Mein Hirn will teuren Whisky - nicht ich !!!

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      Danke für den Link. Sehr Interessant. Ich denke ganz freimachen kann man sich davon nicht. Ich hatte beispielsweise letzte Woche einen Bowmore Seadragon im Glas der mich absolut begeistert hat. Ich hatte dazu auch die Buddel direkt vor mir stehen. Ich denke blind hätte er mir auch sehr gut geschmeckt, aber ich hätte ihm wohl ein, zwei Punkte weniger gegeben aufgrund von doch etwas dünnem Mundgefühl (Die Nase liegt für mich vorn). Die Gesamterfahrung mit der schönen Flasche und dem Wissen um die Rarität des Inhalts dazu ist dann doch mehr als der reine Geschmack.
      -----> Samples
      Hi there,

      das war hier schon mal irgenwo irgendwann Thema. Richtig neu ist der Effekt glaube ich nicht,
      aber die Uni Bonn hat das wohl nochmal rausgekramt.

      Warum teurer Wein scheinbar besser schmeckt — Universität Bonn

      Greetings
      kallaskander
      Never water another man's whisky.

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      Beim Thema Blindverkostung verstehe ich irgendwie nie, inwiefern mich das Ergebnis weiterbringen soll.

      Soll ich nun feststellen, oh, der olle Macallan schmeckt nun doch nicht nach 2000 Euro? Oder soll ich feststellen, dass der Ben Bracken mir total gut schmeckt?
      Mir fehlt da der Sinn. Soll ich dann mehr Ben Bracken kaufen, oder meine Macallan Restbestände ins Klo schütten? Oder mich dann doch nur über die Whiskypreise ärgern, oder freuen... Ich bin verwirrt.
      Immer schön Dram bleiben

      Du sollst gar nichts. Ich gehe an das Thema Whisky zwar ernst aber keinesfalls bierernst dran. Also würde ich mir Meinungen, Geschmäcker und Vorlieben nie von anderen bestimmen lassen. Erst recht nicht von Päpsten oder Bibelschreibern.
      Aber genau da ist der Mehrwert von Blindtastings. Vielfach erkannt wurde, dass Blindtastings demütig machen und uns erkennen lassen, das Label das eine sind aber Geschmack das andere. Nichts gegen deine alten Macallan - im Gegenteil - lass sie dir schmecken.
      Blindtastings können aber schön zeigen, das auch andere Mütter hübsche Töchter haben können. Vielleicht aber auch das gehypte Destillen nicht unbedingt das bessere Zeug ins Glas bringen als Underdogs. Manchmal zeigen Blindtastings auch das Preise ihre Berechtigung haben. Manchmal aber eben auch nicht. Womit wir wieder beim Thema sind.
      Natürlich will mein Hirn lieber einen 1968 Bowmore probieren als einen neuen NAS-Glenhaumichweg. Nach dem Blindtasting beider weiss ich aber auch warum.
      ___Mortlach.de

      ____ „Kühner als das Unbekannte zu erforschen, kann es sein, das Bekannte zu bezweifeln.“ Alexander von Humboldt

      Wir alle seins Brüder,
      Wir alle seins gleich!
      Natürlich kann man mit Blindtastings spielen, Überraschungen erleben oder auch seine bisherige Meinung bestätigt finden. Ich wollte sie auch gar nicht verteufeln. Natürlich haben sie ihre Berechtigung und ihren Reiz.

      Aber wieso sollte es mir bei der Kaufentscheidung helfen? Warum sollte ich denn jetzt plötzlich nur noch Whiskys kaufen, die ich blindverkostet als überragend oder lecker wahrgenommen habe, wenn ich doch den Whisky nach dem Kauf "nie" wieder bewusst blind verkoste. Ist das so eine Art zusätzliche Sicherheit, a la ("Junge Frau, machen sie mal das Licht aus, mal sehen ob sie mir auch im dunkeln gefallen?" - Kann helfen, muss aber nicht.)?

      Oder auch anders herum: betreiben wir das Hobby nicht viel zu bierernst, wenn wir rationale Entscheidungshilfen wie, Blindtastings, päpstliche Whisky Glocken, mögliche zukünftige Preisentwicklungen oder internet Knuddelpunkte benötigen, um eine Flasche Whisky zu kaufen?
      Folgende Diskussion wird es doch niemals geben (also zumindest unter den Menschen die ich kenne :-) ) : "Das ist aber eine schöne Blindverkostung, der Whisky ist aber lecker! was kostet der?" - "2000 Euro, bei sechs Flaschen gibt es einen Kalender dazu" "Prima dann nehme ich eine Kiste! Ach, von welcher Destille ist er denn überhaupt?"
      Whisky ist - für mich - halt immer mehr als nur der reine subjektive Geschmack.
      Immer schön Dram bleiben

      Sorry, aber in ein Streitgespräch zum Thema Blindverkostung sollte das hier wirklich nicht ausarten.

      ich meine blind verkosten und sich damit ausschließlich auf den Geschmack zu konzentrieren, könnte bei der einen oder anderen Entscheidung nützlich sein.

      Erlebnis vor Kurzem: Einem Freund einen Johnny Walker Espresso Roast zum blind verkosten gegeben, der den sonst nie angefasst hätte, weil JW drauf steht. Nach Auflösung hat er den gekauft (nicht das es der Überflieger gewesen wäre, aber interessant im positiven Sinn, war er schon).

      Frei nach Friedrich dem Großen: Es soll ein jeder nach seiner Façon glücklich werden.
      Nein, streiten wollte ich mich hier nun wirklich nicht. Auch wenn die gewählte Sprache vielleicht etwas "lauter" gelesen als geschrieben wurde.

      Und solche von Positiverlebnisse kenne ich natürlich auch, genauso wie Negativüberraschungen.

      Mein Punkt war nur der, dass Menschen, die für 2000 Euro eine Flasche kaufen wohl, möglicherweise von einem Sample abgeschreckt werden könnten, aber eine Blindverkostung dort halt nicht hilfreich sein wird.

      und die Rote Nase hat natürlich recht, wenn sie sagt, dass man viel häufiger auch seine Nase in bisher unbekannte Gläser stecken sollte. (Auch da mag sicherlich eine Blindverkostung helfen.)
      Immer schön Dram bleiben

      Glenturretsyndrom schrieb:

      Natürlich kann ...


      Wow Robert, interessanter Gedankengang, wie ich finde! Danke für die Anregung. :rauf:

      Glenturretsyndrom schrieb:

      "Junge Frau, machen sie mal das Licht aus, mal sehen ob sie mir auch im dunkeln gefallen?" - Kann helfen, muss aber nicht.


      :rofl: Auch in Zeiten der me-too-Kampagne ... leider geil. :D

      Glenturretsyndrom schrieb:

      dass man viel häufiger auch seine Nase in bisher unbekannte Gläser stecken sollte.


      Eine Verständnisfrage: Ist hier mit "Nase" wirklich "Nase" gemeint und mit "Glas" "Glas"? Oder betrifft das eher die Dinge, die im Dunkeln bleiben? :ups: :D
      Das Leben ist zu kurz für schlechten Alkohol! :slainte:

      Komm, wir essen Opa! ...Immer beachten: Satzzeichen können Leben retten!!!...


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