Das war es wohl mit der Gemütlichkeit bei Bunna!

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      Im Vergleich zu Macallan ist das doch eine sehr gemütliche Baustelle.

      Wenn ich das Luftbild aus maps mit der dargestellten Vision vergleiche, dann ist ja interessant, dass hier eine massive Verkleinerung stattfinden soll, also Lagerhäuser werden Parkplätze.

      Wo lagern die zukünftig den Whisky? Vermutlich in Glasgow?
      Und die Hütte rechts wird das Besucherzentrum? Niedlich!
      Nichts wie los zum Strandurlaub bei Bunna!
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      Whisky Cup Gewinner 2018
      Whisky Cup Zweiter 2016

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „angelmountain“ ()

      "Am verwunderlichsten finde ich das die ganzen Wohnhäuser verschwinden außer den 3 Cottages ganz unten. Ich würde wetten, dass die auf kurz oder lang Ferienhäuser werden falls sie das noch nicht sind. "

      ja, das werden Feriencottages. Eines soll schon umgebaut sein.

      So verwunderlich ist es beim genauen Betrachten nicht. Diese Häuser sind ja wirklich im erbärmlichen Zustand. Und unbewohnt. (oder fast unbewohnt -bin mir hier nicht sicher...) In einem ersten Konzept waren Sie noch vorhanden, aber die Substanz ist wirklich schlecht.

      Mir werden Sie fehlen, aus der Nostalgie heraus gehören solche Siedlungen ja zu einer Destille. Und sie zeigen sehr deutlich wie abgeschieden damals das Leben und Arbeiten in einer solchen Destille war.
      Immer schön Dram bleiben

      Klar alles hat zwei Seiten. Eins ist aber immer klar irgendwann weicht Altes dann doch dem Neuen. Und wenn die Besitzer hier so viel investieren dann ist das doch ein gutes Zeichen zum Fortbestehen der Destille. Ob das auch so wäre wenn sie weiter ergraut und veraltet. Dann könnte ein kompletter Neubau billiger werden.
      Für Nostalgiker einer "ollen" Whiskyfabrik bleibt ja immer noch der Besuch bei Ben Nevis. :rolleyes:
      Bei Ardbeg fühlt man sich ja auch wohl und das ist ja ein noch wildere Restaurierung gewesen.

      Trotzdem machte Bunna, mit der Siedlung, mit dem Bootsteg, mit den kleinen Warehouses, dem kleinen Bürobereich und der kompakten Destille so ein schönes komplettes Bild. Dies verschwindet halt nun. Bei einigen Speyside Destillen gibt es das noch (ok. statt Bootsteg halt eine nicht mehr genutzte Bahnanlage)

      Und natürlich ist jedes Whiskyinvest erstmal ein gutes Zeichen. Zumal die Besitzer ja wirklich auch (erstmal) sehr viel Geld in ihr Produkt investiert haben, und nicht nur in Marketing und Whiskytourismus.
      Erstmal habe ich nun mal habe ich jetzt mal in Klammern gesetzt, da der Konzern ja all sein Marketing, Tourismus-Budget in Deanston investiert hat. Nun ist halt Bunna dran.
      Immer schön Dram bleiben

      Glenturretsyndrom schrieb:

      Erstmal habe ich nun mal habe ich jetzt mal in Klammern gesetzt, da der Konzern ja all sein Marketing, Tourismus-Budget in Deanston investiert hat. Nun ist halt Bunna dran.

      Die Distell Group Ltd hat doch auch schon Tobermory auch umgebaut. Damit scheinen die ihre Brennereien zu pflegen.
      Oder für den Verkauf mit Mehrwert vorzubereiten. :ups:
      Tja, Nostalgie ist ja was Schönes. Aber eine Destillerie ist nunmal eine Produktionsbetrieb, der Gewinn einfahren muss, um zu existieren und kein Museum. Auch die Whiskyproduktion unterliegt den Gesetzen des Marktes, auch wenn die Werbung versucht, einem etwas anderes zu vermitteln. Vom wohligen Gefühl einiger Whiskyfreaks beim Anblick einiger alter, langsam verlotternder Gebaude, mit Leuten davor, die darauf warten, wie der Whisky vor sich hinreift, lässt sich auf Dauer eben nicht wirklich gut Geld machen. Willkommen in der Whiskywelt 2019.
      Ich würde erstmal das Ergebnis des Umbaus abwarten bevor ich kritisiere. Die gute Frage ist nur, wie das Investment an den Kunden weitergereicht wird und wie offensiv. :) Sonst hat Ahab schon Recht. Es ist ein Produktionsbetrieb und die Werbung von Jack Daniels von dem Familienbetrieb wo die Fässer handverlesen betreut werden auch nichts mit der Realität zu tun :)

      /Jan

      Dorain schrieb:

      Glenturretsyndrom schrieb:

      Erstmal habe ich nun mal habe ich jetzt mal in Klammern gesetzt, da der Konzern ja all sein Marketing, Tourismus-Budget in Deanston investiert hat. Nun ist halt Bunna dran.

      Die Distell Group Ltd hat doch auch schon Tobermory auch umgebaut. Damit scheinen die ihre Brennereien zu pflegen.
      Oder für den Verkauf mit Mehrwert vorzubereiten. :ups:

      (Für welchen Zweck, das sei nun wirklich dahin gestellt. Mit dem Aufbau und Verkauf von Whiskymarken kann man ja wirklich gut Geld verdienen.)
      Meine Aussage wollte sich eigentlich auf die Konzernstrategie für die einzelene Destille beziehen: Also erstmal Geld in Produktion und Produkt, dann Geld in Verschönerung und Visitor Center.
      Allerdings wusste ich gestern nicht aus'm Kopf ob das bei Deanston auch so der Fall war, oder ob da das Visitor Center zuerstgebaut wurde, und dann erst die Produktion verbessert oder auch umgekehrt.

      Jan schrieb:

      Ich würde erstmal das Ergebnis des Umbaus abwarten bevor ich kritisiere. Die gute Frage ist nur, wie das Investment an den Kunden weitergereicht wird und wie offensiv. :) Sonst hat Ahab schon Recht. Es ist ein Produktionsbetrieb und die Werbung von Jack Daniels von dem Familienbetrieb wo die Fässer handverlesen betreut werden auch nichts mit der Realität zu tun :)

      Genau um so ein Jack Daniels - Image geht es doch bei solchen Umbauten. Es geht doch nicht um notwendige Baumaßnahmen für den Erhalt der Produktion. Natürlich passiert auch dort was, aber der eigentliche Antrieb ist es doch den Whiskytourismus zur "Produktionstätte" zu bringen, ihn gleichzeitig aber fern von der eigentlichen Produktion zu halten und eben genau dieses Image aufzubauen. Dieses Jack Daniels - Wohlfühl-Image, bei dem Bunna so aussieht wie jede anderer Destille. (OK, mit Bootssteg, wow).
      Und da wurden halt Chancen vertan. Z.B. Ob man nun die Siedlung da rum gammeln lässt oder Bäume pflanzt ist für die die Produktionsstätte völlig egal, für das Jack-Daniels-Image natürlich nicht. Zum Image einer entfernten Destille an der Mündung eines kleinen Baches gehört ja Augenscheinlich auch ein Auenwäldchen... Klar... Mit dem Unterschied aber, dass mit dem Bau der Destille vor über Hundertjahren dort kein Wäldchen mehr war... (zumindest wohl kein geplanter...)
      Immer schön Dram bleiben

      Glenturretsyndrom schrieb:

      ist ein Produktionsbetrieb und die Werbung von Jack Daniels von dem Familienbetrieb wo die Fässer handverlesen betreut werden auch nichts mit der Realität zu tun


      Wart ihr mal bei Jack Daniels in Lynchburg? Ich weiß nicht, ob es da mehrere Produktionsstätten von JD gibt, aber die welche ich besucht habe, ist genauso wie man es nach der Werbung erhoffen darf.

      Und mal ganz ehrlich, eine Renovierung stand doch bei Bunnahabhain wirklich an, sonst wäre doch bald alles zusammen gefallen. Und das "Visitors-Center" im 2. Stock ist doch echt ein Witz. Ich warte einfach mal ab, wie das so wird. Meintwegen darf sich der Whisky auch gerne noch etwas verbessern ;-).

      Beste Grüße,
      pikesandmalts
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      Von Einheimischen als auch anderen Touristen habe ich auf der Insel so schöne Bezeichnungen wie "Gulag", "Concentration Camp atmosphere" oder "labor camp" für Bunnahabhain gehört - wirklich einladend klingt das nicht.
      Da ich es selbst nicht dorthin geschafft habe will ich nicht urteilen ob "Neu=Besser", und bin gespannt auf die sicherlich irgendwann auftacuhenden Vorher-Nachher-Vergleichbilder.

      Das Planungsbild aus der Verlinkung finde ich im übrigen sehr ansprechend. Kein verrückter Material-Mix wie es für Farkin geplant ist, kein Schnickschnack mit Glasfassaden und Metall, sondern schön bodenständig. So als wäre das Gelände nicht die letzten 40 Jahre nicht mehr gepflegt worden (so sieht es für mich auf Ist-Bildern der letzten Jahre aus).
      ich glaube nicht, dass ich irgendwo geschrieben hätte, dass es aktuell oder vor einem Jahr dort schön war. Und sicherlich wird die Renovierung die Gebäude und das Gelände schöner machen. Das steht doch ausser Frage. Und natürlich bin ich bei pikeandmalts bzgl des Verbesserungspotentials, in jeder Hinsicht.

      Daniel, wenn die Einheimischen hier von "Concentration Camp atmosphere" oder "labor camp" sprechen, dann hat das auch seinen historischen Bezug. Natürlich war dort kein Gefangenlager oder Schlimmeres, aber als gegen Ende des 19. Jahrhunderts Schotten aus dem Festland ihr Glück in der Ferne suchen mussten, gingen Sie nach Europa, London, Amerika oder eben zu einer dieser neuen großen Arbeitsstätten wie die Speyside Destillen oder eben die Biester die direkt am Meer gebaut wurden. Arbeit, ein Haus, ein Acker, was will man mehr? Aber anders als im industrialisierten Teil Amerikas, oder der von der Bahn erschlossenenen Speyside, landeten diese Pioniere in einer kompletten Wildnis. Arbeit und Haus war natürlich da, aber ansonsten war dieser neue Ort völlig abgeschnitten vom Rest von Islay und der Welt. Nur die Frachtschiffe für die Destille boten spärlichen Kontakt zum Festland. Keine Straße führte nach Bowmore oder Bridgend. Und so war man über Jahrzehnte unter sich und genauso in den Augen der Einheimischen völlige Außenseiter und Fremde, die da irgendwo zwischen den Klippen am Rande von Insel und Meer wohnten. DIese Ferne und Abgeschiedenheit, obwohl geographisch gar nicht so weit weg, war auch damals schon besonders. Mit der Bau der Straße wurde die Situation zwar entschärft, aber Fremde blieben die Leute von Bunna eigentlich immer.
      Natürlich alles eiskalter Kaffee. Aber so schön speziell, einzigartig und Charakteristisch für diese Destille.

      Natürlich schmeckt man das nicht beim Whisky, oder vielleicht schon... Der Whisky von Bunna wird ja häufig als untypischer Islay-Whisky bezeichnet, und es scheint fast so als wäre er auf Islay nie heimisch geworden...

      tja, und nun verliert sich der Teil der Geschichte geschmacklich sowieso und nun aber auch optisch....
      Immer schön Dram bleiben

      Dass es dort kein Arbeitslager gab ist mir klar, Robert. Die Aussagen/Zitate sind jetzt natürlich auch aus dem Kontext gerissen, aber es ging um das Flair und Gesamtbild des Brennereigeländes.

      Das hier auch ein Stück Historie und der Rückblick auf alte Zeiten verloren geht ist klar, und da kann ich auch nachvolllziehen dass viele das schade finden. Wobei bei mir persönlich eine Ansammlung von Gebäuden, die dort vor sich hin gammelt eher ein Dorn im Auge ist.
      Alles Geschmackssache, aber wie gesagt finde ich diese Planung immer noch besser, da bodenständiger und traditioneller, als der Entwurf für Farkin.
      Das kann Bunna eigentlich nur gut tun.

      Schade ist es für die Insel, denn je mehr produziert wird, je mehr geht das Islay Flair verloren.


      2021- Das erste Großhotel wird eröffnet
      2023 - ziehen weitere geldungrige Investoren nach und eröffnen ein Luxus Resort
      2025 - wird der kleine Flughafen ausgebaut um dem Ansturm gewachsen zu sein
      2027 - legen die ersten Kreuzfahrtschiffe an
      2030 - unser aller Heilgtum ist zerstört

      :moin:
      If the kids are united then we'll never be divided!