mich auch freuen. Aber 99,95 % der Malt-Jünger in Deutschland zucken da wenig zusammen weil Ben Wyvis ihnen noch weniger zusagte oder eher für einen Mars fritierende Fish & Chips Shop in Invergordon gehalten haben oder glauben das der 283'ten Munro ist, den sie noch nicht bestiegen haben.
      Ich freue mich aber darauf das die Geschichte nicht zuende ist mit Viking Honour, mit Macallan Gold Limited Edition oder An Oa.
      Warten wir doch mal mit offenen Augen und geweiteten Nüstern auf das was da kommt und freuen wir uns bis dahin, das WIR als leidliche Tieftaucher in der Whiskyszene wenigstens anscheinend wert sind in Summe dreistellige Millionenbeträge zu versenken.

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      Ich glaube, Markus hat den richtigen Ton hier getroffen. Natürlich wird das was dort neuproduziert wird nicht wirklich mit alten Whiskies vergleichbar sein. Deswegen sollte man diesen Versuch haben, nicht von vorne rein verdammen: dasselbe gilt doch für Brennereien, die nie dichtmacht ein Lagavulin 16 aus den 80-ern hat nur in entferntesten was zu tun mit dem was heute produziert wird, was nicht automatisch heißt, dass der Lagavulin von heute schlecht ist (nur schlechter :( ). Wenn GM es schafft mit Benromach den "old school" Whisky zu produzieren, warum sollte es Diageo oder Ian McLeod nicht gelingen. Die angestrebten Volumina deuten auf jeden Fall darauf hin, dass die es ernst meinen.
      Zurück zur Frage von Markus: Selbstverständlich würde ich es super finden, wenn Convalmore wiederbelebt würde! Werde ich dann noch in den Genuss von "neuem" Schnaps kommen, der qualitativ an meine Schätze von dort heranreicht? Wohl nur, wenn ich sehr als und noch geduldiger werde. Dennoch wäre es mir ein Fest, dort durch die heiligen Hallen zu schreiten und dabei zuzusehen, wie "neue" Convalmores produziert werden - mir gelingt es ja kaum, den Spazierweg von Craigellachie nach Dufftown durchzuziehen, ohne um die altehrwürdigen Gemäuer ausgiebig herumzustreunen - und ich gehe diesen Spazierweg gar nicht mal so selten...

      Edith will auch was zu der letzten Frage sagen: Nope, Convalmore hat auch mit Pot Stills gearbeitet, zuletzt mit derer vier. Tatsächlich gab es aber mal zu Anfang des 20. Jahrhunderts eine kurze Phase, wo mit einer Colum Still Malt Whisky hergestellt wurde. Kann aber nicht so prall funktioniert haben, weil die Nummer schon nach kurzer Zeit wieder abgebrochen wurde - ich glaube, schon nach kaum mehr als fünf Jahren, weiß das aber nicht mehr so genau.
      'Too much of anything is bad, but too much of good whisky is barely enough.' :flag2:

      Es wird eingeschenkt: meine Samplebar

      :flag:

      In meinen Augen sieht man an dieser Entwicklung, was in den Köpfen der Verantwortlichen vor sich geht.

      Es ist die (Sehn)Sucht nach Produktions- bzw. Verkaufsteigerungen und unser allgemeines Wirtschaftssystem baut auf Wachstum auf. Kein Vertriebsleiter kann die Zahlen von letztem Jahr erneut auflegen ohne nennenswertes Umsatzplus. Mit Nostalgie hat das recht wenig zu tun. Also was kann man machen, da mittlerweile die Anzahl von unterschiedlichen Abfüllungen pro Destillerie so langsam erschöpft ist (z.B. früher gab es einen Laphroaig 10 und 15 Jährigen und die waren gut und heute gibt es gefühlte 100 verschiedene eher mittelmäßige Abfüllungen oder überteuerte und mittelmäßige 27er). Auch immer mehr Nachreifungen, andere "Yuppi-Fässer" oder Einzelfässer wie bei Glendronach "langweilen" irgendwann. Also was tun?!
      Die Idee ehemalige Brennereien mit neuem Leben bzw. neuem Whisky wieder zu beleben ist wohl eine Möglichkeit weitere Umsatzsteigerungen zu erreichen und Aktionären einen "vernünftigen Plan" darzulegen. Die Kassen sind bestimmt aufgrund der Umsatz- und Preissteigerungen der letzten Jahre gut gefüllt und daher gilt es zu investieren.
      Ob wir als "Whiskyliebhaber" (und ich meine damit die "Bekloppten" und nicht die "Durchschnittstrinker" ) davon profitieren hängt davon ab, ob es den "Neuen" gelingt einen eigenständigen Charakter zu entwickeln.
      Z.B. Lowlander gibt es doch viel zu wenig, aber wer kauft schon heutzutage "nen öden Bourbon Faß" ausgebauten hellen Malt, der auch noch eine gewisse Zeit zur Reifung benötigt?! Da wird wohl als erstes mal wieder viel mit Fässern gearbeitet, die ordentlich Farbe und vordergründigen Geschmack reinbringen.
      Z.B. fand ich die neuen letzten Bladnochs so gruselig, daß ich mir erst mal nen schnöden alten 8er eingeschenkt habe.
      Das soll auch gar nicht "destruktiv" klingen, sondern ist einfach nur die Erfahrung der letzten intensiven 10 Jahre.

      Es bleibt spannend und das ist doch erstmal das Wichtigste ;-)
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      Ich bin da sehr bei Rene und
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      Warum ich der Meinung bin dass die Neueröffnungen von Brora, Port Ellen und Rosebank kein Geschenk sind:

      Liebe Whisky- und Forenfreunde. Uns geht es nun wie vielen Motor(Sport)Freunden als Audi bzw VW die Marke Bugatti wiederbelebte oder Daimler Maybach. Bei aller Mühe der Wiederbelebung - es schmerzt an das Verlorene zu denken und im Vergleich dazu das neu Bemühte zu sehen. Ich spreche den handelnden Personen überhaupt nicht ab dass man mit viel Herzblut und Aufwand versucht tolle Whiskies zu produzieren. Und dazu sehr fähige Menschen zusammenbringt. Auch die Bereicherung für den Arbeitsmarkt und den Tourismus erkenne ich gern an. Dem Anspruch aber auch nur nahe an die alten Destillate heranzukommen kann und wird man nicht gerecht werden.

      Warum? Zum Einen fehlen wie bei Port Ellen und Rosebank schlicht die alten Stills und Produktionsbestandteile. Zum Anderen aber wird heute viel schneller und "effizienter" produziert. Stichwort Maisch- und Gärzeiten. Stichwort Outsourcing von Mälzen und Lagern. Stichwort Handarbeit durch viele vs. Industrieproduktion durch wenige. Hier ist doch know how längst verloren gegangen.

      Dazu kommt dass es die alten Gerstensorten nicht mehr oder mehr in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Ebenso die alten Hefen. Auch die Auswahl an wirklich herausragenden Sherryfässer hat deutlich abgenommen und wird durch viele Destillerien nachgefragt. Erschwerend kommt dazu dass Paxarette nicht mehr eingesetzt werden darf (was zwar ehrlicher ist aber Whisky durchaus "pimpt").
      Und man bedenke bei Brora auch dass es die OB 25y und v.a. 30y waren die den Ruf als großartige Destillerie festigten - wobei dies als Broraliebhaber aus meiner Sicht eher von 1970-75 gilt. Bei PE waren es v.a. etwas älter Abfüllungen +-20y und gern aus dem Sherryfass die den Ruf festigten.

      Selbst bei allergrößtem Willen - wie sollen diese Qualitäten wieder erzielt werden? Und wann? Im Falle von Brora wissen wir frühestens 2045 Bescheid, im Falle von PE 2040. Wer von den jetzigen Brora- und PE-Liebhabern und Sammlern lebt dann noch? Wer kann vergleichen?

      Nein - das Ganze wirkt in allen drei Fällen durch Marktlage und -Forschung initiiert. Wie bei Bugatti und Maybach um den Kreis zu schließen. Man belebt eine etablierte und beliebte Marke wieder und transferiert sie ins jetzt. Wirtschaftlich sinnvoll, aus Liebhabersicht traurig ... Mir blutet das Herz dabei und ich halte mich lieber an die "echten" Broras, PEs und Rosebanks.

      Just my opinion.
      Euer Andy
      Mitglied & Schriftführer der Churpfälzer Maltfreunde / Schottland- & Single Malt-Liebhaber (Ardbeg-, Bowmore, Brora und Port Ellen).

      Man of Skye schrieb:

      . Zum Anderen aber wird heute viel schneller und "effizienter" produziert. Stichwort Maisch- und Gärzeiten. Stichwort Outsourcing von Mälzen und Lagern. Stichwort Handarbeit durch viele vs. Industrieproduktion durch wenige.

      Ich will dir grundsätzlich durchaus nicht widersprechen - aber in den o.g. Punkten wissen wir aktuell schlichtweg nicht genug über die Details der Planungen, um beurteilen zu können, ob auch die neuen alten Destillen total auf Effizienz oder eben doch auf Qualität optimiert werden.
      'Too much of anything is bad, but too much of good whisky is barely enough.' :flag2:

      Es wird eingeschenkt: meine Samplebar

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      HamburgMalt schrieb:

      Ich will dir grundsätzlich durchaus nicht widersprechen - aber in den o.g. Punkten wissen wir aktuell schlichtweg nicht genug über die Details der Planungen, um beurteilen zu können, ob auch die neuen alten Destillen total auf Effizienz oder eben doch auf Qualität optimiert werden.
      Soviel Sachlichkeit sticht heraus in einem Thread, in dem man sich doch eigentlich schon "einig" war, dass die Wiedereröffnung zweier legendären Brennereien keine gute Sache sein kann. :smoke:
      Gruß
      Thomas

      Being kind to the cruel results in cruelty to the kind.
      Wenn man mal so durch die drei Threads zum Thema schreitet, dann kommt es einem so vor als sei es für so manchen ein religiöses Thema mit viel viel Whiskyromantik.

      Daher mal zwei Dinge:

      Dies wird nicht die erste Wiedereröffnung von Port Ellen. Port Ellen war von den 1930zigern bis 1967 geschlossen. In den Zeiten wo der so heute so gelobten Geist von Port Ellen produziert wurde, arbeitete die Destille alles andere als althergebracht, oder in Handarbeit, sondern war für die damalige Zeit modern ausgestattet. Eine Ausstattung mit der auch damals schon eher Masse als Klasse klasse produziert werden sollte. Trotzdem sind daraus in der Tat einige der besten Whiskies hervorgegangen.

      Port Ellen ist daher eigentlich ein wunderbares Beispiel dafür, das der Spirit gar nicht so entscheidend ist für einen Whisky, wenn man ihn nur lange genug im geeigneten Fass lässt. (Und man eine genügend große Fassauswahl hat. und man eine entsprechende Käuferschicht hat, die genau diese Fassauswahl auch honoriert, und, und ... ) :)

      Zweitens, hoppla... Mittagzeit....
      Immer schön Dram bleiben

      Ach, ich warte einfach mal ab.... guter Malt ist doch immer willkommen, oder? Ob dieser mit den alten Sachen mithalten kann, zeigt uns wohl die Zukunft.
      Ich habe noch eine Flasche Benmore im Schrank..-- Vielleicht mache Ich die dann mal zu einem Quervergleich auf, nachdem Benmore wiedereröffnet wurde...
      Wenn nichts mehr hilft..... hilft Whisky!

      Iain Henderson: "If you can’t buy your malt, life isn’t worth living!"
      Wie wäre es mit einer Wiedereröffnung von Pittyvaich mit dem Anspruch besseren Malt als damals zu produzieren?
      Bei dem was bisher von dort kam (siehe z. B. Whisky Monitor Database: Distillery Bottlings for Pittyvaich Single Malt Scotch), müsste das sogar mit heutigen Methoden machbar sein.
      Mitglied im Team Bergische Jongens - Organisator Whiskycup 2012

      "Wer sich für zu wichtig hält für kleine Aufgaben, ist meistens zu klein für wichtige Aufgaben"
      Jacques Tati

      Man of Skye schrieb:

      Liebe Whisky- und Forenfreunde. Uns geht es nun wie vielen Motor(Sport)Freunden als Audi bzw VW die Marke Bugatti wiederbelebte oder Daimler Maybach. Bei aller Mühe der Wiederbelebung - es schmerzt an das Verlorene zu denken und im Vergleich dazu das neu Bemühte zu sehen. Ich spreche den handelnden Personen überhaupt nicht ab dass man mit viel Herzblut und Aufwand versucht tolle Whiskies zu produzieren. Und dazu sehr fähige Menschen zusammenbringt. Auch die Bereicherung für den Arbeitsmarkt und den Tourismus erkenne ich gern an. Dem Anspruch aber auch nur nahe an die alten Destillate heranzukommen kann und wird man nicht gerecht werden.

      Nun hängt mal Port Ellen nicht so hoch. Wie mein Freund und radikaler PE-FanBoy Gunnar immer zu sagen pflegt, es gibt keinen auf der Welt, der im Blindtasting ähnlicher Daten einen CI von einem PE unterscheidet. Und da gebe ich ihm vollständig recht. Er hat es mir auch schon gezeigt. Daneben wiechen wir aber auch im Geschmack und damit in der Meinung deutlich voneinander ab. Ich kenne auch eher mäßige PE. Genauso wie eher mäßige alte Ardbeg und CI. Aber das ist Geschmackssache. Nicht alels was früher bei PE aus dem Hahn floss war Traumstoff und gerade die Fässer die gegen Ende befüllt wurden waren eher wenige dunkle Sherryfässer und recht viele ausgelutschte Bourbon Hogsheads. Ja nach 35 Jahren kommt dann trotzdem was leckeres raus. Aber warum soll nicht zumindest das auch bei der neuen PE-Destillery 2055 der Fall sein. Gelinde gesagt gönne ich es jedem Malthead aber ich werde es eh nicht mehr erleben. Und selbst wenn der erste dreijährige PE raus kommt und schlechter als ein 6-jähriger Kilchoman oder ein 8-jähriger Octomore ist, so what, muss ich doch nicht kaufen egal was es kostet. Deswegen gehe ich mir die Bude trotzdem mal anschauen und erfreue mich mal wieder was anderes probieren zu können als den 1459'ten Glendronach.
      Für Brora gilt das gleiche. Keinesfalls alles tRaumstoff gewesen. Ich habe von ein paar Monaten einen DL OMC Brora aufegzogen. Kein Wuko oder andere haben den Blind erkannt. Lecker vielleicht aber Wachs und Hühnerstall Fehlanzeige. Ich hatte schon alte Brora OA im Glas für ein Schweinegeld und außer Süßer Zitrone war da kaum was Chrakterstarkes zu finden. Selbst selbst ernannte Brora-Fan Boys wie Serge haben ganz miese Broras in ihrer Liste. Ich glaube von mehr als 20 Signatory Broras fand Serge nur zwei besser als 83 Punkte.
      Sollen wir nun mal über Rosebank sprechen ? Hat sich glaube ich erledigt.

      Und was ist, wenn es guter Stoff wird ? Was ist wenn sie sich qualitativ nach oben absetzen von heutiger Massenware ?
      Ja, sie werden anders sein als die alten Flaschen. Vielleicht vielfach besser. Who knows ?

      Zurückkomment zum Maybach oder Audi ... Ist der ein Aufi RS8 besser als ein Urquattro ? Man kann sie beide nicht vergleichen. Es sind zwei unterschiedliche Autos. Selbst die Logos sind anders und die Namen. Eines ist identisch. Ich kann sie mir beide nicht leisten und ich will sie beide nicht jeden Tag fahren. Ist deshalb der RS8 ein schlechtes Auto und sollte gar nicht gebaut werden ?
      Wer sind wir zu behaupten PE, Brora oder Rosebank und ihre Wiederaufbauten sind zu verurteilen. Warten wir das Urteil der Geschichte ab. Wenn es nur darum geht, dass das was heute gemacht wird, schlechter ist als das was man vor 30 Jahren gemacht hat, sollten man nach meiner Einschätzung in Schottland hunderte Destillen schließen. Es wird aber mehr verkauft als je zuvor. Können Millionen Fliegen irren wenn sie Scheiße fressen oder schmeckt es ihnen schlicht.
      Prima, bleibt mir mehr von dem was ich mag.
      ___Mortlach.de

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