Laphroaig 10yo Sherry Oak Finish

      Laphroaig 10yo Sherry Oak Finish

      Die "Whiskyexperten" berichten von einem neuen Laphroaig 10 Jahre, der ein Finish in nicht weiter benannten Sherry Fässern erhalten könnte. Das ganze ist in der TTB gefunden worden.
      Ob Standard, oder Special Release, ist natürlich ebenfalls offen.

      Quelle:
      TTB-Neuheit: Laphroaig 10yo Sherry Oak Finish - WhiskyExperts

      Man darf gespannt sein.

      Alastor schrieb:

      Ganz wichtig sind die 48%, da der normale vom Bourbonfass nur 40% hat.
      Warum?
      Mir wäre wichtig das der Geschmack, Komplexität und Tiefe hat statt das ganze mit Prozenten zu verstecken.
      ___Mortlach.de

      ____ „Kühner als das Unbekannte zu erforschen, kann es sein, das Bekannte zu bezweifeln.“ Alexander von Humboldt

      Wir alle seins Brüder,
      Wir alle seins gleich!

      rednose schrieb:

      Alastor schrieb:
      Ganz wichtig sind die 48%, da der normale vom Bourbonfass nur 40% hat.
      Warum?
      Mir wäre wichtig das der Geschmack, Komplexität und Tiefe hat statt das ganze mit Prozenten zu verstecken.


      Stimmt 100%, denn grundsätzlich ist Ethanol ein Zellgift ;-) außerdem macht ein übermäßiger Konsum von Faßstärken die sensorische Empfindung kaputt und man merkt daß deutlich, da in der Zwischenzeit viele Abfüllungen schon über 60Vol.% haben, damit noch was geschmacklich "rüberkommt" ;-) (sorry off-topic)
      Wir sind doch auf der Suche nach Aromen und mir persönlich wären 40Vol.% mit alter Laphi Charakteristik lieber, als 48Vol.% mit aufgehübschtem Faßdaubencharakter.
      Schaun mer mal, aber warum muß es denn immer ein Finish sein?!
      Wenn jemand ein Problem mit mir hat, kann er es behalten. Ist ja schließlich seins.

      MiddleCut schrieb:

      rednose schrieb:

      Alastor schrieb:
      Ganz wichtig sind die 48%, da der normale vom Bourbonfass nur 40% hat.
      Warum?
      Mir wäre wichtig das der Geschmack, Komplexität und Tiefe hat statt das ganze mit Prozenten zu verstecken.


      Stimmt 100%, denn grundsätzlich ist Ethanol ein Zellgift ;-) außerdem macht ein übermäßiger Konsum von Faßstärken die sensorische Empfindung kaputt und man merkt daß deutlich, da in der Zwischenzeit viele Abfüllungen schon über 60Vol.% haben, damit noch was geschmacklich "rüberkommt" ;-) (sorry off-topic)
      Wir sind doch auf der Suche nach Aromen und mir persönlich wären 40Vol.% mit alter Laphi Charakteristik lieber, als 48Vol.% mit aufgehübschtem Faßdaubencharakter.
      Schaun mer mal, aber warum muß es denn immer ein Finish sein?!



      Es geht nicht um das Mehr an Alkoholstärke sondern um das Weniger an Verdünnung.
      Denn beim Verdünnen auf 40% wird mehr aromafreies Wasser hinzugefügt, dabei Originalmaterial entfernt.
      Somit werden auch mehr der wertvollen Aromastoffe entfernt.
      Das ist der Grund für schwächlicheren Geschmack, nicht das Weniger an Alkohol.
      Alle regen sich über das Chill-Filtering auf. Dabei wird beim Verdünnen mit destilliertem Waser noch sehr viel mehr an Aromastoffen entfernt.
      Mehr Flaschen pro Fass mit weniger Aroma pro Flasche spült natürlich mehr Geld in die Kasse.

      Ralfy hat neulich in einem seiner YouTube-Videos vorgeschlagen, schlaffen Whisky mit neutralem (medizinischem) Alkohol (unvergällt natürlich ;-)) aufzupeppen.
      Ein absurdes Unterfangen. Trotzdem - da ich Ralfy durchaus respektiere - habe ich dieses lustige Experiment mit drei Trinkstärkewhiskies (40% und 43%) mal durchgeführt. Ich war einfach sehr neugierig.

      Und was soll ich sagen, grauenvoll !!!
      Auch der schlechte 40%-Laphi-10y (der heutige) wurde mit Alkohol noch schlechter.

      Also, Alkoholstärke macht Whisky nicht besser.
      (Ich sollte es mal mit vergälltem Alkohol, z.B. Spiritus, probieren und es Ralfy vorschlagen. Das wird sicher ein Kandidat für die nächste Goldmedaille in Jim Murray' Bibel ;-))))) ).

      Aber das Mehr an Originalstoff aus dem Fass anstelle Wasserverdünnungsersatz kann mehr Whiskygeschmack bedeuten.
      Daher machen auch Fassstärken durchaus Sinn.
      Aber die zu hohe Alkoholstärke kann es auch wieder kaputt machen. Je nachdem, wie gut der Alkohol eingebunden ist. Und es ist eine Frage des optimalen Kompromisses.
      Also nicht unbedingt 60%, aber eben auch nicht 40%.
      48%-52% können hier ein guter Kompromiss sein, hängt aber natürlich vom Einzelfall ab.
      Wasser verdünnt den Geschmack, ja. Aber wenn kein Geschmack da ist, dann hilft auch weniger Wasser nicht. MiddleCut und rednose liegen genau richtig. Und auch wenn die Fässer 60 % des Geschmacks eines Whiskys ausmachen, so bleiben die restlichen 40 %, aus der Herstellung des Gerstenschnappses doch ein entscheidender Faktor: und solange sich bei Laphroaig hier nichts tut, ist die Brennerei für mich uninteressant. UND DAS FINDE ICH SEHR TRAURIG! Insbesondere, wenn man das Potenzial kennenlernen durfte....
      Viele Grüße
      Martin

      Alastor schrieb:

      Der Laphi 10 mit 40% ist euch zu wässrig. Nun kommt ein Laphi 10 mit Sherry Finish und 48% und das paßt euch auch nicht. Was ist das für ein Unsinn. Alkohol kann etwas Kraft geben.
      Mir ist ein 40%'ter nur zu wässrig wenn ihm das Potential fehlt. Natürlich habe ich nichts gegen einen 43, 46, 48, 50 oder Fasstarken. Meine Angst ist nur, wenn eine OA mit 48% raus kommt, dann macht das der Hersteller selten um den Nerds etwas gutes zu tun, sondern weil sie ihm "Kraft" geben müssen weil sonst gar nichts da ist. Ich weiss,d as es Leute gibt die vor allem zwei Dinge an Whisky toll finden "Dunkle Suppe" und "Ü60%". Am besten noch beides dann glaube viele man kann blind kaufen. Ich liebe an einer Fassstärke, das ich selber den Grad der Verdünnung bestimmen kann. Und manchmal ist auch das nicht notwendig. Aber den wahren Inhalt und Qualität für mich, legt ein Malt auf die Zunge wenn er mehr hat - und nicht mehr Farbe und mehr Alkohol sondern mehr Geschmack, mehr Tiefe, mehr Potential, mehr Komplexität, mehr Spaß im Glas.
      ___Mortlach.de

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      Wir alle seins Brüder,
      Wir alle seins gleich!

      Spuckschlecht schrieb:

      Laphroaig hat doch mit dem Quarter Cask, dem Tripple Wood und sogar dem 18er schon einige 48%er auf dem Markt. Ich weiß gar nicht, warum sich jetzt alle aufregen...

      Nun, es geht nicht um die Alkoholstärke, sondern darum, man bei Laphroaig der Meinung ist, Qualität mittels hoher Alkoholgehalte und mittels finishing simulieren zu können.
      Viele Grüße
      Martin

      gitarrero87 schrieb:

      Aber das Bashing kann ich auch nicht verstehen


      Nochmal zur Klarstellung. Es geht um die Tendenz mittels Alkoholstärke und kurzfristigen Reifeprozessen etwas hinzuzufügen, was dem Grundspirit fehlt. Ich wage ich mal aus dem Fenster und keiner der Vorredner hat z.B. was gegen Faßstärken. Weiterhin wage ich mich aus dem Fenster und sage viele (mit Laphroaig Erfahrung) sehen die Entwicklung bei Laphroaig mit einem weinenden Auge und etwaige Kritik ist niemals Bashing, wenn Sie begründet ist. Im Gegenteil und das verkennen viele wer Kritik übt setzt sich mit dem Produkt auseinander und "kämpft" ggf. auf seine Weise für eine mögliche Veränderung.
      Eine lebendige Diskussion lebt von unterschiedlichen Meinungen und daher kann man sich beherzt streiten und hinterher bei einem Dram versöhnen ;-)

      Hab letztens erst einen Vergleich vom Laphi 15 für die 200 Jahrfeier gegen einen 15er aus Mitte der 2000er (also eigentlich gar keine richtige Rarität). Den 15er für die 200 Jahrfeier fand ich beim Erscheinen eigentlich ganz positiv und bei dem Vergleich bin ich so erschrocken weil er im Vergleich zu dem etwas älteren 15er wie ein "toter Fisch im See" wirkte. Kein Tiefe, keine Vielschichtigkeit, keine Harmonie zwischen den unterschiedlichen Aromen und das geht mir leider bei etlichen neuen Laphis so.
      Wir werden sehen, was der neue so kann. nur die Tatsache da dort dann 48Vol.% verwendet werden und der durch Oloroso Fässer gezogen wird macht prinzipiell noch lange keine guten komplexen Laphi aus. Ich hoffe ich irre mich und die Wahrheit liegt im Glas ;-)
      Wenn jemand ein Problem mit mir hat, kann er es behalten. Ist ja schließlich seins.

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