Auswirkungen von Corona auf die Whiskypreise

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      torfbombe schrieb:

      cleaver schrieb:


      Gerade sinkende Aktienwerte sind doch eine gute Einstiegsmöglichkeit, um langfristig bei wieder steigender Konjunktur zu partizipieren. Während der Whisky bei Dir im Keller vor sich hindümpelt, bekomme ich bei Aktien eine laufende Dividende.

      Achtung: Bewertungsmodelle an den Finanzmärkten ändern sich gerade schneller, als ich meine Unterhosen wechseln kann. Alle derzeit verfügbaren Daten bei Aktien(unternehmen) basieren auf der Vergangenheit. Unternehmen streichen gerade reihenweise ihre Dividende. In der jetzigen Situation auf eine reelle Dividendenrendite zu hoffen, da würde mir auf Anhieb nur Amazon einfallen und die zahlen keine ;)
      Wer allerdings einen längeren Anlagehorizont hat, macht sicherlich mit Aktien nicht so viel verkehrt, würde er aber auch nicht mit Sachwerten machen.


      Deshalb habe ich langfristig geschrieben :D

      cleaver schrieb:

      thematzie schrieb:

      rednose schrieb:

      Mr.Mooc schrieb:

      Vermutlich aber wird es nicht mehr der "Renditebooster" sein.
      Wo gerade die Preise der Aktien rassant fallen gibt es in naher Zukunft natürlich da auch eher Schnapper zu machen und Gewinne einzufahren als im hochspekulativen Bereich der Malts.


      daran glaube ich eher nicht. Gerade weil die Aktienpteise fallen, ist der Malt noch eine sicher Bank für Anleger. Der Markt bei den Malts wird sich nicht viel nach unten bewegen. Ich vermute, dass er etwa stagnieren wird um dann zukünftig wieder das gewohnte Wachstum aufzunehmen. Langsam, aber stetig.
      ähnlich sieht es doch bei Immobilien aus. Dort wurde auch mit einem Einbruch dem platzen der Blase gerechnet, bis sich nun die ersten „Experten“ zu Wort gemeldet haben und auch hier darauf verweisen, dass Immobilien in Zeiten der fallenden Aktienpreise noch eine sichere Anlage sind.


      Du scheinst ein riesiges Vertrauen darauf zu setzen, dass die Entwicklung so weiter geht wie bisher.

      Gerade sinkende Aktienwerte sind doch eine gute Einstiegsmöglichkeit, um langfristig bei wieder steigender Konjunktur zu partizipieren. Während der Whisky bei Dir im Keller vor sich hindümpelt, bekomme ich bei Aktien eine laufende Dividende.

      Und Immobilien sind sicherlich gerade keine gute Anlage. Wie Glenpitt schon schrieb hat man als Vermieter bald das Problem, dass die Mieter Zahlungsschwierigkeiten haben werden und es Zahlungsausfälle gibt und bald reichlich Finanzierungen platzen werden, die in den letzten Jahren großzügig vergeben wurden. Das Angebot auf dem Markt wird also steigen und die Preise werden fallen. DANN, nachdem die Blase geplatzt ist, kann man vielleicht wieder von einer sicheren Anlage sprechen.

      Also ich vertraue auf gar nichts. Warum? Weil es mir bumms egal ist. Mein Whisky ist keine Geldanlage. Das, was bei mir steht ist zum trinken gedacht. Ob die Preise meiner Flaschen steigen oder fallen interessiert mich nicht die Bohne.
      Aber insbesondere bei den älteren Vertretern glaube ich nicht an fallende Preise. Raritäten bleiben gesucht und werden weiterhin gesucht bleiben.

      Aktieninhaber werden momentan sicherlich keine entspannten Tage haben. Du sprichst von Einstiegsmöglichkeiten. Die sind doch aber nur für Leute Interessant, die noch investieren wollen und können, nicht für die, die aktuell entsprechende Aktiendepots haben.

      Aber wie auch immer: hier geht es ja um das Thema WHISKYpreise und nicht um die Weltwirtschafr.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „thematzie“ ()

      Wahnsinn und bewunderswert wie viele Expertenmeinungen und wie verbissen manche Meinungen vertreten werden! Respekt!!!!
      Ich kenn mich leider nicht so aus.
      - Mist "Habe wohl zuviel Whisky im Keller". Freue mich auf die Zeit ihn wieder zusammen mit Freunden zu trinken oder bei Krüger anzubieten.
      auch wenn es nicht mehr der boomer sein soll, die Werte sind dann bestimmt noch hoch genug und höher als wenn ich vor 20 Jahren Standard-Aktien gekauft hätte.Und wenn nicht war es eine schöne Zeit sich mit den Schätzchen zu beschäftigen.
      - Kaufe aktuell keine Aktien zu, ausser von dem Unternehmen bei dem ich arbeite, da ich nicht weiss wohin der Zug geht und es wohl die wenigsten wissen.
      - Immobilie - Ich habe eine und brauche keine zweite, wobei es bei mir in der Umgebung auch nicht ganz einfach ist.

      Ich versuche die Restlaufzeit zu genießen


      Slainté und sonnige Grüße aus München

      Heinz

      'thematzie schrieb:

      Also ich vertraue auf gar nichts. Warum? Weil es mir bumms egal ist. Mein Whisky ist keine Geldanlage. Das, was bei mir steht ist zum trinken gedacht. Ob die Preise meiner Flaschen steigen oder fallen interessiert mich nicht die Bohne.


      Trotzdem verlangst du 650€ für einen Glen Moray. Verstehe das nicht falsch Matze, aber derartige Aussagen finde ich in dem Zusammenhang etwas zu hoch gegriffen.
      If the kids are united then we'll never be divided!

      Elmo schrieb:

      'thematzie schrieb:

      Also ich vertraue auf gar nichts. Warum? Weil es mir bumms egal ist. Mein Whisky ist keine Geldanlage. Das, was bei mir steht ist zum trinken gedacht. Ob die Preise meiner Flaschen steigen oder fallen interessiert mich nicht die Bohne.


      Trotzdem verlangst du 650€ für einen Glen Moray. Verstehe das nicht falsch Matze, aber derartige Aussagen finde ich in dem Zusammenhang etwas zu hoch gegriffen.

      Neben meinen Raritätenteilungen (67er Glen Keith, 67er Strathisla, Caol Ila TWA Private Stock etc.), die ich hier in letzter Zeit freundlicherweise durchgeführt habe, gibt‘s auch bei mir Whiskies, die gehen dürfen... aber nicht müssen.

      Näheres zum Verständnis, damit Du nicht irgendwelche Vorurteile zum Thema Geldanlage ohne Verständnis machen musst, hast Du per PN.
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      Das passt jetzt nicht 100% hier rein, aber ich würde gerne noch einen anderen Aspekt einbringen und ich weiß, dass ich dafür keine Beifallsstürme ernten werde:

      Ich finde die Durchführung von FTs in dieser Zeit irgendwie unangebracht. Die Lieferboten und Lieferdienste haben schon genug zu tun und wir legen mit unserem Hobby noch unnötig (jeder hat doch daheim genug rumstehen) eins drauf. Jedes Paket, das momentan vermieden werden kann, schafft Raum für wichtige Lieferungen und entlastet die Boten.
      Mmn sollte man in dieser Zeit komplett darauf verzichten Flaschenteilungen durchzuführen, oder den Versand in den Sommer verlegen, wenn sich hoffentlich alles wieder etwas beruhigt. Auch die Verbindung von Corona mit diversen Whiskythemen finde ich suboptimal. Da ich selber letztens zurecht darauf aufmerksam gemacht und sensibilisiert wurde, hab ich im Forum einiges gefunden, das dem ernsten Thema nicht gerecht wird: Corona-Wichteln, Coronapreise für Verkäufe etc. Das soll keine Anklage sein, sondern einfach das Bewusstsein schärfen, dass man mit solchen Aktionen einer Krise nicht gerecht wird, die einigen das Leben kosten wird und schon gekostet hat und Tausenden Leute in die Insolvenz treibt und arbeitslos macht. Just my two cents und jetzt eure Meinung dazu.

      Schollus schrieb:

      Das passt jetzt nicht 100% hier rein, aber ich würde gerne noch einen anderen Aspekt einbringen und ich weiß, dass ich dafür keine Beifallsstürme ernten werde:

      Ich finde die Durchführung von FTs in dieser Zeit irgendwie unangebracht. Die Lieferboten und Lieferdienste haben schon genug zu tun und wir legen mit unserem Hobby noch unnötig (jeder hat doch daheim genug rumstehen) eins drauf. Jedes Paket, das momentan vermieden werden kann, schafft Raum für wichtige Lieferungen und entlastet die Boten.
      Mmn sollte man in dieser Zeit komplett darauf verzichten Flaschenteilungen durchzuführen, oder den Versand in den Sommer verlegen, wenn sich hoffentlich alles wieder etwas beruhigt. Auch die Verbindung von Corona mit diversen Whiskythemen finde ich suboptimal. Da ich selber letztens zurecht darauf aufmerksam gemacht und sensibilisiert wurde, hab ich im Forum einiges gefunden, das dem ernsten Thema nicht gerecht wird: Corona-Wichteln, Coronapreise für Verkäufe etc. Das soll keine Anklage sein, sondern einfach das Bewusstsein schärfen, dass man mit solchen Aktionen einer Krise nicht gerecht wird, die einigen das Leben kosten wird und schon gekostet hat und Tausenden Leute in die Insolvenz treibt und arbeitslos macht. Just my two cents und jetzt eure Meinung dazu.

      bei dem Thema Samples und Flaschenteilung bin ich bei Dir. Ansonsten bin ich der Meinung, dass man durchaus das Thema ernst nehmen kann und sollte, gleichzeitig aber in diesen Zeiten seinen Humor nicht verlieren darf. Ich bin jetzt seit fast 4 Wochen zuhause. Wenn ich nicht ab und zu mal humorvolle Aufheiterungen von Freunden & Kollegen erhalten würde, wäre mein Lagerkoller bereits deutlich ausgeprägter.
      "Realität ist eine Illusion, die sich durch Mangel an Alkohol einstellt" - Udo Lindenberg

      Schollus schrieb:


      (...)

      Just my two cents und jetzt eure Meinung dazu.

      Da ich mich bei den meisten von dir aufgezählten Punkte angesprochen fühle, bitte sehr:

      whiskykanzler schrieb:

      ...genau meine Gedanken...

      Ich kann die Gedankengedänke von euch beiden durchaus nachvollziehen, halte sie aber für erheblich zu kurz gedacht.

      Zu "Corona" Verkäufen:
      Ich weiß nicht welchen Fall du jetzt damit genau meinst, ich kann aber von einem Corona Verkauf aus dem nachbarforum Fassstark berichten:
      In diesem Fall ging es um eine teilweise Auflösung der Sammlung, wegen finanzieller Schwierigkeiten, ausgelöst durch die derzeitige Situation. Wenn nun Leute aufgrund von (kommenden) Geldsorgen "Corona" Preise anbieten oder ähnliches, um an Geld zu kommen, dann halte ich das absolut nicht verkehrt, das so auch zu erwähnen. Sollen die das verschweigen? Sollen die Aufgrund von höherem Paketverkehr auf Verkäufe nun ganz verzichten?
      Ich habe die letzten Tage irgendwo was in blauer Schrift gelesen, man solle nun als Berliner doch die Berliner Händler unterstützen. Da gehe ich mit Werner konform, nur finde ich es dann nicht zu Ende gedacht, warum man Privatpersonen in der aktuellen Situation diese Möglichkeit nicht zugestehen sollte.

      Flaschenteilungen:
      Stammtische fallen derzeit aus. Messen finden nicht statt. Private Treffen sind auch nicht möglich.
      Wenn man nun Flaschenteilungen für pietätslos oder zu risikoreich hält, kann man natürlich selbst darauf verzichten. Nur ist mit der moralischen Begründung (es sterben Menschen, die Postboten haben zu viel zu tun, etc.) das ganze Luxushobby obsolet.
      Das Risiko einer Teilung konvergiert gegen 0, man hat was zu tun, die Teilnehmer freuen sich und dazu ein ganz konkretes Beispiel:
      Im Maltbarn Newsletter stand, dass Martin den Release eigentlich zu Limburg geplant hatte. Für kleine Abfüller/Händler usw. fallen solche Plattformen nun aber gänzlich weg. Ich habe ihn darauf angeschrieben, ob von seiner Seite Interesse an einer Teilung aller Flaschen besteht. Ich konnte seine Freude in der Antwort fast schon fühlen, Versandhandel und auch Flaschenteilungen sind momentan die einzige Möglichkeit, dieses Hobby überhaupt noch mit Leben zu füllen.
      Man kann nun wie gesagt gerne die Meinung vertreten, dass man die aktuelle Situation für etwas Abstand von Luxusbeschäftigungen wie teuren Schnaps zum Anlass nimmt. Aber mit der moralischen Begründung hat das für mich den Charme einer Anti Alkohol Predigt in einem Whiskyforum...

      "Corona" Wichteln:
      Hier verstehe ich die Empörung überhaupt nicht. Da wird eine Spende durchgeführt, viele Leute spenden (vermutlich alles andere als billige) Samples und das ganze kommt auch der Bekämpfung der Krise zu Gute. Ja, ist ein verschwindend kleiner Beitrag, aber meiner Meinung nach besser als gar nichts zu tun, wenn die Gelegenheit einem quasi ins Gesicht springt.
      Man soll auf diese Kombination aus Hobby am Leben halten (anderen Samples schicken) und Spende nun verzichten, weil die Postboten eventuell überlastet sein können?

      Ich kann die Bedrückung in der aktuellen Situation durchaus nachvollziehen, schließlich bin ich persönlich aktuell gleich auf mehreren Ebenen von der Krise getroffen.
      Aber ich halte es für absolut kontraproduktiv, Ansätze zur Freude und (virtuellen) Geselligkeit sich moralisch kaputt zu machen, wo man ohnehin schon sehr eingeschränkt ist.

      rampah schrieb:

      Man kann nun wie gesagt gerne die Meinung vertreten, dass man die aktuelle Situation für etwas Abstand von Luxusbeschäftigungen wie teuren Schnaps zum Anlass nimmt. Aber mit der moralischen Begründung hat das für mich den Charme einer Anti Alkohol Predigt in einem Whiskyforum...


      rampah schrieb:

      ich halte es für absolut kontraproduktiv, Ansätze zur Freude und (virtuellen) Geselligkeit sich moralisch kaputt zu machen, wo man ohnehin schon sehr eingeschränkt ist.

      Das fasst ziemlich präzise meine Meinung zusammen. Wir alle sind zurzeit in unserem sozialen Leben aus guten Gründen stark eingeschränkt. Da muss es doch, verflixt noch eins, moralisch verwerflich sein, wenn man sich mit ein paar Freunden zum Skype-Tasting verabredet und dabei auch noch - Gipfel der Verwerfung - den gleichen Tropfen im Glas haben will, um sich eben über diesen Schnaps auszutauschen...
      'Too much of anything is bad, but too much of good whisky is barely enough.' :flag2:

      Es wird eingeschenkt: meine Samplebar

      :flag:

      Ganz wichtig: es gibt hier keine "moralische Keule", "Empörung" oder sogar "Anti Alkohol Predigt". (Fast) Jeder hier im Forum könnte wohl von seinen Vorräten zwei oder drei Monate überleben ohne das "Luxushobby" aufgeben zu müssen. Es ist lediglich ein Gedankenanstoß. Wenn jemand wie Martin, der das beruflich macht Flaschen online verkauft oder teilt ist das doch völlig OK und auch normal (er lebt ja schließlich davon).

      Empfindest du "Geselligkeit und Freude", wenn du ein Päckchen mit Schnaps verschickst und/oder entgegen nimmst? Ich empfinde das in einem realen Tasting mit Freunden und ein Online-Tasting ist doch jederzeit möglich, ohne mir vorher zehn Maxibriefe schicken zu lassen.
      ABER ich habe gerade echte Bedenken zur Post zu gehen, mich mit vielen Leuten dort anzustellen, evtl. jemanden anzustecken oder selbst angesteckt zu werden. Die Packstationen sind vieler Orten doch genau deshalb voll, weil keiner sich traut seine Post dort abzuholen. Aber genau diese Risiko gehen wir wegen einem "Luxushobby", wie du es selber nennst, unnötig ein. Deshalb denk ich eben nicht, dass eine FT risikofrei ist.
      Ein Online-Tasting ist doch jederzeit möglich. So viele hier schreiben auch immer wieder vom Samplestau, wäre doch eine perfekte Gelegenheit den zu minimieren. Und ich kann auch genügend Leute finden, die das gleiche Sample zuhause haben, ohne vorherige FT.

      Beim Wichteln habe ich mich vielleicht nicht klar genug ausgedrückt, da ging es mir um die Nomenklatur und weniger um das, was dahinter steckt.
      Ich glaube einfach, dass jeder (noch so kleine) Beitrag tatsächlich zählt um die Krise zu meistern. Und dazu gehört auch manche Sachen zu hinterfragen, die vor ein paar Wochen noch völlig unbedenklich waren. Wie gesagt nur ein gedanklicher Einwurf und persönliche Meinung ohne Anspruch auf Gültigkeit.

      Schollus schrieb:

      Ganz wichtig: es gibt hier keine "moralische Keule", "Empörung" oder sogar "Anti Alkohol Predigt". (Fast) Jeder hier im Forum könnte wohl von seinen Vorräten zwei oder drei Monate überleben ohne das "Luxushobby" aufgeben zu müssen. Es ist lediglich ein Gedankenanstoß. Wenn jemand wie Martin, der das beruflich macht Flaschen online verkauft oder teilt ist das doch völlig OK und auch normal (er lebt ja schließlich davon).

      Eine Teilung eines kleinen unabhängigen Abfüllers wurde hier erst vor ein paar Tagen geschlossen (Cask Hound). Es ist nicht erwünscht, dass die Händler selbst teilen, das muss jemand privates für die übernehmen wenn ich das richtig verstanden habe.
      Eine Whisky Bar in Berlin hat sich nun einen online shop eingerichtet (bzw überarbeitet) und versendet nun Bier und Whisky. Was sollen die auch sonst zur Zeit machen?

      Ich empfinde es als ein wenig anmaßend, aus seinem aktuellen Blickwinkel auf die Allgemeinheit zu extrapolieren. Sicher habe ich genügend Samples und Flaschen für das ganze Jahr hier stehen, du scheinbar auch, manch anderer bestimmt noch mehr. Aber ich würde nicht davon ausgehen, dass das (fast) jedem hier so geht. Zumal man wie bereits gesagt momentan nicht in Bars, auf Messen oder an Tastings gehen/teilnehmen kann.

      Hier im Norden von Berlin sind die Boten so entspannt, wie ich es noch nie erlebt habe. Mehr Personal als sonst unterwegs, scheinbar eine hohe Quote an erfolgreichen Zustellungen, die sind alle gut gelaunt, erlebe ich sonst nicht so. Ich würde aber nicht davon auf die allgemeine Situation schließen und schlussfolgern, dass die nun überall gar keinen Stress haben.

      Ist richtig, nur ein Luxushobby. Aber gerade Zerstreuung und Ablenkung ist derzeit nicht ganz unwichtig.

      Schollus schrieb:

      Empfindest du "Geselligkeit und Freude", wenn du ein Päckchen mit Schnaps verschickst und/oder entgegen nimmst? Ich empfinde das in einem realen Tasting mit Freunden und ein Online-Tasting ist doch jederzeit möglich, ohne mir vorher zehn Maxibriefe schicken zu lassen.

      Geselligkeit nein, außer es ist irgendwie mit einem gemeinsamen tasting verküpft.
      Freude eindeutig ja: Da hat sich jemand Mühe und Arbeit gemacht um sein Hobby mit mir zu teilen. Beachte mal, wie viel Mühe sich mancher Teiler bspw. bei dem Gestalten von Labels für die Fläschchen gibt. Da steckt teilweise sichtbar Herzblut drin. Das macht schon Freude beim auspacken.

      Schollus schrieb:


      ABER ich habe gerade echte Bedenken zur Post zu gehen, mich mit vielen Leuten dort anzustellen, evtl. jemanden anzustecken oder selbst angesteckt zu werden. Die Packstationen sind vieler Orten doch genau deshalb voll, weil keiner sich traut seine Post dort abzuholen. Aber genau diese Risiko gehen wir wegen einem "Luxushobby", wie du es selber nennst, unnötig ein. Deshalb denk ich eben nicht, dass eine FT risikofrei ist.
      (...)

      Ich gehe nicht zur Post, sondern in einen Lotto Laden zum abgeben. Dabei gibt es keine Warteschlangen, keinen direkten Kontakt, ich müsste genau genommen nicht mal Handschuhe tragen, da ich außer den selbst verpackten Kartons nichts anfasse. (Alles vorher frankiert) Laufe dabei zu fuß, nutze keine öffentlichen Verkehrsmittel. Ich sehe beim aufgeben der Pakete/Kartons keinerlei Risiko, nein.

      Beim annehmen der Pakete muss man diese nicht direkt anfassen, unterschreiben aktuell auch nicht. Der Inhalt ist bei der Lieferung seit Tagen nicht mehr angefasst worden, wenn man beim öffnen also etwas vorsichtiger als sonst ist, ist hier das Risiko auch 0.

      Versteh mich bitte nicht falsch:
      Im Zweifelsfall lieber vorsichtiger als nötig, das sehe ich auch so.
      Man kann sich aber auch versuchen zu adaptieren, verantwortungsvoll agieren ohne in ein Extrem zu verfallen.

      rampah schrieb:

      Ich empfinde es als ein wenig anmaßend, aus seinem aktuellen Blickwinkel auf die Allgemeinheit zu extrapolieren.

      Ich hatte extra geschrieben "Fast" jeder hat "wohl", das finde ich wirklich nicht anmaßend und dein Blickwinkel ist auch etwas eingeengt:


      Hier im Norden von Berlin sind die Boten so entspannt, wie ich es noch nie erlebt habe.
      Ich gehe nicht zur Post, sondern in einen Lotto Laden zum abgeben.

      Du gehst jetzt explizit von deinen persönlichen Erfahrungen aus, was auch sicher legitim ist. Aber ich denke schon an die Allgemeinheit. Nicht jeder lebt in einer Großstadt, nicht jeder kann risikofrei versenden oder empfangen.

      Du selbst beschreibst doch den ganzen Aufwand: zu Fuß in den Laden, frankieren, verpacken, Paket aufgeben, Paket wird geliefert etc. da siehst du KEIN Risiko? Dann ist die Ausgangsbeschränkung eigentlich obsolet.

      Meine ambivalente Meinung speist sich ja auch durch Erfahrung: Ich habe erst vor ein paar Wochen noch eine Teilung gemacht und bin mir ziemlich komisch vorgekommen. Ich hab da auch Freude dran und es macht Spaß, vor allem wenn dann alles gut ankommt. Aber man sollte ja eigentlich zuhause bleiben, fährt aber dann seine Samples (die sicher nicht systemrelevant oder nötig sind) in die Läden und Poststellen, während andere auf das Nötigste verzichten sollen.

      Ich kann deine Meinung und Perspektive nachvollziehen und wenn man sich darüber unterhält oder darüber auch nur kurz nachdenkt, ist ja schon viel gewonnen! :yes:
      Es bleibt jedem selbst überlassen, wie er mit der derzetigen Situation umgeht. Ich bestelle derzeit nichts über den Lieferdienst, mache keine FT mit und kaufe lokal was möglich ist. Verzicht ist gegeben und dafür habe ich meine Flaschen im Keller. Wir stehen hier nicht am Rande des Abgrunds und wenn sich jeder an die Vorgaben der Regierung halten würde und manche nicht für sich selbst ausser Kraft setzen würde, wäre vorraussichtlich Mitte/Ende April
      am abklingen. Aber wenn das Wetter am Wochenende wieder über 20+ Grad geht, weiß ich wie das schon wieder ausgeht....

      Aber gut, ich habe ja keine Ahnung davon....
      Hold Fast