Whisky - als Geldanlage, immer noch aktuell?

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      Whisky - als Geldanlage, immer noch aktuell?

      Nun sollen auch Ärzte etc. "motiviert" werden...

      Fass und los | PVS Verband

      Mich erstaunen bzw. wundern z. B. folgende Aussagen:
      * ... der Zeitpunkt, jetzt einzusteigen, ist gut...
      gut, für wen?

      * ... Noch drohe für Whisky keine Spekulationsblase...
      da bin ich mir nicht so sicher, bin allerdings auch kein Experte

      * Für 2017 rechnen die Experten mit einem weiteren Anstieg der Preise.
      ups? die Special Releases möglicherweise und begehrte einzelne Abfüllungen, ...

      Egal wie, viel Spaß beim Lesen oder lassen...
      Spiel mir das Lied vom Malt...

      I’m a poor lonesome cowboy, I’m a long long way from home...
      Wer vor 5-10 Jahren limitierte Abfüllungen bzw. Jahrgangswhiskies in Fassstärke erworben hat, reibt sich jetzt die Hände und macht Reibach ohne Ende. Ansonsten ist jetzt NICHT mehr der richtige Zeitpunkt einzusteigen. Ein solcher Rat ist unsinnig und unseriös. Dazumal der deutsche Markt eh gesättigt scheint.
      -> Ich bin immer auf der Suche nach Abfüllungen bzw. Sampels aus meinem Geburtsjahr 1976 und darüber hinaus nach alten Islays & Broras aus den 1960/70ern. Schreibt mir gern!

      Mitglied & Schriftführer der Churpfälzer Maltfreunde / Schottland- & Single Malt-Liebhaber (Ardbeg-, Bowmore, Brora und Port Ellen).

      Living_Bottle schrieb:

      Mich erstaunen bzw. wundern z. B. folgende Aussagen:
      * ... der Zeitpunkt, jetzt einzusteigen, ist gut...
      gut, für wen?

      Was erstaunt daran? Für Tim Tünnermann, den "Whiskyexperten" von der Whisky Investments GmbH, könnten der Zeitpunkt doch wahrscheinlich gar nicht besser sein.

      Übrigens, den vielen Tausenden Telekomaktien-Anlegern sagte man damals auch, das der Zeitpunkt, jetzt einzusteigen, gut sei.
      Ich finds gut! :rauf:

      Das Geld iss ja nich wech ... es hat nur jemand anderes. In diesem Falle oftmals diejenigen unter uns, die aktuell die ein oder andere Flasche auf einschlägigen Plattformen anbieten und sich verwundert die Augen reiben, welche Summen für so manches Püllecken doch ausgegeben werden. :D

      Insbesondere wenn sich im eigenen Keller derartige Mengen tummeln, dass ein Verzehr zu Lebzeiten nicht mehr wahrscheinlich ist, kommt dieses kostenlose Marketing der Familie Tünnermann doch sehr gelegen ... iss ein wenig wie Franchising ... nur ohne Gebühren. :D :greenhole:

      Von irgendjemanden muß die unmoralische Kohle für unsere angehäuften Pullen ja kommen, wenn nicht von ahnungslosen Neueinsteigern ... woher denn dann? Vielleicht sollte ich meinen Hausarzt die Tage mal anhauen, ob er nicht noch ein paar Investmentmöglichkeiten sucht... :D :D :D
      Das Leben ist zu kurz für schlechten Alkohol! :slainte:

      Komm, wir essen Opa! ...Immer beachten: Satzzeichen können Leben retten!!!...


      Hier geht´s zu meiner Sample- Bar

      Mr.Mooc schrieb:

      Ich finds gut!

      Das Geld iss ja nich wech ... es hat nur jemand anderes. [...]
      Böser Dirk ... :D

      So wie ich das sehe: Alles richtig gemacht! Im Gespräch bleiben ist die halbe Miete.
      Viel Vergnügen weiterhin, beim hoffen auf ewiges Wachstum ...


      Beste Grüße, Det
      They won't appreciate your long experience. They'll only notice when we've gone.
      нет, нет, нет ...
      Ich finde es immer Klasse, wenn andere Leute "Top-Anlagen" verkaufen, da frage ich mich warum nutzen die das nicht selbst :-)

      Klar, daß Auktionshäuser und "Investfirmen" dies aus Ihrem eigenen Blickwinkel sehen und aus meiner Sicht ist das natürlich ok. Trotzdem sollte man einfach nur mal mitdenken :-) Vieles läßt sich nicht einfach vorherbestimmen und gerade bei einem "Luxusprodukt" das eigentlich niemand benötigt.
      Beispielsweise hat der Verkauf von Laddie an Remy dazu geführt, daß ehemals "durchschnittliche Abfüllungen" heute deutlich höher gehandelt werden. Hätte mir vor 5 Jahren jemand erzählt, daß jemand ca. 80,- Euro für Peat, Waves oder Rocks ausgibt, den hätte ich für "verrückt" erklärt. Heute ist das kein Thema mehr und natürlich hätte ich mit dem heutigen Wissen noch viel mehr eingekauft :-) Das liegt aber nicht daran, daß der Whisky besser geworden ist, sondern nur an den Veränderungen durch Remy. Nur wo geht es hin?" noch höher oder in ein paar Jahren eher Null Interesse?! Sollte ich jetzt noch etwas kaufen?!

      Daher lautet meine "einfache Strategie": Qualität. Die meisten heutigen "Sonderabfüllungen" ermöglichen eventuellen "kurzfristigen" Gewinn. Aber mal ehrlich eine aktuelle Ardbeg Committee Abfüllung oder Ikea Highland Park Edition ist doch kein "wirklicher Genuß" und verweilt zu zig Tausenden in den Schränken und Kellern. Die wirklichen Perlen aus der Vergangenheit sind die eigentlichen "robusten Schätzchen", denn der Inhalt ist nicht (mehr) reproduzierbar.
      Ich kann mich noch sehr gut an eine Aussage eines Whiskyfreundes von Limburg nach dem Verkosten eines 15jährigen Laddie Rinaldi Import erinnern, der unzählige Abfüllungen (von dieser Brennerei) bereits im Glase hatte. Er war verwundert, denn er versuchte den Eindruck zu vergleichen, nur es gab (gibt) keinen Vergleich :-)
      Also wie immer bei diesem (wiederholenden) Thema viel Nebel und in 10 bis 20 Jahren sind wir schlauer und ich kann nur den eigenen gesunden Menschenverstand empfehlen :-)
      "Bin immer auf der Suche nach älteren Bruichladdich Abfüllungen. Destilliert in den 60er, 70er Jahren und freue mich auf Angebote"
      ...mit dem Unterschied, das Tim seit langer Zeit Whiskyhändler ist- und ein guter dazu. Ich bin Stammkunde bei ihm und halte ihn für seriös. Ich gehe auf viele Whiskymessen und kaufe bei allen möglichen Quellen ein- ich kenne aber keinen der so eine Ahnung über Whisky hat wie er. Soweit ich weiß ist er ehemaliger Mediziner, wird also wissen was er macht. Und Krüger ist ja mal auch ein gute Adresse. Hier wird - typisch bei dem Thema- draufgehauen ohne die Hintergründe zu kennen. Wenn ich sehe wieviele sich ihr Taschengeld aufbessern indem sie ihre Pullen teuer verkaufen..

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Tenbrok“ ()

      MiddleCut schrieb:

      Ich finde es immer Klasse, wenn andere Leute "Top-Anlagen" verkaufen, da frage ich mich warum nutzen die das nicht selbst :-)


      Weil diese genau damit Geld verdienen?
      Es ist doch so: wenn jemand Geldanlagen schon in Zeitungen anpreist, deren gemeiner Leser normalerweise mit solchen Geldanlagen nicht firm ist, ist es doch ein sicheres Zeichen dafür, dass die eigentlichen Kunden, nämlich die, die sich damit auskennen, Nichts oder noch kaum etwas kaufen. Wie damals die BILD Schlagzeile mit dem Gold. Danach ist Gold von 1900US$ auf 1200 US$ abgestürzt.

      Ich würde im Bereich von Whisky nicht als Anlage sprechen, weil einerseits Whisky soviel Platz wie ein Oldtimer braucht, andererseits das Zeugs auch mal irgendwann zu wieder zu Geld gemacht werden muß. Ein Oldtimer ist da einfacher verkauft.

      Wenn ich mir die Brot und Butter Whiskys bei den Auktionen anschaue, da legen viele Verkäufer drauf oder der Gewinn ist nicht erwähnenswert. Sicher manche Whiskys gehen ab wie Schmitz Katze, aber die hat man normalweise leider nicht kartonweise im Keller. Oder man hatte mal einen Karton, und jetzt nur noch eine oder zwei Flaschen. Den Rest hat man schon genossen.

      Ich habe es schonmal erwähnt, der Markt ist sehr krass. Ich kenne Händler, bei denen sind Leute mit einer fünf- bis sechsstelligen Summe aufgekreuzt, um diese in Uisge beatha einzutauschen.
      Zumindest diese Händler haben die zahlungskräftige Kundschaft wieder weggeschickt.

      Auf der anderen Seite unterbieten sich gewisse Händler selbst bei geringsten Mengen mit den Preisen. Da kommt ein z.B. ein Local Barley auf dem Markt, und trotzdem müssen Händler in den Preiskampf ziehen. Das kann man vielleicht bei einem XY NAS Standard noch nachvollziehen, aber bei einem Whisky von der Händler selbst nur 3 oder 6 Flaschen bekommen hat?

      So lange dies noch geschieht, ist Whisky keine Wertanlage. Sicher, einzelne Flaschen werden immer Höchstpreise erzielen, aber die breite Masse ist keine Wertanlage.

      A propos, jemand aus der Nähe hat den Keller voll mit Standards, meist mit 40 oder 43% aus den Achtzigern. Will die jemand haben? Glenlivet 12 und so Sachen.
      Der meint auch der Whisky reife in der Flasche weiter und will mindestens einen dreistelligen Betrag pro Flasche haben.
      Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf.

      Suche: Glenglassaugh's und Jahrgangsabfüllungen bis 1997 von AnCnoc / Knockdhu Kauf oder Tausch Angebote bitte per PN

      Living_Bottle schrieb:

      Mich wundert vor allem die Plattform... "Das Magazin der Privatärztlichen Verrechnungsstellen"


      Mensch Stefan was du alles findest, unglaublich wann schläfst du eigentlich???

      zurück zum Thema es wird immer windige Anlageberater geben die aus lauter Nächstenliebe ihre Mitmenschen verarsch.... aber dazu gehören immer 2. Einer der was anbietet und ein anderer (DEPP) der das dann kauft und noch das Gefühl hat ein gutes Geschäft gemacht zu haben.

      LG
      Beste Grüße
      Zauberhafte Samples

      Soll alles möglich bleiben, kann nichts wirklich werden.(Wilhelm Schmid)

      Satzzeichen- und Rechtschreibfehler behalten ich mir vor
      :)
      Also der Börsenguru würde sagen, die Charttechnik gibt noch kein Anzeichen eines Verkaufssignals. Der Anstieg ist intakt und die Preise auf den Auktionen steigen in der Regel weiter.
      Und ehrlich gesagt würde ich ihm Recht geben, auch ich rechne in 2017 damit, dass es eher teurer als billiger wird.
      Der richtige Einstiegszeitpunkt war mit einiger Sicherheit schon wesentlich früher, und gerade bei vielen Sonderabfüllungen ist die Spekulationsbörse mächtig gut gefüllt.
      Rene hat in seinem Posting viel Wahres drin, richtige Qualität wird auch nach dem Platzen der Blase einigermaßen wertstabil bleiben, weil die damalige Qualität einfach heute nicht mehr reproduzierbar ist (oder erst wieder in einem Zeitraum, der für ein menschliches Leben "in der Genusstrinkphase" zu lang ist), und der Rest der "Anleger" muß halt mit asiatischen Käufern konkurrieren, die noch eine ganz andere Vorstellung von dem haben, was Whisky kosten darf. Wer aber glaubt, mit zigtausenden Euros auf der Bank auf der sicheren Seite zu sein, der dürfte noch einem viel größeren Irrtum aufgesessen sein.

      Und Sjaunja: Gerne würde ich mich in dem Keller mal umsehen. Nicht unbedingt Glenlivet, aber da gibt es in der Tat viele, die ich auch in dieser Stärke gern trinke, und teilweise bin ich da sogar bereit, einen knappen dreistelligen Betrag zu investieren. Leider bin ich da aber auch nicht alleine, das sehe ich bei Krüger!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Flasche_leer“ ()

      Was die Qualität betrifft, bzw den Schweinezyklus.
      Schaut mal in die Geschichte des Whiskys, genauer gesagt Campbeltown, ganz genau gesagt Heringsfaß.
      Zwar werden heute die Fischer nicht mehr um deren Fässer gebracht, dafür werden heutzutage Fässer wieder verwendet, die eigentlich nur noch als Feuerholz zu gebrauchen wären.

      Der Niedergang der 34 Brennereien damals hat schon seine Gründe gehabt. Zwei haben überlebt. Sicher hatten die Prohibition und die allgemeine Wirtschaftslage auch großen Anteil dran, aber sie alleine waren es nicht.
      Heute wird auf Teufel komm raus produziert, Masse statt Klasse, die Verpackung und das Marketing sind wichtiger als der Flascheninhalt, so könnte man meinen.

      Das ist ein Grund, warum ältere Abfüllungen so teuer geworden sind. Die alten Whiskyhasen, die sind bereit den Preis zu zahlen. Der gemeine Whiskyverbraucher kennt diese doch erst gar nicht.
      Daher ist der Markt sehr klein und eng. Weil diese Abfüllungen auch kaum zu bekommen sind.
      Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf.

      Suche: Glenglassaugh's und Jahrgangsabfüllungen bis 1997 von AnCnoc / Knockdhu Kauf oder Tausch Angebote bitte per PN

      Tenbrok schrieb:

      ...mit dem Unterschied, das Tim seit langer Zeit Whiskyhändler ist- und
      ein guter dazu. Ich bin Stammkunde bei ihm und halte ihn für seriös. Ich gehe auf viele Whiskymessen und kaufe bei allen möglichen Quellen ein- ich kenne aber keinen der so eine Ahnung über Whisky hat wie er. Soweit ich weiß ist er ehemaliger Mediziner, wird also wissen was er macht. Und Krüger ist ja mal auch ein gute Adresse. Hier wird - typisch bei dem Thema- draufgehauen ohne die Hintergründe zu kennen. Wenn ich sehe wieviele sich ihr Taschengeld aufbessern indem sie ihre Pullen teuer verkaufen..
      Also verstehe ich richtig, das du, weil du "Tim" für einen seriösen Händler und ehemaligen Mediziener hälst, dem Artikel und dessen Aussagen zu 100 % zustimmst ?
      Im Gegenzug klagst du aber die Leute an die ihre Flaschen verkaufen ?
      Moment mal. Die gute Adresse Krüger gäbe es nicht, wenn keiner verkaufen wollen würde.
      Und ich sehe es so, das es im Moment für jemanden der mit offenen Aufgen den Markt beobachtet, eher verkauft als kauft und gleichzeitig anderen lieber erklärt - man solle kaufen. Von daher stimme ich dir ggf. zu das "Tim" weiss was er tut.
      ___Mortlach.de

      ____ „Kühner als das Unbekannte zu erforschen, kann es sein, das Bekannte zu bezweifeln.“ Alexander von Humboldt

      Wir alle seins Brüder,
      Wir alle seins gleich!