Faule Tomaten

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      bitte nicht so aus dem Kontext reißen, das gute Bourbon Fass bezog sich auf den Vergleich unter Bourbon Fässern, da ist ja nicht jedes von gleicher Qualität. Seit wann haben wir es denn nötig Sherryfässer gegen Bourbonfässer antreten zu lassen, das ist ja als wenn man sich den einen Tag Dirk Nowitzki zum Fussi einlädt und nächsten Tag Florian Hambüchen zum Basketball. :dizzy:

      und Bert hör auf öffentlich zu schreiben welche GK Sherryfässer geil sind, sonst schreib ich hier nie wieder was von Glen Keith :greenhole:

      macwhisky schrieb:

      Selbst bei Glen Keith könnte ich einen Sherry gelagerten in den Ring werfen, der gut gegen die Bourbon-Variante ankommt.

      kenne ich den, Bert? ;)
      Ansonsten sehe ich das wie Malty, gute Sherryfässer sind natürlich genauso g**l und harmonieren sicherlich mit so mancher Destille besser. Bei Tomatin bin ich aber eindeutig auf der Bourbon Schiene.
      "Realität ist eine Illusion, die sich durch Mangel an Alkohol einstellt" - Udo Lindenberg

      Glenpitt schrieb:

      @ Bert
      Wäre es im Bereich des Möglichen das es sich da um einen 67er handeln könnte.
      Ein wirklich hervorragendes Teil wenn ich etwas untertreiben darf.


      Das waren 3 recht unterschiedliche von G&M, bottled 2005, 2006 und 2007 - aber tolle Teile, falls Du diese meinst!

      Nein, ich meinte einen 1965er von G&M, wo ich meine das die beiden identisch sind, nur für unterschiedliche Märkte abgefüllt. Einen habe ich selber geteilt, Base ID 94806, der andere war in der 2. Rubensteilung mit MacPhail Abfüllungen aus den 60ern (dieser kam von Malty), Base ID 14428.
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      Berliner Whiskykarawane - Whisky Cup Winner 2010
      Wenn ihr Tomatin nur am Stoff 30+ und am Besten destilliert vor 1980 festmacht, dann habt ihr vielleicht ganz einfach nur ein Luxusproblem.

      Dann sind generell 10 oder 12 Jahre alte Nicht-Islay Whiskies eh nur für Anfänger, Geschmacksbanausen und Kulturbolschewisten gemacht. Der heutige Tomatin 12 ist ganz einfach ein nicht zu komplizierter gut trinkbarer Jeden-Tag-Whisky, so man jeden Tag trinken mag und der 18jährige macht tatsächlich Spaß. Ist halt einfach nur zum Trinken gedacht und gemacht.
      Das Leben ist Hart? Ich bin Herta.

      www.whiskyandmore.com

      highlander schrieb:

      Wenn ihr Tomatin nur am Stoff 30+ und am Besten destilliert vor 1980 festmacht, dann habt ihr vielleicht ganz einfach nur ein Luxusproblem.

      Dann sind generell 10 oder 12 Jahre alte Nicht-Islay Whiskies eh nur für Anfänger, Geschmacksbanausen und Kulturbolschewisten gemacht. Der heutige Tomatin 12 ist ganz einfach ein nicht zu komplizierter gut trinkbarer Jeden-Tag-Whisky, so man jeden Tag trinken mag und der 18jährige macht tatsächlich Spaß. Ist halt einfach nur zum Trinken gedacht und gemacht.


      Man Oliver, das ist wahrscheinlich auch so, nur nicht jeder will einfach nur so täglich einen Whisky trinken. Das war vielleicht auch bei mir so vor 30 Jahren, entdecken von neuen Geschmacksrichtungen, damals auch noch besser und mehr vertragen. Heute ist es einfach nur noch geniessen und weniger, dafür besser ist mehr! Liegt aber auch an der Entwicklung des Geschmacks und der Vielfalt, die man hatte!
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      Aber das ist doch das schöne an Whisky, jeder findet seinen Teil.
      Ich oute mich als Fan von Bourbonfässern. Mein Vorzeigewhisky hier ist immer Glendronach. Da gab es Ende der 1980-er den Original. (Bourbon). Sherry und den Traditional (Sherry- Bourbon).
      Der Original schlägt für mich die Anderen um Längen.
      Da braucht der Stoff einfach Zeit, da geht Nichts mit First Fill Sherry und 5,6 Jahren, dunkel und schon geht die Post ab.
      Aber wohin?

      Hatte gerade einen Edradour First Fill Sherry im Glas (aus einer Teilung). Gut zu trinkender Whisky. PLV finde ich sehr gut. Aber wo ist das Destillat?
      Jetzt habe ich mir einen Schluck aus dem Sample unsere Fasses Tomatin, destilliert 2006 geholt. Wahrscheinlich ein schon mehrfach benutztes Bourbonfass.
      Geplant war ihn nach 10 - 12 Jahren abzufüllen. Das will er noch nicht.
      In der Nase finde ich Ihn schon sehr gelungen: reifer Apfel, kann auch grün sein, Kurkuma Zimt Mischung, unreife Mango etwas Kakao.
      Am Gaumen Rosmarin, weißer Pfeffer, dann aber weiße Schokolade mit Nüssen, noch etwas unreif und wild. Braucht einfach noch etwas Ruhe im Fass.

      Da ich keine 76-er offen habe muss jetzt ein Sample Tomatin 1966 46% Lombard ins Glas.
      Ich rieche Melasse, Kaffee, frisches dunkles Brot, da will mann noch gar nicht probieren.
      Im Mund etwas Minze, etwas Apfel (Boskop), Zimt, Zwetschkenröster, sehr gut.

      Tomatin kann schon was. Der 14-er Original finde ich z.B. ist im PLV top, einzelne Einzelfässer (2005 für Italien Beija - Flor) sind sehr gut aber, wie viel Vorschreiber finde ich auch braucht Tomatin 25-30 Jahre im Bourbonfass.
      gibt es eigentlich irgendwelche verlaufskurven von solchen 'geschätzten' abfüllungen?
      was 70iger ardbegs waren, wurde zu 60iger bowmores, welche sich zu 70iger benriachs und
      tomaten entwickelten, die dann zu 80iger iren mutierten und dann zu 90iger glen keith'en', glenturrets
      und clynelishe ihren letzten, vorläufigen höhepunkt fanden/finden.
      hab ich was vergessen? ach ja, japaner: von yamazaki zu karuisawa zu hanyu hin zu chichibu.
      bitte um weitere prognosen: was wird die nächste tomate/chichibu?
      I'm from Glasgow. For me every fruit is exotic (Dave Brooms Einlassung zu den Benriachs aus den 70igern)

      micheluzzo schrieb:

      hab ich was vergessen?

      olle Tamnas + 40 gerne 68er :wh1: Stephan, aber sei Dir verziehen.
      Schönes Abend Thema

      Danke für den Anstoß Markus

      (wenn ich auch keine Tomaten mag, nicht mal 76er , Bei GK siehts anders aus einen landscape hätte ich gern wieder )
      El Tren "Die Pangalaktischen Whiskygurgler"

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      "Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken." (E.Kästner)
      "Die Hoffnung ist das wichtigste Organ und daher das größte."

      torfbombe schrieb:

      rednose schrieb:

      Ich amüsiere mich gerade ein wenig ...
      Den Malt habe ich heute im Glas
      Lauter Klassiker in Sachen Tomaten ... und alles Refill Sherry Cask!

      da sieht man mal, was Du angerichtet hast :D

      die samples haben seit einigen Jahren drauf gewartet. Und mit eurer Diskussion kam der eigentlich perfekte Zeitpunkt.
      vielen Dank dafür.

      wohl dem, der noch ganze Flaschen von diesen Abfüllungen hat. :mahlzeit:
      Mitglied der Friends of Malt Hamburg
      Meine Samples

      Verkauf

      Tausch
      Aus meiner Erfahrung heraus kann ich zusammenfassen (was Tomatins angeht):
      Die 1960er waren eher würzig, die 1970er fruchtig.
      Anfang 1980er lassen sich ein paar schöne Einzelfässer finden.
      Grundsätzlich ist Tomatin aus meiner Sicht keine Destille die sich dauerhaft in einem vernünftigen OA Segment platziert hat.
      Wie oben geschrieben gibt es schöne Teile von den UA. Wenig von OA. Zumindest was mein Interesse gefunden hat.
      Von den UA habe ich bis auf wenige Ausnahmen alle aus 1976 getrunken.
      Hiervon gibt es drei All-Time-Favoriten:

      TWA/3Rivers
      Tomatin 1976 TWA - Bewertungen und Rezensionen - Whiskybase

      DT6882
      Tomatin 1976 DT - Bewertungen und Rezensionen - Whiskybase

      Daily Dram
      Tomatin 1976 DD - Bewertungen und Rezensionen - Whiskybase

      Sehr schön wenn es Bourbon sein soll ist für mich:

      1977 WhiskyFair/WhiskyFässle:

      https://www.whiskybase.com/whiskies/whisky/5706/tomatin-1977-wf

      Grundsätzlich kann ich allen Vorrschreibern insofern zustimmen, als das Tomatin erst ab rund 30 Jahren so richtig rockt.
      Vorher gibt es teilweise gute Kandidaten. Gute PLVer. Ok Trinkwhiskies.
      Aber leider ist es auch so, dass die wenigen Super-Jahrgänge leider keine Super-Destille machen. Vieles was links und rechts deutlich unter 30 Jahren abseits der legendären Jahre abgefüllt wurde oftmals schlichtweg nix (im Vergleich zudem was eben legendär ist...). Ein paar Ausreisse von "damals" gibt es. Ja. Die sind auch fein. Aber was da heute für aufgerufen wird ist schlichtweg verrückt. Und das nur für die "gute alte Zeit"??? Nö. Aber manchmal auch ja :D

      Um auf die andere Frage von micheluzzo kurz einzugehen:

      Für mich sind 1972/1973 Invergordons feines Zeug! Die würde ich in deiner Auflistung gerne ergänzen wollen.
      Ebenso 1980er Lochsides....
      Zudem im No-Name-Bereich die 1973er Speysider.
      Auch sehr schön - auch wenn noch nicht überall angekommen - 1983 Highland Malts/ Secret Highlander (nur leider preislich arg grenzwertig...)

      Und grundsätzlich möchte ich hier anmerken, dass der Anteil der "No-Name" Destillen stark zugenommen hat.
      Hier gibt es manche schöne Überraschung, aber leider auch preislich fernab der von Markus eingangs erwähnten Zeiten von Tomatin.

      Meine letzte sehr positive Überraschung sowohl qualitativ als auch preislich waren die 1989er Glenturrets.
      Wohl dem der rechtzeitig die Vögel richtig fliegen sah....

      Prognosen für die Zukunft? Schwer. Ich hatte einen feinen 1983er Highland Malt an der Angel. Aber das Risiko aufgrund Corona gescheut. Was sonst so kommen könnte? Ich denke hier sind eher die "neueren" Destillen wie Kilkerran am Zuge.
      Das könnte spannend werden. Daftmill soll ja auch nicht schlecht sein, aber preislich deutlich over the top.
      Sherry ist scheinbar wieder in aller Munde äh. Gläser. Je dunkler der Sith-Lord umso schneller weg vom Markt.
      Ein ganz neues Phänomen. Zumindest in dieser Extremform. Hierzu meine Erlebnisformel:

      Dunkel + rund 10 Jahre alt + zweistelliger Kurs + Destille Scheißegal = weg binnen Tagen.

      Da wir mittlerweile 2020 haben, sehe ich kaum noch was aus 1970er Jahren. Wenn dann preislich absurd oder max. No-Name. Gleiches zieht sich durch die folgenden Jahrzehnte bis zur Jahrtausendwende.
      Und selbst ab dann wird es preislich spannend.

      Wie dem auch sei. Ich träume immer noch von einem eigenen Tomatin im Stile der 1970er Jahre....
      Gründungsmitglied und Namensgeber der "Pangalaktischen Whiskygurgler"

      "Am Ende wird alles gut. Ist es nicht gut, ist es nicht das Ende"

      Unbekannt

      SSMC No. 42 schrieb:

      Aus meiner Erfahrung heraus kann ich zusammenfassen (was Tomatins angeht):
      Die 1960er waren eher würzig, die 1970er fruchtig.
      Anfang 1980er lassen sich ein paar schöne Einzelfässer finden.
      Grundsätzlich ist Tomatin aus meiner Sicht keine Destille die sich dauerhaft in einem vernünftigen OA Segment platziert hat.
      Wie oben geschrieben gibt es schöne Teile von den UA. Wenig von OA. Zumindest was mein Interesse gefunden hat.
      Von den UA habe ich bis auf wenige Ausnahmen alle aus 1976 getrunken.
      Hiervon gibt es drei All-Time-Favoriten:

      TWA/3Rivers
      Tomatin 1976 TWA - Bewertungen und Rezensionen - Whiskybase

      DT6882
      Tomatin 1976 DT - Bewertungen und Rezensionen - Whiskybase

      Daily Dram
      Tomatin 1976 DD - Bewertungen und Rezensionen - Whiskybase

      Sehr schön wenn es Bourbon sein soll ist für mich:

      1977 WhiskyFair/WhiskyFässle:

      https://www.whiskybase.com/whiskies/whisky/5706/tomatin-1977-wf

      Grundsätzlich kann ich allen Vorrschreibern insofern zustimmen, als das Tomatin erst ab rund 30 Jahren so richtig rockt.
      Vorher gibt es teilweise gute Kandidaten. Gute PLVer. Ok Trinkwhiskies.
      Aber leider ist es auch so, dass die wenigen Super-Jahrgänge leider keine Super-Destille machen. Vieles was links und rechts deutlich unter 30 Jahren abseits der legendären Jahre abgefüllt wurde oftmals schlichtweg nix (im Vergleich zudem was eben legendär ist...). Ein paar Ausreisse von "damals" gibt es. Ja. Die sind auch fein. Aber was da heute für aufgerufen wird ist schlichtweg verrückt. Und das nur für die "gute alte Zeit"??? Nö. Aber manchmal auch ja :D

      Um auf die andere Frage von micheluzzo kurz einzugehen:

      Für mich sind 1972/1973 Invergordons feines Zeug! Die würde ich in deiner Auflistung gerne ergänzen wollen.
      Ebenso 1980er Lochsides....
      Zudem im No-Name-Bereich die 1973er Speysider.
      Auch sehr schön - auch wenn noch nicht überall angekommen - 1983 Highland Malts/ Secret Highlander (nur leider preislich arg grenzwertig...)

      Und grundsätzlich möchte ich hier anmerken, dass der Anteil der "No-Name" Destillen stark zugenommen hat.
      Hier gibt es manche schöne Überraschung, aber leider auch preislich fernab der von Markus eingangs erwähnten Zeiten von Tomatin.

      Meine letzte sehr positive Überraschung sowohl qualitativ als auch preislich waren die 1989er Glenturrets.
      Wohl dem der rechtzeitig die Vögel richtig fliegen sah....

      Prognosen für die Zukunft? Schwer. Ich hatte einen feinen 1983er Highland Malt an der Angel. Aber das Risiko aufgrund Corona gescheut. Was sonst so kommen könnte? Ich denke hier sind eher die "neueren" Destillen wie Kilkerran am Zuge.
      Das könnte spannend werden. Daftmill soll ja auch nicht schlecht sein, aber preislich deutlich over the top.
      Sherry ist scheinbar wieder in aller Munde äh. Gläser. Je dunkler der Sith-Lord umso schneller weg vom Markt.
      Ein ganz neues Phänomen. Zumindest in dieser Extremform. Hierzu meine Erlebnisformel:

      Dunkel + rund 10 Jahre alt + zweistelliger Kurs + Destille Scheißegal = weg binnen Tagen.

      Da wir mittlerweile 2020 haben, sehe ich kaum noch was aus 1970er Jahren. Wenn dann preislich absurd oder max. No-Name. Gleiches zieht sich durch die folgenden Jahrzehnte bis zur Jahrtausendwende.
      Und selbst ab dann wird es preislich spannend.

      Wie dem auch sei. Ich träume immer noch von einem eigenen Tomatin im Stile der 1970er Jahre....


      Es gibt doch noch relativ günstige 1989er glenturrets. Z.b. den hier:

      Glenturret 1989 SV - Bewertungen und Rezensionen - Whiskybase

      Warum sind denn die 1989/2019 so viel teurer als die 1989/2018?

      HamburgMalt schrieb:

      Hm, für mich gehen die 76er meist eher in Richtung Blaubeere/Nadelwald, aber das nur am Rande.
      Ich empfinde alle Jahrgänge, die danach kamen (inklusive 1978), zwar auch als fruchtig, aber wie schon mein Vorredner sagte, in einer etwas anderen Richtung. Grüne Äpfel. Gelbe Früchte. Häufig verbunden mit einer angenehmen Cremigkeit. Ich erinnere mich da z.B. an einen 24yo von 1988, den Daily Dram hatte - ziemliche Fruchtbombe, aber eben auch leider nicht mehr mit diesem typischen Alleinstellungsmerkmal.
      Im Übrigen bin ich möglicherweise noch mehr als Markus davon überzeugt, dass Auswahl von Hefe und vor allem Fermentationszeit eine erheblich größere Rolle für die Qualität des Schnapses spielen, als ich früher dachte.


      Nun denn, ich versuche mich mal vom Destillerie-Charakter her zu nähern: Ganz typisch ist für mich das was Jan oben als "Nadelwald" beschreibt. Ich würde präzisieren und würde die Note "Kiefern-Harz" nennen. Diese Note hatte ich bei allen Abfüllungen, ob nun sehr alt aus den 80/90ern oder den 2000ern, selbst bei Sherryfässern (z.B. Best Whisky 2007, 8yo)

      Was nun die Fruchtigkeit angeht: 1. Das ist ein weites Feld! 2. Ich glaube nicht, dass das mit dem Alter zusammenhängt, sondern wie Jan glaube ich, dass das mit der jeweiligen Produktionsmethode der einzelnen Jahrgänge zusammenhängt. Und dadurch dass Tomatin ab 1956 bis 1974 stark gewachsen ist und 1974 die größte Maltdestille Schottlands war und es dann aber bis zur Insolvenz 1985 wieder stetig bergab, ging lässt sich erahnen, dass die Produktionsmethoden in dieser Zeit stark geschwankt haben dürften. Auch die Übernahme 1986 durch einen Japanischen Konzern dürfte widerum Ihre Spuren hinterlassen haben.

      Auf die Abfüllungen bezogen: Tatsächlich gibts viele, die wohl eher als wenig fruchtig bzw. als typisch Steinobstlastig zu beschreiben sind. Und dann gibts die Ausnahmen: Wobei die 60er - so ich denn Erfahrungen machen durfte - mir etwas zu holzig waren. Dann die 76er (s.o. in der Zeit des Niedergangs destilliert, womöglich mit viel, sehr viel Zeit, weil man die Produktion eh zurückgefahren hat).

      Hm, die 80er? Also ich kenne ein paar sehr fruchtige 88er (tropische Frucht), die wurde ca. 2013 abgefüllt (evtl. Fassteilung? :ups: ). Der Daily Dram wurde oben schon erwähnt.

      Auch um die 1990/1991 gibt es sehr fruchtige Teilchen - oft als OAs für ... Beim Whisky Cup 2017 haben wir Domtrinkknaben die 1990er Tomate - nur 18 Jahre alt - für Finest Whisky quasi aufgrund der Fruchtigkeit und der Kiefern-Harz-Note erraten. Wir waren nur sehr überrascht wo das Zeug noch herkam... Und damit lässt sich - aus meiner Sicht - auch beweisen, dass diese Fruchtigkeit (tropische Früchte) nicht unbedingt vom Alter abhängt, sondern eher von der jeweiligen Epoche. Sag ich jetzt mal. ostern-stinky
      Viele Grüße
      Martin