Messen vs Grippe- und Coronavirus

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      Also wir machen zwar momentan auch unseren monatlichen Stammtisch online, aber ehrlich je eher das vorbei ist umso besser.
      Wir sind keine Roboter und das Genießen benötigt Austausch, Kontakt, etc. In der Zwischenzeit nerven auch viele "online Veranstaltungen", da Bild, Ton nicht optimal sind und es mit der Zeit einfach "langweilig" wird in einen Bildschirm zu schauen.
      Eine Messe online zu gestalten halte ich für finanziell sehr gewagt wie Werner bereits angesprochen hat. Das sind keine Firmenmessen, sondern Verbrauchermessen und das "große Publikum" erwartet da eher niedrige Preise.
      Zumal man auch bedenken muß, daß im Laufe einer solchen Veranstaltung die Aussprache in der Regel undeutlicher wird und ich kann mich noch gut daran erinnern, daß am Ende eines Tages manche kaum noch in 1m Abstand zu verstehen waren. ;-)

      Es gibt für alles eine Zeit und derzeit bestimmt nicht für Whiskymessen. Ggf. ist es auch irgendwie gut so, daß in unserer "verwöhnten Wohlstandsgesellschaft" nicht alles selbstverständlich ist. Also durchhalten und auf "bessere Zeiten" warten ;-)
      Wenn jemand ein Problem mit mir hat, kann er es behalten. Ist ja schließlich seins.
      Ich finde es ein wenig schade immer so viel negatives über "online" Aktivitäten zu lesen. Natürlich ist es nicht dasselbe und wird es auch nie sein. Aber muss es das sein?

      Mit der momentanen Situation sind halt Messen und "persönliche" Veranstaltungen unmöglich. Daher müssen wir auf andere Möglichkeiten ausweichen!

      Ich glaube es fehlt ein wenig am Mut. Ich mache gerade ein Online-Tasting. Bisher hatten wir in Person bis zu 50 Teilnehmer, das Online Tasting haben wir jetzt nach 140 Teilnehmern und Terminverdopplung als ausverkauft definiert. Natürlich ist es Aufwand für Abfüllung und Technik, aber ich denke es ist machbar.

      PS: Ich habe mich auf Grund der nicht so IT-affinen Teilnehmer für Zoom entschieden, wäre aber sehr interessiert warum oben Discord bevorzugt wurde.

      PPS: Natürlich ist ein Tasting keine Messe und ich sehe auch die zusätzlichen Probleme. Ist mehr als Denkanstoß gemeint.
      Whisky lebt für mich auch einfach durch die Gemeinschaft.Und dabei meine ich explizit die persönliche. Das kann einfach kein Online Tasting wiedergeben.
      Ein Whisky in geselliger Runde schmeckt einfach besser als alleine vor dem Bildschirm.
      Die Onlinetastings sind eine tolle Idee die derzeitige Situation zu überbrücken,aber für mich auch nicht mehr.Der beste Whisky ist der, der mit Freunden an einem schönen Tag getrunken wird.
      Der Besuch einer Whiskymesse lebt meiner Meinung nach - durch die vielen Empfehungen die man von anderen Nerds im Laufe eines Messetages erhält.



      Und das ist online einfach nicht rüberzubringen.
      Man sollte immer einen Dram im Glas haben - egal ob Fortuna gerade für oder gegen Dich ist.

      Holdu's Offene


      Mitglied bei: Whisky - lossemer-whiskyfreunde Monatlicher Stammtisch Lossemer Whiskyfreunde - die dunke Seite des Malt! (sacht Dietmar ;) )
      WhiskyCup-TEAM Churpälzer Whiskyklatscher
      Ich denke, man sollte beim Thema Online-Messe sich nicht auf die klassische Messe mit Kontakten, Austausch, hier und dort Mal schauen fokussieren. Sondern es vielmehr als ein Tasting auf einer Messe ansehen, wo Drams vorgegeben sind, man teilnimmt, weil es interessant für einen ist, ein Moderator moderiert und ab und an mal die Kommunikation seitens der Teilnehmer erfolgt. Aus dem Blickwinkel sehe ich sowas anders. Einzig die Kommunikation mit meinen direkten Nachbarn ist nicht gegeben. Dafür habe ich zuhause ein schöneres Ambiente in meinem Whiskyraum als in einem großen Konferenzraum mit Tischen (schlimmstenfalls ohne Tischdecken) in einem beengten Raum mit 50 Personen, wo es nach 30 Minuten stickig wird und noch alkoholbeschwängert riecht. ;)

      Wenn ich die vielfach grundsätzlich negative Meinung hier lese, würde ich als potentieller Initiator das ganze auch eher auf Plattformen wie FB planen und hier dann am Ende kundgeben (oder auch nicht). Hätte die Chance, dass es vorher nicht totgeredet wird.
      Keine Frage ist es vor direkt mit den Menschen schöner - keine Frage.
      Nun sind wir hier im Forum auch online ....

      Das Laphroaig Online Tasting fand ich übrigens wirklich nett gemacht - kein Ersatz für das echte Miteinander , aber ich hatte 2 Stunden Spaß
      Alle wünsche werden gut um den gesund zu sein :wh2:

      "Always do sober what you said you'd do drunk. That will teach you to keep your mouth shut."
      - Ernest Hemingway
      Also, wenn Messen (auch Messen generell) in diesem Herbst nicht stattfinden können, dann haben aus meiner Sicht auch die Impfungen kaum "Effekt" gebracht und die "Kultur" und große Teile der Gastronomie wird sich bis dorthin zu 80-90 % abgeschafft haben - diese Prognose wage ich mal und die Politik weiss das sehr genau (Stichwort : Bundestagswahlen am 26.09.2021 ;) ) !

      Ich bleibe optimistisch, wir werden sehen ?

      Viele Grüße


      Thilo
      "Ob Handwerker oder Frauen, man weiss nie wann sie kommen" :yes: !
      Meine Hoffnung ruht noch auf Mai und Village.
      Ersatz durch ein online-tasting mit einem zusammengeschusterten Sample-Paket...? Kann man machen, hat für mich aber rein gar nichts mit einer Whiskymesse zu tun, wo ich mir aus einer reichlichen Auswahl nach Lust und Tageslaune was raussuchen kann und mit Gleichgesinnten zusammen verkosten...
      Ja, die Lust darauf mal wieder wäre groß! Nächstes Wochenende wäre typischerweise 0711 gewesen... ;(

      Sjaunja schrieb:

      Teilnehmer dürfen keine Flaschen anfassen, nicht dran riechen, müssen den Dram kaufen

      Und das ist auch richtig so, denn dieses >>seinen Rüssel am besten bis in den Flaschenboden stecken<< hatte schon immer mit Hygiene absolut nichts zu tun.
      An einem Glenkinchie 12y will kaum einer "nur mal riechen" am Laphroaig 40y oder Brora 35y sehr viele. Freundliche Fragen hierzu werden auch freundlich mit NEIN beantwortet.Und wenn dann trotzdem noch ungefragt die Flasche geöffnet wird gibt es eine klare Ansage von mir, und das schon von Anfang an auf allen Messen an denen ich teilgenommen habe. Warum? Weil die Flaschen mir gehören und ich nicht will, dass die Flasche am Abend voller ist als am Morgen. Und niemand muss einen Dram kaufen, einzig und allein der Kunde entscheidet darüber.
      Und kann man wirklich einen Whisky durch Beriechen am der Flaschenöffnung "erkennen", wo doch immer dazu geraten wir ihm Zeit zu geben, das entsprechende Glas zu nehmen und ihn möglichst ungestört zu genießen? Ich bin froh, dass dieses Verbot nun endlich offiziell ist. Aber das sehen einige wahrscheinlich alles ganz anders...
      Aber allein davon hängt die Durchführung und das Gelingen einer Messe sicher nicht ab. Dafür braucht es die Mitwirkung aller und da wird es schwierig. Bis die Durchführung des Whiskyherbst 2020 möglich war, gab es lange Gespräche mit allen Beteiligten, Malzfabrik, Ämter, Aussteller, Sicherheit und so weiter. Und dann muss man noch auf die Mitwirkung und Einsicht der Besucher hoffen, was auch nicht immer einfach ist. Und trotzdem, oder gerade deswegen planen wir schon wieder für den Whiskyherbst 2021. Unser Vorteil liegt aber sicher auch darin, dass wir die ersten waren, die seit 2000 im Freien veranstalten.
      Genug der Eigenwerbung. Möge es vielen möglich sein 2021 auch in Hallen eine Messe zum Laufen zu bringen.

      1.Whisky deluxe am 13/14 Mai im Berliner Olympiastadion
      23.Whiskyherbst® am 9/10 September 2022 in der Malzfabrik in Berlin Tempelhof

      Trotz alledem...seit über 30 Jahren Sozi und das mit Stolz...

      Thilo schrieb:

      Also, wenn Messen (auch Messen generell) in diesem Herbst nicht stattfinden können, dann haben aus meiner Sicht auch die Impfungen kaum "Effekt" gebracht



      Einen ersten Effekt sollten die Impfungen schon Anfang April zeigen. Also dann, wenn die "Höchstrisiko"-Gruppen geimpft sind, und damit die Todeszahlen deutlich zurück gehen. Wenn man bedenkt, daß die Aussagen der Impfstoff-Firmen dahin gehen, daß sie bestehende Impfstoffe innerhalb von 6 Wochen an Mutationen anpassen können, und daß bestehende Impfstoffe selbst bei stärkeren Mutationen noch abgeschwächt wirken, denke ich schon, daß wir im Herbst langsam wieder zur Normalität übergehen können. Ob die Politik dann den Mut hat, sofort auch "volle Messen" zuzulassen, muß man aber abwarten. Hängt vermutlich auch davon ab, wie gut wir es diesen Frühling schaffen, durch diszipliniertes Verhalten, die England-Variante an der Verbreitung zu hindern.
      Sure they’ve always made NAS whiskies, but those were the cheapest ones. Like NAS–8–12–15–18–25. Not NAS–NAS–NAS–NAS–25. (Serge Valentin)
      Eine vollständige Rückkehr zur Normalität sehe ich für dieses Jahr nicht mehr. Und so gerne ich auf Whiskymessen gehe, sind diese aus meiner Sicht nicht die oberste Priorität. Davor müssen die stationären Einzelhändler und die Gastronomie, die diese Zeit überstanden haben, wieder öffnen und Geld verdienen können.

      Hinsichtlich des Verhaltens auf der Messe sehe ich es nicht so eng wie der Kanzler, gebe ihm aber in einem entscheidenden Punkt recht: Der Standinhaber entscheidet, wie mit seinen Flaschen umgangen werden darf!

      Dabei sollte es m.E. in Ordnung sein, Flaschen anzufassen, um das Etikett lesen zu können, zumindest wenn keine vollständige Liste vorhanden ist. Öffen und Riechen an einer Flasche aber nur und soweit der Inhaber damit einverstanden ist.

      Nur ist selbst das in der aktuellen Lage nicht in Ordnung. Ob es in Zukunft doch wieder ok sein sollte, werden wir sehen.
      The answer is 42!
      Das mit dem Nichtriechen an Flaschen an Ständen - auch in normalen Zeiten - finde ich ehrlich gesagt die einzige vernünftige Herangehensweise. Wenn das zukünftig der Standard, hat Corona zumindest irgendetwas Gutes.

      Wenn ich mir überlege, dass erstmal die ganze Schlange an der Imbissbude an meiner Currywurst schnuppert, hätte ich keinen Bock mehr drauf.
      Ich sehe das sehr ähnlich wie Thilo. Wenn wir so weiter machen, leben wir zwar weiter, aber das Leben ist nicht mehr (so) lebenswert, und das nicht wegen fehlender Whiskymessen. Wenn unsere Politiker nach wie vor bekräftigen, dass alle Einwohner bis zum Sommer (oder auch bis zum Ende des Sommers - 21.09. Sommerende, 26.09. Bundestagswahlen, so ein Zufall aber auch) ein Impfangebot erhalten sollen, dann gehe ich davon aus, dass danach sämtliche Beschränkungen zu fallen haben. Wen wollen wir denn dann noch schützen? Die Geimpften sind (angeblich) geschützt, die nicht wollen, gehen billigend eine Infektion ein, und das ist ihre Entscheidung. Wir werden bis zu unserem Lebensende das Virus nicht mehr loskriegen, auch wenn das ein paar Spinner anders sehen wollen, wir müssen endlich lernen, mit dem Virus zu leben.
      Bis jetzt hege ich noch die Hoffnung, dass Lars in Berlin zumindest open air noch eine Chance auf seine Messe hat.
      Und weil wir ja auch mal das Thema Übersterblichkeit hatten, hier die Statistik bis zum November (mehr liegt wohl noch nicht vor, und viele Meldungen kommen erst noch).
      Deutliche Übersterblichkeit über 80 (Thema Pflegeheime), die Spitze in KW33 war die Augusthitze. Eher eine Untersterblichkeit bei den unter 80 jährigen. Aber das nur am Rande.
      Übersterblichkeit Corona Deutschland Grafiken | MDR.DE

      guide42 schrieb:

      @Flasche_leer
      Woher hast Du die Information, dass die Übersterblichkeit im August in der Hitze begründet war. Aus der Graphik ergibt sich das nicht.

      Eine bloße Vermutung, um Deiner Meinung zu dem Thema den Anschein der Seriosität zu geben, oder hast Du dazu eine weitere Quelle?


      Du kannst nachfragen, Du kannst aber auch ganz einfach mal, so wie ich beim Betrachten der Kurve, August 2020 + Übersterblichkeit in Tante Google eingeben und Dir eine Quelle Deiner Wahl zum Thema "Anschein der Seriösität" zu Gemüte führen. Ich finde derartige Formulierungen einfach mehr als grenzwertig und nicht im Sinne eines vernünftigen Umganges in einer Community.

      Sterbefallzahlen im August 2020: 6 % über dem Durchschnitt der Vorjahre - Statistisches Bundesamt

      @rampah: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Flasche_leer“ ()