suche tips für schottlandreise im august 2019 nach Perth

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      suche tips für schottlandreise im august 2019 nach Perth

      moin zusammen,

      ein bekannter von mir will im august (ab ca. 10ten für eine woche) mit seinem schwager und seiner schwester nach Perth in Schottland und möchte jetzt gerne wissen, was er sich da in der gegend am besten ansehen könnte und wo er da vielleicht eine kleine feine brennerei besuchen kann. es muß keine von den großen standard brennereien sein. ihm wäre eine kleine alte feine auch recht. soweit die einen gut schmeckenden whisky haben.

      geschmacklich ist er da komplett allem aufgeschlossen. also von grain über rauchig und torfig bis hin zu sherry lagerung.

      er sucht etwas was im tagesausflugsbereich mit dem auto von Perth aus erreicht werden kann und kann in nördlicher, südlicher, westlicher oder östlicher Richtung von Perth aus liegen.

      soweit ich erfahren habe, haben die da wohl ein Cottage gemietet und sehen Perth als zentralen Standort an, von dem aus sie immer mal wieder tagesausflüge machen wollen.

      wie oben schon geschrieben, ist der Aufenthalt für eine ca. Woche geplant und natürlich soll ein destillenbesuch nicht fehlen. und der soll nach Möglichkeit im Gedächtnis bleiben, da die schwester wohl gesundheitlich etwas mehr angeschlagen ist, um so eine reise noch mal zu erleben.

      also falls euch etwas einfällt, immer her mit den vorschlägen.


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      so long und Gruß
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      forgive your enemies, but you never forget their names (J.F.K.)
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      Der Teufel flüsterte: "Diesen Sturm wirst du nicht überleben"

      Der Krieger antwortete:
      "ICH BIN DER STURM"
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      "Man lebt ruhiger, wenn man nicht alles sagt, was man weiß, nicht alles glaubt, was man hört und über den Rest einfach nur lächelt." (unbekannt)
      3. Tipps:

      1.) Also ich würde da die Lindores Abbey Distillery empfehlen. Sie hat wohl für Besucher das meiste von den vielen neuen zu bieten. Natürlich irgendwo touristisch aber schon sehr klein, versucht sie die Geschichte einer (kaum noch vorhandenen) Abtei, mit der Geschichte es Schnapsbrennens zu verbinden. Recht gelungen, wer mag kann sich aktuelle Ausgrabungsstätten anschauen, oder auch einen mit Kräutern versetzen New Make probieren oder abfüllen. Also einen "Gin" auf Whiskybasis, schreibe ich mal laienhaft.
      Die Tour ist gut, aber - und deswegen würde sich auch ein zweiter Besuch lohnen - (z.B. Morgens Tour - weiter nach z.B. St. Andrews - Nachmittags zurück) - die Destille betreibt auch noch eine sehr gut bestückte Whiskybar. die so manchen Whiskybegeisterten die Tour vergessen lässt.
      Dort gibt es die - aus meiner Sicht - wohl größte öffentliche Ansammlung von SMWS - Flaschen außerhalb der Society in der Region im Ausschank. Diese lohnt schon einen Zwischenstopp.
      Ganz nebenbei stolpert man bei der Fahrt zur Abbey noch automatisch über die Aberargie Distillery von (Morrison & Mackay) die dem offenen Betrachter die andere Seite der Whiskyindustrie vor Augen hält.

      2) Richtig Whisky-Nerdig ist es natürlich, wenn man schon so lange in der Gegend ist, sollte man versuchen einen Tag bei Daftmill zu verbringen. Dies geht allerdings nur mit persönlicher Kontaktaufnahme mit dem Besitzer. Gelingt dies und falls es zeitlich genauso passt, ist das Erlebnis schon toll. Whiskyhandarbeit, ziemlich old School.

      3) Perth ist am schönsten vom Innenspiegel eines Autos betrachtet. Tagesausflüge lohnen vor allem Richtung Norden nach Dunkeld und weiter nach Edradour, oder nach Westen Richtung Crieff. St. Andrews und die kleinen Destillen dort sind natürlich auch einen Tagesausflug wert.

      Immer schön Dram bleiben

      In Sachen Destille wäre mein Tipp Nummer 1 Glenturret in Crieff, also ziemlich in der Nähe. Da wird der Whisky noch handgemacht, man bekommt also recht viel zu sehen. Liegt auch recht hübsch, allerdings sind die dort gereichten Whiskys (Famous Grouse) nicht so unbedingt der Knaller.
      Für einen Tagesausflug bietet sich Pitlochry an (nett anzuschauen: die Lachstreppen) - mit den Destillen Edradour und Blair Athol, die beide recht hübsch sind, wobei zumindest bei ersterer die bei der Führung gereichten Whiskys nur was für Hartgesottene sind und die ganze Geschichte schon SEHR touristisch ist.
      Empfehlenswert ist auch ein Trip nach Aberfeldy - die dortige Destille hat ein schönes neues Visitor's Center, in dem man alle möglichen Whiskys von Dewar's probieren kann, u.a. die meist ziemlich leckeren Handbottlings.
      Wenn man schon in Perth ist, sollte man unbedingt den Scone Palace besuchen, der flussaaufwärts einen kleinen Spaziergang den Tay entlang entfernt liegt und von einiger Bedeutung für die schottische Geschichte ist. Wenn ihr den Stone of Scone fotografieren wollt, müsst ihr möglicherweise erst mal ein paar Pfauen verscheuchen - die latschen nämlich in erheblicher Anzahl ziemlich ungerührt überall im Park herum...
      'Too much of anything is bad, but too much of good whisky is barely enough.' :flag2:

      Es wird eingeschenkt: meine Samplebar

      :flag:

      Glenturret ist ja nun verkauft....

      Auch wenn nun rosige Zeiten kommen werden, sind diese noch nicht eingetreten und es tut sich da auch nichts. D.h. auch nach 5 Monaten hat der neue Besitzer dort noch keine großen Spuren hinterlassen, aktuell verkauft man dort noch alte Ware vom alten Besitzer, vergangene Famous Grouse Flaschen, vergangene Glenturrets... mmmh, ich habe da wenig Hoffnung, dass sich das bis August noch groß ändert aber wir werden sehen.

      Es soll was kommen, aber keiner weiss wann... eher traurig.

      Für Edradour sprechen tatsächlich nicht die Whiskys die man während der Tour angeboten bekommt, sondern die Signatury-Abfüllungen die man in der Bar probieren kann. Leider werden die dort auch nicht billiger, aber da gibt es einige kleine Schätze. Ansonsten bin ich kein Liebhaber von Edradour - Whisky und dieser ganzen Weinpanscherei, aber man muss Andrew wirklich hochanrechnen, dass seine eigenen Whiskys von Jahr zu Jahr immer besser werden. Und damit sticht Edradour im Gegensatz zu vielen anderen etablierten Destillen schon heraus. Er macht da schon was richtig (wenn man mal den Weinquatsch nicht betrachtet.). Glenturret (deren Whisky ich wirklich gerne mag), gingen da ja in den letzten Jahren einen völlig anderen Weg und begaben sich schon in einer ziemlichen Talfahrt. Dies hatte seine Gründe, klar, mal schauen ob und wie die neuen Besitzer das abbremsen wollen. Meine Vorahnungen sind da eher düster, aber wir werden sehen.
      Immer schön Dram bleiben

      Glenturretsyndrom schrieb:

      Für Edradour sprechen tatsächlich nicht die Whiskys die man während der Tour angeboten bekommt, sondern die Signatury-Abfüllungen die man in der Bar probieren kann.

      Als wir vor einem knappen Jahr dort waren, fanden wir die Auswahl schon ziemlich ausgedünnt. Außerdem war das Personal dort - sehr unschottisch - so dermaßen unentspannt, dass wir nach je zwei Drams deutlich früher als gedacht wieder auf dem (freilich sehr schönen) Rückweg waren.

      Glenturretsyndrom schrieb:

      aber man muss Andrew wirklich hochanrechnen, dass seine eigenen Whiskys von Jahr zu Jahr immer besser werden.

      Dein Ernst? Unser kollektiver Eindruck war, dass deren Stoff immer übler wird. Nicht nur die beiden 10er, sondern auch ungepanschte SCs.

      Glenturretsyndrom schrieb:

      auch nach 5 Monaten hat der neue Besitzer dort noch keine großen Spuren hinterlassen

      Schon klar. Aber hat sich am Betrieb dort was geändert?
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      Tja, wahrscheinlich und zu Recht trinken wir alle zu wenig Edradour, aber schon witzig, wir hatten da unisono den genau anderen Eindruck.

      Seife, z.B. schmecke ich heute nicht mehr, das haben sie ganz gut weg bekommen.

      HamburgMalt schrieb:


      Schon klar. Aber hat sich am Betrieb dort was geändert?

      Als öffentliches Statement würde ich mal sagen: Nein, die produzieren exakt den gleichen Kram wie noch vor einem Jahr, abgefüllt wird immer noch in Fässern der Edrington Group. Die holen die Frischen auch noch ab...
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      Glenturretsyndrom schrieb:

      Seife, z.B. schmecke ich heute nicht mehr, das haben sie ganz gut weg bekommen.

      Da gebe ich dir absolut recht. Dennoch fanden wir das Zeug borderline untrinkbar. Auch die Bourbon-SCs, die nach meiner Erinnerung alle zwischen 12 und 16 Jahre alt waren, würde ich alle freiwillig kein zweites Mal trinken.
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      vielen dank schon mal für die bisherigen vorschläge, die ich schon mal weiter gegeben habe.

      wenn jemand noch weitere haben sollte, immer hier niederschreiben, sie werden noch gebraucht
      so long und Gruß
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      Der Krieger antwortete:
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