Auswirkungen auf die Klangqualität im Hifi- Bereich - Glaubensfrage oder "Isso"?

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      Auswirkungen auf die Klangqualität im Hifi- Bereich - Glaubensfrage oder "Isso"?

      Anmerkung: Diese Beiträge wurden auf Wunsch hierhin verschoben, da sie im ursprünglichen Thread Off- Topic waren, aber dennoch interessant sind.
      Mr. Mooc (für´s Mod- Team)
      ***

      Ist zwar Off-Topic, aber dazu muss ich etwas schreiben:

      Springphroaig schrieb:


      Das Problem ist übrigens auch bei HiFi-Audio bekannt. Z.B. hören manche Leute angeblich Klangunterschiede von Kabeln, sogar von Digitalkabeln (dazu kann ich nur empfehlen, sich die Ergebnisse der Blindhörvergleiche bei hifiaktiv.at mal anzuschauen :-)).


      Kabel sind, elektrotechnisch betrachtet, ein Glied in der Wiedergabekette, oder ein Bauteil darin. Ein Kabel kann man mittels Kapazität, Induktivität und Widerstand beschreiben. Daher hat ein Kabel einen Einfluss auf das Signal.
      Insbesondere wenn das Lautsprecherkabel zusammen mit dem Lautsprecher und dem Verstärker harmoniert oder eben nicht harmoniert. Stichworte: Ausgangswiderstand des Verstärkers ( Vergleiche: innerer Widerstand einer Spannungsquelle), komplexer Widerstand des Lautsprechers als eine Funktion der Frequenz.

      Ein einfaches Beispiel: ein 2,5mm² Kabel klingt anders als ein 4mm², dieses widerum wie ein 6mm². Ich habe mal während meines Studiums aus Neugier die Hochfrequenztelegraphengleichung (so hieß die doch, oder?) auf NF umgerechnet. Und da kam raus: wenn man ein Kabel verwendet, sollte man ein 4mm² nehmen, bei Bi-Wiring oder gar Bi-Amping für den Hochtonbereich ein 2,5mm² und für den Tieftonbereich ein 6mm² Kabel.

      Da ich mein Studium u.a. durch den Verkauf von Hi-Fi und High-End finanziert habe, habe ich mit den Kunden fast immer Hörvergleiche gemacht. Ohne den Kunden vorher zu sagen, was anders klingen wird. Das sollten diese immer selbst herausfinden und dann entscheiden, ob es den Preisunterschied wert ist. Unterschiede gab es immer zu hören.

      Ich habe auch mit sehr skeptischen Kommilitonen Hörvergleiche gemacht. Nach den Hörproben gab es keine Diskussionen mehr. Probieren geht dann doch oft über Studieren. Ich behaupte sogar, dass man hören kann, ob ein CD-Spieler ganz unten im Rack oder ganz oben im Rack steht. Das ist natürlich nicht mit 49.-€ Playern möglich, weil die klingen so schon nicht. Es hat auch seinen Grund, warum Lautsprecher auf Spikes stehen.

      Was ich allerdings nie begriff und auch nie begreifen werde, ist, wie man Tausende von Euro für Kabel ausgeben kann.
      Die Lautsprecherkabel die ich verkaufte, hatten einen Meterpreis von bis zu 50.-€.

      Ich kannte auch Händler, die auf Schulungen uns die Physik neu erklären wollten. So sollen angeblich die Elektronen im Kupfer umeinanderkugeln, wenn man das Kabel schüttelt. Das würde dann klangschädlich sein. Daher müsse man diese erst wieder "einnorden". Das Gerät dazu kostet natürlich mehrere hundert Euro.
      Das war alles doch sehr NPV (Nobelpreisverdächtig :zwinker: ). Die haben dann Kabel im vierstelligen Eurobereich angepriesen. Das halte ich dann doch für ein wenig unseriös.

      Aber es gibt Unterschiede bei Kabel. Definitiv.
      Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf.

      Suche: Glenglassaugh's und Jahrgangsabfüllungen bis 1997 von AnCnoc / Knockdhu Kauf oder Tausch Angebote bitte per PN

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      Sjaunja schrieb:

      Ist zwar Off-Topic, aber dazu muss ich etwas schreiben:

      Springphroaig schrieb:


      Das Problem ist übrigens auch bei HiFi-Audio bekannt. Z.B. hören manche Leute angeblich Klangunterschiede von Kabeln, sogar von Digitalkabeln (dazu kann ich nur empfehlen, sich die Ergebnisse der Blindhörvergleiche bei hifiaktiv.at mal anzuschauen :-)).


      Kabel sind, elektrotechnisch betrachtet, ein Glied in der Wiedergabekette, oder ein Bauteil darin. Ein Kabel kann man mittels Kapazität, Induktivität und Widerstand beschreiben. Daher hat ein Kabel einen Einfluss auf das Signal.
      Insbesondere wenn das Lautsprecherkabel zusammen mit dem Lautsprecher und dem Verstärker harmoniert oder eben nicht harmoniert.

      Ein einfaches Beispiel: ein 2,5mm² Kabel klingt anders als ein 4mm², dieses widerum wie ein 6mm². Ich habe mal während meines Studiums aus Neugier die Hochfrequenztelegraphengleichung (so hieß die doch, oder?) auf NF umgerechnet. Und da kam raus: wenn man ein Kabel verwendet, sollte man ein 4mm² nehmen, bei Bi-Wiring oder gar Bi-Amping für den Hochtonbereich ein 2,5mm² und für den Tieftonbereich ein 6mm² Kabel.

      Da ich mein Studium u.a. durch den Verkauf von Hi-Fi und High-End finanziert habe, habe ich mit den Kunden fast immer Hörvergleiche gemacht. Ohne den Kunden vorher zu sagen, was anders klingen wird. Das sollten diese immer selbst herausfinden und dann entscheiden, ob es den Preisunterschied wert ist. Unterschiede gab es immer zu hören.

      Ich habe auch mit sehr skeptischen Kommilitonen Hörvergleiche gemacht. Nach den Hörproben gab es keine Diskussionen mehr. Probieren geht dann doch oft über Studieren. Ich behaupte sogar, dass man hören kann, ob ein CD-Spieler ganz unten im Rack oder ganz oben im Rack steht. Das ist natürlich nicht mit 49.-€ Playern möglich, weil die klingen so schon nicht. Es hat auch seinen Grund, warum Lautsprecher auf Spikes stehen.

      Was ich allerdings nie begriff und auch nie begreifen werde, ist, wie man Tausende von Euro für Kabel ausgeben kann.
      Die Lautsprecherkabel die ich verkaufte, hatten einen Meterpreis von bis zu 50.-€.

      Ich kannte auch Händler, die auf Schulungen uns die Physik neu erklären wollten. So sollen angeblich die Elektronen im Kupfer umeinanderkugeln, wenn man das Kabel schüttelt. Das würde dann klangschädlich sein. Daher müsse man diese erst wieder "einnorden". Das Gerät dazu kostet natürlich mehrere hundert Euro.
      Das war alles doch sehr NPV (Nobelpreisverdächtig :zwinker: ). Die haben dann Kabel im vierstelligen Eurobereich angepriesen. Das halte ich dann doch für ein wenig unseriös.

      Aber es gibt Unterschiede bei Kabel. Definitiv.


      Sehr schöne Ausführung. Vielen Dank, sehr interessant.
      'Man muss dem Leben immer um mindestens einen Whisky voraus sein'

      Humphrey Bogart
      die geschmacks- oder glaubensfragen in sachen HiFi und besonders bei kabeln, sowohl analog wie auch digital, sollten eigentlich einfacher zu klären sein als die geschmacks- oder glaubensfragen bei whisky, da man bei ersterem viel relevantes besser messen kann.

      trotzdem bleibt auch im HiFi-bereich vieles eine geschmacks- oder glaubensfrage. sogar bei der übertragung von digitalen signalen mit unterschiedlichen kabeln mit gemessen gleicher fehlerrate...

      ich empfehle zu den fragen, was das gehör von erwachsenen menschen wirklich noch unterscheiden kann und was nicht die schrift "technik satt" des lautsprecherherstellers günther nubert:

      technik_satt.pdf
      (z.b. zur hörbarkeit von lautsprecherkabelunterschieden siehe seite 18)

      slainte
      skyed


      PS
      bei einem begrentzen budget würde ich kein kleines vermögen in kabel oder in digitalkomponenten mit immer höheren abtastfrequenzen oder bitauflösungen stecken, sondern lieber etwas mehr in die lautsprecher (oder kopfhörer?) investieren; mit zunehmendem alter eher mehr im tief/mittel- als im hochtonbereich...
      "Smells like wet roses on a tuesday morning... who needs this bullshit?" Jim McEwan in dieser TV-doku:
      Flüssiges Gold - Die Schotten und ihr Whisky - Doku, ARD/NDR, 2004 - YouTube

      Sjaunja schrieb:

      Ist zwar Off-Topic, aber dazu muss ich etwas schreiben:

      Kabel sind, elektrotechnisch betrachtet, ein Glied in der Wiedergabekette, oder ein Bauteil darin. Ein Kabel kann man mittels Kapazität, Induktivität und Widerstand beschreiben. Daher hat ein Kabel einen Einfluss auf das Signal.
      Insbesondere wenn das Lautsprecherkabel zusammen mit dem Lautsprecher und dem Verstärker harmoniert oder eben nicht harmoniert. Stichworte: Ausgangswiderstand des Verstärkers ( Vergleiche: innerer Widerstand einer Spannungsquelle), komplexer Widerstand des Lautsprechers als eine Funktion der Frequenz.

      Ein einfaches Beispiel: ein 2,5mm² Kabel klingt anders als ein 4mm², dieses widerum wie ein 6mm². Ich habe mal während meines Studiums aus Neugier die Hochfrequenztelegraphengleichung (so hieß die doch, oder?) auf NF umgerechnet. Und da kam raus: wenn man ein Kabel verwendet, sollte man ein 4mm² nehmen, bei Bi-Wiring oder gar Bi-Amping für den Hochtonbereich ein 2,5mm² und für den Tieftonbereich ein 6mm² Kabel.

      [...]


      Uff ;-), ich hätte das Thema nicht anschneiden sollen hier in einem Forum über Whisky. Ich fand den Vergleich aber so treffend, weil in beiden Fällen nur richtige Doppelblindtests die sensorische "Wahrheit" ans Tageslicht zu bringen vermögen. Das Thema HiFi ist eines der sensibelsten und umstrittensten Gebiete, man liest immer von "den Goldohren versus den Ungläubigen" ;-).
      Ich selber gehöre wohl zu den Ungläubigen ...
      Ich muss das Off-Topic hier aber doch nochmal bedienen [Entschuldigung!] :-).

      Um zunächst ein Missverständnis aufzuklären: Ich meinte mit den "Kabeln" nicht die Lautsprecherkabel, sondern die Cinchkabel zwischen Quelle (z.B. CD-Spieler) und dem (Vor-)Verstärker.

      Es ist absolut richtig, dass es überhaupt nicht egal ist, welchen Querschnitt die Lautsprecherkabel haben. Wenn die Kabel unterdimensioniert sind, kann das in der Tat zu Klangbeeinträchtigungen führen.

      Extrem wichtig für den Klang sind ferner Qualität, Bauweise und Geometrie der Lautsprecher (oder Kopfhörer), also die elektromechanischen Wandler, die im Vergleich zur heutigen Transistorelektronik große Klirrfaktoren aufweisen. Extrem wichtig ist auch die Raumakustik. Hier führen Reflexionen zu Interferenzen und somit zu Verzerrungen der Impulsantwort.
      Dann sei noch die Aufnahmequalität auf der CD zu nennen. Wenn Raumakustik oder Mikrofonkonstellation bei der Aufnahme schlecht waren, ist das auf der CD verewigt und nicht mehr zu kompensieren.

      Also die oben genannten Dinge können einen erheblichen Einfluss auf den Klang haben.
      Aber es gibt auf der anderen Seite Dinge, die keinen wirklichen Einfluss auf den vom Menschen hörbaren Klang haben, weil z.B. die Klirrfaktoren und Verzerrungen im Frequenz- resp. Zeitbereich unhörbar gering sind. Das fängt übrigens nicht erst bei den von mir genannten analogen und digitalen Geräteverbindungskabeln an. Aber die weiteren Ausführungen (siehe ganz unten**) verkneife ich mir hier lieber, weil ich Angst habe, eine Welle der Empörung auszulösen ;-).

      Es ist absolut richtig, dass die elektrischen Eigenschaften aller Bausteine einer Wiedergabekette wichtig für den Klang sind. Die Bausteine**, die ich oben nicht mehr ausgeführt habe, und z.B. die genannten Gerätecinchkabel besitzen messbare Werte u.a. für die komplexe spektrale Impedanz, den komplexen Frequenzgang, die so perfekt sind, dass sie die Fähigkeiten des menschlichen Gehörs um Dimensionen übertreffen. Heutige rein-elektrische analoge und digitale Audiotechnik ist im Hörfrequenzbereich (das ist keine Hochfrequenztechnik sondern lächerliche 20 kHz, von mir aus 40kHz/Nyquist oder noch etwas mehr bei der elektronischen Verarbeitung) inzwischen so gut und kostengünstig; Commodity-Elektronik weist bereits diese Perfektion auf.

      Und ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, dass man es hören kann, ob der CD-Spieler unten oder oben im Rack steht, u.a. weil jeder CD-Spieler einen Pufferchip besitzt und die digitalen Signale zeitversetzt und fehlerfrei "gereinigt" an den DAW ausgibt.
      Wenn das ein analoger Plattenspieler ist, dann glaube ich das sofort, weil der mit Vibrationen und Schallwellen interagiert (Stichwort "elektromechanischer Wandler", wie es auch die Lautsprecher sind).

      Das einzige Verfahren beim Anhören, das wirklich hilft, um real existierende Klangunterschiede aufzuspüren, sind "Doppelblindtests". Hattest Du die so durchgeführt oder nur als einfache Blindtests?

      David Messinger und viele HiFi-Enthusiasten haben Unmengen solcher Doppelblindtests durchgeführt. Die Ergebnisse sind frappierend und wahre Eye-Opener - sagen wir lieber "Ear-Opener".
      Sehr lesenswert!
      Dort findet Ihr auch die Ergebnisse zu den HiFi-Elementen, die ich des lieben Friedens willen hier nicht erwähnt habe (**).

      Ihr findet diese auf der Wiener Website "hifiaktiv.at".

      Dort steht z.B. auf der Startseite: Zitat:
      "Alle Artikel in dieser Homepage und die darin stehenden Aussagen sind das Ergebnis meiner jahrzehntelanger Beschäftigung mit der Musikwiedergabe, nicht nur aus technischer Sicht, sondern vor allem aus der Praxis, denn nicht alles das messbar ist, ist auch hörbar, viel eher könnte man sagen „das Wenigste davon“."

      Ich wünsche dort interessanten Lesespaß,
      natürlich bei einem genussvollen Dram, muss ja nicht unbedingt Laphi CS sein ;-)
      Slainte!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Springphroaig“ ()

      skyed schrieb:


      PS
      bei einem begrentzen budget würde ich kein kleines vermögen in kabel oder in digitalkomponenten mit immer höheren abtastfrequenzen oder bitauflösungen stecken, sondern lieber etwas mehr in die lautsprecher (oder kopfhörer?) investieren; mit zunehmendem alter eher mehr im tief/mittel- als im hochtonbereich...

      Meines Wissens, und auch des meines Ohrenarztes, hast Du Dich entweder hier verschrieben, oder behauptest das Gegenteil dessen, was mit dem Hören im Alter geschieht. Ich war schon zu meinen Ausbildungszeiten als Radio- und Fernsehtechniker der Einzige in der Werkstatt, der das 15,625kHz Zirpen der Hochfrequenztrafos hören konnte.
      Gerade Menschen gesetzteren Alters haben bei mir HiFi-Anlagen gekauft die im Hochtonbereich etwas lauter, ja sogar aggressiver waren als Menschen U40. Weil diese eben im Hochtonbereich nicht mehr so gut hören wie als Jugendlicher.



      Springphroaig schrieb:

      Das Thema HiFi ist eines der sensibelsten und umstrittensten Gebiete, man liest immer von "den Goldohren versus den Ungläubigen" ;-).
      Ich selber gehöre wohl zu den Ungläubigen ...
      Ich muss das Off-Topic hier aber doch nochmal bedienen [Entschuldigung!] :-).

      Jepp, ich auch, sorry. Wie ich oben schon ausgeführt habe, ist es ein kleiner Schritt von Naturwissenschaften (Physik) zu Voodoo.

      Springphroaig schrieb:


      Und ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, dass man es hören kann, ob der CD-Spieler unten oder oben im Rack steht, u.a. weil jeder CD-Spieler einen Pufferchip besitzt und die digitalen Signale zeitversetzt und fehlerfrei "gereinigt" an den DAW ausgibt.

      Wie auch schon oben geschrieben, habe ich während meines Studiums es gelernt, vor der Theorie mal die Praxis zu testen. Und hinterher drüber zu reden warum dies wohl so ist. Gerade dieses Experiment habe ich mit einem meiner besten Freunde (sehr ungläubig!), gleicher beruflicher Werdegang wie ich, bei mir zu Hause, damals noch in der Studentenbude gemacht.
      Er mit verbundenen Augen. Er konnte, er wusste nicht was ich ändere, klar einen Klangunterschied feststellen. Oder keinen, wenn ich Nichts veränderte.

      Springphroaig schrieb:


      Das einzige Verfahren beim Anhören, das wirklich hilft, um real existierende Klangunterschiede aufzuspüren, sind "Doppelblindtests". Hattest Du die so durchgeführt oder nur als einfache Blindtests?

      Das kann ich für die vielen Tests nicht mehr sagen. Welche so und welche so.
      Einer meiner Tests sind aber in einer Ausgabe der Zeitschrift "stereo" (Kopie habe ich zu Hause) auf drei Seiten erschienen. Da ging es um Klangunterschiede DVD-Player vs. CD-Player, Surround-Verstärker vs. Stereoverstärker (bei gleicher Ausgangsleistung), und auch Vorstufen.

      In Verkaufsgesprächen, ähm nein, -vorführungen, hat das naim NACA5 Lautsprecherkabel (4mm²), damals für 25.-€/m, immer gegen das günstigere 2,5mm² (Hersteller weiß ich nicht mehr) für 12.-€/m gewonnen. Außer es waren kleine Lautsprecher anzusteuern. Da machte das große Kabel wenig Sinn.

      Springphroaig schrieb:


      Ihr findet diese auf der Wiener Website "hifiaktiv.at".

      Danke. Das was ich jetzt schon gelesen habe, trifft zu.
      Wenn ich mich auch erinnere, das es auch bei Analog-Cinchkabeln minimale Unterschiede gibt.
      Das ist aber abhängig vom Hörvermögen (ich hatte damals nachweislich ein exzellentes Hörvermögen, ärztlich bestätigt) und auch tägliches Hörtraining.
      Sicher gab es auch Kunden, die keine Unterschiede gehört haben.
      Oder wenn ich krank war, war einfach alles nur noch schrill in meinen Ohren.

      Als ich in dem HiFi-Studio anfing, das war 2001, konnte ich mich in den ersten 6 Monaten nicht mit Produkten der englischen Firma naim anfreunden. Irgendwann habe ich die Philosophie von naim dann doch begriffen.
      Habe dann mit einer kleinen 5er Anlage (CD-Player, Vor- und Endstufe an einem Päarchen Credo angefangen).
      Nach und nach wurde diese immer größer. Unbeabsichtigt.
      Nicht selten lief es so: ein Kunde wollte übers Wochenende z.B. eine bestimmte Endstufe (naim NAP 200) zum Probehören zu Hause haben. Diese war aber nicht im Geschäft verfügbar, aber bei mir im Privatbesitz. So bekam ich die nächstgrößere (naim NAP 250 plus Hi-Cap für die Stromversorgung der Vorstufe), die im Geschäft im Vorführraum war, selbst übers Wochenende. Und das ist nun kein Witz:
      Während dem Geschirrspülen in der Küche (immer noch Studentenbude in der 4er WG) hörte ich auf einmal meine mir bekannte Musik (es lief damals: Porcupine Tree / Tool / Wagner:Ring ohne Worte) anders als zuvor. Unerwartet. Da war auf einmal mehr Druck, mehr Präzision, die Töne waren unangestrengter, fideler in der Luft. Die Lautsprecher (immer noch die Credo) waren mehr unter Kontrolle, verhielten sich deutlich devoter unter der strengen Dominanz der 250 als unter der 200. Trotzdem melodischer, schwingender, mehr taktend. Einfach süchtig machend nach dem Genuß des Lauschens guter Musik.
      Selbst meine Mitbewohner kamen in die Küche um zu festzustellen, dass es anders klänge als sonst.
      ( Könnt ihr nun glauben oder auch nicht ;) )

      Vielleicht ist das auch der Grund, warum nicht wenige Musikenthusiasten, einmal mit HiFi angefangen, nach und nach "aufrüsten". Zumindest war es seinerzeit so.

      So, und jetzt schlage ich den Bogen zu der Whiskywelt, wir alle mal vielleicht mit einem Glenfiddich 12 als ersten Malt angefangen haben, und nun bevorzugt nur noch spezielle Single Cask Bottlings @ Cask Strength geniessen möchten.
      Jemand, der kaum oder keine Erfahrung mit Single Malt Whisky hat, findet die alle nur "stark" oder "scharf". Und kann damit Wenig oder Nichts anfangen. Jemand der regelmäßig Whisky geniesst, vor allem eine gute Nase und einen sensitiven Gaumen hat, wird mehr mit dem Inhalt eines Glases anfangen können, als jemand, der leider nicht das Talent oder die Übung hat.

      Ich war durch meine Ausbildung und mein Studium natürlich erheblich vorbelastet und es gab auch etliche Diskussionen.
      Im Geschäft als auch im Studium. Daher habe ich meine Meinung, es ist eine Gratwanderung zwischen Physik und Voodoo. Und nicht alles ist in der Theorie erklärbar. Sondern einfach nur Erfahrungs- bzw. Hörwissen.
      Und unser Ohr ist ein verdammt feines und gutes Messinstrument.

      P.S.: Ich höre auch den Unterschied zwischen CD und AAC Qualität des iPods über das Becker CD-Radio in meinem 21 Jahre alten Volvo. Und, (jetzt dürft ihr mich für vollends bekloppt halten, wenn ihr das eh schon nicht längst alle tut ;) ) ich höre auch den Füllstand des Öls in meinem Volvo. Als mir dass das erste Mal auffiel, hielt ich mich tatsächlich für völlig durchgeschnappt, aber in meiner Volvonauten-Selbsthilfegruppe klopfte man mir nur beruhigend auf die Schulter und man sagte mir: Von nun an bist Du ein wirklicher Volvonaut.
      Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf.

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      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von „Sjaunja“ ()

      Sjaunja schrieb:


      ...
      Gerade Menschen gesetzteren Alters haben bei mir HiFi-Anlagen gekauft die im Hochtonbereich etwas lauter, ja sogar aggressiver waren als Menschen U40. Weil diese eben im Hochtonbereich nicht mehr so gut hören wie als Jugendlicher.
      ...


      ich dachte da eigentlich schon an die dann folgenden stadien, Sjaunja:
      also equalizer + superlinearer und ÜBERmächtiger verstärker + sauteuere boxen mit durchgebrannten edlen hochtönern.

      leider ist die korrelation zwischen dem frequenzumfang des gehörs und der finanziellen potenz von der jugend bis zum rentenbeginn in der regel ziemlich negativ.

      ähnliche effekte soll es übrigens auch beim geruchs- und geschmackssinn geben. das könnte vielleicht auch (neben dem allgemeinen trend "immer höher, stärker, ...") zum teil die abgehobenen preise der jungen fassstarken islay-rauchbomben erklären...

      slainte
      skyed
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      Flüssiges Gold - Die Schotten und ihr Whisky - Doku, ARD/NDR, 2004 - YouTube

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „skyed“ ()

      ich habe nichts dagegen, den HiFi-teil mit SEINEN geschmacks- und glaubensfragen in einen extra thread im OFFFTOPIC-bereich zu verschieben.

      vielleicht gibt es ja in diesem forum auch schon einen HiFi-thread mit diskussionen über blindtests in diesem bereich...

      slainte
      skyed
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      Von Kabeln bin ich schon lange weg. Stelle meine Hörgeräte einfach auf Musik. Komfort, Fernsehen geht auch. Fehlt nur Durchzug. Bräuchte ich so manches mal. :-))
      Einfacher Lautsprecherkabel Vergleichstest.

      - HiFi Forum
      Für dumm verkaufen ist Marketing
      An dumm verkaufen ist Vertrieb

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Glenpitt“ ()

      Kurze Anmerkung aus eigener Erfahrung.

      Bis vor kurzen dachte ich auch Kabel sind "Voodoo", aber habe dies an meiner Anlage ausprobiert und sowohl ich als auch meine bessere Hälfte bei den getesteten Lautsprecherkabel Varianten festgestellt. (derzeit Audiodata LS8 im Einsatz)
      Mein Setup:
      Lautsprecher Fischer & Fischer SN170 + Sub MJ Acoustics
      Accuphase Verstärker E 308
      Phonovorverstärker Trigon
      Plattenspieler Kenwood KD 7010 + Hana SL MC

      Hab sogar meine Cinch-Kabel zwischen Phonovorverstärker und Verstärker getauscht ( aktuell TMR Ramses) weil man Unterschiede gehört hat.
      Höre überwiegend Jazz. Keine Ahnung, ob das braucht war aber dennoch erstaunt, daß man Unterschiede in den Strippen merkt und nein ich hab vorher bzw. währenddessen keinen Whisky getrunken ;-)
      "Bin immer auf der Suche nach älteren Bruichladdich Abfüllungen. Destilliert in den 60er, 70er Jahren und freue mich auf Angebote"
      also irgendwie fehlt mir da auf den 5 seiten deines links bei den geschmacks-, glaubens- und blindtestfragen zu lautsprecherkabeln etwas, nachdem ich sie auf die schnelle nach den stichworten "früher" und "preise" durchsucht habe, Glenpitt.

      in diesen HiFi- oder high-end-foren sind heute wahrscheinlich die diskussionen zwischen analog- und digital-fans interessanter. und dazu findet mann in der von mir oben erwähnten technik-satt-pdf von günther nubert zum kostenlosen runterladen viel interessantes.

      z.b. auch zum riesenaufwand, um WIRKLICHE blindtests durchzuführen. so führen bereits minimale pegelunterschiede "unangesagt gemein" vom gleichen lautsprecher zu unterschiedlichen urteilen bei den testern (unterschwellig lauter wird meist als qualitativ besser eingestuft) und besonders gut fand ich seine bemerkung in sachen gruppendynamischer prozesse bei den testern, besonders wenn ein "guru" dabei ist und kommunikation beim test nicht unterbunden wird. für einen lautsprecherentwickler steht halt bei einem blindtasting seiner lautsprecher natürlich das gesellige beisammensein nicht im vordergrund...

      slainte
      skyed


      DISCLAIMER:
      ich bin in sachen nubert in schwäbisch gmünd voreingenommen, denn ich habe meine letzten selbstgebauten lautsprecher vor ein paar jahren durch zwei gebrauchte passive nubert lautsprecher ersetzt. mir genügt stereo immer noch und der trend geht ja auch in die richtung aktive lautsprecher mit integriertem verstärker...


      PS:
      nachdem ich dann alle meine analogen tonträger digitalisiert und auch die CDs überspielt hatte, habe ich meine analogen abspielgeräte und den verstärker mit dem nickname "heizkraftwerk" eingemottet und durch handy, pc und smart-tv im home-wlan und einen sehr preiswerten, unglaublich kleinen, hocheffizienten und deshalb immer ziemlich kühlen FDA
      (nicht von nubert, da unnötig teuer mit einem zugegeben schöneren, sehr wertigen gehäuse)
      ersetzt.

      oh, beinahe hätte ich das wichtigste vergessen:
      zwei etwa jeweils knapp 2 m lange normale 4 mm^2 kabel (sicher ist sicher!) vom baumarkt zur verbindung der analogen ausgänge des FDA (voll digitaler verstärker) mit den beiden voll analogen passiven lautsprechern...
      "Smells like wet roses on a tuesday morning... who needs this bullshit?" Jim McEwan in dieser TV-doku:
      Flüssiges Gold - Die Schotten und ihr Whisky - Doku, ARD/NDR, 2004 - YouTube
      Mich habe die Beiträge während der Abendspeis amüsiert und auch gefallen.
      Mein "Hörtest" war dunnemals in einen High End Laden in AC.
      Ich komme nicht aus dem Bereich der Akustiker oder Techniker,
      aber naim, Accupase und andere heilige Kühe sind mir bekannt.
      Mit dem Geschäftsinhaber sass ich abends oft im Laden und wir haben viel Kabel gestrickt.
      Ich kann klar sagen das die Verbingung schon was ausmachen..können.
      Jazz at the Pawnshop war oft referenz CD....logn auch Wish you were here, wobei später The Wall ich sag nur "Hubschauber"
      schon treffliche Unterschiede ich den satten Tönen, jedoch auch teils Sachen hervor geholt haben,
      die mit -Klingeldraht- und damit meine ich alle Standard -Kabel cinch und Lautsprecher nicht zu hören waren.
      All das war in Ende der 80er bis Mitte 90.
      Dann habe ich später die Lust daran verloren.
      Geblieben sind mE gute 2 Phasen AG Mamba Kabel für die beiden FOCAL
      und bißchen bessere Chinch mit goldener Klinke.

      Für den Thorens und den Hausgebrauch langt es
      El Tren "Die Pangalaktischen Whiskygurgler"

      FT - Theater: z.Z geschlossen
      Lounge und Bar geöffnet
      "Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken." (E.Kästner)
      "Die Hoffnung ist das wichtigste Organ und daher das größte."

      linus schrieb:


      Für den Thorens und den Hausgebrauch langt es

      ein Thorens ist schon eine vernünftige Sache, Ingo :rauf:
      ich bin wie beim Whisky in Sachen HiFi eher „Vintage“ Fan und mit meinem Thorens TD 125 MK II inkl. separatem Dr. Fuß Netzteil, Accuphase E 405, Trigon Vanguard Phono Pre + Volcano Akku-Netzteil, Audioquest Kabeln und Swans LS seit über 15 Jahren mehr als zufrieden.
      "Realität ist eine Illusion, die sich durch Mangel an Alkohol einstellt" - Udo Lindenberg

      torfbombe schrieb:

      linus schrieb:


      Für den Thorens und den Hausgebrauch langt es

      ein Thorens ist schon eine vernünftige Sache, Ingo :rauf:
      ich bin wie beim Whisky in Sachen HiFi eher „Vintage“ Fan und mit meinem Thorens TD 125 MK II inkl. separatem Dr. Fuß Netzteil, Accuphase E 405, Trigon Vanguard Phono Pre + Volcano Akku-Netzteil, Audioquest Kabeln und Swans LS seit über 15 Jahren mehr als zufrieden.

      Den wollte ich auch immer, bleib aber dann beim TD 318, gab das Geld in die Nadel....fragt nicht
      Z,Z stehen die FT Flaschen auf dem Deckel
      Der ROTEL RA 930 AX füttert in ganz gut Martin
      El Tren "Die Pangalaktischen Whiskygurgler"

      FT - Theater: z.Z geschlossen
      Lounge und Bar geöffnet
      "Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken." (E.Kästner)
      "Die Hoffnung ist das wichtigste Organ und daher das größte."
      und ich sag:
      the end von den doors mit den hubschraubern im film apokalypse now



      wobei mir der sound ohne heimkino genügt.

      und thorens plattenspieler klingen auch gut, wenn nur das knacken nicht wäre. deshalb habe ich platten nass abgespielt. hat auch was. wie eine japanische teezeremonie auch was hat. wurde mir auf die dauer aber zu umständlich, dieses ständige rumgeplantsche mit dem widerspenstigen lenco clean besen...

      also wie schon geschrieben, die platten, die mir noch gefallen haben überspielt und den spieler eingemottet. wer weiß, wie diese plattenspieler von früher vielleicht einmal gesucht und wertgeschätzt werden...

      slainte
      skyed
      "Smells like wet roses on a tuesday morning... who needs this bullshit?" Jim McEwan in dieser TV-doku:
      Flüssiges Gold - Die Schotten und ihr Whisky - Doku, ARD/NDR, 2004 - YouTube
      also ich höre nur noch Vinyl. Meinen recht ordentlichen CD Player habe ich schon seit vielen Jahren nicht mehr benutzt und mp3 & Konsorten sind für mich akustische Krücken. Wie ich mal gelesen habe: solange es knistert, weiß ich, dass ich noch lebe ;)
      "Realität ist eine Illusion, die sich durch Mangel an Alkohol einstellt" - Udo Lindenberg
      Nun ja; es gibt auch die Aussage eines (Röhren)VerstärkerGurusEntwicklers (der Name ist dem Schreibenden entfallen ... ), die da lautet: Ein amp der nicht rauscht, ist entweder aus oder kaputt ...

      Alles Ansichtssache u. solange man zufrieden ist, ist doch alles gut ;)



      Beste Grüße,
      Det
      They won't appreciate your long experience. They'll only notice when we've gone.
      Service may vary, according to my mood and your attitude ...
      nubert schreibt in technik-satt auch einiges zum kritischen übergang von vinyl zur CD.

      damit es von der vinyl nicht so rauscht, wurden die höhen beim schreiben angehoben und beim abspielen wieder abgeschwächt. das beschränkte natürlich bei den höhen den maximalen wiedergabepegel relativ zu den mitten und tiefen.

      dann kam die CD und ein teil der tontechniker konnten bei der CD zur vinyl der versuchung nicht widerstehen, auf der CD die höhen endlich mal mächtig aufdrehen zu können.

      so gab es in der übergangszeit viele CDs, die tatsächlich deutlich schriller klangen als die entsprechende vinyl-version. auch wenn sich das später gelegt hat und das damit kein prinzipieller effekt der CD ist, überlebt sowas als vorurteil lange.

      und auch für den "wärmeren KLANG" eines röhrenverstärkers im vergleich zum insgesamt deutlich weniger stark klirrenden A/B-transistorverstärker gibt es eine einfache erklärung. siehe oben.

      und dann kamen die D-verstärker, in denen die transistoren nur noch immer schneller schalten müssen und ohne so richtig heiß zu werden gewaltige leistungen sehr sauber abgeben können. habe ich auf der IFA in diesem jahr am telekomstand erleben dürfen. ich musste bei einer show mit technomusik nicht selber gehen, ich wurde von den bässen regelrecht weggeblasen, als ich mir die boxen und verstärker etwas näher ansehen wollte....

      slainte
      skyed
      "Smells like wet roses on a tuesday morning... who needs this bullshit?" Jim McEwan in dieser TV-doku:
      Flüssiges Gold - Die Schotten und ihr Whisky - Doku, ARD/NDR, 2004 - YouTube