Forum ? Warum und wo für ?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

      Da ich aus privaten Gründen oft nur mobil hier bin. Lese ich mehr als das ich schreibe.
      El Tren "Die Pangalaktischen Whiskygurgler"

      FT - Theater: z.Z geschlossen
      Lounge und Bar geöffnet
      "Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken." (E.Kästner)
      "Die Hoffnung ist das wichtigste Organ und daher das größte."
      Ich glaube, der Grund das hier weniger Tasting Notes verteilt werden, und dass die Anzahl der Posts "Server ist nicht erreichbar" größer ist als die Anzahl der Posts zum geschmacklichen Inhalt des so heiß ersehnten neuen Whiskys liegt darin begründet, dass die eigentliche Jagd nach dem Whisky das vermeintlich Gemeinsame ist und nicht der Genuss. Der bleibt privat, und hat wahrscheinlich ziemlich unterschiedliche Ausprägungen.

      Vermutlich war dies früher anders, weil die Gruppe doch kleiner, die Whiskys doch verfügbarer waren; und die Whiskyszene doch in sich gleichförmiger war als heute. Also obwohl der Whisky früher vermeintlich vielschichtiger war, verteilt sich die Gemeinde heute viel mehr, oder viel offener in mehr oder weniger isolierte Gruppen. Diese Gruppen nutzen dieses Forum natürlich zur Information, aber eben nicht mehr zum Austausch.

      Die Gruppe der Personen der Personen die einen 300 Euro Whisky teilen um sich den Stoff dann genüsslich in den Rachen zu kippen ist, scheinbar genauso klein wie die Gruppe der Leute die Bruichladdich Valinchs sammeln und sich gerne über die Blechdosen unterhalten würden. Beide Gruppen finden hier scheinbar nicht das Forum um sich auszutauschen, weil das Maß an Interesse der gesamten Indianerschaft - scheinbar - für beide Themen zu gering ist. Statt Anerkennung, Zuspruch oder Neugier sammeln sie doch zu häufig Spott oder Hohn. "Viel zu teuer" oder "was für ein Blödsinn, nur der Inhalt zählt".
      Das genau war früher anders, weil die Neugier auf Whisky insgesamt mit all seinen Facetten größer war. Verrückte, Nerds und Geeks gab es immer schon, aber sie waren halt aufgehoben und man fand halt eine Gemeinsamkeit... im Glas.
      Immer schön Dram bleiben

      Tastingnotes sind für mich persönlich lediglich eine sehr grobe Orientierung. Begründen möchte ich dies u.A. damit, dass mir persönlich die gleiche Abfüllung an verschiedenen Tagen verkostet, teilweise total unterschiedlich rüberkommt.
      Auch habe ich es erlebt, das eine Handvoll Genießer zu teilweise völlig gegensätzlichen Notes gekommen sind.
      Manchmal verändert sich ja auch eine Flasche. Dies kann ausschlaggebend sein, wenn zwischen der Erstellung der Tastingnotes ein längerer Zeitraum liegt und/oder die Flasche mehrfach geöffnet wurde.
      Glenturretsyndrom "...... Statt Anerkennung, Zuspruch oder Neugier sammeln sie doch zu häufig Spott oder Hohn. "Viel zu teuer" oder "was für ein Blödsinn, nur der Inhalt zählt".
      Das genau war früher anders, ........"

      so ist es
      „Kaum haste mal ein bisschen was,gibt es wen,den ärgert das“
      Wilhelm Busch

      "Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft"
      Aristoteles

      „Pazifisten sind wie Schafe, die glauben der Wolf sei ein Vegetarier.“
      Yves Montand
      Robert, da gebe ich Dir sowas von Recht.

      Islay2011 schrieb:


      Auch habe ich es erlebt, das eine Handvoll Genießer zu teilweise völlig gegensätzlichen Notes gekommen sind.

      Liegt wohl daran, dass Geschmäcker verschieden sind. Aber genau das macht das Thema doch so interessant und liefert immer wieder Stoff für Diskussionen.
      :flag:
      _____________
      Slainte, Andreas

      Meine offenen Flaschen

      Mitglied bei "De ech Kölsche Drämmcher" - Gewinner der Roten Laterne 2012

      Lebenslang Grün-Weiß
      Ich glaube, vieles liegt daran, dass sich das Kauf- und Trinkverhalten ziemlich geändert haben - was zum großen Teil am Markt liegt und nicht an den Leuten. Ich habe mich zuhause mal umgeschaut und festgestellt, dass ich weit über die Hälfte der Flaschen, die ich dieses Jahr gekauft habe, vorher nicht kannte, also blind kaufen musste, rein anhand der Eckdaten. Die andere Hälfte teilt sich nochmal in eine Hälfte, die ich deswegen gekauft habe, weil ich sie vor Ort probieren konnte. Also vorher probieren und dann vielleicht kaufen geht halt nicht mehr, wenn man über die Standards hinaus geht; oder halt fast nur noch bei den Brennereien selber.
      Es ist dann müßig, sich über Flaschen zu unterhalten, die man eh' nicht mehr bekommen kann. Solange der Erwerb wirklich interessanter Whiskys der Suche nach Goldnuggets im Schlamm gleicht (und sich am Ende drei Viertel der Nuggets doch nur als Katzengold herausstellen), gehts eben viel mehr um die Jagd, in der Hoffnung, auch mal "echtes Gold" abzubekommen. Dann teilt sich das Forum in die, die sehr guten Whisky haben und diejenigen, die auch mal sehr guten Whisky haben wollen. Leider wird dieser Trend in den "sozialen Medien" massiv durch diejenigen verstärkt, die mit dem Herzeigen ihrer "Schätzchen" ihre Eitelkeit pflegen wollen. Und auf einmal gehts um Status: wer kriegt, wer hat, wer hat die Connections, um an Pullen ranzukommen, etc. Ist hier nicht so verbreitet, aber "draußen" umso mehr. Und das schwappt natürlich auch rüber. Worüber will man sich dann unterhalten?

      Ein wenig liegts natürlich auch an der Trinkkultur. Seit einem halben Jahr habe ich für mich daher zwei Konsequenzen gezogen:
      1) wieder Flaschen durchtrinken statt Samples anzuhäufen. Zweimal Whisky im Glas unter "Laborbedingungen" ersetzen nicht den meistens zufällig daherkommenden Moment des richtigen Whiskys zur richtigen Zeit. Und wenn es halt keine 90-Punkte-in-der-Base-Flasche ist, ja Gott: in der Regel stimmen die Rahmendaten und dann wirds auch irgendwie schmecken oder kann ich zumindest was lernen.
      2) Glenburgie statt Glendronach (oder jede andere Brennerei unter dem Radar). Weg von den Hypebrennereien, die einen eh' meistens enttäuschen. Sehr guter Whisky zum guten Preis und stressfrei verfügbar.
      Ich glaube, so kommt wieder mehr Ruhe in die Bude und dann gibts hoffentlich auch wieder was interessantes über Whisky zu erzählen.
      Ein wenig liegts natürlich auch an der Trinkkultur. Seit einem halben Jahr habe ich für mich daher zwei Konsequenzen gezogen:

      1) wieder Flaschen durchtrinken statt Samples anzuhäufen. Zweimal Whisky
      im Glas unter "Laborbedingungen" ersetzen nicht den meistens zufällig
      daherkommenden Moment des richtigen Whiskys zur richtigen Zeit. Und wenn
      es halt keine 90-Punkte-in-der-Base-Flasche
      ist, ja Gott: in der Regel stimmen die Rahmendaten und dann wirds auch
      irgendwie schmecken oder kann ich zumindest was lernen.

      2) Glenburgie statt Glendronach (oder jede andere Brennerei unter dem
      Radar). Weg von den Hypebrennereien, die einen eh' meistens enttäuschen.
      Sehr guter Whisky zum guten Preis und stressfrei verfügbar.

      Ich glaube, so kommt wieder mehr Ruhe in die Bude und dann gibts
      hoffentlich auch wieder was interessantes über Whisky zu erzählen.


      Das ist schon seit jeher meine Maxime. Zuallererst sicherlich aus finanziellen Gründen, meine Regierung würde mich vermutlich killen, wenn ich Unsummen an Whisky im nicht vorhandenen Keller lagern wollen würde :D . Zum anderen ist aber auch mittlerweile die Preisentwicklung an einer Stelle angelangt, wo ich einfach nicht mitgehen kann und will....
      Also wird aus der Not eine Tugend gemacht. Die Anzahl meiner Whiskys im Schrank ist buchstäblich an zwei Händen abzuzählen. Diese sind zudem alle angerissen :mahlzeit: .... Dennoch, bis jetzt hab ich noch für jeden Gast, und damit meine ich auch ausgesprochene alte Dachse, einen passenden Tropfen im Haus gehabt.... (kann natürlich auch sein, das der Besuch nur hölich sein wollt :ups: )

      Ich nutze dieses Forum gerne um mich zu informieren und habe hier auch einige sehr nette Menschen kennenlernen dürfen.

      Dafür mein Dank an alle die sich hier einbringen.

      Gruß Sven
      'Whisky ist schlecht für den Menschen, besonders schlechter Whisky'

      [b]Man muss dem Leben immer um mindestens einem Whisky voraus sein' - wie wahr... :angel: :angel:
      Humphrey Bogart
      [/b]
      was mich an einem whiskyforum interessiert?

      1. SAMPLES

      mit weitem abstand gefolgt von

      2. geschmacksdiskussionen
      - die finde ich noch am interessantesten im zusammenhang mit einer FT; da haben wenigstens alle die da urteilen, diesen whisky auch probiert... -

      3. news
      - da dachte ich schon vor langer zeit, viel verrückter kann es doch in der wackeren neuen whiskywelt wohl nicht mehr zugehen, und siehe da... -

      4. blindtastings
      - nicht mehr für mich als teilnehmer, da ich meine grenzen dabei bereits zur genüge kenne und mir da keine illusionen mehr mache, sondern aus Interesse wie sich dabei die neuen jungen whiskyfans schlagen -

      5. geschmacksbeschreibungen
      - aber nur von nicknames, deren geschmack ich noch einschätzen kann. wie z.b. c.e. (wurde der vielleicht auch wegen seiner notorischen kleinschreibung zu oft abgemahnt oder gar gesperrt? jedenfalls sind da nicht mehr viele. zuletzt wurde hier die tortratte nach ein paar sehr interessanten FTs gesperrt. an den preisen der FTs die ich mitbekommen habe, kann es nicht gelegen haben, denn die lagen ja unter den ENTSPRECHENDEN whiskybase-preisen. muss wohl wegen seiner etwas unverblümten urbayrischen ausdrucksweise passiert sein in den heutigen politisch korrekten neusprechzeiten...
      ansonsten gibt es doch im Internet geschmacksbeschreibungen zur genüge von jedem, der sich dazu berufen fühlt bis hin zu international bekannten whiskyfans wie z.b. SV auf whiskyfun, deren urteile oder punkte wiederum die unbekannten berufenen oft nicht nachvollziehen können -

      und was viele vielleicht gerne lesen, ich aber überhaupt nicht brauche, ist die ständige werbung für whiskys, die es schon lange nicht mehr zu einem vernünftigen preis aus erster hand zu kaufen gibt.

      vor allem bei diesen "früher waren die whiskys besser"-behauptungen fände ich es gut,
      - mir ist natürlich klar, dass das völlig unrealistisch ist, aber mann darf hoffentlich selbst in einem schnapsforum mal ein bisschen träumen -
      wenn die schreiber ihr engagement bei diesen bejubelten raritäten offenlegen müssten...

      slainte
      skyed

      PS:
      ein wohnzimmer zum gemütlichen beisammensein - zugegeben, es ist nicht blau - habe ich schon zu hause und der nur harmonische meinungsaustausch mit stets gleichgesinnten führt nur selten zu neuen erkenntnissen. darum bin ich in meiner jugend auch gerne in debattierclubs gegangen...
      "Smells like wet roses on a tuesday morning... who needs this bullshit?" Jim McEwan in dieser TV-doku:
      Flüssiges Gold - Die Schotten und ihr Whisky - Doku, ARD/NDR, 2004 - YouTube