Erfahrungen mit sehr alten Colheitas?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

      Erfahrungen mit sehr alten Colheitas?

      Hallo Freunde des guten Genusses,

      ich würde gerne einen Portwein, einen Colheita aus den 40er Jahren probieren, da ich für nen guten Preis da rankommen könnte.

      Meine Portwein-Expertise beschränkt sich leider auf die im preislichen Rahmen erhältlichen Abfüllungen, einzig einen 1982er Andresen Colheita hatte ich mal probieren dürfen und das war ein echtes Erlebnis.

      Ich habe auf die Befürchtung, vielleicht für n paar hundert Euro nen Balsamico zu kaufen und das würde ich gerne vermeiden.

      Hat jemand sowas bereits getrunken und kann mir ein paar Worte dazu sagen?

      Vielen Dank!
      Zur langen Lagerung eignet sich eigenlich nur Vintage Port (und der hat dann auch einen Weinkorken anstatt den üblichen Portkorken).
      Colheitas sind eigentlich Tawny Ports mit Jahrgangsangabe und sollten (wie alle Portweine ausser den Vorgenannten) einige Jahre nach der Abfüllung getrunken werden.
      Mitglied im Team Bergische Jongens - Organisator Whiskycup 2012

      "Wer sich für zu wichtig hält für kleine Aufgaben, ist meistens zu klein für wichtige Aufgaben"
      Jacques Tati
      Colheitas werden fertig zum Verzehr in die Flasche gebracht. Die Reifung gilt als abgeschlossen, der Geschmack wird konserviert. Eine lange Lagerung ist nicht vorgesehen. Mit der Zeit werden die Flaschen daher nicht besser.
      Also 800 Euro für eine 40 Jahre alte Flasche eines damals 40 jährigen Ports....mmmmh, kann klappen, kann aber auch schief gehen.

      Bei Vintages sieht dies anders aus, die Biester reifen in Flasche, werden gepflegt und umgefüllt und werden immer besser....
      Immer schön Dram bleiben

      highlander schrieb:

      Im Portweininstitut in Lissabon stehen meist auch recht alte Colheitas im Ausschank, ich hatte welche bis runter in die späten 60er gesehen. Für einen Port aus den 40ern sind 800 EUR schon recht anspruchsvoll. Ich hatte Burmeister 1920 für deutlich unter 500 im Portfolio.


      Gibt es das noch? Letztes Mal als wir dort waren war es immer geschlossen und niemand wusste was....
      Das Angebot halte ich auch für etwas zu ambitioniert!

      Aus den alten Jahrgängen probiere mal einen Madeira, die sind fertig gereift wenn sie in die Flasche kommen, halten Jahrzehnte in der Flasche und viele Monate wenn sie offen sind.

      Kann Dir gern etwas empfehlen bzw. was abgeben, habe enige alte Jahrgänge zu Hause und würde gern selber mal wieder eine aufmachen!
      Mitglied bei

      Berliner Whiskykarawane - Whisky Cup Winner 2010
      Hallo Leute,

      Danke für eure tollen Antworten! Das Angebot sollte beispielhaft sein dafür in welche Richtung es gehen soll.

      Allerdings habt ihr mich auch ziemlich ins Grübeln gebracht, ob es sich gundsätzlich rentiert, so einen teuren Portwein zu kaufen.
      Ich tendiere da nun ein wenig dazu, einen 30-40jährigen Tawny und dazu einen Vintage zu kaufen.

      @macwhisky: Du hast eine PN

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Pippo_G“ ()

      Pippo_G schrieb:

      Ich tendiere da nun ein wenig dazu, einen 30-40jährigen Tawny und dazu einen Vintage zu kaufen.


      Das ist eine gute Idee, hole Dir einen 20-jährigen und einen 40-jährigen Tawny und dazu einen jüngeren Vintage.
      Das lässt sich gut vergleichen!

      Für die älteren Madeira kann ich gern bei Bedarf eine FT anbieten, da bekommt man einen anderen Eindruck von früheren Qualitäten!

      Der Vorteil von Madeira ist die Reifung in "offenen" Fässern, damit entfällt die schnelle Oxydation wie bei Port oder Sherry!
      Madeira hält offen einige Monate und man hat viel mehr beim Genuss über die Zeit.
      Mitglied bei

      Berliner Whiskykarawane - Whisky Cup Winner 2010