Whiskyfair Limburg 27./28.4.19

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      Na dann auch noch mal was von mir zur Messe!
      Gefühlt war es nur die ersten 2-3 Stunden am Samstag voll wie immer, danach verteilte sich das Publikum in allen erdenklichen Räumen, Ecken und neu eröffneten Ausstellungsflächen.
      Selbst wenn es mal voll an einem Stand war, den man interessant fand, machte es ein höfliches "darf ich mal an die Flaschen zum schauen" jederzeit möglich, da die belagernden Personen bereits was von diesem Stand im Glas hatten.
      Selbst ich hatte genügend Auswahl bei den Ausstellern neue, alte und spannende Sachen zu probieren.
      Was ich toll fand, das neue Aussteller dabei waren, geschuldet dem Umstand das ein neuer Raum zur Verfügung stand und das einige dieses Jahr nicht dabei waren. Vermisst habe ich Diego mit Lions Whisky! Dafür war neu Whisky Online Auctions dabei, die ein großes Portfolio an alten Standard Bottlings vor 1990 dabei hatten mit einem Preis von 3-5 Euro je cl - was wirklich günstig war. Ich habe einen alten Craggenmore 12 Jahre 45,7% (Pre Classic Malt) und einen 8 Jahre alten Dalwhinnie (ebenfalls Pre Classic Malt) probiert - beides tolle Malts der alten Zeit, vergleichbar mit den heutigen Abfüllungen Welten auseinander. Von den gefühlten 30 Abfüllungen habe ich ca. 1/3 probiert.
      An Raritäten kam so manches alte Teil ins Glas, unter anderem einen 1952er Royal Lochnagar G&M black Label beim Whisky Kanzler, ein 20 Jahre alter Glenlivet aus den 50ern beim Italiener auf der Bühne, ein sehr leckerer Linkwood 1939 G&M black Label bei "Face to Face" usw.

      Das immer mehr Malts mit 1cl Preisen ausgestattet sind, ist deutlich gestiegen in den letzten 3 Jahren, von daher muss man genau schauen was man sich ins Glas füllen lässt ohne zu erschrecken!

      Auch hatte man wieder genügend Möglichkeiten sich mit Flaschen zu versorgen für kommende Tasting-Abende oder für FT's - für jeden Geschmack und Geldbeutel war was dabei!

      Fazit: Die Fair ist für mich immer noch die obere Messlatte für Whisky-Messen in Deutschland und wird es auch hoffentlich noch die kommenden Jahre bleiben!

      Slainte
      Mitglied bei

      Berliner Whiskykarawane - Whisky Cup Winner 2010
      Dann möchte ich auch mal meine Eindrücke zur diesjährigen Fair kundtun.
      Vorab muss ich sagen, dass es mein erster Besuch war und mir daher die Vergleichsmöglichkeiten fehlen bezüglich, war es früher voller/leerer, besser oder schlechter etc. Mir kam der Samstag auf jeden Fall ziemlich voll vor, aber noch nicht übertrieben, da sich die Messebesucher ja wirklich gut auf die Räume verteilen konnten. Wie Bert schon schrieb, war es an manchen Ständen hin und wieder etwas voller aber man konnte mit jedem reden bzw. einfach später noch mal wiederkommen. Insgesamt war ich am Samstag erstmal ziemlich erschlagen von der Fülle der Angebote. Aber mit ein bisschen Zeit und Unterstützung ging das dann auch. Den Samstag habe ich dann auch erstmal damit verbracht mir einen Überblick zu verschaffen, was dann auch ganz gut geklappt hat.
      Was mir besonders gut gefallen hat, war es zu all den Nicknames im Forum mal ein paar nette Menschen kennenzulernen, darauf möchte ich auf keinen Fall verzichtet haben. Das Treffen auf der Empore war wirklich schön, auch wenn ich nicht mit allen sprechen konnte und mir auch nicht von allen die Namen merken konnte ;).

      Der Sonntag war schon deutlich entspannter und man konnte auch mal in „Ruhe“ zu den Ständen gehen zu denen man am Samstag nicht so gut kam.

      Mein besonderer Dank gilt an dieser Stelle meinen Mitbewohnern im Zimmer Bert (macwhisky), Gérard (Geniesser) und Lars (MacLarsen). Die mir sowohl die Möglichkeit geboten als auch mich super unterstützt haben meinen ersten Besuch in Limburg wahrzunehmen. Vielen Dank noch mal an euch.

      Den anderen die ich auf den diversen Tastings rund um die Fair und auf der Empore kennengelernt habe möchte ich natürlich auch danken für die netten Gespräche und Geschichten. Da ich mir hier nur einen Teil der Real- und Nicknamen gemerkt habe verzichte ich hier auf namentliche Nennungen, da ich sowieso wahrscheinlich zu viele vergessen würde.

      Mein Fazit:
      Die Whisky Fair in Limburg ist auf jeden Fall eine Reise wert. Sei es wegen der tollen Menschen aus dem Forum und daneben. Und natürlich auch wegen der vielen guten Whiskys die hier probiert und gekauft werden können.


      @franconian und Losferatu ich hoffe wir sehen uns vielleicht beim Stammtisch in Nürnberg, ich würde mich freuen.


      Grüße Markus
      Wer anderen eine Bratwurst brät, der hat ein Bratwurstbratgerät!! :)

      Watson´s Whiskybar (Stand 01.08.2019)

      Glenpitt schrieb:

      Das hat mich doch mal dazu verleitet in den Berichten der letzten Jahre zu blättern.
      Geändert hat sich nicht viel nur wurde nach der Messe wesentlich mehr über die genossenen Drams berichtet. Viele bekannte Namen welche in letzter Zeit doch auf Tauchstation gegangen sind.


      Die Infos zu genossenen Drams, vor allem der Raritäten, vermisse ich auch in den Berichten.
      Bert hat ja wenigstens einige genannt.
      Daß Diego Sandrin fehlte, ist mir beim Studieren des Aussteller-Lageplans auch aufgefallen. Schaut man auf seine Webside, werden, wie auch bei anderen "Raritäten-Händlern", die Angebote überschaubarer.
      Die Whiskywelt verändert sich merklich.
      Bezüglich der Veränderungen des Marktes/Raritätenhändler:
      Klar, der alte Stoff ist vielfach entweder getrunken oder in Händen, die ihn nicht mehr hergeben, ggf. wird noch was vererbt.
      Aber sicherlich wird die Beschaffungssituation in diesen ohnehin schon ausgedünnten Markt für "neuen" alten Stoff für die Raritätenhändler noch zusätzlich beschwert, in dem die Konditionen für Verkäufer bei den Auktionshäusern besser sind. Sieht man doch auch hier in den Diskussionen im Forum zuletzt. Ich habe nirgendwo mal gelesen, dass jemand über einen Verkauf eines Raritätenhändlers nachdenkt. Selbst wenn schnell Geld benötigt wird, wird es eher privat verkauft.
      Speyburn Clan Germany
      »» a-riamh na aonar ««
      Wieder ein tolles Messewochenende und ich freue mich jetzt schon auf Ende April 2020 :freu:
      Gefühlt konnte ich keine fünf Meter gehen ohne nette Maltheads zu treffen. Am Ende des WE war ich heiser und hatte doch nichtmal jeden getroffen den ich kenne der ebenfals in Limburg war und bei denjenigen die ich getroffen hatte war die Zeit auch zu kurz.

      An aktuellen Abfüllungen gab es auch dieses Jahr wieder viel Zeug das meinen Gaumen erfreunen konnte. Dank wechseldem Begleitservice konnte ich hier eine grosse Anzahl probieren und habe trotzdem mengenmässig nicht mehr Whisky in mich reingekippt als meine Birne verträgt.

      Die Highlights ergeben sich einfach aus der Erinnerung:
      Adelphi: Ledaig refill sherry und bourbon Ire. Ardbeg ok und weitaus besser als alle OA's der letzten Zeit aber trotzdem nicht gekauft. Linkwood Qualität ganz gut aber meinen Geschmack nicht getroffen
      Sansibar: Tomatin Clans sehr fruchtig und macht Spass, Benriach auch ganz gut aber weniger mein Geschmack, Orkney Single Malt und Islay Single Malt sind schöne Daily Drams
      Whisky Druid: Ledaig 20yo hebt sich von den anderen jüngeren Ledaig ab. Sherry und Ledaig sind im Gleichgewicht
      Maltbarn: Deanston schön Richtung old Style, Ire wie immer sehr gut, Port Charlotte Bourbon gehört zu den besten die ich bisher aus der Destille hatte
      Agency: Private Stock Ire und Ardmore waren meine absoluten Favoriten. Alles am Stand probiert und nichts weggekippt ausser dem Sherry Islay der meinen Geschmack absolut nicht traf.
      Cadenhead: Benrinnes, Tormore, Linkwood, Glen Elgin waren meine Favoriten
      Whisky Doris: Deanston auch mit dem Old Style Charme, Ledaig ist Schlabberzeug
      The Whisky Cask: Glen Keith Messewhisky top (für denjenigen der Süsse mag) und Glentauchers mit sauberem recht trocknen Sherry als Daily Dram
      The Nectar: Clynelish Sherry bekannt gut, Highland Park sehr gut aber leider ausverkauft
      Villa Konthor: Ledaig und Tamdhu zum schlabbern mit Freunden
      Liquid Treasures: Ledaig bourbon genauso wie er sein soll und Aberlour sherry schön mundfüllend und cremig
      Mitglied im Team Bergische Jongens - Organisator Whiskycup 2012

      "Wer sich für zu wichtig hält für kleine Aufgaben, ist meistens zu klein für wichtige Aufgaben"
      Jacques Tati

      Eggi schrieb:

      Ich habe nirgendwo mal gelesen, dass jemand über einen Verkauf eines Raritätenhändlers nachdenkt.


      Das liegt wohl auch an den Preisen, die die Händler bereit sind zu zahlen. Man möge es unter den Auktionspreisen abgeben und der Ausschank erfolgt dann zum doppelten oder höheren Marktwert. Das macht dann nicht wirklich Sinn! Das wird jetzt nicht auf alle zutreffen aber man kann und will halt nicht jeden erreichen!

      Dann schickt man es lieber zu den Auktionen und erspart sich jegliche Disskusion oder versucht eine FT privat, Cutty oder andere Plattformen. Das ist dann immer noch die bessere Lösung als das die Flaschen für immer verschwinden bei Anlegern oder den Kontinent gänzlich verlassen
      Mitglied bei

      Berliner Whiskykarawane - Whisky Cup Winner 2010
      Für mich war es die zehnte Fair - und die Diskussion um die Fülle der Halle speziell am Samstag scheint mir fast so alt wie die Messe selber zu sein. Wir halten es deshalb seit Jahren so, uns dort im wesentlichen erst am Sonntag aufzuhalten und vorher die Stände im Zelt und im unteren Bereich abzugrasen. Funktioniert durchaus.
      Als besonders leckere Drams sind mir in diesem Jahr in Erinnerung geblieben:
      Balblair 1997 Shinanoya (am Sansibar-Stand)
      28yo Glentauchers und 23yo Benriach (Cadenhead's)
      12yo Caol Ila (Whisky Fair)
      2001er Bunna von Wemyss
      75er Speysider, 22yo Glenlossie (Maltbarn)
      Letzterer wurde dann - ebenso wie ein 20yo Vatted Malt aus den 70ern im Anbruch - auch gleich mal eingetütet.
      Interessant und absolut ungewöhnlich fand ich den 23yo Glen Keith von The Whisky Cask (flüssige Milchschokolade), der mir denn aber doch zu süß war. Dennoch hat es mich kein Stück gewundert, dass der noch am Samstag komplett weg ging.
      Etwas gewundert hat es mich, dass es Stände von langjährigen Ausstellern gab, bei denen nicht nur keine Preislisten sondern auch Mitarbeiter am Start waren, die keinen Plan von den Flaschenpreisen hatten. Nun ja...
      Insgesamt war mein Eindruck bei neuen Abfüllungen der, dass es wieder mehr gut trinkbare mittelalte Abfüllungen gibt, die auch noch nicht bei allen Abfüllern absurd überteuert sind - es im High-End-Bereich aber zunehmend ausdünnt, die geilen Fässer schlicht und ergreifend endgültig Geschichte sind. Oder preislich in Regionen abgedriftet, in denen sie in Konkurrenz zu leckerem alten Zeugs treten.
      'Too much of anything is bad, but too much of good whisky is barely enough.' :flag2:

      Es wird eingeschenkt: meine Samplebar

      :flag:

      Tach zusammen,

      nach einem für mich schrecklichen, heißen, stickigen und übervollen Fairbesuch in den mittleren 2000er Jahren hatte ich einige Jahre die Messe gemieden, bin aber jetzt seit drei Jahren wieder dabei. Die Basis dazu funktioniert für mich sehr gut. Ist es mir zu voll, dann Empore, Balkon oder Innenstadt. Auf der Empore kann man auch gut in Ruhe ein Dram genießen, das etwas mehr Zeit braucht. Und man sieht, wenn es unten etwas leerer wird.

      In diesem Jahr waren die Vorzeichen eigentlich besser als letztes Jahr, da wesentlich kühleres Wetter. Irgendwie hatte ich aber das Gefühl, das die Klimaanlage erst spät nachmittags angeschaltet war, denn auch bei meinem ersten Besuch auf der Empore war die Luft da oben nicht viel besser als unten, und das war letztes Jahr anders. Nachmittags fiel mir auch unten auf, dass etwas kühlere Luft von oben herabrieselte. Fast unzumutbar fand ich gerade am Anfang den unteren Raum rechts (Anam, Scotland and Malts, Whiskywarehouse, Whiskycask..), den wir absichtlich an den Beginn legten, da wir hofften, dass die Luft ein paar Minuten vorhält. Tat sie nicht. Enorm der Unterschied, wenn man hier in den Flur trat, wo etwas Durchzug zwischen unterem Eingang und dem neuen Raum hinten herrschte.

      Die Messe ist halt immer voll, besonders bis 13-14 Uhr. Danach fand man mit 2-3 Schritten Abstand zu den Ständen immer mal wieder eine Lücke. Und in den schmaleren Durchgängen bleiben natürlich immer die von Seb einstmals so wunderbar beschriebenen ("ER") rucksackbewehrten Glasvernichter in 3-5er Gruppen stehen...

      Ansonsten hatte ich einen wunderbaren Freitag in der Villa mit vielen alten und einigen neuen Freunden und Bekannten. Dort zumindest sind mir mindestens zwei nordische Gruppen aufgefallen, einmal Norweger und einmal Schweden. Letzere hatte eine kleine Probe eines eigenen 5 Jahre alten Macmyra dabei, 3 Jahre Bourbon und 2 Jahre 30l PX Faß. Für 5 Jahre und ca. 51% schön rund und nicht vom PX völlig überfahren. Fast vor Glück geweint habe ich, als ich merkte, dass die Villa immer noch Hövels hat, ein kleines Stück Heimat und sehr leckeres Bier! Whisky war natürlich auch Thema. Von der großen Auswahl der Villa habe ich unter anderem einen SMWS Sherry Glen Moray probiert, leider für mich jenseits der Schwefelgrenze sowie einen sehr leckeren 27jährigen Auchroisk Villa Eigenabfüllung. In der Zeit gesellten sich kurzzeitig immer mal wieder bekannte Gesichter dazu (Kleeblatt, Rallev, Lexoscham) oder grüßten zumindest aus der Ferne (Silke78 und Thomas75). Dem Rallev konnte mit einem Korken geholfen werden und der Kleeblatt warf mich für bestimmt eine Stunde aus dem Rennen, indem er mich mit einen kleinen Schluck eines sehr sehr schönen alten Glen Morays überfiel. Eine Nase zum Träumen.
      Als meine Reisegruppe vom Wuppertaler Stammtisch etwas schwächelte, da wurde ich großherzig von Franconian und Losferatu adoptiert, die mir noch ein schönes Restaurant zeigten und danach auch einen kleinen flüssigen Ausflug zu leckeren Littlemills und Iren mit mir unternahmen. Zurück zur Villa fanden wir dann draußen wieder Platz und ließen den Abend da ausklingen, dabei haben sich ein Balblair und ein Glen Ord geschmacklich nicht näher eingebrannt. Beim Ord hatte Franconian den besseren der beiden zum Vergleich erwischt. Aber außer dem Schwefel Glen Moray hatte ich von der Auswahl der Villa nichts schlimmes im Glas.

      Am Samstag dann begannen wir die Messe wie schon geschrieben unten. Beim Whiskywarehouse gab es einen MacDuff, der tat nicht weh aber auch nicht mehr. Auch hier hatten meine Begleiter mit dem Glenlossie und dem Linkwood die besser Wahl getroffen. Hier trafen wir auch gleich die Kinskys auf Limburg Tour. Beim Whiskycask dann den oben schon einmal angesprochenen 26 (nicht 23) jährigen Glen Keith aus einem Sherry Faß (oder finish/doubel matured?). Viel Toffee und Süße, die flüssige Schoki trifft es ganz gut. Ich fand den außergewöhnlich, vor allem im Vergleich zu den sonstigen auch oft sehr guten 22+ jährigen Glen Keith aus Bourbonfässern. Danach verließen wir den mittlerweile sehr vollen und stickigen Raum.

      Nächste Station war Whiskytales, die einen durchaus trinkbaren jungen Strathearn dabei hatten. Da freue ich mich auf die zukünftigen Abfüllungen.
      An Andy McNeill (Gandalf?) und Whisky Doris vorbei (hier probierten nur die Kollegen) lief ich Kalleholzbein in die Fänge, der uns seinen aktuellen Littlemill probieren lies. Ein schönes Teil und auch schon nicht mehr zu bekommen. Dann trafen wir Leckerchen und Islaybeach, die sich eher kurzfristig für den Messebesuch entschieden hatten. Noch mehr Wuppertaler Stammtischler!

      Weiter ging es rüber zu Cadenheads, wo mich der Gernot mit einem Campbeltown Blend und einem wunderbar fruchtigen 23jähriger Benrinnes beglückte. Bei Maltbarn war kein Rankommen möglich, dafür trafen wir auf dem Weg zur Empore (erste Pause) noch den Geniesser und Rednose. Und haben auf der Treppe MacLarsen zu dem schönen Reisebericht über die Woche bei Springbank gratuliert.
      Auf dem Weg wieder nach unten ein kleiner Besuch bei Daily Dram und Irish Whiskey und ausnahmsweise keine Schoki mitgenommen.

      Wieder unten den HopSing getroffen, der mich ansprach und erkannte, ich ihn aber nach dem Namen fragen musste. Schande über mich! Mit Gesichtern bin ich besser als mit Namen.
      Durchs Zelt dann zur Mittagspause in die Innenstadt. Zurück probierten wir es noch einmal mit dem Untergeschoß. Bei Tom bedauerte ich erstmal persönlich, daß die diesjährige Just Whisky die letzte sein wird. Dann probierte ich auf Anraten mehrerer Begeisterter die Inspiring Iris (?), ein schönes Sherry-Rauchteil, für meinen Geschmack war der Sherry allerdings noch zu frisch/kurz dabei, irgendwie nicht eingebunden. Vielleicht braucht der auch einfach mehr Zeit im Glas.
      Bei Scotland and Malts vergleichen wir zwei Dailuaine (DuncanTaylor und AD Rattray) und probierten noch einen Inchgower. Hier lief uns auf dem Weg zu einem Tasting der MicMac über den Weg.
      Im neuen Raum unten dann die sehr netten Jungs vom Brühler Whiskyhaus besucht und einen schönen Auchentoshan von Signatory probiert. Der Speysider aus dem Brandyfaß war auch nach meinem Geschmack. Hier nochmal ein großes Lob für die tollen und aufwändigen Etiketten der Eigenabfüllungen.

      Zuletzt ging es dann hoch zur Empore und dem Forumstreffen, wo man noch mehr Nasen begrüßen konnte und noch mehr als nur ein paar Leckerchen ausgetauscht wurden.
      Besten Dank auch an Thilo und Gernot für die großzügige Bewirtung. Rednose und Geniesser waren leider nur unten auszumachen und reagierten auch nicht auf die Schmährufe der judäischen Volksfront.
      Der Dipmaster und sein Begleiter (? auch aus Bonn) haben uns sogar bis in unseren Zug verfolgt, das war ganz schön creepy. :D

      Bevor ihr mich jetzt für einen völlig Verrückten (naja) mit Superleber haltet, die probierten Drams spiegeln eine 3-5 köpfige Gruppe wieder!

      Fazit: Uiuiui, das ist jetzt ja doch ganz schön lang geworden, danke an alle, die bis jetzt durchgehalten haben.

      Insgesamt eine schöne Messe mit großartiger Auswahl von aktuellen Abfüllungen zu Raritäten in Dram und Flasche. Hier geht der Trend eindeutig zu 1cl Abgaben.
      Die Drampreise waren teilweise sehr unterschiedlich und ließen nicht immer einen Rückschluß auf den Flaschenpreis zu. Von 6,5€/140€ zu 10€/100€ war alles dabei.
      Bei den aktuellen Abfüllungen fiel uns ein sehr stark ausgedünntes Mittelfeld auf. Abfüllungen bis 11 Jahre und ab 22 Jahre sind gut verfügbar (bezahlbar muss jeder für sich selbst ausmachen).
      Aber wo sind die 14-18 Jährigen für 70-110€ hin?
      Trotzdem für jeden etwas dabei und eine tolle Möglichkeit zu den bekannten Namen das eine oder andere Gesicht zuzuordnen.
      Auf ein Neues in 2020!
      Was ich suche: Glen Grant 1976 SSMC , Dalmore AD Rattray , generell Toffee/Butterscotch Aromen

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      "Menschen, die Ironie nicht verstehen, finde ich super."

      unbekannt

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Dimmi2000“ ()

      Hallo,

      für mich war es die erste Whiskyfair, eine sehr schöne Erfahrung, die schon am Freitag Abend beim Malt Maniacs dinner anfing. Immer schön so viele Leute aus solch verschiedenen Ländern zu treffen !

      Natürlich gab es dann auf der Fair am samstag sehr viel Stau, die Auswahl ist aber so gross, dass ich es nicht wirklich so problematisch fand.

      Ich hatte mich, wie beim WhiskyBase Gathering in Oktober, auf alte Raritäten konzentriert, daher war ich häufig bei Giovanni (Ainslie&Heilbron's Clynelish 5 !), WhiskyKanzler (immer sehr schöne Sachen wie Old Elgin 1940 und Royal Lochnagar 1952), Whiskyfinest (die Pyramide Sestante Strathisla 1960 - der arme Uwe hatte leider kein Glück, der stand versteckt in einer Ecke, so verdrängt dass man immer Angst hatte das etwas schief geht!), natürlich dann auch im Zelt (wo man immer etwas Luft und Platz hat), bei Geert&Billy, Righi, Angus, etc., und noch bei den Thompson Brothers und Gaddoni.

      Die Italiener aus dem Milano Festival hatten nur 6-7 Flaschen dabei: sie waren unglücklich, da der Lastwagen mit deren Flaschen eigentlich nie angekommen ist ! (anscheinend blockiert in Österreich?).

      Ganz nett war auch des "off" der Whiskyfair - wie z.B. mit Geniesser der unserer Franzosen Gruppe eine hervorragende Raritäten tasting organisiert hatte (aus der WhiskyKanzler Quelle).

      Bei aktuellen Abfüller habe ich trotzdem noch viele Sachen kosten können - Maltbarn, Agency (Private Stock Ire!), DD, etc. - ich kannte Scoma nur aus dem Namen her, nun habe ich einige Flaschen bei ihm getastet, und er scheint eine sehr schöne Asuwahl zu haben.
      Ich habe also insgesamt nicht alles sehen können (wollte noch whiskyonline ansehen), aber für 1,5 Tag war es schon toll !

      Würde gerne nächstes Jahr wieder kommen, mal sehen...

      PS: sorry für alle die Fehler, die ich wahrscheinlich mache, ich schreibe einfach nicht oft genug auf deutsch :-)