Schattenseiten - whisky und Tourismus auf Islay

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      Ich habe mir nicht alles durchgelesen, aber:

      Elmo schrieb:

      Jeder auf der Insel hat davon profitiert und jetzt wird ihnen alles zuviel?


      Das würde ich direkt verneinen. Es gibt viele Leute, die nicht nur unter den Touristen, sondern auch unter Zugezogenen und Ihr Tourismusgeschäft verteufeln, da es die Mentalität der Insel verändert und teilweise auch die Historie der Insel für sich beansprucht, obwohl Sie nicht wirklich etwas davon kennen, weil Sie halt nicht von dort sind.
      Etwas in der Art ist mir übrigens bei meinen wenigen Besuchern auch aufgefallen.

      Ähnliches habe ich übrigens dieses Jahr sehr oft aus Skye gehört, als ich mit den Locals gesprochen habe. Viele würden die Brücke am liebsten wieder abreißen.
      Die Insel wird vermüllt und die eigentliche Identität der Insel und der Menschen wird durch die Tourismusszene ausgenutzt und verfälscht.
      Allein der (verhältnismäßig) "viele" Müll auf Wanderwegen liegt ist wirklich traurig. Die Inselverwaltung denkt angeblich sogar darüber nach, das Wildcampen dort zu verbieten, weil man immer mehr Campingreste/Müll in der Landschaft finde.
      Wer übrigens über die Brücke nach Portree fährt, wird unterwegs den Bau einen neuen Lagerhalle im großen Stil sehen können. Wer sowas auf Skye macht oder erlaubt, sollte mM nach vond er Insel verbannt werden.

      Ich werde wahrscheinlich weiterhin bzw immer öfter die entlegeneren Orte von Schottland aufsuchen - dort fühle ich mich wohler.

      Ich finde, Touristen sollten einen Ort nicht umgestalten, sondern froh über deren Identität und deren Geschichte sein, denn da liegt ja auch der ursprüngliche Charme.
      Schottland ist halt immer anders gewesen, als Malle oder wasweissichnicht, aber es passt sich immer mehr den Touris an :runter:
      Und ich bin mir sicher, hier profitieren nicht wirklich immer die vor Ort Lebenden bzw die Einheimischen.....
      Alle wünsche werden gut um den gesund zu sein :wh2:

      "Always do sober what you said you'd do drunk. That will teach you to keep your mouth shut."
      - Ernest Hemingway
      @Thomas Mit Nestle und Afrika ist die Situation auf Islay nun wirklich nicht vergleichbar...

      ...ich kenne jetzt dieses Facebook nicht, leider lese ich seit dem Internet immer weniger in Büchern... :-)

      Aber die gute Rachel kenne ich schon. Und ihre Argumentation ist aus ihrer Sicht sehr verständlich.
      In den letzten (sagen wir mal) acht Jahren leben alle auf Islay sehr gut mit dem aktuellen Tourismus und dem Aufwind, der die Insel streift. Die Kinder der Ileach, die die Insel zwecks Ausbildung verlassen haben, kommen zurück und können sich eine Existenz aufbauen. Dies war lange lange Zeit nicht selbstverständlich. Existenz hieß langezeit nur Landwirtschaft, (und wenige Destillenjobs) oder 6 Teilzeitjobs (morgens Schulbus, danach Post, Altenpflege, Putzen, der generalvertrieb von Staubsaugerbeuteln und abends Kellnern). Am besten lebt man auf schottischen Inseln als Rentner.
      Seit einigen Jahren nun haben sich gerade auf Islay diese Möglichkeiten drastisch verbessert: Landwirtschaft, Destillen und ihre Umfeld, Tourismus.
      Dieser Erfolg hat natürlich seine Schattenseiten und aktuell fühlen sich viele auf Islay überrannt von den sich daraus ergebenen Veränderungen.
      Aber Veränderungen - so ungerne gerade wir sie haben - gehören nun mal in diese Welt. Islay ist Teil genau dieser Welt.

      Nehmen wir mal das von Rachel angesprochene Golfhotel Machrie Hotel. Ein altes Gebäude, aufwendig über Jahre renoviert, wird gerade wiedereröffnet oder ist es schon... Mit - ich meine - 60 (?) (Vollzeit?)-Arbeitsstellen... Auf einer Insel mit 3000 Einwohnern (2011) und Vollbeschäftigung ist das in der Tat eine Hausnummer, die Unruhe erzeugt. Es kommen natürlich nicht sofort 60 neue Bewohner auf die Insel, sondern es wechseln nun viele Angestellte besonders im Niedriglohnsegment oder aus dem Teilzeitsegment ihren Arbeitgeber. Dies belastet natürlich die anderen Gewerbetreibenden sehr. ok.

      Aktuell sucht das Golfhotel (ohne eben eine Wohnung oder Unterkunft anzubieten) einen Head of SPA (keine Ahnung, was das ist - eine Art Oberbademeister:), nein ein "Senior Therapist" - wahrscheinlich dann doch ein Masseur ,der eigenständig arbeitet) für 21.000 Pfund... (Ostern waren es noch 20.000)
      Aber da wären wir wieder bei dem allgemeinen Dienstleistungsproblem....

      Wasser--- wenn wir darüber reden machen wir die Büchse der Pandora auf, in der Tat, auch da ist Islay steht Islay nicht außerhalb dieser Welt und erlebt in den letzten 5 Jahren schon eine Klimaveränderung....
      Aber im Allgemeinen gilt schon immer, es gab schon Sommer an denen an manchen Tagen die Produktion von Whisky auf Islay (und auch anderswo) eingestellt wurde. Glücklich sind die, die ihre eigene Quelle, Loch, Reservat haben, und nicht am Hahn der öffentlichen Versorgung liegen. Das gilt aber - meines Wissens - für alle aktuellen Islaybrennerei. Aber auch Ardnahoe hat seine eigene Versorgung. Die Gartbecks dachten ja anfangs, Wasser käme aus dem Wasserhahn und zur Destille führe eine Straßenbahn :), aber dies wurde dann ja auch geklärt.

      Mich hat dieses Jahr zu Ostern drei Sachen auf Islay völlig erschrocken.
      1) Die wunderbaren Funklöcher im Mobilfunknetz sind - zumindest da wo ich sie Jahre lang erlebt habe verschwunden, bzw. kleiner geworden. Als Erholungsuchender fand ich die wirklich schön, nicht erreichbar, mein Umfeld musste nicht nach jedem meiner Kommentare seinen Facebookstatus ändern, keine Möglichkeit eMails zu checken oder die Welt zu retten. Herrlich. Wunderbar waren früher auch die Abendlichen Begegnungen anderer Kommunikationsteilnehmer an den wenigen "Hotspots" - Man ging halt zum Telefonieren nach draußen - wie früher.
      2) Der Kilchomanausbau. Da ist ja nichts mehr von der "FARM"-Destille übrig. Früher Hühner auf dem Weg, Rinderstall und Pony- / Reiterhof und da drinnen irgendwie eingezwängt die Destillerie. Heute nur noch Destille, inkl. Vergrößerung, Warehouse statt Rinderstall, Ponyhof weg (ok, das war schon 2015 so) und alle Hühner überfahren...Also mit Farm hat das nichts mehr zu tun.
      3) Ardnahoe, ist schon erstaunlich wie so ein Teil so in die Landschaft hineingefräst werden konnte. Mir völlig unverständlich, warum man das an dieser Stelle überhaupt zugelassen hat. Auch hier kann ich den romantisch veranlagten Ileach völlig verstehen...
      Ich versuche euch mal mitzunehmen...

      Über Jahre für mich hinweg, für einheimische vielleicht über Jahrzehnte, lag hier einer der romantischsten und schönsten Plätze Schottlands. (die aktuellen Google Streetview Bilder sind schon ein paar Jahre alt und geben es noch her)
      Google Maps
      Ein See, Loch, schilfbewachsen und ein altes verfallenes Croft, die Paps of Jura im Rücken und den Sound of Islay im Ohr. Wenn man irgendwo etwas zum Wohnen und Kindergroßziehen aufbauen möchte, dann da auf halben Weg zwischen Bunna und Port Askaig.
      Und irgendjemand hat sich vor ich glaube 2 Jahre diesen Traum erfüllt und dort ein nettes kleines Holzhaus, mit Steg und Boot hingesetzt.
      Und genau da, auf der anderen Straßenseite, ist nun die neue Destille entstanden, mit einer Einfahrt (halb so groß wie der kleine See). Ohne Worte - Finde ich. Wenn dort kein Laing wohnt, wird er sich wohl ziemlich ärgern, und seine Kinder doch schon im Vorschulalter mit der Straßenverkehrsordnung bekannt machen.
      Immer schön Dram bleiben

      ich war bisher 3x auf Islay. Das erste Mal definitiv wegen dem Destillen und dem Festival. Danach, weil die Insel wunderschön und seine Bewohner sehr nett sind. Auch meine Frau fährt mit mir gerne dort hin und sie hat nix aber auch gar nix mit Whisky am Hut. Ich habe mir schon seit längerem Gedanken gemacht, ob es nicht Zeit für einen vielleicht letzten Besuch wird, bevor die Insel zum Whisky-Disneyland verkommt.
      "Realität ist eine Illusion, die sich durch Mangel an Alkohol einstellt" - Udo Lindenberg
      Ich denke, als Besucher, als Außenstehender sollte man sich mit Be- oder gar Verurteilungen immer sehr zurückhalten. Was gerne als natürlich, urig und so authentisch gesehen wird, bedeutete für die Bewohner vor Ort häufig ein hartes, entbehrungsreiches, mitunter auch ärmliches Leben. Nicht umsonst verlassen junge Menschen bis heute oft diese ach so idyllischen Orte. Es ist halt ein Unterschied, ob man irgendwo auf der Welt für 1, 2 oder 3 Wochen Urlaubsgast ist oder dauerhaft dort leben muss. Und würde man selbst tatsächlich so leben wollen, wie man es sich für die Menschen dort wünscht?
      Also Whiskydisneyland findest bei den Brennereien und dem Tourenangebot heute schon im Vergleich zu vor bspw. zehn Jahren. Nur finde ich, dass man als individualreisender Tourist abseits der Hotspots immer noch genügend ruhige Orte findet.

      Ich war jetzt selbst letzten September dort und habe Islay nicht als überfüllt empfunden. Was ich natürlich deutlich gespürt habe, dass die Preise für Unterkünfte drastisch angezogen haben. Wenn man zwischen drei und vierzehn Tagen dort Urlaub macht, ist das vielleicht verkraftbar. Wenn man natürlich dort das ganze Jahr lebt, im nicht gerade üppig bezahlten Tourismussektor als Angestellter tätig ist, ist das natürlich übel, wenn man im Hauskauf bzw bei den Mieten in Konkurrenz steht zu Umwandlungen von normalen Wohnraum zu Cottages bzw B&B. Und wenn man so durch Orte wie Port Charlotte oder Portnahaven mit offenen Augen geht, ist es schon heftig, was dort an Wohnraum so gut wie ausschließlich als Cottages genutzt wird.
      Speyburn Clan Germany
      »» a-riamh na aonar ««
      Ich habe vor einiger Zeit durch Zufall eine Reportage auf youtube gesehen, Islay in den 60ern.
      Dort wurde Islay als "Urlaubsziel" für die Städter aufgetan und man hatte Sorge um Übernachtungsmöglichkeiten und Infrastruktur.
      Wie ich finde eine sehr interessante Reportage, lassen sich doch vielleicht Parallelen ziehen.

      slàinte mhath :prost:
      René

      Meine Samples

      “If you think you are too small to make a difference, try sleeping with a mosquito.” ― Dalai Lama XIV
      das prinzipielle problem ist, dass nachdem die ersten touristen an einem neuen ort das gefunden haben, was sie suchten, das dann oft verschwindet, wenn immer mehr ihnen folgen...


      Illegale Hausbesetzungen in Spanien: Wenn im Ferienhaus ein Fremder wohnt - FOCUS Online
      "Smells like wet roses on a tuesday morning... who needs this bullshit?" Jim McEwan in dieser TV-doku:
      Flüssiges Gold - Die Schotten und ihr Whisky - Doku, ARD/NDR, 2004 - YouTube

      skyed schrieb:

      das prinzipielle problem ist, dass nachdem die ersten touristen an einem neuen ort das gefunden haben, was sie suchten, das dann oft verschwindet, wenn immer mehr ihnen folgen...


      Illegale Hausbesetzungen in Spanien: Wenn im Ferienhaus ein Fremder wohnt - FOCUS Online


      In Island gibt's dasselbe Problem. Leute kommen dahin um die einsame, weite und wilde Natur zu geniessen und finden: Menschen wie sie selbst.

      chico schrieb:

      skyed schrieb:

      das prinzipielle problem ist, dass nachdem die ersten touristen an einem neuen ort das gefunden haben, was sie suchten, das dann oft verschwindet, wenn immer mehr ihnen folgen...


      Illegale Hausbesetzungen in Spanien: Wenn im Ferienhaus ein Fremder wohnt - FOCUS Online


      In Island gibt's dasselbe Problem. Leute kommen dahin um die einsame, weite und wilde Natur zu geniessen und finden: Menschen wie sie selbst.


      Island ist schon extrem. Ich war 2015 dort, mittlerweile muss noch mehr los sein. Man schaut sich in der Regel jedoch nur das Land an, nicht die Menschen. Es ist auch sehr schwer, Kontakt zu bekommen. Die landschaftlich reizvollen Gegenden sind die, in denen keiner wohnt. Demensprechend hat man zu 100% eine touristische Infrastruktur, betrieben von größtenteils ausländischen Saisonkräften in isländischer Hand. Die Isländer verdienen Geld mit den Touristen, mehr nicht.
      Das ist extrem unromatisch, aber in einem Land, in dem der Großteil in einem Ballungsraum wohnt und arbeitet, in dem Landflucht ein großes Problem, nicht verwunderlich.

      Ähnlich und doch anders dürfte Islay sein, wo ich bisher noch nicht war. Man schaut sich hier die Industrie der Insel an, die Dörfer, also hat viel mehr Kontakt mit den Einheimischen. Die Touristen sind sicherlich sehr spürbar für die Einheimischen, da sie sich tagsüber in den Orten und Abends in den Pubs aufhalten. In Island trifft das vielleicht auch Reykjavik zu, aber das ist eine Großstadt, kein Dorf.

      Tom na Gruagaich schrieb:

      chico schrieb:

      skyed schrieb:

      das prinzipielle problem ist, dass nachdem die ersten touristen an einem neuen ort das gefunden haben, was sie suchten, das dann oft verschwindet, wenn immer mehr ihnen folgen...


      Illegale Hausbesetzungen in Spanien: Wenn im Ferienhaus ein Fremder wohnt - FOCUS Online


      In Island gibt's dasselbe Problem. Leute kommen dahin um die einsame, weite und wilde Natur zu geniessen und finden: Menschen wie sie selbst.


      Island ist schon extrem. Ich war 2015 dort, mittlerweile muss noch mehr los sein. Man schaut sich in der Regel jedoch nur das Land an, nicht die Menschen. Es ist auch sehr schwer, Kontakt zu bekommen. Die landschaftlich reizvollen Gegenden sind die, in denen keiner wohnt. Demensprechend hat man zu 100% eine touristische Infrastruktur, betrieben von größtenteils ausländischen Saisonkräften in isländischer Hand. Die Isländer verdienen Geld mit den Touristen, mehr nicht.
      Das ist extrem unromatisch, aber in einem Land, in dem der Großteil in einem Ballungsraum wohnt und arbeitet, in dem Landflucht ein großes Problem, nicht verwunderlich.

      Ähnlich und doch anders dürfte Islay sein, wo ich bisher noch nicht war. Man schaut sich hier die Industrie der Insel an, die Dörfer, also hat viel mehr Kontakt mit den Einheimischen. Die Touristen sind sicherlich sehr spürbar für die Einheimischen, da sie sich tagsüber in den Orten und Abends in den Pubs aufhalten. In Island trifft das vielleicht auch Reykjavik zu, aber das ist eine Großstadt, kein Dorf.

      Du hast mich anscheinend missverstanden. Vielleicht hätte ich schreiben sollen: "... und finden: Touristen wie sie selbst."
      @chico
      nein passt schon. War eher als Ergänzung meinerseits gedacht und nicht als Gegenargument.
      Ich finde es auch irgendwie befremdlich, wenn man z.B. zum Dettifoss fährt und dann diesen riesigen Parkplatz mitten in der isländischen Wüste vorfindet, der, da ich nicht ganz in der Hauptsaison da war, nur kaum belegt war. Ich möchte mir nicht vorstellen, wie das im Juni/Juli dort zugeht.
      Aber, und das war mein Beitrag, davon merken die Isländer nichts. Da ist eine Straße, auf der mehr Autos fahren als sonst, es aber natürlich immer noch zu keinem Verkehrsproblem kommt, da da ohnehin keine Leute wohnen und kaum Verkehr ist. Dann ein Parkplatz im nichts und vielleicht ein Kioskbesitzer, der Kaffee anbietet. Der kann Isländer sein, oder Deutscher, Däne, Norweger ...

      ... das ist ein bischen wie mit Neuschwanstein bei uns hier im Süden.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Tom na Gruagaich“ ()

      Tja, eigentlich sollte man froh sein, dass die Fährverbindungen und Strassen aktuell nicht ausgebaut werden. Die Insel ist halt nicht größer, die Unterkünfte bleiben in der Anzahl nahezu gleich. "Restaurants " werden auch nicht mehr und besser. Die Qualitäten sinken. Also beste Voraussetzungen für die aktuellen Besucher die Insel noch relativ ursprünglich zu sehen. Ausser wenn noch mehr Camper, wo einige ihren Müll schön abgepackt in Säcken am Strand hinterlassen die Insel überschwemmen. Hab das alles schon erlebt . Wenn die großen Konzerne Probleme mit dem Transport haben, sollen sie doch ihre Pier ausbauen. So wie früher.
      Was ich sehr schade finde, dass bei den IIachs nichts von den Konzernen hängen bleibt, ähnlich wie das trostlose Dufftown und Umgebung. Hier sind die grössten Destillerien Schottland, jedoch keine Kohle für die Alten und die Jugend. Ach ja, auf Harris/Lewis gibt es Golden roads. Der Ausbau wurde von drr EU finanziert. Hoffentlich passiert das nicht auf islay. Kritische Worte zu meiner ehemaligen Lieblingsinsel.

      Slainte Heinz

      und sonnige Grüsse aus München
      Gut zu vergleichen mit Messen. Da freut man sich das ganze Jahr auf eine Messe und muss feststellen das unverschämter Weise noch ein Haufen anderer das gleiche Ziel hat. Die Orte sind doch austauschbar. Ob Venedig oder Islay ob Spanien oder Griechenland. Aber so lange sich z. B. mehr als 4000 Menschen auf einen Dampfer quetschen lassen und von tollen Kreuzfahrten berichten von Ausflügen mit 40 Mann im Bus um die " typische" marokkanische Familie zu besuchen sich mit ihren 100 Kg von kleinen Eseln auf einen Berg tragen lassen hat die Tourismus Industrie doch alles richtig gemacht. Und wer fliegt da nicht gerne für 19 Euro nach Schottland oder Malle? Liegt doch an jedem selber. Man kann, muss aber nicht. Also auf die Suche nach der einsamen Insel. Nur nicht jedem erzählen wo sie ist und wie toll es da ist. Dann werden einem auch nicht in ein paar Jahren die Einwohner mit Protestschildern entgegen kommen.
      Heute kennt man von allem den Preis, von nichts den Wert