Fridays against peat?

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      Fridays against peat?

      In einem anderen Thread kam eine Anmerkung zum Thema Rauch und Klimawandel. Da Holz aber zumindest ein nachwachsende Rohstoff ist und daher nicht so problematisch sein sollte, finde ich folgende Fragestellung viel interessanter, da ich entsprechende Whiskys mag:

      Wie lange wird es noch mit Torf gemälzte Gerste geben? Das ist doch ein fossiler Brennstoff, oder?

      Ist euch zu dem Thema schon was untergekommen?
      The answer is 42!
      Also uns wird die Problematik unter Garantie nicht mehr betreffen!
      Im Rahmen einer Laphroaig-Tour wurde mir kürzlich gesagt, deren Vorräte würden noch für mind. 200 Jahre reichen (und aktuell verwenden sie nur den optimalsten Teil der Torfschicht)
      Allerdings mag ich mich erinnern vor einigen Jahren bei einer ähnlichen Tour einen deutlich längeren Zeitraum genannt bekommen zu haben...wie akkurat diese Schätzungen also sind ist schwer abzuschätzen...
      Unter Klimaschutzgesichtspunkten müßte man die ganze Whiskyindustrie verbieten.

      1) Whisky ist reines Genußmittel und nicht lebensnotwendig.
      2) Das Getreide bzw. die Cerealien könnten für Lebensmittel eingesetzt werden, statt für Schnapps.
      3) Die Whiskyproduktion ist sehr Wasser intensiv
      4) Die Energie wird weitestgehend in die Luft geblasen (außer z.B. bei Bowmore fürs Schwimmbad)
      5) Bäume müssen sterben für irgendwelche Fässer
      6) Die CO2 Bilanz für Whiskymessen ist bestimmt negativ, weites Anreisen, schleppen von Kisten auf beiden Seiten führt zu verstärktem CO2 Ausstoß
      7) Gibt bestimmt noch einiges mehr ....

      Insgesamt also völlig "sinnfreies Produkt". Also bitte keine Info an Greta, sonst sind wir unser Hobby und einige ihren Job los ;-)
      "Bin immer auf der Suche nach älteren Bruichladdich Abfüllungen. Destilliert in den 60er, 70er Jahren und freue mich auf Angebote"
      Sehr unwahrscheinlich, daß da überhaupt etwas in der Richtung passiert. Der Torf wird nicht primär als Brennstoff, sondern als Geschmacksmittel eingesetzt. Zudem ist der CO2-Ausstoß extrem gering im Vergleich zu diversen anderen CO2-Quellen bei der Whisky-Herstellung, ganz zu schweigen vom Transport aus Schottland um die ganze Welt. Zudem müßte dann erstmal die Blumenerde-Industrie dran glauben. Die verbrauchen in einem Jahr vermutlich soviel Torf wie auf Islay für die gesamte Whiskyherstellung seit der Destillation des ersten Tropfens verbraucht wurde. Und selbst wenn das irgendwann mal ein Thema werden sollte, kann man immer noch über CO2-Kompensationsprojekte, Einleitung in Gewächshäuser oder Carbon-Capture nachdenken. Alles halb so wild...
      Sure they’ve always made NAS whiskies, but those were the cheapest ones. Like NAS–8–12–15–18–25. Not NAS–NAS–NAS–NAS–25. (Serge Valentin)

      chico schrieb:

      guide42 schrieb:

      Aber passt der Vergleich mit der Blumenerde-Industrie? Die verbrennen den Torf doch nicht.

      Oh, das ist ein guter Einwand...

      Im Moor ist der Torf prinzipiell unter Sauerstoffabschluß, verrottet also nicht.
      Sobald der Torf aber im Garten ausgebracht ist, beginnt der Abbau und dabei wird CO2 freigesetzt. Et voilà.
      Der Effekt ist dann der gleiche wie bei der Verbrennung, nur dass dabei kein Feinstaub entsteht.

      Gruß
      Stefan
      Schwarmblödheit schlägt Schwarmintelligenz

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