Flutet Kilchoman jetzt den Markt?!

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

      Flutet Kilchoman jetzt den Markt?!

      Wow hab gerade einen Newsletter von einem Whisky Händler erhalten und weiß nicht, ob das hier im Kreis der Wissenden bereits ein "alter Hut" ist (sorry, wenn ja) , aber in der "Frühlingsreihe" sind 9 Single Cask Abfüllungen erschienen mit mittlerweile üblich ambitionierten Preisen.

      Das soll kein Werbelink sein, aber hier gehts zur Übersicht
      search?sSearch=Kilchoman&p=1

      Die "armen Kilchoman-Liebhaber" sag da ich da nur und tun mir jetzt schon leid. Natürlich sind das Ausnahmefässer und ganz besondere Sachen, die so nie wieder kommen, außer bei der nächsten .....Sommer, .....Herbst und ......Winter-Kollektion.

      Da haben wohl alle Mitarbeiter statt im Shop (oder im Home Office wegen Corona) Tag und Nacht in der Bottlinghall verbracht ;-) Na ja wenn´s schön macht ;-) Also schnell zuschlagen bevor die Sommeredition kommt :ups:
      "Bin immer auf der Suche nach älteren Bruichladdich Abfüllungen. Destilliert in den 60er, 70er Jahren und freue mich auf Angebote"
      Immerhin, da ist ein 13y aus einen Bourbon-Cask mit dabei!

      ,https://www.homeofmalts.com/19072/kilchoman-vintage-2006-bourbon-single-cask-55-4-vol.-0-7l-8/9

      Der Preis ist zwar ziemlich ambitioniert, aber wenn man die Base befragt, so ist das eine der bisher ältesten Abfüllungen. Der könnte daher ganz anständig zum Trinken sein.

      Grüße
      Oliver
      Whisky investor Flippy McBottle, said:
      "I managed to get one of the limited edition Bowmore's this year. That means by the time I get it into just-scotchwhiskyonline.auctioneer this month I should have made a pretty penny. When you consider I spent over nine hours in an overnight queue to get it then, after costs, that's like £7 an hour. I'm a genius. And it was totally worth having to urinate into a thermos flask surreptitiously beneath a car blanket." (Whiskysponge Feis Ile 08.06.2017)
      Ich kann René nur zustimmen. Ich habe die Aufstellung vor ein paar Tagen mit großer Verwunderung gesehen. Ich habe mehrere Jahre lang Kilchoman gesammelt und bin in solchen Momenten froh, dieses nicht mehr zu tun.
      Worin Kilchoman hier den Sinn sieht, verstehe ich nicht. Weniger wäre wohl mehr gewesen.
      Ob Kilchoman mit deutlich über zehnjähriger Reifezeit deutlich gewinnt, muss er für mich erst noch beweisen einschließlich dem genannten Preis.
      That`s not Lagavulin:
      vimeo.com/113680024
      Worin Kilchoman hier den Sinn sieht, verstehe ich nicht. Weniger wäre wohl mehr gewesen.


      Es handelt es sich bei den 9 Fässer um eine Abfüllung für Deutschland.
      Eventuell gibt es einen Zusammenhang mit dem Wechsel des Imp....??
      Sind nach meiner Meinung ganz interessante Fässer (z.B. Madeira, Rum)

      Die Preise sind zwar nicht günstig aber noch vergleichbar was am Markt im Moment passiert.
      Es gibt auch etwas günstigere Angebote als die genannten 160 € für die 13jährige Abfüllung.
      Die Serie gibt in Summe für 1000 €
      Hier eine Zusammenstellung der Fässer
      Kilchoman Uniquely Islay Series -Ein Set mit 9 Flaschen und folgende Einzelflaschen verfügbar-
      Kilchoman Vintage 2012, 54,1%, Uniquely Islay Series - #1/9 - Cask 181/2012 Refill Bourbon Barrel - Finish in Fresh Madeira Hogshead (19 Monate)-
      Kilchoman Vintage 2012, 54,2%, Uniquely Islay Series - #2/9 - Cask 185/2012 Refill Bourbon Barrel - Finish in Fresh Madeira Hogshead (19 Monate)-
      Kilchoman Vintage 2011, 54%, Uniquely Islay Series - #3/9 - Cask 167/2011, Refill Bourbon Barrel - Finish in Fresh Rum Cask (24 Monate)
      -Kilchoman Vintage 2012, 53,8%, Uniquely Islay Series - #4/9 - Cask 198/2012 Refill Bourbon Barrel - Finish in a "STR" wine cask (8 Monate)
      -Kilchoman Vintage 2011, 53,5%, Uniquely Islay Series - #5/9 - Cask 229/2011 Refill Bourbon Barrel - Finish in a "STR" wine cask (9 Monate)
      -Kilchoman Vintage 2013, 57,2%, Uniquely Islay Series - #6/9 - Cask 334/2013 Fresh Bourbon Barrel
      - Kilchoman Vintage 2013, 57,6%, Uniquely Islay Series - #7/9 - Cask 427/2013 Fresh Bourbon Barrel (100% Islay)
      - Kilchoman Vintage 2006, 55,4%, Uniquely Islay Series - #8/9 - Cask 88/2006 Refill Bourbon Barrel (First Generation)
      - Kilchoman Vintage 2009, 55,7%, Uniquely Islay Series - #9/9 - Cask 553/2009 Refill Bourbon Barrel

      arnobaer schrieb:

      Die Serie gibt in Summe für 1000 €


      Manchmal weiß ich echt nicht mehr ob ich lachen oder heulen soll. Die Abfüllungen sind überwiegend unter 10 Jahre alt und was ist bitteschön "Marktüblich"?! Sorry aber das ist Abzocke am Kunden und trifft natürlich vor allem Kilchoman Liebhaber. Zum Glück gibt es für 1000,- Euro verdammt viele Alternativen und zum Glück bin ich da schon länger raus. Früher haben wir Kilchoman echt die Stange gehalten, aber die Nähe zu Bruichladdich scheint auch deren Sinne "vernebelt" zu haben. Die letzten Besuche vor Ort waren schon "ernüchternd" und der Trend setzt sich nun in der Abfüll- und Preispolitik fort. Es wird langsam aber sicher Zeit für einen Einbruch in der "partiellen Whiskyindustrie", damit die mal wieder ein wenig Bodenhaftung erhalten !!!
      "Bin immer auf der Suche nach älteren Bruichladdich Abfüllungen. Destilliert in den 60er, 70er Jahren und freue mich auf Angebote"

      MiddleCut schrieb:

      Manchmal weiß ich echt nicht mehr ob ich lachen oder heulen soll. (...) Sorry aber das ist Abzocke am Kunden und trifft natürlich vor allem Kilchoman Liebhaber.
      Haargenau das dachte ich mir neulich bei Caperdonich auch... :dude:
      Whisky-Journal - von, über und wegen Whisky

      Suche:
      - SMWS 38.xxx (Caperdonich)
      - Caperdonich 24yo Whiskykanzler Uncollectable Collection
      - Caperdonich 36yo Douglas Laing Cask DL4945 und Cask DL4947
      Weiterhin die Frage warum es immer ein Finish sein muss?
      Gute Fässer brauchen kein Finish und was nicht rund ist, wird über ein paar Monate süsser gemacht. Warum noch keiner drauf gekommen ist einfach die 20-30 Liter Madeira gleich ins Bourbonfass zu kippen? Spart man Zeit und Lagerkapazität.

      Die Methode ist ja schon vor Jahren erfolgreich praktiziert wurden in kleinerem Umfang, einem anderen Süsswein und bescherte dieser Abfüllung eine schöne dunkle Farbe. Mir fällt nur nicht der Name ein, irgend was mit öffentlich rechtliche Anstalten oder so.
      Mitglied bei

      Berliner Whiskykarawane - Whisky Cup Winner 2010

      macwhisky schrieb:

      Weiterhin die Frage warum es immer ein Finish sein muss?
      Gute Fässer brauchen kein Finish und was nicht rund ist, wird über ein paar Monate süsser gemacht.
      Hatte Anthony auch schon so bestätigt. Auf meine Frage, wie viele Whiskyfässer in einer eher kleinen Brennerei wie Kilchoman denn wegen unzulänglicher Reifung geschmacklich nicht brauchbar wären, war seine Antwort: “Keins. Wenn ein Fass nichts anständiges hervorbringt, wird entweder gevattet oder z.B. in Sherry nachgelagert.”

      Ehrlich, oder?
      Whisky-Journal - von, über und wegen Whisky

      Suche:
      - SMWS 38.xxx (Caperdonich)
      - Caperdonich 24yo Whiskykanzler Uncollectable Collection
      - Caperdonich 36yo Douglas Laing Cask DL4945 und Cask DL4947

      Whiskinger schrieb:

      macwhisky schrieb:

      Weiterhin die Frage warum es immer ein Finish sein muss?
      Gute Fässer brauchen kein Finish und was nicht rund ist, wird über ein paar Monate süsser gemacht.
      Hatte Anthony auch schon so bestätigt. Auf meine Frage, wie viele Whiskyfässer in einer eher kleinen Brennerei wie Kilchoman denn wegen unzulänglicher Reifung geschmacklich nicht brauchbar wären, war seine Antwort: “Keins. Wenn ein Fass nichts anständiges hervorbringt, wird entweder gevattet oder z.B. in Sherry nachgelagert.”

      Ehrlich, oder?


      Das sagt doch alles!
      Keine Brennerei hat so etwas vor Jahren gemacht, der "Ausschuss" landete dann immer in den Blends oder wurde auch mal zu Gin verarbeitet.
      Wenn man dann noch ein Vatted macht mit einigermassen brauchbaren Fässern um damit die schlechten einigermassen in Kombi trinkbar zu machen, ist das Mass doch wohl erreicht.
      Was sagt das über die Konsumenten dieser Abfüllungen aus, denen das auch noch mundet?
      Sie haben es nicht anders verdient!
      oder wie die Destillen es sagen würden "Nie waren sie so wertvoll wie heute"! Slainthe!
      Mitglied bei

      Berliner Whiskykarawane - Whisky Cup Winner 2010
      Ähm - ist das den was anderes als GlenAllachie, Glendronach oder Benriach macht oder erfolgreich gemacht hat?
      War doch höchst erfolgreich. Ihr wollt doch etwa nicht zurück in die gute alte Zeit, wo es vielleicht einen Standard und sonst nix gab.
      Wollt ihr immer das gleiche saufen?
      Ja nu macht das auch Kilchoman - was habt ihr erwartet als die ihren Vertrieb ganz neu aufstellen wollten. Das die weiter 500 Flaschen über eine German-Tasting-Tour vertreiben wollen?
      Immerhin ne Islay-Brennerei. Können halt nicht Marketing machen wie DIAGEO oder Ardbeg.
      Mal sehen, wenn sie nun zwei Jahre den Umsatz signifikant steigern können sie das Ding vielleicht genauso gewinnbringend abstoßen wie einst Laddie abgestoßen wurde.

      Vielleicht sollte ich es erwähnen - könnte Spuren von Sarkasmus enthalten. Wer ihn findet kann ihn behalten.
      ___Mortlach.de

      ____ „Kühner als das Unbekannte zu erforschen, kann es sein, das Bekannte zu bezweifeln.“ Alexander von Humboldt

      Wir alle seins Brüder,
      Wir alle seins gleich!

      rednose schrieb:

      Ähm - ist das den was anderes als GlenAllachie, Glendronach oder Benriach macht oder erfolgreich gemacht hat?


      Es ist das, was sich bei BenRiach totgelaufen hat, bei GlenAllachie nie in's Laufen kam und lediglich bei GlenDronach noch so leidlich funktioniert, wohl weil man sich voll auf Sherry konzentriert. Wirklich erfolgreich war wohl über längere Zeit nur Bruichladdich mit dem Finishwahn, aber zu der Zeit war es eben ein Alleinstellungsmerkmal und neu und angesagt.

      Mich juckt bei Kilchoman mittlerweile rein gar nichts mehr in den Fingern. Von der sympathischen Farmdestille (ich war 2006 zum ersten Mal da) zu Großkonzernallüren (ich war 2016 zum zweiten und letzten Mal da) in gut zehn Jahren.


      "The nobility show themselves very great before strangers; they ply you briskly with drink;
      for its their way of showing you'r welcome, by making you drunk"


      Thomas Kirke, during his travels around Scotland in 1679
      Als Kilchoman Fan habe ich die Info zwar aufgenommen.
      Hat mich aber zu keinem Kauf oder FT bewegt.

      Bei den 9 reißen mich Madeira Cask 185, 100% Islay Bourbon und 2006er Borbon der 13Y und 11Monate alt ist.
      Rum war bisher kein guter dabei. Samples haben mich alle nicht überzeugt.
      STR ganz nett. Aber 8 bzw 9 monate finish muss nicht.
      Anderen Bourbons gibt es genug auf dem Markt.

      Anfangs waren sie noch bezahlabr. Bekam SC für rund 80eur. Nun ist man schon 3stellig.
      Ältere Abfüllungen oder vollreifung sherry mit 10J+ legt man ja schon 140-170eur hin.
      Da ist irgendwann auch meine Liebe zur Brennerei an der Grenze.
      Gegleite den Weg seit 2005. Vom Spirit bis zu den älteren Jahrgängen. Entwicklung des Malts ist klasse. Marketing / Vertrieb geht nun in eine andere Richtung.
      Trotzdem freue ich mich auf den ersten 15y. Und irgendwann mal ab 18y, 20y+
      Sehen wie die Bourbons sich entwickeln.
      _______________________________________
      klein170478 Samplebar
      Hi there,

      wie bei allen Neuerungen gilt: Kein Kaufzwang!

      Wer das Zeug nicht will kann und sollte es stehen lassen.
      Beim Händler meines Vertrauens waren von seinem sehr kleinen Kontingent einen Tag später 3 von den neun casks ausverkauft. Auf Nachfrage: Eine Kiste pro Sorte.

      Die Preispolitik im Großfeld whisky ist momentan der helle Irrsinn, siehe die Kirsch Abfüllungen.
      Aber der Wahnsinn ist, daß viele von uns das mitmachen und kaufen kaufen kaufen... als ob es kein Morgen gäbe.

      Greetings
      kallaskander
      Never water another man's whisky.

      Ah yes, predictability, a word that has come to define today’s whisky in so many ways.

      Es besteht keine Verpflichtung obigen post zu lesen, zu mögen oder zu kommentieren.
      Sollte eine persönliche Meinung enthalten sein, besteht weiter keine Verpflichtung, sich diese zu eigen zu machen.

      cairdean schrieb:

      Wirklich erfolgreich war wohl über längere Zeit nur Bruichladdich mit dem Finishwahn, aber zu der Zeit war es eben ein Alleinstellungsmerkmal und neu und angesagt.

      Hm, wirklich angefangen damit haben nach meiner Erinnerung eher Glenmorangie. Ich hatte damals eine Pulle des ersten Batches mit dem Port-Finish. Fand ich damals sehr lecker. Kurz danach gab es auch eine Serie von G&M mit ziemlich abstrusen Finishes (ich erinnere mich z.B. an einen gruseligen Imperial aus nem Calvados-Fass), hieß glaub ich Private Casks oder so ähnlich, hatte jedenfalls ein weißes Label. Grundsätzlich bin ich aber bei dir, dass Laddie das am exzessivsten betrieben hat (fast bin ich erstaunt, dass es noch keinen PC aus einem Kirschlikör-Fass o.ä. gibt) - inklusive des hauseigenen "UA" MMcD. Da waren ja die straighten, ungefinishten Abfüllungen eine Zeit lang die Exoten des Hauses...
      'Too much of anything is bad, but too much of good whisky is barely enough.' :flag2:

      Es wird eingeschenkt: meine Samplebar

      :flag:

      Um noch etwas oT zu bleiben ...
      Bei Laddie hatte Finishing die kreative Bezeichnung ACE (Additional Cask Enhancement, tw. auch Evolution).
      Hat damals auch bei mir "gewirkt", passte irgendwie zum sympathischen Gesamtpaket ;)

      Zu den Finishing-Pionieren dürfte auch Balvenie mit seinem Doublewood zählen.