Also ich lass’ mich ja nicht beeinflussen …

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      HamburgMalt schrieb:


      Im Übrigen finde ich es weiterhin lustig, dass hier einige Strategen von sich selber auf die Allgemeinheit schließen. Macht das die Selbsterkenntnis erträglicher? Irgendeinen Grund wird es ja wohl haben...

      nö, macht es weder erträglicher noch unerträglicher, hilft mir aber gelegentlich gegen Übermut. Ich persönlich bin halt nur immer skeptisch wenn jemand mit „kann mir gar nicht passieren“ argumentiert ;)
      "Realität ist eine Illusion, die sich durch Mangel an Alkohol einstellt" - Udo Lindenberg
      Da habe ich schon zu viele Diskussionen geführt, um nicht jedem seine eigene Meinung zu lassen. Der Eine ist immun gegen Werbung, der nächste gegen Aluminium in Speisen, der nächste gegen Feinstaub in der Luft.

      Hey, jede Meinung ist in Ordnung, solange sie andere nicht diskriminiert oder beleidigt. In diesem Sinne also, jeder wie er mag!

      Beste Grüße,
      pikesandmalts
      Suche: Port Ellen, Old Train Line, Fettercairn, OTL, etc

      Wir alle sind Deutschland! (Jo Gauck)

      Toleranz ist die wichtigste Tugend einer jeden Gesellschaft! (eigene Meinung)

      pikesandmalts schrieb:

      Da habe ich schon zu viele Diskussionen geführt, um nicht jedem seine eigene Meinung zu lassen. Der Eine ist immun gegen Werbung, der nächste gegen Aluminium in Speisen, der nächste gegen Feinstaub in der Luft.

      Hey, jede Meinung ist in Ordnung, solange sie andere nicht diskriminiert oder beleidigt. In diesem Sinne also, jeder wie er mag!

      Beste Grüße,
      pikesandmalts

      Ja, bei diesem Statement bin ich dabei, ohne mich schlappzulachen.
      "Realität ist eine Illusion, die sich durch Mangel an Alkohol einstellt" - Udo Lindenberg

      rednose schrieb:

      Selbsttäuschung !?
      Ja ich gestehe - Marketing hat mich beeinflußt.
      Nachdem ich, startend mit den Laubsägearbeiten, die Marketingkampagnen von HP auf mich habe wirken lassen, hat mich das so stark beeinflußt, das ich keinen einzigen HP mehr gekauft habe.
      Nachdem ich, startend mit der Fine-Oak Serie (ja - ist schon lange her), die Marketingkampagnen von Macallan auf mich habe wirken lassen, hat mich das so stark beeinflußt, das ich keinen einzigen Macallan mehr gekauft habe.
      Liste könnte fortgesetzt werde.
      Mea culpa, mea culpa, mea maxima culpa - ja ich unterliege einer Selbsttäuschung.
      Ich lach mich schlapp.


      Hmm...ob man, eine bisher weitgehend zivilisiert geführte Diskussion, mit solchen Beiträgen wirklich ins Lächerliche ziehen muss?
      Ruhig Jungs und immer entspannt bleiben. Ein wenig Ironie kann nicht schaden und jede Ecke muss man nicht gleich persönlich nehmen ;-)

      Auch ich bin weitestgehend resistent gegen aufdringliche Werbung, schon gänzlich wenn es mehr drumherum gibt als drin!
      Aber auch ein starker Willen hilft nicht bei unterschwelliger Botschaft.
      Ab und an probiere ich doch gelegnetlich mal eine dieser Werbeikonen, ohne jedoch gleich eine Flasche oder mehr vorher zu erwerben, nur des Marketing willen oder weil die Lemminge mich inspirieren!

      In diesem Sinne einen ruhigen Start in die Woche und immer einen Dram im Glas den man wirklich wollte! :schlürf:
      Mitglied bei

      Berliner Whiskykarawane - Whisky Cup Winner 2010
      Also bei mir ist es grundsätzlich so, je besser ich mich bei einem Thema/Gebiet auskenne, je weniger lasse ich mich von irgendeiner Art von Werbung/Marketing etc. beeinflussen, da ich mir doch sehr gut meine eigene Meinung bilden kann.
      Benötige ich hingegen etwas, von dem ich wenig bis keine Ahnung habe, dann bin ich notgedrungen auf inputs von aussen angewiesen, und sei dies nur in Form von Produktbewertungen (welche dann mehr oder weniger unabhängig sein können)

      Beim Thema Whisky bin ich also weitestgehend immun gegenüber irgendwelchem Marketinggeschwafel (irgendwelche ausschweifenden NAS-Geschichten gehen mir seit jeher komplett am A...vorbei), da kann ich sehr gut abschätzen, welche Abfüllung mich interessieren könnte & welche nicht...die eine oder andere Bewertung -von Leuten bei denen ich weis, wie sie whiskytechnisch ticken- sehe ich mir aber trotzdem mal ganz gerne an...
      Rechnet man hingegen die schlichte Erwähnung einer neu erscheinenden Abfüllung schon als Werbung, dann lässt sich wohl jeder beeinflussen, denn irgendwie muss man davon ja auch erfahren!
      (man kann ja nicht über jede potentiell spannende Abfüllung rein zufällig drüberstolpern...)

      Dass ich generell immer weniger Whisky kaufe (und somit aus der Marketing-Zielgruppe falle), einfach weil mich neue Abfüllungen immer mehr enttäuschen beim probieren -trotz teilweise sehr vielversprechender Bewertungen- ist dann nochmals eine ganz andere Geschichte
      Ich glaube, es ist bestimmt auch die verschiedene Sichtweise, was Marketing ist und was nicht.

      Für den einen ist Marketing, wenn Diageo eine Game-of-Thrones-Sonderedition auf dem Markt bringt oder Highland Park die Dekupiersägen anwerfen lässt, um Wikingersymbolik oder die verschiedenen Elemente unters Volk zu bringen.
      Für den nächsten ist schon Marketing, wenn die SMWS ihre Mitgliedschaft damit versüßt, gemütlich in einem ruhigen, geschützten Bereich in Leith genüßlich einen x-beliebigen Dram trinken zu können. Oder Springbank durch scheinbares Nicht-Marketing eine gewisse Wohlfühlatmosphäre für den Malt-Dinosaurier schafft, dem dieser neue GoT-Scheiß auf den Sack geht.

      Bei Diageo, GoT und Holzsägearbeiten kann ich mich z.B. freisprechen, größtenteils unbeeinflußt davonzuziehen. Bei so Beispielen wie der SMWS, Springbank wirkt dieses mich ansprechende Marketing schon. Vielleicht lasse ich mich nicht zu allem hinreißen, aber eine Tour mache ich da gerne und weil der Whisky im Warehousetasting sehr gut schmeckt, nehme ich eine Flasche mit und die alte Keramikwhiskyflasche als Deko ist ja ganz nett und wird auch noch gekauft. Wenn Springbank mich vorher nicht durch für mich auf den ersten Blick "Nicht-Marketing", durch Natürlichkeit dazu gebracht hätte, an den gefühlten Arsch der Welt nach Campbeltown zu fahren (im Grunde nur für ne Brennerei) hätten sie den Umsatz nicht mit mir gemacht.

      Edit: Letztendlich ist ja auch schon erfolgreiches Marketing, wenn jemand nur nach Schottland fährt, um mal seine Lieblingsbrennereien zu besichtigen. Also ohne Whisky wäre ich z.B. nicht jetzt über 20x nach Schottland gereist. Die erste Reiße hatte zwar einen anderen Grund und mit der Zeit habe ich das Land und vor allem die Landschaft lieben gelernt, aber die "romantische Whiskybrennerei" hat da auch ein Stück weit beigetragen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Eggi“ ()

      Ein-, zweimal habe ich nun hier schon NAS als Beispiel für eine Marketingstrategie gelesen, der man natürlich nicht folgt (Oder so ähnlich) Passt ja auch oder auch wieder nicht. Denn irgendwie zeigt man mit dieser Aussage ja auch, das man der anderen (sehr klassischen) Whiskymarktingstrategie, dem Age Statement huldigt oder unbewusst folgt. Nun ist diese Strategie, älter als das aktive Trinkerleben von uns allen und die meisten werden diese mit der Muttermilch oder auf Vaters Schoß aufgenommen haben. Aber es bleibt halt eine erfolgreiche Marketingstrategie. Gepaart wurde diese Strategie ja jahrzehntelang mit einer wunderbaren Snob Attitüde, die das aktuelle Marketing der Edington Group ja fast proletarisch wirken lässt.
      So betrachtet mag vielleicht der eine oder andere Kritiker / Ignorierer des heutigen Marktings noch Teil eines älteren Marketingnetzes sein.
      Immer schön Dram bleiben

      Ist es wirklich schon Marketing, wenn man einfach nur drauf schreibt, was drin ist? Kann man sicher so sehen, ginge mir aber im Sinne der Diskussion hier zu weit.
      Und überhaupt: Niemand hier hat behauptet, niemals zur Zielgruppe von Whiskymarketing gehört zu haben - sondern nur, es nach mehreren Dekaden des tapferen Probierens und der dabei gesammelten Erfahrungen nicht MEHR zu tun, dagegen inzwischen immun zu sein.
      'Too much of anything is bad, but too much of good whisky is barely enough.' :flag2:

      Es wird eingeschenkt: meine Samplebar

      :flag:

      Bin ja auch bei dir. Probieren geht über studieren.

      Aber natürlich ist die Plazierung des Alters eine Marketingstrategie, kein anderes Qualitätskennzeichen weckt soviel Assoziationen. Oh. Moment, warte da gibt es doch noch eins: das Geographische... Kein Wunder das also, das sowas wie "Talisker" - "Single Island Malt Whisky, "destilled on Skye" etc. nicht fehlen darf.

      Und vielleicht noch eins... Mit der Plazierung des Alters bekommen wir ja nur unwesendlich mehr Informationen über den Inhalt, aber es wird eine Qualität suggiert, die das Produkt nicht umbedingt erfüllt. Spannender wären ja für mich Informationen über das Fassmanagement, Produktionszeitpunkt, Abfüllzeitpunkt etc. Und neuschottisch: Getreideart oder Fermentationzeit, Brennstärke etc. Oder nerdig: Anzahl der Flaschen. Aber mit dem Alter scheint schon alles erzählt zu sein. Das würde ich schon eine Marketingstrategie nennen. - Der man natürlich nicht folgen muss, die man natürlich auch durchschaut, wenn man mag. Alles gut.

      Beim Weihnachtsbaumkauf finde ich nirgendwo eine Altersangabe. Ob wohl das Alter für das Wachstum eines kultivierten Weihnachtsbaums sicher einer größere Rolle spielt als das Alter bei der Whiskyreifung. (Sage ich nun einfach mal, ohne auch nur die geringste Ahnung von der Weihnachtsbaumzucht zu haben.) Aber trotzdem verzichtet der Weihnachtsbaumverkäufer auf die Jahreszahl, weil halt jeder Weihnachtsbaum mit seinem spezifischen Wachstum, Größe, was auch immer für sich spricht.
      Immer schön Dram bleiben

      guide42 schrieb:

      Beeinflussung: Ja, nein, vielleicht?

      Ich finde diesen Artikel sehr interessant für die hier verführte Diskussion:

      Marketing Psychologie: Wie Werbung unsere Entscheidungen beeinflusst - PlusPeter

      das Werbung überwiegend mit Emotionen arbeitet, ist vermutlich klar. Man kann sich das jederzeit in geballter Form verdeutlichen, indem man einfach mal einer dieser "kurzen Werbeunterbrechungen" bei einem Spielfilm auf einer der privaten Sender durchsteht, ist zugegebenermaßen Masochismus :D
      Was ich hier bisher aus der Diskussion rauslese:
      es gibt unterschiedliche Interpretationen, was Werbung ist bzw. wo bereits Werbung einsetzt und es gibt unterschiedliche Einschätzungen, wie resistent man gegen Werbung sein kann.
      Ich glaube, Werbung setzt bereits sehr früh an und funktioniert auf alle Kanälen oftmals so subtil, dass man sich nicht absolut gegen Beeinflussung wehren kann. Andere sehen das anders.
      Je mehr man sich mit einem Produkt (z.B. Whisky) beschäftigt, desto mehr Wissen "häuft" man an und desto resistenter wird man vermutlich gegen entsprechende Werbung. Andererseits kenne ich Leute, die reagieren gar nicht auf Whisky-Werbung weil Sie "nicht die Bohne Interesse" an Whisky haben. Die reagieren gar nicht auf diese Werbung wohingegen ich vielleicht unbewusst allein schon durch die Erwähnung des Wortes Whisky oder die Abbildung einer Whisky-Flasche dort kurz hängenbleibe...
      "Realität ist eine Illusion, die sich durch Mangel an Alkohol einstellt" - Udo Lindenberg

      Gatsby-der Grieche schrieb:

      Also ich fand das Moorhuhn von Johnny Walker geil.


      Das fasst in einem kurzen Satz zusammen, was ich weiter oben zu vermitteln versucht habe. Ich bin natürlich nicht sofort losgezogen, habe auch keinen JW angeschafft, habe aber ob der Werbung das Produkt, sagen wir im Unterbewusstsein, mit mir herumgetragen. Hätte JW also zu meinen Lieblingswhiskys gehört, wäre er mir beim zufälligen Besuch eines entsprechenden Fachgeschäftes auch wieder eingefallen. Und deswegen sicherlich eher gekauft worden als ein anderer Lieblingswhisky, an den ich in dieser Situation eben nicht gedacht hätte.

      Mir ist schon klar, dass diejenigen, die ohne einem akribisch vorbereiteten Einkaufszettel niemals ein Fachgeschäft betreten würden, voraussichtlich anders reagiert hätten.

      Beste Grüße,
      pikesandmalts
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